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Sachsen – Wolfsschutz-Deutschland e. V. stellt Strafanzeige nach Autojagd auf verängstigten Wolf

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Der Fachstelle Wolf des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) ist heute Mittag durch die Polizeidirektion Dresden gemeldet worden, dass sich ein Wolf in Riesa verirrt hat. Ein Handyvideo zeigt, wie ein PKW-Fahrer den Wolf mit seinem Auto gezielt verfolgt. Das verängstigt wirkende Tier flüchtete in eine Sackgasse und ist durch einen Zaun auf das Betriebsgelände einer Firma gelangt. Wolfsschutz Deutschland e. V. stellt Anzeige gegen den Fahrer.

Beispielbild ängstlicher Wolf ©Brigitte Sommer

Die Fachstelle Wolf steht mit dem Unternehmen in Kontakt, hiesst es in einer aktuellen Pressemitteilung. Es wurden Maßnahmen besprochen, unter anderem, dass die Mitarbeiter informiert werden und dem Tier nicht nachgestellt werden soll. Zudem wurden für den Fall einer Begegnung Verhaltensregeln abgestimmt. Das Betriebsgelände ist großräumig eingezäunt und weist Flächen auf, die Rückzugsmöglichkeiten bieten. Derzeit besteht kein Sichtkontakt zu dem Tier. Die Experten der Fachstelle gehen aktuell davon aus, dass der Wolf im Schutz der Dunkelheit seinen Weg in die Freiheit suchen wird.

Generell kommen Wölfe bei ihren Streifzügen auch immer wieder an Ortschaften vorbei oder durchqueren diese. Selten kommt es vor, dass sich ein Wolf in einen Ort verläuft. Wölfe sind sehr vorsichtige Tiere. Sie nehmen Menschen mit ihren gut ausgebildeten Sinnen meist frühzeitig wahr und weichen meist bereits aus, bevor sie überhaupt bemerkt werden. Wer dennoch einem Wolf begegnet, sollte sich ruhig verhalten und das Tier nicht in die Enge treiben. In der Regel dreht sich der Wolf um und zieht von dannen.

Hier die Pressemitteilungen: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/248744?fbclid=IwAR2Q-cWFmMKjAgf0FdIjfKnNHZu3ie1sRC9gLYQ3eE2Z4p2A-phSOPZqdbI

12 Gedanken zu „Sachsen – Wolfsschutz-Deutschland e. V. stellt Strafanzeige nach Autojagd auf verängstigten Wolf

    1. Joe_ Wert: Wenn wir das Klima retten wollen, müssen wir wohl oder übel auch auf Windkraft zurück greifen. Allerdings wäre die Voraussetzung, dass Windräder dort montiert werden, wo sie (keinen) oder den geringsten Schaden anrichten. Nur, mit diesem Thema hat der Kommentar nichts zu tun.

  1. Wirklich ein UNMÖGLICHERS Verhaslten des Fahrers. Strafrechtliche Verfolgung UND ENTZUG des Führerscheines gfür einenlägeren Zeitraum!

  2. Ich will kein Wasser in den Wein gießen-aber Tierquäler in Europa und speziell in Deutschland wissen -genau wie Folterknechte, wie frei sie hier in diesem Lande sind und wie weit sie gehen können um nicht belangt zu werden und da müssen sie weit nicht gehen. Was für den „deutschen Michel“ gilt, das gilt natürlicherseits auch für die mehrheitlich Gewählten in diesem Land- etwa gescheiterte Landwirtschaftsministerinnen oder neu gewählte Ministerpräsidentinnen, die kalten Herzens u.a. Langzeitviehtransporte in Tierquäler-Länder der Maghreb-Staaten oder des nahen Ostens durchgehen lassen (Das entsprechende Filmaterial etwa aus ägyptischen Schlachthäusern wird man ohnehin nicht sichten wollen) und denen selbst Wahlerfolge ihr kaltes Grinsen nur noch eine Grimasse ins Gesicht zaubert. In deren Blick hinein in die kümmerliche (Rest-)Natur, die sie noch haben, fließt sogleich das Wasser im Mund zusammen und die Hetzlust im Herzen, die den Blutfluss beschleunigen lässt. Sie wissen leider nur zu gut um ihre omnipotente „kriminelle Ader“ im fehlenden Unrechtsbewusstsein, genau wie Justitia selber. Genauso wie die Mehrheit des Menschentums, der humanen Kerngesellschaft, denen der Herrenmenschen-Zynismus tief bis ins Mark, geradezu in Fleisch und Blut steckt. Aber (Zitat) „dass unser Verwandtschaftsverhältnis hinunter zu einer Kolibakterie beweisbar kürzer isst als das hinauf zu einem Gott, für dessen Ebenbild wir uns halten. Wir sind als Art biologisch unentrinnbar ein Teil der Natur – lebend an ihr Leben, leidend an ihr Leiden, sterbend an ihr Sterben gebunden.“ (H.Stern, 1980)

  3. ich kenne das von manchen Ländern, wo Hunde und Katzen mit dem Auto oder Moped gejagt werden, diese Subjekte gehören strengstens bestraft. Für den Wolf hoffe ich, dass er unbeschadet seinen Weg fort setzen kann.

  4. Ob Tierquälerei, Umweltzerstörung, Ressourcenverschwendung …, es ist ein Problem dieser Gesellschaft. Hierzu Auszüge aus dem m.E. sehr empfehlenswerten Buch „Haben oder Sein“ von Erich Fromm (1979), in dem die Entfremdung des Menschen von der Natur (und ihren Geschöpfen) gut beschrieben wird: „…das Verhältnis des Menschen zur Natur wurde zutiefst feindselig. Wir Menschen sind eine „Laune der Natur“, denn aufgrund unserer Existenzbedingungen sind wir Teil der Natur, doch aufgrund unserer Vernunftbegabung transzendieren wir sie. Wir haben versucht, dieses Problem unserer Existenz dadurch zu lösen, dass wir die messianische Vision der Harmonie zwischen Menschheit und Natur aufgaben, indem wir uns die Natur untertan machten und für unsere eigenen Zwecke umgestalteten, bis aus der Unterjochung der Natur mehr und mehr deren Zerstörung wurde. … Die industrielle Gesellschaft verachtet die Natur ebenso wie alles, was nicht von Maschinen hergestellt ist … Die Menschen sind heutzutage fasziniert vom Mechanischen, von der mächtigen Maschine, vom Leblosen und in zunehmendem Maß von der Zerstörung.“
    Also Kampf für gesellschaftliche Veränderungen beinhaltet Kampf für mehr Umweltbewusstsein und Empathie für Mitgeschöpfe.
    Anmerkung:
    Ich habe einenBericht über ägyptische Schlachthäuser gesehen und werde das nie wieder vergessen!!!

  5. Menschen sind leider wirklich ein Haufen Scheisse und alle anderen Lebewesen ,die Umwelt und die Natur wären besser dran… ohne Menschen! Ich hoffe, dass dieser Autofahrer nie wieder Autofahren darf. Er scheint mit dem Gerät, auf Grund seines geringen Intellekts/ Empathie -Vermögens, absolut nicht umgehen zu können!

  6. Arthur Schoppenhauer : Der Mensch hat aus der Erde eine Hölle für die Tiere gemacht !
    Wenn ich jetzt sofort einen roten Schalter drücken könnte und damit die gesamte Menschheit auslöschen könnte……gibt es EINEN Grund, dies nicht zu tun ?

    1. Liebe Frau Schünemann,
      dies werden irgendwann andere tun…
      @Frau Wittkowski_
      Ich kann ihnen hier nur zustimmen.
      Die wenigen Menschen,die empathisch und tierlieb sind,kann man doch bald an einer Hand abzählen.Traurig genug.Politker gehören definitiv nicht dazu.Oder kann mir einer einen nennen,der etwas Gutes für Tiere tat,auf langer Frist?(Dann bin ich gerne bereit dies zu revidieren.)
      Ich hoffe,das es dem Wolf gut geht,und er ruhig weiterziehen kann.
      Was ich dem Autofahrer wünsche,behalte ich wohl besser für mich…

  7. Ich wohne nicht weit von Riesa, dass Video wurde mir von Bekannten geschickt, die es genauso werteten wie ich. Video- und mediengeile, hirnlose Menschen im Auto, die nichts besseres zu tun haben, als Wildtiere zu stressen. Anzeige ? Völlig richtig! Schade, dass keiner von uns den Kerl kannte, ein Shitstorm und eine Tierschutzanzeige wäre es uns wert gewesen.

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