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Schleswig- Holstein: Offener Brief an Umweltminister Albrecht – Unterlassen Sie den Schießbefehl auf Wolf Dani!

Veröffentlicht

Offener Brief an

Vorab per Email:

pressestelle@melund.landsh.de

Jan Philipp Albrecht (Die GRÜNEN Bündnis 90)

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Düsternbrooker Weg 104

24105 Kiel

Kein Schießbefehl auf Wolf Dani (GW 924m) in Schleswig-Holstein

Sehr geehrter Herr Albrecht,

halten Sie sich bitte an Recht und Gesetz und geben Sie Dani nicht zum Abschuss frei. Nach der Gesetzeslage ist ein Abschuss des aus Dänemark stammenden Jungwolfs nicht legal. Nur sechs Mal soll das Jungtier Zäune ausgetrickst haben.  Ein Insider, der direkt in den Fall involviert ist sagt, dass die Aufrüstungsmöglichkeiten für Zäune noch nicht ausgeschöpft worden sein sollen. So wurde beispielsweise noch nicht ausprobiert, eine obere Litze auf Zäune zu setzen, sodass sich eine Gesamthöhe von 1,20 Metern ergibt.

Außerdem sieht die Gesetzeslage erst eine vorherige Vergrämung des Wolfs vor. Diese müsste also unverzüglich in Angriff genommen werden.

Desweiteren hat eine Zaunkontrolle durch ein Vereinsmitglied von Wolfsschutz Deutschland e. V. im Landkreis Pinneberg ergeben, dass dort die meisten Zäune gerade mal eine Höhe von 45 Zentimetern haben. Dies ist keinesfalls als wolfsabweisend anzusehen.

Zusätzlich schließen wir uns der Einschätzung der Richterin a. D. Almuth Hirt an, die folgendes erläutert: Zitat:  „Schäden, die Hobbyschafhalter durch Wölfe erleiden, scheiden von vornherein aus. Erforderlich sind vielmehr erhebliche Schäden gewerblicher Tierhalter. Ein erheblicher Schaden ist nur ein grundrechtsrelevanter Schaden am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb. Solch ein Schaden ist anzunehmen, wenn der Betrieb infolge des Artenschutzes schwer und unerträglich betroffen ist, obwohl der Betriebsinhaber alle Anstrengungen unternommen hat, dem entgegenzuwirken.“

Alle Anstrengungen sind noch nicht unternommen worden. Dies ist auch auf keinen Fall gegeben, wenn nur ein paar Schafe einer Herde betroffen sind. Zumal die Schäden durch Wolfsrisse gerade mal 1-2 % der natürlichen Letalität bei Schafen ausmachen.

Dazu kommt noch, dass EU-Kommissar Phil Hogen erst kürzlich auf der Grünen Woche Weidetierhaltern erneut zugesagt hat, dass alle Schäden, die von Wölfen verursachst werden, aus einem EU-Topf übernommen werden können. Das heisst im Klartext: 100%iger Schadensersatz. 

Den betroffenen Schäfern sind demnach also bis dato gar keine schweren oder unerträglichen Schäden entstanden.

Schlussendlich kann nicht sichergestellt werden, dass der Wolf abgeschossen wird, der für die Risse verantwortlich war. Ebenso ist nicht sicher, dass Wolf Dani sich in der Gegend fest ansiedeln wird. Da der Erhaltungszustand des Wolfs in Deutschland noch immer als schlecht beurteilt wird, ist jeder junge Wolf, der seinen Anteil zur weiteren Vermehrung des Wolfs in Deutschland beitragen kann, zu schützen. 

Dass Wölfe getötet werden dürfen, die mehrmals Weidezäune überwinden, widerspricht EU-Recht. Zudem ist hier Tür und Tor zu absichtlicher Anfütterung von Wölfen eröffnet, um Wolfsabschüsse fordern zu können. Ob ein Zaun wirklich wolfsabweisend war, den ein Wolf angeblich überwunden habe, kann nie zu 100 % sichergestellt sein, da zwischen Riss und Kontrolle von Wolfsberatern Stunden bis Tage vergehen und Zäune vorher manipuliert worden sein können.

Zusammenfassung: Die Gesetzeslage gibt einen Abschuss des Wolfs Dani nicht statt. Wir bitten Sie, einen entsprechenden Antrag abzulehnen. 

Mit den besten Grüßen

Brigitte Sommer

Vorsitzende Wolfsschutz Deutschland e.V.

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59 Gedanken zu „Schleswig- Holstein: Offener Brief an Umweltminister Albrecht – Unterlassen Sie den Schießbefehl auf Wolf Dani!

