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Autor: Wolfsschutz

20. November 2022Allgemein

Geheime Wolfsjagden der Regierung in Brandenburg – Offener Beschwerdebrief an die EU

Mitmachaktion – Fragwürdige Berühmtheit haben geheime Wolfsjagden in Niedersachsen erlangt, doch auch in anderen Bundesländern scheint dies gängige Praxis zu sein. Damit sind nicht etwa illegale Abschüsse gemeint, sondern Abschussverfügungen von Bundesländern. Die Umweltministerien geben Wölfe zum Abschuss frei und sie informieren die Öffentlichkeit nicht darüber. Verbände und Vereine, die von solchen Abschussgenehmigungen nichts wissen, können also dagegen auch nicht klagen. Ein echter Skandal tut sich hier auf. Bei unserer Beschwerde können sich alle beteiligen, indem sie unseren Protestbrief als Vorlage nehmen und an den EU-Kommissar senden.

Mr. Virginijus Sinkevičius

Rue de la Loi / Wetstraat 200

1049 Brussels / Belgium

 

CC: per Mail an:

nature@ec.europa.eu

cab-sinkevicius-contact@ec.europa.eu

 

Sehr geehrter Herr  Sinkevičius ,
durch Zufall erfuhren wir von Wolfsschutz-Deutschland e.V. beim Erstellen unseres Pressespiegels davon, dass es seit 22. Juli 2022 eine Abschussgenehmigung auf einen Wolf im Landkreis Teltow-Flämig im Bundesland Brandenburg geben würde. Unsere Suche nach einer entsprechenden Pressemitteilung des Umweltministeriums war ergebnislos. Eine telefonische Nachfrage beim Umweltministerium Brandenburg ergab, dass das Ministerium diesbezüglich gar keine Pressemitteilung veröffentlicht hat, diese Abschussverfügung aber besteht.

Wir von Wolfsschutz-Deutschland e.V.  halten es für gesetzwidrig, in solchen Fällen keine Pressemitteilung zu veröffentlichen und somit die Bevölkerung und die Naturschutzverbände nicht darüber zu informieren. Solche Praktiken verstoßen unserer Meinung nach eindeutig gegen die Informationspflicht.
Durch das Geheimhalten von geplanten Wolfsabschüssen haben  Naturschutzverbände keine Möglichkeit, gegen die geplanten Abschüsse zu klagen. Ein Recht, das ihnen aber zusteht.

Auf einer unserer Beschwerden haben Sie uns bereits darauf aufmerksam gemacht, dass die Verbände klagen können gegen geplante Wolfsabschüsse. Nur, wenn Sie von den Vorhaben, Wölfe abzuschießen, nichts wissen bzw. nichts erfahren, können sie auch nicht klagen.
Unserer Ansicht nach verstößt auch die Brandenburgische Wolfsverordnung gegen geltendes EU-Recht. Zugleich würden wir Sie bitten, das Pilotverfahren der EU gegen Deutschland in ein Hauptverfahren übergehen zu lassen.

Hintergrund: https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/11/16/geheime-wolfsjagden-auch-in-brandenburg/

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20. November 202220. November 2022Allgemein

Sachsen: Hund rettet Wolf

Bei Görlitz entdeckte ein Gassigeher dank seines Hundes einen Wolf in einer sehr  verzwickten Lage in einem Gully, heisst es in einer Polizeimeldung vom Freitag. Das Jungtier wurde von der Feuerwehr befreit und soll sich bis jetzt in tierärztlicher Behandlung befinden. Plan sei es, das Jungtier wieder auszuwildern. Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. werden da dranbleiben und nachfragen. Hier unser Bericht.

Wölfchen in der Grube

Der Hund habe  beim Spaziergang am Freitagmorgen bei Deschka „etwas in die Nase“ bekommen, heisst es in dem Polizeibericht. Er hätte seinen Besitzer zu einem offen stehenden Gully geführt, aus dem „es geknurrt“ hätte. Warum dort ein Gully so gefährlich offen stand wird nicht weiter erläutert. Fakt ist es aber, dass dort wohl auch ein Kind hätte hineinfallen können.

 

Der Welpe in einer höchst misslichen Lag. Von alleine wäre er aus dem Gully nicht wieder heraus gekommen. Foto © Polizeidirektion Görlitz.

Der Hundebesitzer habe sofort die schlimme Lage des Wolfs erkannt und die Polizei, die wiederum die Feuerwehr informierte, die den Wolf aus dem Schacht befreite. Eine Mitarbeiterin des Wolfsbüros sei auch vor Ort gewesen und hätte das Jungtier betäubt, das offenbar unverletzt gewesen wäre, aber dennoch zu einem Tierarzt gebracht worden wäre. Ein Auswilderungstermin stehe allerdings noch nicht fest, heisst es weiter.  Wir werden hier dranbleiben und nachfragen.

 

Hier die PM: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1057720?fbclid=IwAR1KoQeuy1EKav9u3ASPmCM7qxv3hreJzZfBXbcFhbaBrdJEu9eESyH85gQ

Hier die Meldung der Polizei: https://www.polizei.sachsen.de/de/MI_2022_93534.htm

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16. November 202216. November 2022Allgemein

Geheime Wolfsjagden auch in Brandenburg

Im Rahmen unseres Pressespiegels stolperten wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. über einen Artikel in der MAZ von gestern, in dem aufgeführt ist, dass es eine Schießgenehmigung auf einen Wolf im Landkreis Teltow-Fläming geben würde. Und dies schon seit Juli 22. Vergeblich suchten wir nach einer Pressemitteilung dazu. Telefonische Nachfragen beim Umweltministerium und beim Landesamt für Umwelt haben heute bestätigt, dass es keine Pressemitteilung gab. Wolfsschutz-Deutschland e. V. protestiert auf das Schärfste gegen diese Praktiken, Schießgenehmigungen zu erteilen, ohne die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Wir behalten uns vor, Strafanzeigen gegen Umweltminister Vogel (Grüne) und ausführende Personen zu stellen, sollte der Wolf tatsächlich zu Tode kommen.

