Uckermark: Das Pilotprojekt zum Wolfsabschuss ist bittere Realität – Wir haben seit Februar davor gewarnt

Der Landkreis Uckermark setzt weiter konsequent auf sein umstrittenes Pilotprojekt. Nach Rissen an Weidetieren erteilt die Untere Naturschutzbehörde nun deutlich schneller Ausnahmegenehmigungen zum Abschuss von Wölfen. Bereits innerhalb von 48 Stunden kann ein Wolf als „Problemwolf“ eingestuft und mit Nachtsichtgeräten gejagt werden – auch Elterntiere von Rudeln sind betroffen. Genau diese Entwicklung haben wir von Wolfsschutz-Deutschland e.V. bereits seit Februar 2026 öffentlich angeprangert.

Wir haben frühzeitig und wiederholt vor dem Pilotprojekt gewarnt und es als gefährliche Abkürzung des geltenden Artenschutzrechts bezeichnet. Was sich jetzt in der Uckermark abspielt, war für uns daher keine Überraschung, sondern eine vorhersehbare Folge der politischen Weichenstellung. Hier unser Bericht vom 16.02.2026: https://wolfsschutz-deutschland.de/2026/02/16/uckermark-neues-pilotprojekt-zum-toeten-von-woelfen-bereits-im-einsatz-wir-sagen-nein/

Unbeantwortete UIG-Anfrage: Intransparenz der Behörden

Ein eklatantes Beispiel für die mangelnde Kooperationsbereitschaft und die Intransparenz beim Wolfsmanagement in der Uckermark zeigt der Umgangmit Bürgeranfragen. Bereits im Februar dieses Jahres haben wir eine offizielle Anfrage nach dem Umweltinformationsgesetz (UIG) gestellt. Bis heute – Monate später – liegt uns keine Antwort vor. Diese Verschleppungstaktik ist nicht nur rechtlich fragwürdig, sie blockiert auch eine sachliche, auf Fakten basierende Debatte. Wenn Behörden kritische Daten unter Verschluss halten, entziehen sie den Akteuren vor Ort die Grundlage für eine konstruktive Zusammenarbeit.
Beispielfoto Wolfsmutter mit Welpen. © Brigitte Sommer

Klagen sind wichtig – aber nicht ausreichend

Inzwischen hat ein Verband juristische Schritte gegen die Abschussgenehmigungen eingeleitet. Eine anderer Verband kündigt eine weitere Klage an, obwohl eine Klage eigentlich ausreichen würde, dies erweckt den Eindruck, dass hier vor allem PR-Strategien umgesetzt werden. Keine Frage,  solche Klagen sind notwendig und wichtig und wir sind dankbar, dass klagefähige Verbände diesen Schritt tun.  Doch wer glaubt, mit Gerichtsverfahren allein sei der Wolf geschützt, irrt sich. Der reale Schutz findet vor Ort statt – durch Menschen, die in den Revieren präsent sind, die Situation dokumentieren und die Öffentlichkeit mit einbeziehen.
Leider setzt ein Teil der Wolfs-Schutzszene vor allem auf zentrale juristische und politische Arbeit und vermittelt in der Außendarstellung häufig das Motto: „Überlasst das uns, wir kümmern uns darum.“  Diese Haltung führt nach unserer langjährigen Beobachtung dazu, dass viele Menschen passiv bleiben und sich nicht selbst aktiv vor Ort engagieren. 
Kritisch zu betrachten ist diese Strategie anderer Verbände, die suggerieren, man solle das Thema ihnen überlassen. Diese Haltung führt in der Praxis zu einer gefährlichen Dynamik: In den sozialen Netzwerken entsteht dadurch oft der Eindruck, digitaler Protest und Empörung in Kommentarspalten reichten aus, um echten Einfluss zu nehmen. Das ist ein fataler Irrglaube. Politischer Druck und nachhaltige Veränderungen entstehen nicht durch Likes und Shares, sondern durch kontinuierliche, fachliche Arbeit und Präsenz an den entscheidenden Verhandlungstischen. Reiner Online-Aktivismus greift hier viel zu kurz und verkennt die Realität des Konflikts.

Behinderung aktiver Arbeit

Wolfsschutz-Deutschland e.V. setzt bewusst auf aktive Präsenz vor Ort. Das führt jedoch immer wieder zu Konflikten. Besonders deutlich wurde dies im Schwarzwald: Dort wurden wir als unabhängiger Verein durch andere Verbände faktisch aus der Region herausgedrängt. Das Gros der Aktiven wurde von einem Verband wie bei einer Pauschalreise organisiert, abweichende Meinungen diffamiert und – nach unseren Recherchen – die Routen dieser organisierten Spaziergänge gezielt an die Behörden gemeldet.
Solche Vorgänge kosten viel Kraft, erzeugen tiefes Misstrauen und lassen Gedanken an Lobbyismus und Zweifel an der Unabhängigkeit anderer Verbände aufkommen  und schaden am Ende vor allem den Wölfen.
Wolfsmutter mit Welpen. Eine einjährige Tochter hilft bei der Aufzucht. © Brigitte Sommer