  1. Ich muss auch mein Eigentum schützen. Die Nutztiere werden eh nur als Nahrung gehalten. Der Wolf ist da und jetzt muss man innovativ damit umgehen. Jede Firma muss mit der Zeit gehen, dies müssen auch die Nutztierhalter. Einen Wolf zu töten, bedeutet die Menschen zu schützen, die ihr Eigentum nicht ausreichend schützen. Das ist aber ein schlechtes Signal für alle Nutztierhalter.

    1. War eben so lange so schön einfach: Wölfe weg dann muss ich mich nicht um die Sicherheit meiner Tiere sorgen. Mir tun die Schafe auch leid, aber nicht so sehr weil die Wölfe mal eines töten. Sie tun mir mehr leid weil der Mensch in alles seine Zähne schlägt dessen er habhaft werden kann. Züchten und Vermehren auf Teufel komm raus und dann grosses Geschrei.
      Und wirkliche Jäger sind die wenige unterwegs. Die meisten sind doch sowieso nur Trophäenjäger.

      1. ganz genau auch meine Meinung und die bleibt auch so. Das sind sowieso keine Tierschützer , sondern Tiermörder und wollen den Wolf noch erschießen, um von seinem Fleisch, seinem Fell oder seiner Trophäe auch Nutzen und Genugtuung zu haben und sich daran zu ergötzen; diese feigen machtgierigen abtrünigen Bestien.

      2. Sie haben vollkommen Recht: Jäger, die ihre Hauptaufgabe ernst nehmen, nämlich die „Hege und Pfege“ des Wildbestandes, gibt es nicht bzw. nur sehr vereinzelt. Was man den Jägern zugutehalten muss ist, dass sie Wildtiere töten, ohne diesen den entsetzlichen Streß, die Angst und die Quälereien auszusetzen, denen das Schlachtvieh wehrlos ausgeliefert ist …. ein unvorstellbares Leid an jährlich Millionen von Schlachttieren allein in Deutschland.
        Die große Angst, die die Jäger zur Zeit befällt, ist, dass der Wolf – sehr wohl im Sinne der Natur – ihre Aufgabe übernimmt, so dass Jäger zukünftig weitestgehend überflüssig wären.

  2. Die Grünen sind ja wohl schon lange nicht mehr grün und scheinbar auch nicht für Umwelt und Tierschutz. Ich verstehe den ganzen Hype um diese Fraktion überhaupt nicht! Angeblich sollen die ja stark im Kommen sein….. WIESO???? (Sind die Leute alle blind?)

    1. verstehe ich auch nicht, nur weil sie in der Stadt mal ein paar Bäume mehr als die anderen Parteien stehen lassen wollen und dafür Unterschriften sammeln, um auf sich als Gutmenschen aufmerksam machen. Aber den NABU KANN MAN IN SACHEN WOLF UND WILDSCHWEINE ERST RECHT VERGESSEN; GENAU SO DRECKIG WIE DER WWF IN SACHEN EHEM. sog.“ PROBLEMBÄR“ BRUNO UND JETZT DIE GROßWILDJÄGEREI IN AFRIKA UNTERSTÜTZEND UND BEJAHEND.

  3. In vielen Gebieten Deutschlands hat man eine üerpopululation Von Wildschweine aber den Natürlichen Feind ,den Wolf abknallen wäre es nicht sinnvoll den Wolf dort anzusiedeln, dann würde sich das Problem mit den Wildschweinen auf natürliche Art lösen.

    1. Das wäre die natürliche Lebensweise für beide und der Menssch hat dabei nichts zu suchen. Davon abgesehen. Es besteht keine Überpopulation an Wildschweinen. Ihnen wird nur der Lebensraum – der natürliche Wald – genommen. Und irgendwo müssen sie leben, wo sie noch ungestörten Unterschlupf und die geeignete Nahrung finden können. Die kleinen verbliebenen Wälschen und Parks sind ungeeignet und in den größeren wird nur geschossen. Was sollen sie denn tun, um zu überleben. Sie dringen in die Städte ein, um Nahrung zu bekommen. Die Flüchtlinge versuchen auch überall außerhalb ihrer Heimat, in der sie eigentlich gerne bleiben würden, Schutz zu finden und zu überleben. Entdeckt man die Wildschweine in der Stadt und sie graben Jemandem den Garten, auf der Suche nach Nahrung, um, geht der dumme Mensch davon aus, dass es zuviele sind. So suggerieren es dann die Medien, bis es alle glauben.