Auszug aus dem Artikel der MAZ:

Zitat: „Wolf in TF konnte bisher nicht erschossen werden. Details aus der Statistik zeigen, wie gefährlich die Situation teilweise ist: Im Mai hat ein Wolf mehrere Kamerunschafe in der Stadt Luckenwalde gerissen. Schon im März hatte es einen ähnlichen Vorfall in Jüterbog gegeben. Noch stärker betroffen ist die Region östlich von Dahme. Dort haben Wölfe über Monate hinweg immer wieder mehrere Dutzende Schafe getötet, teilweise fast 20 an einem Tag. Weil es in TF immer wieder auch zu Übergriffen kam, obwohl die Tierhalter wolfabweisende Maßnahmen zum Beispiel mit speziellen Zäunen getroffen haben, ist ein Wolf im Landkreis nun sogar offiziell zum Abschuss freigegeben. „Diese Maßnahme läuft seit Juli und noch mindestens bis Dezember“, berichtete Harms. „Es sind Personen bestellt, die versuchen, den Wolf zu schießen, bisher aber ohne Erfolg.“

Hintergrund:

Die EU eröffnete bereits ein Pilotverfahren gegen Deutschland, unter anderem auch wegen den Wolfsverordnungen Niedersachsen und Brandenburg. Somit muss unserer Ansicht Umweltverbänden die Möglichkeit gegeben werden, gegen Abschussgenehmigungen zu klagen. Wer aber gar nicht erfährt, dass es eine Abschussgenehmigung gibt, der kann auch keine juristischen Schritte dagegen unternehmen. Deshalb sind geheim gehaltene Abschussverfügungen unserer Ansicht nach illegal.

Schießereien wie in Niedersachsen?

Zuletzt war der Niedersächsische Umweltminister Lies unter scharfe Kritik geraten, weil er Wölfe in solchen geheimen Wolfsjagden abschießen ließ bzw. abschießen lassen will. Mehrere Verbände hatten gegen bekannt gewordene Schießbefehle geklagt und auch wie zum Beispiel im Fall Landkreis Wittmund, Erfolg gehabt.

Wir fordern das Umweltministerium Brandenburg sowie Umweltminister Axel Vogel (Grüne) auf, sofort die geheimen Wolfsjagden zu beenden und der Informationspflicht der Öffentlichkeit nachzukommen. Ferner stellen wir eine offizielle Anfrage mit der Bitte um Angabe, wie viele Abschussgenehmigungen in Brandenburg in diesem Jahr erteilt wurden.

Quellen:

https://www.maz-online.de/lokales/teltow-flaeming/luckenwalde/teltow-flaeming-wolf-zum-abschuss-freigegeben-weniger-wild-in-waeldern-unterwegs-DNUZZSNTKBD76KK3MHNCOMCRNY.html?fbclid=IwAR3vaN8ITYsMK53zb0hNlpERhEWwVSlBrReo7vx6FIsZhIC-DE5o2Xh8Dzk

https://wolfsschutz-deutschland.de/2021/06/28/wolfsabschuesse-in-niedersachsen-von-der-eu-ins-pilotverfahren-gegen-deutschland-aufgenommen/

 

 

 

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10. November 202212. November 2022Allgemein

Zuwachs in Sachsen stagniert: Wolfsland darf nicht sterben

Von den Älteren werden sich viele noch an die hoch emotionale, mit einem Oskar gekrönte Dokumentation Ende  der fünfziger und Anfang der sechziger Jahre (und dem gleichnamige Buch) des vergangenen Jahrhunderts von Bernhard Grzimek mit dem Titel „Die Serengeti darf nicht sterben“, erinnern. Vollkommen zu Recht wurde das Naturparadies in Ostafrika gerettet. Auch heute sind viele Menschen in Deutschland eher bereit, sich für Tiere und Gebiete einzusetzen, die nicht sie selber betreffen. „Wir verlangen von den Menschen in Afrika, dass sie Tiere schützen, während wir hier nicht einmal mit unseren Wölfen klar kommen,“ stellte auch der verstorbene Wolfsexperte Toni Seiler fest. Unsere Reportage soll deshalb auch als Weckruf dazu dienen, dass wir auch in Deutschland wunderbare Tierparadiese für Mensch und Tier erhalten müssen. Das Wolfsland Sachsen war das erste Bundesland in Deutschland, in das vor über 20 Jahren die Wölfe zurückgekehrt sind. Heute ist ihre Zukunft gefährdet. Ganze Rudel „verschwinden“ dort und erst kürzlich wurde ein Jährling illegal getötet. Wolfsschutz-Deutschland e. V. stellt Strafanzeige. Wir zeigen hier in unserer Reportage aber auch märchenhafte Landschaften, dokumentieren wieder Zaunfrevel und wir erleben dort auch Menschen, die sich mit viel Herzblut und Mut für „ihre“ Wölfe einsetzen. Zu ihrem Schutz können wir sie nicht auf Fotos zeigen, aber sie stellen die Basis für einen neuen Umgang mit unseren Mitlebewesen dar. Dieser Beitrag soll auch eine Wertschätzung an diese mutigen Menschen aus Sachsen und angrenzend Polen sein.

Am 7. September wurde das Leben einer erst ein Jahr alten Wölfin für immer ausgelöscht. GW 2956f, so lautete ihre Kennung, stammte aus der Familie Königsbrück II. Gefunden wurde sie im Raum Moritzburg bei Meißen. Sie ist eine von bundesweit sieben Wölfen, deren illegaler Abschuss überhaupt bekannt geworden ist. Die meisten Taten geschahen allerdings nicht in Sachsen, sondern in Brandenburg. Wolfsschutz-Deutschland e. V. schätzt die Dunkelziffer auf fünffach höher ein. Im Fall von GW 2956f stellen wir erneut Strafanzeige. Nach offiziellen Zahlen kamen in Sachsen von 1990 bis 2022 alleine 160 Wölfe ums Leben. Dabei wird der Straßenverkehr als am gefährlichsten in der Statistik aufgeführt, was uns überhaupt nicht verwundert, denn wir haben Rasereien am eigenen Leib erfahren. Wir sind die Strecke von Delitzsch, über Düben, Authausen, Kamenz, Rothenburg, Knappenrode, Kreba, Weißwasser, Bad Muskau nämlich über Land und nicht über die Autobehan gefahren und wir hielten uns an Geschwindigkeitsbeschränkungen, wo wir Beschimpfungen, Lichthupen, Bedrängungen und mehrmalige riskante Überholmanöver erlebten. Auf Wildtiere wird keine Rücksicht genommen. Nicht nur Wölfe, auch zahlreiche andere Tiere werden regelmäßig überfahren.