Der Wolf braucht Menschen vor Ort

Nach erfolgreichen Klagen bleibt die Gefahr illegaler Verfolgung bestehen, wenn keine starke bürgernahe Präsenz in den Regionen existiert. Wir sind fest überzeugt, dass nur die Verbindung aus juristischem Widerstand und konsequenter aktiver Arbeit vor Ort langfristig wirksam ist. Deshalb unser Appell an alle Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde: Werdet selbst aktiv! Geht raus in die Wälder, dokumentiert und zeigt Präsenz dort, wo die Wölfe leben. Die Wölfe brauchen keine weiteren Alleinvertretungsansprüche von Verbänden, die sich oft allzu nah am Regierungswillen orientieren – es braucht mutige Menschen und unabhängige Vereine, die sich vor Ort für sie einsetzen.
Quelle:

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

4 Gedanken zu „Uckermark: Das Pilotprojekt zum Wolfsabschuss ist bittere Realität – Wir haben seit Februar davor gewarnt

  1. Eibfach nur armselig dies Entscheidung. Es gibt genug schießgeile Jäger mit großem politischen Einfluß. Der Wolf ist für sie ein Jagdkonkurrent der beseitigt werden muß und eine Trophäe.

  2. dieses land stinkt so derartig vor fehlender gerdchtigkeitsinterner rechtsrealisierung und rechtshintergehungen..vor perfider rechtssuspendierungen politischer und juristischer korruption..asozialer regierungsplitik und menschen und verfassungsrechtswidrig angemaßter macht..und souveränitätsklau.. das man nicht mehr weiß wie man intelligent fragenden kindern diese angemaßte willkür..dieses großkotzige volldreiste regieren noch erklären soll ohne zu dagen..ja kind du hast recht wir leben im paradies der politischen und politökonomischen verbrecher..
    ud den perfiditäten ist ihre dreiste impertinenz noch imens. eine art besondere auszeichung..da sichmacht ausüben können..und imer dann fühlen sich diese geltungsbedürftigen verwerflichen charaktere bestätigt..undv enorm wichtig…
    dabei ist die res publica die sache des volkes..modifiziert die des menschenrechtsinternen volkes.
    das kann sich aber unmöglich das raubmorden an freilebenden tieren als recht ausschreiben.wie der begriff freiwild schon bedeutet..oder vogelfrei..
    jede dachte sich er könne zum finkensingfest noch einige finken aus dem umland klauen und mit ihnen evtl einen geldbringenden preis einbringen..ja und den füchsen und wölfen..ob die felle ins ausland verkauft werden oder verrotten es beleibt auch amtlich ein großes raubmorden.. staatlicher machtanmaßung und willkür.
    die leyen hätte da schon einen vollpfosten mit korruptionsdenkmal verdient.
    einen haufen wolfskacke aus kunststoff ,wäre auch keine schlechte bepreisung ihrer perfiden impertinenz.wissenschaftlich und rechtlich ist ihre schmierenaktion zur herabwürdigung des artenschutzes jedenfalls nicht haltbar.aber wie gesagt,wer das geldhat hat die macht und wer die macht hat macht das recht.deswegen hat man das gg auch dahingehend menschenrechtswidrig und verfasungswidrig verändert..
    tja und die jurisprudenz hat zögerlichdiesenstillen putsch mitgemacht,statt mehr menschenrechtsdemokratische institutionen des volkes zu schaffen..so haben wir nun eine nur parlamentarische demokratur mit herabgewürdigtem opfervolk.
    bei der selbst das klagen nichts mehr nutzt…wenn es überhaupt zugelassen wird..
    und das soll dann sozialer rechtsstaat genannt werden..man sagt dazu,der apfel fault von innen her..bei dem riesigen etikettenschwindel.
    es ist traurig für die wölfe und füchse..die feilebenden tiere überhaupt, solch bildungs und ethikverweigernden menschen unterlegen zu sein..
    was nutzt das schreiben noch….tucholsky hatte auch geschrieben was das zeugs hergab..aber die konstruierte realität der perfidie ,hätte in dann doch überrollt..
    wenn er nicht vor der banalität des bösen ins exil geflohen wäre…in manchenbudsländern gilt die afd u. der 3.weg als gesichert rechtsextrem,ebensodiese anastasia…trotzdem läuft alles so weiter als wäre dem nicht so.gesichert rechtsextren ,d.h. menschen u. grundrechtsverwerfend bzw. brechend-widrig.hat nicht vorzukommen……kommt aber vor und stellt sich zur wahl ohne landesverfassungsrichterlichen auflösungs und strafermittlungsbeschluß.
    wo recht prioritäres recht ,keine zureichende geltung hat..kannjede person uns unrecht als geltendes recht vormachen.das wußte scho ursel leyen von ihrem vater..
    die piepen machen den rechtsunterschied nicht die ethik oder moral.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert