Seit Wochen dominiert ein einzelner Wolf die Schlagzeilen in Baden-Württemberg: GW2672m, inzwischen liebevoll Grindi genannt. Der Rüde aus österreichischer Abstammung lebt seit etwa drei Jahren friedlich im Gebiet der Hornisgrinde und des Nationalparks Nordschwarzwald. Er soll sich mehrmals Menschen und Hunden genähert haben – vor allem in der Paarungszeit –, doch es gibt bis heute keinen einzigen dokumentierten Vorfall von Aggression, Verletzung oder Bedrohung. Keine Nachweise für Anfütterung oder Fütterung durch Menschen, keine Belege für regelmäßiges Spielen mit Hunden. Dennoch drehen bestimmte Leute geradezu durch und forcieren einen regelrechten Tötungswahn, obwohl am 6. Februar scheues Verhalten dokumentiert wurde.
Grindi ist nicht Romeo – und genau das macht die Überreaktion noch unverständlicher

Gudrun Pflüger: Die Kraft echter Wolfsbegegnungen
Was würde wohl Gudrun Pflüger sagen, wenn sie noch leben würde? Erinnern wir uns: Ein Wolf zeigt sich dir nur, wenn er dir etwas erzählen oder mitteilen will. Das hat ihr indigener Freund Chester gesagt, und sie hat es oft zitiert.
Wolf Grindi wollte unserer Vorsitzenden Brigitte Sommer wohl auch etwas bei seiner Begegnung erzählen. Niemand sonst hätte ihn wohl so unbeugsam in Schutz genommen und selbst schlimmste Shitstorms dafür in Kauf genommen und selbst eben keine Bilder von ihm veröffentlicht. Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. bleiben dabei: Grindi hat sich absolut normal verhalten. Dokumentiert wurde dies unfreiwillig vom SWR. Aber dies bringt auch den Vorteil, dass die tatsächlichen Fakten reichweitenstark zu sehen waren, trotz der falschen Behauptungen zu Wolfstouristen. Das normale Zurückweichen ist dokumentiert. Brigitte Sommer wäre nie auf die Idee gekommen, Grindi alleine mit diesen Fernsehleuten zu lassen. Hier der entsprechende offene Brief an den SWR: https://wolfsschutz-deutschland.de/2026/02/10/offener-brief-an-den-suedwestrundfunk-swr-betrifft-tendenzioese-berichterstattung-im-beitrag-die-suche-nach-dem-hornisgrinde-wolf-und-warum-sie-ihm-schadet/
Der Nationalpark als Chance – nicht als Problemzone
Und immer daran denken: Echte Freunde verrät man nicht.
Es gibt noch eine wichtige Petition für Grindi: https://www.openpetition.de/petition/online/petition-gegen-den-abschuss-des-wolfs-gw2672-in-baden-wuerttemberg?fbclid=IwY2xjawPxv-BleHRuA2FlbQIxMABicmlkETBzNHhZN2oyZk5IdUM4TGZuc3J0YwZhcHBfaWQQMjIyMDM5MTc4ODIwMDg5MgABHm5v1n0XA5rHuWYg4YF20cILN1wx1wHyrJvTKxiIhLWwYcygZyBzgY-h93HC_aem_q2Jq1DYTRZ6-_vYobCc2Nw
Die zweite Petition auf Change können wir leider absolut nicht mehr empfehlen, denn der Petitionstext wurde abgeändert und in einer Aktualisierung wurden plötzlich Vergrämungsmaßnahmen mit Besenderung gefordert und zwischen den Zeilen selbst ein Abschuss nicht mehr ausgeschlossen zu sein scheint.
Nach der Abgabe der Petition im Umweltministerium informiert heute eine weitere Aktualiserung darüber, dass bestimmte Orte an das Umweltministerium gemeldet wurden, wo „Vergrämungen“ stattfinden sollten. Faktisch wurde Wolf Grindi nun, nachem die Petitionserstellerin selbst Bilder gepostet hatte und ihn an Behörden gemelden hatte, mit Angabe von konkreten Orten, noch einmal verraten, denn diese Daten werden mit Sicherheit, falls das Gericht der Behörde statt gibt, auch fürs Auflauern zum Töten des Wolfs verwendet.
Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:
Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr – und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich.
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4 Gedanken zu „Grindi, Romeo und die Wölfe, die etwas in uns berühren – Ein Plädoyer an Verstand und Wahrnehmung statt Hysterie“
Diese Hysterie der Menschen wegen einer Wolfssichtung ist kaum zu ertragen.
Was ist mit den Menschen los?
Sie haben sich so total von der Natur entfernt, dass es kaum vorstellbar ist.
Sie sind zu bedauern!
Seid dankbar, wenn ihr das Glück habt einen Wolf zu sehen. Das ist ein Geschenk!
ich persönlich mag ja keine sentimental-gefärbten artikel zu wölfen+co, denn dazu hat man den tieren und anderen tierarten in den letzten jahrhunderten ganz ohne sentiments viel zu übel bis zur fast-ausrottung mitgespielt. für mich geht es auch bei wolfsschutz um „eiskalt rationale“ erwägungen im rahmen schutz von arten + natur + umwelt einer heutzutage weitgehend durch mensch zerstörten und bis zur unkenntlichkeit fraktionierten natur, in der ALLE lebewesen ihre wichtigen funktionen haben und rollen spielen, eben AUCH der wolf. die ästhetischen und „schönen“ seiten der sache stehen für mich daher auf einem ganz anderen blatt der rein menschlichen ansichten, welche sich generell dem natur- und mitlebewesen- schutz unterzuordnen haben, weil auch das überleben-können von mensch-selbst auf dauer davon abhängt, dass wir unser environment entsprechend schützen und aktiv pflegen, insofern ist auch jeder wolf ein ganz persönliches stück von mir selbst, und zu sehen und anhören/lesen zu müssen welch schindluder tagtäglich mit wolf+fuchs+co getrieben wird, erzeugt bei mir jedenfalls keine sentimentalen tränchen, sondern nackte wut über den menschlichen unverstand
Ich empfinde den Artikel gar nicht als sentimental, sondern voller Fakten. So unterschiedlich sind die Sichtweisen.
Naturschutzinitiative fordert: Weidetierhalter müssen ihre Tiere schützen!
https://naturschutz-initiative.de/aktuell/pressemitteilungen/ni-fordert-weidetierhalter-muessen-ihre-tiere-schuetzen/
Was muss man für ein Scheißkerl sein, um 3 Monate alte Wolfswelpen abzuschießen?!