Hobbyjäger schießen Wölfe in  Sachsen?

Jäger erschossen in der Saison 21/22 18 Wölfe, 20/21 sogar 24 Wölfe und 23 Wölfe 2019/2020? Wie kann das sein? Wölfe sind zwar in Sachsen im Jagdrecht, doch es tritt hier normalerweise automatisch eine ganzjährige Schonzeit in Kraft. Zu erfahren sind diese ungeheuerlichen Zahlen nicht etwa in offiziellen Pressemitteilungen. Nein, sie verstecken sich in der Jagdstatistik des Landesjagdverbandes Sachsen. Unter den Zahlen ist ein Hinweis, dass diese Abschüsse mit dem Kontaktbüro Wölfe in Sachsen/Fachstelle Wolf abgestimmt worden seien. Wir fordern eine sofortige Aufklärung  sowie Information der Öffentlichkeit über diese Vorfälle. Falls es sich um so genanntes Fallwild, also überfahrene oder eines natürlichen Todes verstorbene Wölfe handeln sollte, ist die Liste sehr missverständlich ausgeführt. Vergleicht man die Fallwildzahlen von den offiziellen Stellen so besteht nochimmer eine Differenz von einem Wolf. Leider konnten wir den Sachverhalt bislang nicht telefonisch klären.

 

Wolfsspur in der Oberlausitz.

 

Einblick in das Rudelgebiet Delitzsch.

 

 

 

Wer auf den Spuren der Wölfe wandeln will, muss sich nicht ins Dickicht schlagen, sondern kann dies vollkommen naturschutzkonform machen. Wölfe benutzen nämlich sehr gerne das Wegenetz des Menschen. Sie markieren ihre Reviergrenzen mit Kot, damit fremde Wölfe gleich merken, dass dieses Gebiet bereits besetzt ist.

 

 

Auch Kormorane werden von Jägern gnadenlos verfolgt und geschossen. Sie stören die Fischteichbesitzer, weil sie ihren Anteil an Fisch aus den Teichen holen.

Verschwundene Rudel und Ergebnisse des offiziellen Wolfsmonitorings

Die Fachstelle Wolf beschieb in einer Pressemitteilung eine „hohe Dynamik“ mit entsprechendem Konkurrenzdruck unter Sachsens Wölfen und erklärte sich dadurch das Verschwinden von kompletten Rudeln: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1030476

Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. deuteten die Zahlen auch aufgrund persönlicher Recherchen von Aktiven anders und schlugen Alarm: https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/05/18/wolfsschutz-deutschland-e-v-schlaegt-alarm-wolfsrudel-an-der-grenze-zu-polen-verschwunden/

Wolfszuwachs in Sachsen stagniert

Hier sind die aktuellen Daten. Das Rudel Neusorge ist u. a. gar nicht mehr aufgeführt. Insgesamt sollen es mehr Wolfsterritorien geworden sein. Eine Datenlage, die wir so nicht bestätigen können, aber wir haben ja auch wesentlich weniger Aktive und Wildkameras vor Ort. Von einem rasanten Wachstum des Wolfsbestandes in Sachsen kann jedoch gar keine Rede sein. Es gibt unterm Strich nur zwei Territorien mehr. Freilich merken das nur diejenigen, die nicht nur das Intro und die Überschrift der Presseinformation lesen. Die Massenmedien und zuerst die dpa übernehmen die PM und setzen nur die neuen Territorien in Headline und Intro. So entsteht der Eindruck, als würden sich die Wölfe in Sachsen weiter lustig vermehren. Die offiziellen Stellen erklären das Verschwinden von Rudeln erneut damit, dass ein hoher Konkurrenzdruck unter den Rudeln herrschen würde. Wir erleben es etwas anders. Nämlich die Wölfe könnten auch durch ständig stattfindende Drück- und Gesellschaftsjagden gestört werden. Zudem hindert der Wildschweinzaun sie am Überqueren von Polen aus. Auch das illegale Töten von Wölfen wird in Sachsen oft anders gehandhabt als in anderen Bundesländern. SSS, Schießen, Schaufeln, Schweigen wird ernst gommen und man präsentiert erschossene Tiere nicht. Sie „verschwinden“ einfach. https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1057087?fbclid=IwAR0tDxpJFMOy-WleXQOt-3R106UxpqXk0BkY9IaYFHssfi6vaSpPk5QqC2s

 

So sieht eine typische Wolfslosung aus. Es sind immer Haare und/oder Knochenteile aus den Beutetieren, wie Reh oder Wildschwein, enthalten.

 

Ausblick aus einer unserer Wildkameras.

 

Das sind die echten blühenden Landschaften. Ehemalige Tagebaugebiete verwandeln sich nach und nach in Seenlandschaften.

 

Kurzer Einblick in das Rudelgebiet Delitzsch.

 

Eine Reise Wert ist auch schon alleine der Schlosspark bei Bad Muskau. Fürst Pückler setze sich damit selbst und der ganzen Region ein Denkmal. Hier zu sehen die Rakotzbrücke. Mehr über den Park, der auch nach Polen reicht, gibt es hier: https://www.entdecke-sachsen.de/ziel/f%C3%BCrst-p%C3%BCckler-park-bad-muskau-mit-neuem-schloss.html

Schwer in der Kritik stand das Tagebaugebiet Weißwasser, hier sind wir am Aussichtsturm am schweren Berg bei Weißwasser. Ein ganzer Urwald musste dem Energiebedarf weichen. Dennoch bietet das Gebiet heute ein Zuhause für Wölfe.

 

Blick von vor dem Aussichtsturm Weißwasser auf das Kraftwerk Boxberg. Hier in diesem kurzen Film sind noch schöne Luftaufnahmen auf das Kraftwerk Boxberg und Klitten, dem Zuhause von mehreren Wolfsrudeln  sowie über den Bärwalder See zu sehen, der zum Naherholungsgebiet wurde. https://www.youtube.com/watch?v=_d31ImxcJQY

 

 

 

Wolfsspuren in der Nähe von Weißwasser.

 

 

Jürgen Götz, Kassenwart und auch aktives Vorstandsmitglied von Wolfsschutz-Deutschland e. V.

 

Kaum zu glauben, dass sich in dieser Mondlandschaft Wildtiere wohlfühlen.

 

Immer näher rückt das Tagebaugebeit an die Wälder heran. Hier die Abbruchkante.

 

Mondlandschaft: Auf der einen Seite Bergbaugebiet, auf der anderen Truppenübungsplatz.

 

 

Bizarre Landschaften, von Menschenhand geformt, bieten Wölfen nun ein Zuhause.

 

Hier könnte eine Wolfsjagd auf einen Hirschen stattgefunden haben.

Wolfsspuren.

 

Tagebaugebiet Oberlausitz.

 

Im Landkreis Bautzen geschehen noch immer die meisten Wolfsrisse. Warum Weidetierhalter ihre Tiere so offensichtlich ungeschützt – wie im Gebiet des Rosenthaler Rudels – lassen, ist kaum zu verstehen und noch weniger zu erklären.

Schadensstatistik für das Jahr 2021

Die Zahl der Weidetiere, die bei Wolfsübergriffen getötet, verletzt oder vermisst wurden, ist in Sachsen zurückgegangen, während die Anzahl der Rissereignisse auf einem ähnlichen Niveau bleibt. Das sind Ergebnisse aus der Rissstatistik für das Jahr 2021, die das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) bereits im Februar 2022 veröffentlicht hat.

2021 sind in Sachsen 383 Weidetiere durch Wölfe geschädigt worden und damit weniger als in den beiden Vorjahren. 2020 wurden 417 Weidetiere bei Wolfsübergriffen verletzt, getötet oder vermisst, 2019 waren es 547 Tiere. Die Anzahl der Rissereignisse hat sich im Jahr 2021 mit 116 Rissen an Weidetieren im Vergleich zu 2020 mit 112 Rissen an Weidetieren hingegen kaum verändert. Die meisten Ereignisse hatte es in Sachsen 2019 gegeben, als es zu 135 Übergriffen durch Wölfe auf Weidetiere kam.

Herdenschutz wirkt, wenn er denn eingesetzt wird

Ob sich der Trend, dass weniger Weidetiere bei Wolfsrissen geschädigt werden, in Zukunft fortsetzen wird, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bewertet werden. Zum einen gingen die Wolfsexperten davon aus, dass Wölfe in weiteren Regionen Sachsens, wie das Erzgebirge, vordringen werden, zum anderen hat die Umsetzung der Herdenschutzmaßnahmen vor Ort einen großen Einfluss auf das Rissgeschehen, so die PM.

Bei Wolfsübergriffen im Jahr 2021 waren überwiegend Schafe betroffen. Das entspricht einem Anteil von 83 Prozent der Fälle, gefolgt von Damwild (sieben Prozent), Ziegen (sechs Prozent), Rind (drei Prozent) und Alpaka (ein Prozent). In 40 Prozent der Fälle sind die Vorgaben des Mindestschutzes nach Sächsischer Wolfsverordnung nicht eingehalten worden. Darüber hinaus empfiehlt die Fachstelle Wolf den Tierhaltern Herdenschutzmaßnahmen, die über die gesetzlichen Mindestschutzkriterien hinausgehen. Diese empfohlenen Schutzmaßnahmen wurden lediglich in neun begutachteten Fällen vorgefunden.

Im Landkreis Bautzen ereigneten sich 2021 mit 53 Rissen die meisten Wolfsübergriffe, gefolgt vom Landkreis Görlitz mit 20, dem Landkreis Meißen mit 15 und dem Landkreis Nordsachsen mit 14 Rissereignissen. Schwerpunktregionen mit einem erhöhten Rissgeschehen waren der Raum Elstra und der Raum Wittichenau im Landkreis Bautzen, der Raum Strehla beziehungsweise die Gohrischheide im Landkreis Meißen sowie der Raum Reichenbach im Landkreis Görlitz. In den Schwerpunktregionen haben sich mit 65 Fällen und 234 geschädigten Tieren mehr als die Hälfte der bestätigten Wolfsübergriffe ereignet. In 45 Prozent der Fälle waren die Koppeln nur mit Festzäunen ohne Stromführung gesichert, die keinen guten Schutz bieten. Empfohlen werden Elektrozäune sowie eine ausreichende Koppelgröße.

Tierhalter können sogar Beratungsgespräche in Anspruch nehmen

Insgesamt hat der Freistaat Sachsen im Jahr 2021 rund 84.300 Euro Schadensausgleich an Tierhalter gezahlt und Herdenschutzmaßnahmen in Höhe von rund 661.100 Euro gefördert. Sachsen fördert Herdenschutzmaßnahmen, die dem Schutz von Schafen, Ziegen sowie Gehege- oder Damwild dienen, zu 100 Prozent. Zudem können Tierhalter eine individuelle Herdenschutzberatung in Anspruch nehmen. Mit Blick auf die neue Weidesaison sollten Tierhalter ihre Schutzmaßnahmen überprüfen und die Beratungs- und Förderangebote in Anspruch nehmen.

Großer Rissvorfall bei Dauban im Juli 2022

An den tot aufgefundenen Tieren der Schaf- und Ziegenherde, die in der Nacht vom 6. auf den 7. Juli von einer Weide im Daubaner Wald ausgebrochen waren, sind Rissmerkmale festgestellt worden, die mit hinreichender Sicherheit von Wölfen verursacht wurden. Das bestätigte die Fachstelle Wolf des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) im Juli.

Der gesetzlich geforderte Mindestschutz für die Tiere sei gegeben gewesen, bevor die Herde ausgebrochen sei. Ab dem Zeitpunkt des Ausbruchs wären die Tiere im Wolfsgebiet nicht mehr durch das elektrische Weidenetz geschützt gewesen und eine leichte Beute geworden. Was zum Herdenausbruch geführt hat, könne nicht abschließend rekonstruiert werden. Sowohl die Anwesenheit von Wölfen in der Nähe des Weideplatzes, als auch eine Unruhe innerhalb der Herde können mögliche Ursachen sein. Die Weide befindet sich im Territorium des Daubaner Wolfsrudels.

Warum wurden Schafe und Ziegen dort nur unter „Mindestschutz“ gehalten?

Dieser beträgt:

  • Elektrozäune: mindestens 90 cm hoch und mit einer Mindestspannung von 2.000 Volt auf der gesamten Zaunlänge.

Bei Litzenzäunen gilt: Abstand zum Boden und der Abstand der drei unteren Litzen untereinander nicht größer als 20 cm; Abstand der darüberliegenden Litzen jeweils max. 30 cm. Beispiel: 20 – 20 – 20 – 30 cm.

Bei Netzzäunen darf der Abstand der waagerechten Leiter (bis zur Höhe 60cm) max. 20 cm betragen.

  • Festzäune aus Maschendraht, Knotengeflecht oder ähnlichem Material: mindestens 120 cm hoch mit festem, bodengleichem Abschluss (Spanndraht), die aufgrund ihrer Bauart ein Durchschlüpfen von Wölfen verhindern

Hier der empfohlene Schutz:

Die empfohlenen Schutzmaßnahmen bieten einen deutlich verbesserten Grundschutz vor Wolfsübergriffen. An diesen Maßnahmen sollte man sich orientieren, wenn man seinen Herdenschutz überprüfen und verbessern möchte. Auch diese Maßnahmen können gefördert werden.

Maßnahmen:

  • Stromführende Zäune mit einer Höhe von 100 bis 120 cm und einer Mindestspannung von 4.000 Volt auf dem gesamten Zaun.
  • Bei einem Tierbestand von mehr als 100 Tieren können Herdenschutzhunde wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden.
  • Wildgatter sollten mittels Untergrabschutzes gegen das mögliche Untergraben gesichert werden.
  • Wenn ein Elektrozaun, der mindestens den Anforderungen für den Mindestschutz entsprach, überwunden wurde, sollte zusätzlich „Flatterband“ eingesetzt werden. Diese Breitbandlitze ohne Strom dient als optische Erhöhung / Barriere. Sie wird in einem Abstand von ca. 30 cm oberhalb des bestehenden Zaunes angebracht und sollte sich locker bewegen können. Der Einsatz dieses „Flatterbands“ kann vorübergehend für ein bestimmtes Gebiet zum Mindestschutz erklärt werden. Die Fachstelle Wolf gibt eine solche Mitteilung ortsüblich bekannt. Kommen Herdenschutzhunde zum Einsatz, kann auf das Flatterband verzichtet werden.

Festzäune können zwar die Mindestschutzkriterien erfüllen, sie werden jedoch nicht empfohlen und sind nicht förderfähig (außer Untergrabschutz bei Gehegewild). Sie stellen lediglich eine rein physische Barriere dar, die leicht untergraben bzw. überwunden werden kann. Sie verfügen über keine aktive, abschreckende Wirkung, wie stromführende Zäune.

 

Teichgebiet Kreba. Graureiher übernachten in den bereits abgelassenen Fischteichen.

 

Einige Fischteiche bei Kreba sind noch befüllt.
Auch Waschbären haben sich in der Oberlausitz und auch in Nordsachsen angesiedelt.

 

 

Einsamer Schwan kurz vor Einbruch der Nacht.

 

Film Teichgebiet Kreba. Leider bekamen wir einen vorbei fliegenden Seeadler nicht mehr drauf.

 

Für Nachtwanderungen braucht es etwas Mut. Nicht etwa wegen Wölfen und anderen Tieren, sondern die Dämmerung ist auch die Zeit der Hobbyjäger, von denen man sich nicht einschüchtern lassen sollte.

 

 

Abends kehrt Ruhe in den Teichgebieten ein.

 

Landschaften, die an impressionistische Bilder erinnern. Hier Teichgebiet Kreba.

 

Zwei- nicht vierbeinige Problemjäger

Hobbyjäger erschießen in Sachsen auch Biber und Seeotter. Doch sie schießen auch Mufflons, deren Rückgang sie sehr gerne den Wölfen zuschieben. Dabei waren es die Jäger selbst, die die Mufflons als leicht zu schießende Beute ursprünglich ausgesetzt hatten.

Ferner mussten in der aktuellen Jagdsaison fast 3.000  Dachse dran glauben sowie rund 14.000 Füchse. Auch vor den sehr selten gewordenen Waldschnepfen machen die Jägermeister nicht Halt. Feldhasen stehen auf der roten Liste. Dennoch wurden fast 600 von ihnen geschossen. Fast 36.000 Rehe starben durch Jägerhand. Weitere Zahlen sind in der unter Quellen verlinkten Jagdstatistik zu finden.

Nicht einmal in Totalreservaten finden Wildtiere Ruhe und Frieden. Selbst hier hat die Jagdlobby durchgesetzt, dass im letztes Quartal eines Jahres gejagt werden darf.

Viele Jäger sitzen in Entscheiderpositionen. Ganze Landstriche werden so Willkür und einer Gutsherrenartmentalität unterworfen.

 

 

Bei Neustadt führt ein zirka vier Kilometer langer Wanderweg teilweise an der Spree vorbei. Wanderer sollten sich allerdings von Jägern nicht einschüchtern lassen. In unserem Fall wollte uns tatsächlich jemand, der von sich behauptete kein Jäger, sondern Waldbesitzer zu sein, aus dem Wald heraus scheuchen. Er erzählte wahres Jägerlatein von Angriffen auf Menschen und behauptete sogar, dass die Schweinepest von Wölfen verbreitet werde. In Wirklichkeit können Wölfe beim Eindämmen der Scheinepest helfen: https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/01/10/neue-studie-woelfe-koennen-afrikanische-schweinepest-asp-eindaemmen/     Sein Auftreten war agressiv und autoritär. Unseren Einwand, dass wir in Eile seien, wollte er nicht gelten lassen. Wir setzten unsere Wanderung natürlich dennoch fort. Nicht nur Wanderer, auch Fotografen müssen mit solchen „Angriffen“ von Problemjägern rechnen. Einfach nicht beirren lassen.Besser ist es, immer mindestens mit zwei Personen unterwegs zu sein. Tatsächlich darf man sich im Wald überall aufhalten, außer natürlich auf dem Gebiet der Truppenübungsplätze.

 

 

 

Die Spree bei Neustadt im Morgennebel.

Die Spress im Morgennebel auch noch einmal in einem kurzen Film.

Blick in das Zuhause des Neustädter Rudels

 

Die Sachsen und ihre Wölfe

Den meisten Sachsen sind die Wölfe schlicht und einfach egal. Angst hat so gut wie niemand. Allerdings macht auch dort die Agrar- und noch mehr die Jagdlobby Stimmung gegen die Beutegreifer. Die meisten Sachsen wollen absolut nicht als Schafe gelten, doch sehr an ihren Wölfen hängen sie leider auch nicht. Dabei würde es sich so sehr lohnen, um die sächsischen Wölfe zu kämpfen. Die wunderschöne Natur dort könnte es mit der Serengeti durchaus aufnehmen. Nur haben dort die Einheimischen begriffen, was für ein Erbe und was für eine Verantwortung sie tragen, und dass die einmalige Tierwelt geschützt werden muss. Nach nunmehr vier Jahren mit Vereinssitz in Sachsen haben wir die Seele der Sachsen noch immer nicht ganz verstanden, doch es ist nicht stimmig, viele von ihnen einfach nur als fremdenfeindlich und altmodisch zu bezeichnen. Sie sind ein freiheitsliebendes Volk und damit den Wölfen eigentlich sehr ähnlich, denen auch ihre Familie am meisten bedeutet. Auch Wölfe lieben Traditionen. Viele sächsiche Tierschützerinnen und Tierschützer haben ein großes Herz und sie sind liebenswert und hilfsbereit. Nur sind dort noch viel zu wenige im Einsatz. Wir sind dringend auf aktive und finanzielle Unterstützung angewiesen. Neuen Mitgliedern wird zum Schutz Anonymität zugesichert.

Diese Aufnahmen stammen noch aus dem September. Die Wölfe tragen noch kein Winterfell.

 

Im Namen der Schweinepest erfolgt in Sachsen ein „Ausrottungskrieg“ gegen Wildschweine. Weitestgehend von der Öffentlichkeit unbemerkt und unter so gut wie keinem Protest. Hunderte Kilometer Wald- und Wiesengebiete sind mit für Wildschweine und auch andere Tiere undurchdringlichen Zäunen versehen, wie hier in unserem kurzen Video zu sehen. Die Hobbyjäger erhalten eine Abschussprämie von 150 Euro pro Wildschwein. Die Folgen für Ökosysteme, aus denen eine komplette Art „entfernt“ wird, sind unabsehbar, doch auch ethisch ist dies der falsche Weg. Wir haben dort keine Wildschweine mehr vor unseren Wildkameras.

Kletterhilfen für Wölfe und andere Tiere wurden nach Protest der Hobbyjäger wieder abgebaut: https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/02/15/sachsen-wolfsschutz-deutschland-e-v-protestiert-gegen-den-abbau-von-kletterhilfen-ueber-asp-zaeune-fuer-woelfe/

 

 

Die Truppenübungsplätze in der Oberlausitz dienen den Wölfen als Rückzugsgebiet.

 

Zaunsituation im Gebiet des Rudels Gorischheide. Der Ort wurde dadruch bekannt, dass ee junge Wölfin einen Solarleuchte klaute und einen Hundepool zerstörte.

Wie in anderen Bundesländern auch, stellt es auch in der Oberlausitz gar kein großes Problem dar, Gemüsefelder und Äcker mit Untergrabschutz und Stromlitzen einzuzäunen. Warum dies bei Weidetieren so verpönt ist, ist nicht nachvollziehbar.

 

Viele Wander- und Radwege führen an Truppenübungsplätzen vorbei. Betreten ist dort verboten. Die Wölfe haben sich längst mit den schweren Maschinen und auch dem Geballere arrangiert.

 

Kein Urwald, sondern Kieferplantagen.

 

Im Hintergrund ist der Hochsitz zu erkennen. Der Erdwall soll als Kugelfang dienen, um nicht Spaziergänger und Wanderer abzuschießen. Dennoch passieren viele Jagdunfälle. Von Wölfen dagegen gab es seit ihrer Rückkehr vor über 20 Jahren keinen einzigen Übergriff auf Menschen.
Seenlandschaft in der Oberlausitz.
Die gezeigten Bilder stammen von Jürgen Götz und Brigitte Sommer. Beide nutzen ihre privaten Kameras auch für den Verein.

 

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Wolfsschutz-Deutschland e.V.

Berliner Sparkasse

IBAN DE79 1005 0000 0190 7118 84

BIC BELADEBEXXX

Auch Paypal ist möglich: https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

 

 

 

Quellen: https://wildundhund.de/sachsen-zahlt-entnahmepraemie-von-150-euro-pro-wildschwein/

https://www.dbb-wolf.de/totfunde/auflistung-nach-jahren

https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1038607

https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1051728

Interaktive Karte der DBB-Wolf zu den Wolfsterritorien in Sachsen: https://dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen/territorien/karte-der-territorien

Jagdstrecke Sachsen: https://ljv-sachsen.de/wp-content/uploads/2022/09/Jahresjagdstreckenuebersicht-fuer-den-Freistaat-Sachsen2305843009217272985.pdf

Aktuelle Rissliste: https://www.wolf.sachsen.de/download/Schadensstatistik_Internet_KW40.pdf

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31. Oktober 20221. November 2022Allgemein

Niedersachsen – Kein Abschuss im Landkreis Wittmund: Umweltminister Lies (SPD) scheitert erneut vor Gericht.

Das Verwaltungsgericht Oldenburg hat am 27.10.22  einem Widerspruch gegen die Ausnahmegenehmigung zur Abschuss eines Wolfes aus dem Friedeburger Rudel stattgegeben. Umweltminister Lies (SPD) will allerdings nicht nur Beschwerde gegen das Urteil einlegen, sondern er appelliert auch noch an die Bundesregierung, das Schießen künftig noch weiter zu erleichtern? Was genau hat dieser Minister eigentlich für die Umwelt getan?

Unserer Ansicht nach macht er hier bis zum bitteren Ende genau das Gegenteil. Er setzt sich auffällig für die Jagd- und Agrarlobby ein. Anfang November sollen in Niedersachsen durch eine neue Landesregierung ja die Karten neu gemischt werden. Wird Lies (SPD) auf seinem Posten bleiben oder wird ein neuer Umweltminister seinen Namen auch verdienen?

 

Quellen: https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/entscheidung-uber-ausnahmegenehmigung-fur-friedeburger-wolfsrudel-lies-kundigt-beschwerde-an-216632.html

https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/09/15/niedersachsen-umweltminister-lies-spd-unterschreibt-15-todesurteil-fuer-woelfe/

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20. Oktober 202220. Oktober 2022Allgemein

Happy End für Wolf Bubla in Tschechien – Tod für Wolf Meckie in Deutschland

Er lag Ende September hilflos und bewegungsunfähig im Unterholz. Der Jungwolf, geboren erst in diesem Mai, wäre nur wenige Monate später schon wieder gestorben, hätte ihn nicht ein Pilzsammler mit Herz gefunden. Bubla, so lautet heute sein Name, hatte Glück, dass er auf der Tschechischen Seite des Erzgebirges seinen Zusammenprall mit einem Auto erlebte. In Deutschland bedeutet es das Todesurteil, sollte ein Tier den Aufprall überleben. In Tschechien dagegen muss sogar laut Gesetz geholfen werden. Wolfsschutz-Deutschland e. V. hat mit einer Spende unterstützt. Hier ist Bublas Geschichte und die seiner Retter, die trotz schlechter Prognose nicht aufgaben.

Bubla landete, nachdem ein unerschrockener Pilzsammler ihn fand, zunächst in der Station Drosera Bublava, wo man anfangs von nur leichten Verletzungen ausging. Doch der Wolf kam nicht selbst auf die Beine. Weitere Untersuchungen bestätigen doch schwere innere Verletzungen, einen Kieferbruch sowie einen Schaden an der Hüfte, die operiert werden musste. Auch wurde klar, dass der junge Wolf höchstwahrscheinlich wegen dieser schweren Verletzungen nicht mehr in die Freiheit entlassen werden kann. Spätestens jetzt wäre in Deutschland die Entscheidung gefallen, das Tier zu „erlösen“, ganz anders reagierten die Menschen in Tschechien.

„Bei unserer Ankunft haben wir ihn verladen und ihn für eine gründliche tierärztliche Untersuchung zum Veterinärambulanz Dvory gebracht. Er wurde dort wirklich perfekt versorgt. Nach der Untersuchung wurde nichts Ernstes gefunden. Leider kann der Wolf noch nicht auf den Hinterbeinen stehen. Dies kann die Ursache für die Schwellung sein, die auf das Rückenmark drückt. Hoffen wir, dass es bald verschwindet und er wieder zur Natur zurückkehren kann. Wir haben den ganzen Tag über Nachrichten erhalten, in denen nach seinem Zustand gefragt wurde. Vielen Dank für eure Sorge. Drückt ihm die Daumen“, lautete ein Statusbericht auf der Facebookseite des Vereins. Tausende verfolgten das Schicksal des Jungtieres und drückten ihm die Daumen. Aber es gab auch Stimmen, die sich fürs Töten aussprachen. 

Ein Mitarbeiter des Vereins Drosera Bublava mit Wolf Bubla.

In Deutschland dagegen darf verletzen Wildtieren nicht geholfen werden. Wenn ein verletztes Wildtier nicht von selber wieder gesund werden kann, dann soll es laut Gesetz getötet werden. Über Leben und Tod entscheiden dürfen ausgerechnet u. a. auch die Jagdpächter oder die Polizei vor Ort. Wer ein verletztes Wildtier zu einem Tierarzt bringt, macht sich sogar der Wilderei schuldig. Fast zur gleichen Zeit wie Bubla kollidierte ein Wolf in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Auto. Die Polizei fackelte nicht lange, und erschoss den Wolf. Keine Chance, weil im falschen Land? Absolut kein Kompliment für ein Land mit einer solchen Vergangenheit, wie Deutschland. Wir wollen dem Tier den Namen Meckie geben.

Bubla dagegen wurde zur weiteren Diagnose und Behandlung zunächst in eine Klinik in Prag gebracht. Erfolgreich operiert wurde er dann zunächst auf der Tierrettungssation in Vlašim, die eine der wenigen ist, die über professionelle Ausrüstung und angemessene Einrichtungen für die Rettung von Tieren wie dem Wolf verfügt. Ein professionelles und engagiertes Team von Tierrettern hinzuziehen, hilft also nun  vorübergehend den Kollegen vom ZS Bublava und Betreuen den Wolfspatienten so lange bis die Station Drosera Bublava dem Wolf ein dauerhaften Zuhause geben kann.

Nach umfangreicher Diagnostik stand fest, dass Bubla eine Operation brauchte.

 

„Wie geht es weiter mit dem jungen Wolf? Er wird nur vorübergehend bei uns bleiben, und wir haben mit dem Verein Drosera einen Vertrag über die vorübergehende Betreuung abgeschlossen, der für 30 Tage gültig ist. Dies ist eine grobe Schätzung der Erholungszeit. Die Kosten werden vom Verein Drosera übernommen, der sich weiterhin um den Wolf kümmert und auch über das weitere Vorgehen im Falle einer Verschlechterung seines Gesundheitszustands entscheidet“ schreibt der Verein auf seiner Seite. Wolfsschutz-Deutschland e. V. unterstützt Drosera zunächst mit einer Spende von 200 Euro. Wir überlegen aber, ob wir nicht auch eine dauerhafte Patenschaft übernehmen könnten, oder es evtl. die Möglichkeit einer Zusammenarbeit geben könnte.
Bubla auf dem Weg zur Genesung. Er kann wieder selbstständig fressen, braucht aber noch Antibiotika.
„Wir sind froh, dass unsere Kollegen von der Station Vlašim uns geholfen haben, die unerwartete Situation zu überbrücken und uns die nötige Zeit gegeben haben, um die Genehmigungen auszuhandeln und die Räumlichkeiten für unseren Patienten einzurichten“, sagte Petr Korelus, ein Mitarbeiter des Vereins Drosera. Wir von Wolfsschutz-Deutschland e.V. freuen uns sehr, dass es in Tschechien solche Menschen gibt, die ihr Herz entscheiden lassen. Und die Fortschritte, die Bubla macht, geben ihnen Recht. „Er zerreisst sehr gerne Hundedecken. Kann uns jemand vielleicht neue Decken spenden?“ Über diese Nachricht freuten sich tausende von Menschen. Viele verfolgen das Schicksal von Bubla über die Facebookseiten der beteiligten Stationen und die tschechische Presse mit.
Ein Sprichwort lautet: „Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.“  

In diesem Sinne drücken wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. weiter die Daumen und wir bewundern die Retter in Tschechien für ihren Mut zur Menschlichkeit. Gleichzeitig trauern wir um das Schicksal von Wolf Meckie und bedauern die kaltherzige Bürokratie in Deutschland.