  4. Lasst unsere Wölfe in Ruhe ! Überall in Deutschland gibt es plötzlich “ Problemwölfe “ Alle Nutztierhalter sind verpflichtet seine Tieren entweder mit Schutzhunden oder Elektrozäunen zu schützen. Hört auf zu jammern und tut endlich etwas- auch zum Schutz der Wölfe !!!!!!!

    1. Genau so sehe ich das auch! ENDLICH sind die Wölfe zu uns nach Deutschland zurückgekehrt und der Mensch hat nur einen Gedanken – schießen, ermorden, killen, töten… . Wie blöd und arrogant sind wir denn, dass wir diesem wunderschönen Tier, diesem Teil der Natur seinen angestammten Platz streitig machen??! Und ausgerechnet die Grünen (grün!!!) wollen jetzt den Schießbefehl geben? Welche Meinung ist hier mehr wert? Die des (grünen?) Politikers oder die der Tierschützer, die den Wolf lebend in seiner Schönheit wollen??!! Sollten wir tatsächlich noch in einer Demokratie leben, dann hätte ich gerne eine Abstimmung und nicht das hirnlose Befolgen eines Befehls eines Volksvertreters (ist ja schon ein Widerspruch in sich!).

    2. richtig, oder verzichtet mal auf 1 – 2 Schafe, um Gewinn zu machen durch Tötung der Schafe von Menschenhand, damit er was zu fressen bekommt, bis die Jägerschaft abgeschafft ist, damit der Wolf wieder seine Nahrung im Wald vorfindet. Außerdem soll es die Schäferei zwecks Fleischproduktion gar nicht geben, da dies ungesund und schädlich ist für den menschl. Organismus; ebenso die Milch – auch bei Kuhmilchallergikern, denn der menschl. Organismus verträgt keine Tierprodukte. Er ist von Angebinn der Zeit (Mio. Jahre vor der Steinzeit) ein Früchteesser. Tiermilch entzieht dem Menschen das Calcium im Knochen und nicht, wie die Industrie seit der Industrialisierung behauptet, steigert die Stabilität der Knochen. Glaubt alles, was Ihr wollt, auch an den Osterhassen, nur nicht den Medien, den Konzernen, den Politikern und den von denen gekauften sog. neutralen „Forschern“

  5. Schon einmal ist der Wolf in Deutschland ausgerottet worden. Nun ist es mit viel Mühe gelungen, dieses herrliche Tier wieder anzusiedeln. Und was passiert? Wieder wird an seiner Ausrottung gearbeitet. Fällt den Verantwortlichen nichts besseres ein, als einen Abschuß zu fordern. Übrigens, wer kann wirklich 100 %-tig sagen, dass ausgerechnet der Wolf Dani der Übeltäter war. Wohl Niemand.

  6. Meines Erachtens ist der Brief viel zu harmlos verfasst. Zuviel „bitte, bitte“… Es sollte heißen; … „wir fordern Sie auf einen entsprechenden Antrag abzulehnen, da wir ansonsten rechtliche Schritte gegen Sie einleiten und ihre „lachse Entscheidung“ über das Leben eines Wolfes überall im Netz publik machen werden! Der Mensch hat sich gefälligst nach dem Wolf zu richten und nicht umgekehrt!!

  7. Wo soll das noch hinführen wenn alles abgeknallt wird was dem Profit und den Interessen weniger im Wege steht. Wenn der Mensch doch so schlau ist, sollten doch Schutzmaßnahmen möglich sein die einen Wolf davon abhalten Nutztiere zu reißen. Oder? Das Thema wird schon so lange diskutiert, obwohl es klare Gesetze zum Schutz von Wölfen gibt, das die handelnden Politiker manchmal den sonderbar Ruf genießen Erfüllungsgehilfen der Jägerlobby und Nutztierlobby zu stehen und geltendes EU Recht einfach beugen. Also wenden sie das EU Recht an und nicht mehr sonst machen sie sich strafbar!

  8. Dies ist keine Bitte sondern eine Forderung: Hört endlich auf, euch an der Natur zu vergreifen – und die ganzen scheinheiligen Begründungen dienen nur den Lobbyisten und trägen Leuten, die zu bequem und zu faul sind, ihre Grundstücke richtig abzusichern. Es sollten auch nur diejenigen Entschädigung erhalten, die nachweislich alle Möglichkeiten des Schutzes installiert haben – und das sind die wenigsten! _Also fangt erstmal hier mit vernünftigen Erlassen an – Sie lassen doch Ihre Haustüre auch nicht offen stehen, sodass jeder ungebeten eintreten kann!

  9. Wie lange wurde daran gearbeitet das die Wölfe bei uns wieder heimisch werden ? Die Wölfe waren bei uns ganz verschwunden, jetzt wo sie endlich wieder da sind, sollen sie angeschossen werden,. Ich kann dieses Verhalten nicht verstehen, so lange es die Menschen gibt, gibt es auch Wölfe, sie gehören zu uns. Ich weiß, sie reißen Schafe, dass ist das gant Normle verhalten eines Wolfs. Warum versucht man nicht dafür zu sorgen, dass in ihrem Lebensraum genug Nahrung vorhanden ist, damit sie nicht mehr an fremde Herden gehen, da muss es doch auch eine Lösung geben, für beide Seiten.

  10. Da die Jäger eh nicht wissen wie man einen Wolf jagt, da sie Angst vor Anzeigen und Bekanntmachung haben, lassen wir die Wölfe doch einfach leben! Das ich dies noch erleben darf!! Jäger gibt zu er kann nicht jagen!! Das können die wenigsten! Nur vom Pirschstand aus, mit aufgesetztem Gewehr- da trifft jeder Depp! Oder durch die Hetz- Treibjagd, da werden Ihnen von den Treibern und Hunden die Tiere vor die Füße getrieben. Diese Selbsteinschätzung nicht jagen zu können, jetzt noch auf alle Tiere übertragen, dass würde mir viel Arbeit ersparen. Das Ökosystem wäre bald im Gleichgewicht! Da wäre ein Stück im Tierrecht schon mal erledigt.

  11. Wölfe gehören zu unserem Land genauso wie Schafe… Daher ist der Mensch beidseitig für Schutz verantwortlich.
    Das Umweltministerium kann doch amstelle von Zäunen und Abschüssen von „Problemwölfen“ mehr für unser Land und den Schutz aller Tiere tun, wenn Kosten für Hüteesel und Hütehunde übernommen werden. Nur weil wir ganz offenbar zu dusselig sind, Zäune aufzustellen, die kein Wolf überwinden kann, ist dies noch lange kein Grund, Tiere zu töten.
    Tausende von Jahren konnten Schäfer und Wölfe geimansam mit Hütetieren koexistieren.
    Wieso geht das im 21. Jahrhundert nicht mehr?
    Anscheinend mangelt es an genügend Aufgeschlossenheit!

  12. Sehr geehrter Herr Albrecht,

    es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass Sie mal wieder einen Wolf töten wollen. Anstatt froh zu sein, dass sich diese Tiere wieder in Deutschland niederlassen, nachdem wir dummen Menschen ihn hierzulande ausgerottet hatten. Ihre Haltung ist nicht mehr zeitgemäß und gehört wohl eher ins Mittelalter.

    Freundliche Grüße

  13. Erst wird der Wolf mühsam wieder angesiedelt,
    nach umfangreichen Überlegungen , um
    dann doch wieder abgeschossen zu werden! Was soll das?

  14. Der Mensch ist auch Teil der Natur und hat nicht der Bestimmer darüber zu sein, was leben darf und was nicht. Es geht nur im Miteinander, sonst schadet sich dieser Teil der Natur, der Mensch, sowieso selbst, wie ja schon am Klimawandel zu sehen ist.

    1. Nicht nur der Klimawandel…. der Mensch (bis auf die Guten ;o) ) zerstört scheinbar gerne, nicht nur seine Umwelt sondern auch durch Kriege, Plastikmüll, Tierleid überall…. völlig unfaßbar und unverständlich!!

  15. Die Wölfe wurden nicht von uns angesiedelt, sie kamen weil es ihr Recht ist hier zu leben. Wenn der grüne Minister Albrecht diesen Schießbefehl zulässt, verrät er alles, was die Grünen uns einmal weismachen wollten- Umweltschutz und Tierschutz. Sie sind also nicht mehr wählbar. Die Wölfe sind für unser ökologisches Gleichgewicht wichtig, wertvoller als jeder Politiker, der sie bekämpfen will.

  16. Erst abgeschossen und ausgerottet……
    Dann gejubelt als sich endlich wieder die ersten Wölfe angesiedelt haben…….
    Nun wieder abschiessen und ausrotten.
    Typisch Mensch …..
    Akzeptiert endlich der Wolf gehört zum Landschaftsbild. Weit vor unserer Ansiedlung.

  17. Wir sollten Herrn Albrecht eindecken mit Protest Briefen , damit er vielleicht über sein unmoralisches Vorhaben in Bezug auf Wölfe. nachdenkt.Ich habe Minister Albrecht vor einigen Tagen geschrieben und diese Antwort erhalten:
    Sehr geehrte Frau Schwarzer,

    Minister Albrecht dankt Ihnen für Ihre Nachricht und bat mich darum, Ihnen zu antworten. In der Tat sind häufig unzureichend ausgeführte Herdenschutzmaßnahmen wie beispielsweise Zäune ohne Strom oder gänzlich zu niedrige Zäune der Auslöser für ein problematisches Verhalten von Wölfen. Sie erlernen an diesen leicht zu überwindenden Hindernissen, dass es auf der anderen Seite leichte Beute zu fassen gibt. Dass Wölfe hoch springen können ist jedem klar, der sich mit der Thematik auseinandersetzt, jedoch tun sie dies nicht zwangsläufig. In der Regel ist der Strom der abschreckende Faktor und nicht die Zaunhöhe. Deshalb werden vom Schleswig-holsteinischen Wolfsmanagement stromführende Zäune als Mindestschutz empfohlen. Steht der Zaun unter ausreichend Strom, bekommt das Tier einen schmerzhaften Schlag. Im besten Fall meidet es künftig Zäune und Schafe. Hält der Zaun jedoch weder Strom noch einen geeigneten Untergrabeschutz vor, kann er leicht vom Wolf überwunden oder untergraben werden. Da Wölfe sehr lernfähige Tiere sind, besteht nach einem Erfolgserlebnis die Gefahr, dass erneute Übergriffe auf Nutztiere stattfinden und es im schlimmsten Fall zu einer Spezialisierung auf Nutztiere kommt.

    Wenn von wolfssicheren Zäunen gesprochen wird, heißt das also nicht, dass es eine 100-prozentige Garantie dafür gibt, dass der Zaun nicht überwunden wird. Es heißt aber, dass es einen sehr hohen Schutz gibt und dass der Schafhalter das Zumutbare für die Sicherheit seiner Schafe getan hat. Dies spielt unter anderem eine Rolle bei der sogenannten Alternativenprüfung im Rahmen einer Entnahme von „Problemwölfen“. Es ist allein schon deshalb im Interesse der Tierhalter und Tierhalterinnen, sich an die Bestimmungen des Wolfsmanagements zu halten, weil ihnen unter Umständen sonst kein Schadensersatz bei einem Nutztierriss zusteht. Das Land ersetzt hier nachweislich vom Wolf versuchte Schäden zu 100 % des Marktwertes der Nutztiere. Zudem fördert das Land Herdenschutzmaßnahmen wie Schutzzäune bis zu 1,20 m und unterstützt auch den Aufbau dieser Schutzmaßnahmen.

    Im aktuellen Fall des Wolfes GW 924 handelt es sich um einen besonderen Einzelfall. Das Tier hat wie oben ausgeführt augenscheinlich an unzureichenden Herdenschutzmaßnahmen gelernt, dass sich ein Überwinden von Zäunen lohnt. Somit ist dieses Tier bedauerlicherweise zu einem sogenannten Problemwolf geworden. Dennoch steht der Wolf richtiger- und glücklicherweise unter Artenschutz, wie von Ihnen ausgeführt. Das Bundesnaturschutzgesetz sieht allerdings vor, dass unter bestimmten Voraussetzungen in Einzelfällen von den strengen Schutzbestimmungen abgewichen werden darf. Dies kann unter anderem der Fall sein, wenn ein Wolf erhebliche wirtschaftliche Schäden verursacht oder andere geschützte Arten gefährdet. Zudem kann eine Entnahme zu Forschungszwecken erfolgen, aus Gründen der öffentlichen Sicherheit sowie der zum Schutz der Gesundheit des Menschen oder aus anderen zwingenden Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses. Als wichtiges Kriterium für eine mögliche Entnahme gilt die Verhaltensauffälligkeit.

    Entsprechende Ausnahmen dürfen allerdings nur dann gewährt werden, wenn der gute Erhaltungszustand der Art durch die Entnahme nicht gefährdet wird, beziehungsweise die Entwicklung in Richtung eines günstigen Erhaltungszustandes nicht behindert wird. Weiterhin ist zu prüfen, ob das gleiche Ziel nicht durch mildere Mittel erreicht werden kann (sogenannte Alternativenprüfung).

    Der nun wahrscheinliche Abschuss des sogenannten Problemwolfes im Kreis Pinneberg kann dementsprechend nur auf Grundlage einer umfangreichen Prüfung und Antragsgenehmigung erfolgen. Diese Prüfung wird aktuell mit Hochdruck bearbeitet und steht kurz vor dem Abschluss. Im Rahmen dessen wurden auch mildere Alternativen zum Abschuss abgeprüft, wie beispielsweise eine Betäubung und Verbringung in eine andere Region oder in einen Wildpark, diese wurden jedoch als nicht leistbar oder unrealistisch festgestellt. Als einzige praktikable Alternative bleibt die Entnahme des Wolfes. Dies ist unter anderem auch deshalb geboten, weil die Gefahr besteht, dass Wölfe, die Herdenschutzmaßnahmen umgehen, um an leichte Beute zu kommen, dieses Wissen auch an ihre Nachkommen und Paarungspartner weitergeben. Ein einzelner Problemwolf könnte somit ein ganzes Rudel seiner Art nach sich ziehen, die sich dann in einer anderen Region weiter auf das Reißen von Nutztieren spezialisieren. Zudem sind Wölfe sehr mobil und legen in kurzer Zeit große Distanzen zurück. So könnten Nachkommen eines „Problemwolfes“ auf der Suche nach einem neuen eigenen Revier erneut zu Nutztierrissen in dichter besiedelten Regionen führen. Die Entnahme eines solches Problemwolfes ist nicht nur deshalb auch im § 45 Bundesnaturschutzgesetzt als Möglichkeit eines strikt reglementierten Eingriffes in den Artenschutz vorgesehen. Dem Umweltministerium ist bewusst, dass dies ein sehr emotionales und sensibles Thema ist, in dem auch andere Rechtsauffassungen vertreten werden. Dieser Einzelfall ist jedoch rechtlich ausführlich abgeprüft worden, mit dem Ergebnis, dass eine Entnahme möglich ist.

    Die Ziele des schleswig-holsteinischen Wolfsmanagements entsprechen dennoch Ihren Auffassungen: Die Koexistenz von Mensch und Wolf zu fördern und sichere Rückzugsräume für Wölfe zu schaffen. Dass diese Koexistenz funktionieren kann, zeigt das Beispiel einer Wölfin im Raum Segeberg, die bisher komplett unauffällig ohne Nutztierrisse ihrer Wege geht und unbehelligt bleibt. Hier funktioniert das Zusammenleben von Mensch und Tier und macht Hoffnung auf weitere Erfolge im Artenschutz, gleichzeitig entwickelt sich das Wolfsmanagement laufend weiter und auch die Erfahrungen mit dem sogenannten Problemwolf werden hier wichtige Erkenntnisse liefern.

    Weitere Informationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie auch auf unserer Website:

    http://www.schleswig-holstein.de/wolfsmanagement

    Mit freundlichen Grüßen

    1. Ein Gedanke zur Antwort von Minister Albrecht: werden in Zukunft verhaltensauffällige Menschen auch entnommen, damit sie keine ebensolche Nachkommen zeugen können?

      1. Ja, da würde ich doch als Ersten den Minister selbst „zur Entnahme“vorschlagen, denn Abkommen von ihm, denen er seine Sichtweise in Bezug auf Wölfe vererbt, kann Deutschland nicht gebrauchen.

  18. Es gibt einfach zu viele Psychopathen mit einem Vacuum im Frontlappen des Gehirns (läßt sich im
    EEG nachweisen) und genau in diesem Bereich befinden sich die Anteile, die einen Menschen zum
    Menschen machen, wie z.B Mitgefühl, Tier- und Naturliebe, Scham, Reue, soziale Intelligenz, Umweltbewußtsein, Dankbarkeit, Verantwortungsgefühl.
    Wäre Wolfs“fleisch“ essbar, würden sie wie Rinder, Schafe und die armen (Salami)Pferde
    gehalten.
    Der sogenannte Mensch (der erst zum Menschen werden muß durch Menschlichkeit),
    ist das schlimmste Raubtier und ein Störenfried.
    Es lebe der Wolf!

  19. Überall auf der Welt, wo der Mensch bereits seit sehr langer Zeit MIT dem Wolf lebt und die Nutztiere hütet, sind sehr effektive und wirksame Strategien zum Schutz dieser Nutztiere entwickelt worden. Ich kann nicht verstehen, dass man versucht das Nutztier mit nur einem Zaun schützen zu wollen …. dass das nicht funktionieren kann wundert mich überhaupt nicht.
    Letztendlich geht es mal wieder … wie immer … nur um den Profit. Dass jetzt auch noch die Grünen da mitmachen enttäuscht mich schon sehr …. und das hat für mich als Wähler konsequenzen!

  20. „Ein Jacobiner als Minister ist kein Jacobiner mehr.“ (ex Stefan Zweig, >Josef Fouché Rotkäppchen<-Kitsch verhaftet.
    Ach sähe doch wenigstens ein Dutzend der ministeriellen Figuren dieser Republik so intelligent aus wie der Wolf, es wäre ein neuer Anfang!

  21. Sehr geehrter Herr Albrecht,
    bitte setzen Sie sich dafür ein, dass der Wolf in Deutschland weiterhin geschützt bleibt und nicht wieder ausgerottet wird indem er zum Abschuss freigegeben wird.
    Stattdessen sollte alles mögliche getan werden, dass Nutztierhalter ihre Tiere durch höhere Zäune und entsprechende Hütehunde besser schützen können.

  22. Vielleicht tun die Besitzer ja selber Ihre Zäune manipulieren und so kommt der Wolf auch rein. Wer sagt das Sie böse sind. Kann es nicht sein das er sich nicht nur schützen tut? Wer sagt nicht das die Herde Schafe auf Ihn los geht? Ohne Grund wird der Wolf das nicht gemacht haben. Oder vllt. hat auch der Besitzer den Wolf auf seine Herde los gelassen…Ihn gegen seine Tiere gehetzt! Es gibt kein Videobeweissmaterial! Sowohl Tier auch Mensch haben das Recht und eine Stimme auf Lebensqualität. Und nicht man läuft durch nen Wald und erschießt ein unschuldiges Tier oder ermordet einen Menschen weil man Blutdurst hat! Das ist quäler rei. Diesen Menschen sollte mal ehrlich gesagt Leid antun, damit Sie am wigenem Leibe erfahren was es heißt ein Wesen zu quälen was sich nicht mal wehren kann! Das ist unverantwortlich. Und wenn da nichts geändert wird. Verdient kein Polikiker, Präsident was auch immer, es nicht seine Stellung zu haben!

  23. Sehr geehrter Herr Minister,
    wie kann ich guten Gewissens Ihre Partei die Grünen wählen, wenn Sie nicht in der Lage oder Willens sind den Natur- und Tierschutz entgegen der Jäger-und Bauernschaft durchzusetzen. Ich bin persönlich und als Wählerin der GRÜNEN zutiefst enttäuscht.
    Bitte, schützen Sie auch den Einzelnen Wolf und verhindern den Abschuss. Nur dann kann ich Ihrer Partei auch bei der Europawahl treu bleiben.

  24. Einen Zaun von einem Meter bis 1,20 Höhe als sicher zu bezeichnen… In welcher Welt lebt man denn da? Ist das ein Witz? Oder eher Unfähigkeit?

  25. Es ist zu befürchten, dass diese krankhaft besessenen Wolfsgegner in Politik und Jägerkreisen, doch mal wieder durchsetzen was ihnen gefällt. Mordlustige Horden …

  26. Der Wolf Dani darf nicht zum Abschuss frei gegeben werden er ist ein Raubtier das Beute macht er tut nur das was in seiner Natur liegt er tötet um zu überleben der Mensch dagegen tötet Tiere aus machtgier oder als eine Art Hobby oder für Trophäen nicht der Wolf ist hier also das Monster überhaupt ist es feige ein Wolf gegen viele bewaffnete Jäger wie mutig wären die Jäger wohl ohne Schuss Waffe und tut nicht so als ob euch die Nutztiere leid tun die ihr am Ende eh Schlachtet und was die Politiker angeht habt ihr nichts wichtigeres zu tun als hetze gegen einen Wolf oder allgemein gegen die Wölfe zu veranstalten wie wäre es wenn ihr euch mal um die Arbeitslosigkeit kümmert oder um die gescheiterte Flüchtlingspolitk oder noch wichtiger um das weltklima sonst ist es bald mit uns allen aus egal welchen Status man hat oder wollt ihr alle auf dem Mars leben es gibt nämlich nur eine Erde aber nein lieber macht man hetzt Jagt auf einen einzelnen Wolf das ist echt mehr als dämlich wir haben ein Globales klimaproblem und ihr veranstaltet eine hetzjagt gegen einen einzelnen Wolf der Beute macht um zu über Leben echt jetzt Ich kenne Schüler die intelligenter sind

  27. Sehr geehrter Herr Albrecht,
    Zeigen sie als Grüner Flagge gegen diese Lobbyisten! Wölfe stehen unter strengem Schutz! Es gibt andere Möglichkeiten des Herdenschutzes, ein Abschuss des Wolfes ist widerwärtig!

  28. Warum immer gleich erschießen? Es muss eine andere Lösung für den Wolf geben, welches ein Recht auf Leben hat!
    Warum nehmen wir Menschen uns eigentlich immer das Recht, ein Tier zu töten/erschießen, weil wir Interessen verfolgen.
    Ist denn das Leben dieses Wolfes so viel weniger Wert, als das aller anderen Lebewesen. Egal ob Mensch oder Tier.

