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NRW – Jetzt ist es offiziell: weiteres Wolfsgebiet im Oberbergischen Land

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Oberbergisches Land: Wolfsverdachtsgebiet wird Wolfsgebiet

20. August 2020

Aufgrund des Nachweises von Wolfs-Welpen in einem Waldgebiet bei Eitorf an der Grenze zu Rheinland-Pfalz wird das bisherige Wolfsverdachtsgebiet zum regulären Wolfsgebiet.

Nachdem aus dem Oberbergischen Land im Umfeld von Engelskirchen seit dem Frühjahr/Sommer 2019 mehrere Wolfsnachweise vorliegen (Bildmaterial aus Fotofallen und genetische Nachweise von Tierrissen) konnte jetzt, Mitte 2020 anhand bestätigter Video-Nachweise mehrerer Welpen eine ortstreue Wolfsfamilie bei Eitorf nahe der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz nachgewiesen werde

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt heute in einer Pressemitteilung mit:

Nachdem aus dem Oberbergischen Land im Umfeld von Engelskirchen seit dem Frühjahr/Sommer 2019 mehrere Wolfsnachweise vorliegen (Bildmaterial aus Fotofallen und genetische Nachweise von Tierrissen) konnte jetzt, Mitte 2020 anhand bestätigter Video-Nachweise mehrerer Welpen eine ortstreue Wolfsfamilie bei Eitorf nahe der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz nachgewiesen werden.

Gemäß den bundeseinheitlichen Standards gilt der Nachweis von Welpen als Nachweis eines Rudels und damit als Grundlage für die Ausweisung eines Wolfsgebiets. Vor diesem Hintergrund weist das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) auf der Grundlage der „Richtlinien über die Gewährung von Billigkeitsleistungen und Zuwendungen zur Minderung oder Vermeidung von durch den Wolf verursachten wirtschaftlichen Belastungen“ („Förderrichtlinien Wolf“) das „Wolfsgebiet Oberbergisches Land“ einschließlich einer umgebenden Pufferzone aus.

Das Wolfsgebiet Oberbergisches Land umfasst 754 Quadratkilometer und umfasst Teile des Rhein-Sieg-Kreises und des Oberbergischen Kreises. Es entspricht damit in seiner Abgrenzung weitgehend dem bisherigen Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land. In die Abgrenzung des Wolfsgebietes Oberbergisches Land mit umgebender Pufferzone sind auch Gebiete der bereits ausgewiesenen Pufferzone um das Wolfsterritorium Stegskopf in Rheinland-Pfalz einbezogen worden. Im Süden grenzt das Wolfsgebiet an die Landesgrenze Rheinland-Pfalz an. Die Abgrenzungen hat das zuständige Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) auf der Grundlage fachlicher Kriterien vorgenommen.

Wie bisher können Förderanträge auf der Basis der Förderrichtlinien Wolf an die Bezirksregierung Köln gerichtet werden. Mit der Umwandlung des Wolfsverdachtsgebiets Oberbergisches Land in das Wolfsgebiet Oberbergisches Land ist jetzt auch die Förderung von Herdenschutzhunden möglich.

Eine genaue kartographische Darstellung des Wolfsgebiets Oberbergischen Land ist auf hier veröffentlicht.

Weiterführende Informationen zum Wolf in Nordrhein-Westfalen werden auf dem Wolfsportal www.wolf.nrw bereitgestellt, das Wolfsportal wird vom Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen (LANUV) aktuell gehalten.

3 Gedanken zu „NRW – Jetzt ist es offiziell: weiteres Wolfsgebiet im Oberbergischen Land

  1. Ich hoffe, daß die Bewohner der genannten Wolfsgebiete mit diesen Tieren in FRIEDEN leben. Wenn die angebotenen Hilfsmaßnahmen , wie Herdenschutzhunde, auch von den Bewohnern angenommen werden!

  2. Herdenschutzhunde sind wichtig, vor kurzem kam im Fernsehen ein Schäfer zu Wort, der eine große Herde Schafe hat, dazu drei Herdenschutzhunde und noch mehrere Hütehunde- er sagt, die Wölfe seien in der Nähe, respektieren aber die Familie der Schafe und Hunde, es hätte noch nie einen Vorfall gegeben. Das ist ein Vorbild, wie friedlich mit den Wölfen gelebt werden kann. Nun muss noch die Jagd abgeschafft werden, dann haben die Wölfe genug im Wald zu essen. Ich freue mich sehr übe die neue Wolfsfamilie und wünsche ihr Frieden vor den Menschen.

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