  29. Wölfe müssen leben und nicht wieder getötet oder ausgerottet werden. Der Mensch tötet täglich Millionen Schafe Kühe uns schweine entloses leid. Der Wolf reist mal paar und soll dafür wieder sterben…

  30. Solange Weidetiere nicht ordnungsgemäß gegen wildernde Wölfe geschützt werden, hat die statt gefundenen Übergriffe der entsprechende MENSCH zu verantworten und nicht der Wolf!!

  31. Der Zaun sieht wirklich lächerlich aus.. das ist doch kein Wolfsschutzzaun! Der Leiwolf muss den anderen aus dem Rudel nicht wirklich beibringen, wie man diesen Zaun unter- oder überwindet!
    Dass er dafür sterben soll, zeigt ein Bild über die Bequemlichkeit von Politikern und Tierhaltern.
    Dass es ein grüner Politiker ist verstört mich zutiefst und wird meine nächste Wahlentscheidung mitentscheiden. Dieser wundervolle Wolf ist ein kluges Tier und die Menschen erscheinen mir so einfältig! Abschuss ist die einzige Antwort die sie drauf haben.
    Wie armselig!

  32. Ich bin entsetzt über die Trägheit, Nachlässigkeit und Kriminalität in unserem Lande. BauernJäger und Politiker werden immer gieriger und dümmer! Sie merken nichteinmal das sie sich den eigenen Ast absägen durch ihr dummes tun! Der Umweltminister muss sofort zurücktreten scheinbar hat er seine Aufgaben nicht verstanden !Solche Leute sind eines politischen, verantwortungsvollen Posten nicht gewachsen!

  33. Die Umwelt Minister Albrecht und Lies sind deplatziert und müssen ihren Stuhl räumen. Sie sind beide ihrem Amt nicht gewachsen und untragbar! Ihr Amt erfordert es, die Umwelt, so wie die Natur mit ihren Öko Systemen Flora und Fauna nicht nur zu schützen, sondern die Arten Vielfalt beider Öko Systeme zu fördern. Beide Politiker sind dazu nicht fähig, überfordert und haben keinen A…. in der Hose, weil sie vor der Lobby des Bauernverbandes und die der Jäger einknicken und dabei ihre Pflicht verletzen. Anstatt sich schützend vor den Wolf zu stellen, sind sie permanent damit beschäftigt, den „besonders streng geschützten“ Spezies zu verfolgen und ungerechter weise töten zu lassen. Lügen und Inszenierungen von Wolfsgegnern werden großzügig übersehen und trotz allem auch weiterhin gnadenlose Hetz Jagden durch geführt. Umwelt Minister unterschreiben ungerechtfertigte Tötungen von Wölfen und auch noch zu einer Zeit, in der Fähen tragend sein könnten. In Schleswig Holstein nimmt Albrecht billigend in Kauf, dass der oder die „falschen“ Wölfe abgeschossen werden. Immerhin werden Wolf GW 924m mehrere Risse nach gesagt. Meines Wissens, konnte jedoch lediglich ein Riss dem Jung Wolf konkret zu geordnet werden. Die anderen werden dem Spezies dreist unter geschoben . Immerhin bewegen sich in S-H mehrere Spezies, die jedoch noch nicht genau erfasst sind. Die Devise lautet :“ Hauptsache es wird geschossen“ , auch ungerechter Weise! Dabei ist gleichgültig, auf welchen Wolf und selbst GW924m, der bei einem nachgewiesenen Riss auch noch als unschuldig gilt. Solche Machenschaften der Umwelt Minister schreien gen Himmel und sind nicht hinnehmbar! Bei NABU Pinneberg habe ich mich auch mit Nachdruck über die Art und Weise beschwert, wie leichtsinnig der Naturschutzbund Schießbefehlen zu stimmt und die damit scheinbar verbundene, schlampig /oberflächlich durchgeführte Überprüfung der Sachverhalte! Noch habe ich keine Antwort erhalten. Bitte, schließt Euch mit Protest Schreiben zahlreich an, damit der Druck größer wird auf diese immer unglaubwürdiger werdenden Verein. Ich hoffe innig, dass GW924m in der Weite seines Reviers nicht gesichtet und erschossen wird. Wenn man nur genügend Menschen für längere Zeit aktivieren könnte, die Unruhe in dem Revier schaffen, damit der Wolf (Vielleicht weiter zieht) und eine Chance zum Überleben hat.

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