Quellen: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Bei-Greifswald-Polizei-erschiesst-Wolf-nach-Kollision-mit-Auto,unfall17128.html

https://vary.rozhlas.cz/vlcek-bubla-se-rychle-zotavuje-osetrovatele-ho-premistili-do-venkovni-voliery-8851104?fbclid=IwAR3iXn6Oz6jKQVCFbP4c-QBY0i55jkevdAbCplgJQjiRtqA0zqqSzKZkau4

https://www.facebook.com/profile.php?id=100081564993466

 

 

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18. Oktober 202223. November 2022Allgemein

Wolf im Landkreis Cuxhaven illegal erschossen: Wolfsschutz-Deutschland e. V. stellt Strafanzeige und setzt Belohnung aus.

Update – 23.11.2022

Niedersachsen – eine überraschende Wendung nimmt nun der Fall eines augenscheinlich illegal getöteten Wolfs bei Stubben. Statt Schussverletzungen hätte man nun in Berlin die überraschende Totesursache Bisse festgestellt. https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Stubben-Ursache-von-Tod-von-Wolf-steht-fest,aktuelloldenburg11090.html?fbclid=IwAR27pCy9JP7SA3kOq_QP86seUFr9eJuBUm356Jd-IJ1eBpC8BjgINVSIyLY

Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. sind äußert überrascht und verwundert, zumal ein Zwischenergebnis „Schüsse“ gelautet hatte. Wir hatten Anzeige gestellt, die nun natürlich obsolet ist. Die betrifft auch die Belohnung: https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/10/18/wolf-im-landkreis-cuxhaven-illegal-erschossen-wolfsschutz-deutschland-e-v-stellt-strafanzeige-und-setzt-belohnung-aus/

Am Montag Morgen wurde bei Beverstedt-Stubben ein toter Wolf aufgefunden. Das Tier wurde laut Untersuchungen mit drei Schüssen getötet und dann einfach abgelegt. Wolfsschutz-Deutschland e. V. stellt Strafanzeige und setzt eine Belohnung von 2.000 Euro aus.

„Genau solche Taten sind die Folge von Umweltminister Lies (SPD) absurden geheimen Wolfsjagden,“ so Brigitte Sommer, Vorsitzende von Wolfsschutz-Deutschland e. V.. „Das Unrechtsbewusstsein in einem bestimmten Teil der Bevölkerung, der Waffen besitzen darf, verschwindet. Selbstjustiz wird als Kavaliersdelikt angesehen.“ Es könne auch kaum ein Zufall sein, dass eine Schießgenehmigung auf einen Wolf bei Wittmund vor ein paar Tagen bekannt wurde. Bestimmte Kreise würden kaum noch Hemmungen verspüren. Erschreckend käme hinzu, dass in Deutschland kaum Wildtierkriminalität aufgeklärt werden würde und wenn tatsächlich einmal ein Täter erwischt werden würde, kaum ersthafte Konsequenzen zu erwarten wären. „Hier muss der öffentliche Druck noch viel höher werden.“

Beispielfoto toter Wolf.

 

Der zuständige Jagdpächter hatte den Fund des toten Tieres dem Naturschutzamt des Landkreises Cuxhaven gemeldet. Darauf hin hätten der zuständige Wolfsberater und die Polizei vor Ort Spuren gesichert und entdeckt, dass der Wolf mit drei Schüssen getötet worden ist. „Unserer Ansicht nach haben wir es hier mit einer regelrechten Hinrichtung zu tun“, so Sommer.

Das tote Tier wurde für weitere Untersuchungen nach Berlin zum Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung  gebracht.

Eine Blutspur zieht sich durch Wolfsfamilien im Cuxland

Das Rudel, das sich vor ein paar Jahren das Cuxland als Revier ausgesucht hatte, wurde ebenso grausam ermordet. Die  Mutterwölfin wurde illegal erschossen https://www.deutschlandfunk.de/niedersachsen-unbekannte-erschiessen-wolf-bei-cuxhaven-100.html auf einem Feld gefunden. Auch der Vater „verschwand.“ Da die Jungwölfe noch nicht genug Erfahrung im Jagen hatten, waren die Folge eher mehr als weniger Nutztierrisse. Gegen dieses Rudel gab es eine mediale Hetze, die ihresgleichen suchte. Selbst ein inzwischen verstorbener Wolfsexperte und Ökojäger zog eine „Endlösung“ für dieses Rudel in Betracht. Danach „verschwanden“ auch die Jungtiere.

Und wie bereits vermutet, siedelten sich kurze Zeit später erneut Wölfe im Gebiet an und die Hetze von Jägern und Weidetierhaltern erklomm einen neuen Höhepunkt mit der Abschussgenehmigung von Umweltminister Lies (SPD), der zuvor geheime Jagden auf diverse Rudel in Niedersachsen genehmigt hatte, aber mit dem Abschuss an einer Klage scheiterte. Nun versucht man es wohl erneut auf die illegale Tour.

„Wolfsschutz-Deutschland e. V. stellt erneut Strafanzeige und wir setzen eine Belohnung von 2.000 Euro für Hinweise zur Ergreifung des oder der Täter aus.“

 

Quellen: https://wolfsschutz-deutschland.de/2017/08/22/nazijargon-herr-wotschikowsky-spricht-von-moeglicher-endloesung-fuer-das-cuxhavener-rudel/

https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/03/23/niedersachsen-woelfe-aus-garlstedt-und-schiffdorf-duerfen-vorerst-nicht-getoetet-werden/

Die Landesjägerschaft forderte bereits, dass Jäger anonym bleiben sollten und erschossene Wölfe einfach am Straßenrand ablegen dürfen sollten: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Abschuss-von-Woelfen-Jaeger-wollen-anonym-bleiben,wolf4260.html?fbclid=IwAR3CEVVacVK5zr0ifBAmBYOhyN1BLoDt7XdMas4B-Y_0dg56JZ3oNU-bE_s

 

 

 

 

 

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8. Oktober 20228. Oktober 2022Allgemein

Die Qual der Wahl in Niedersachsen

Morgen finden in Niedersachsen die Landtagswahlen statt. Viele Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde sowie umweltbewusste Menschen wünschen sich nach diversen Skandalen, wie den geheimen Wolfsjagden von Umweltminister Lies (SPD) einen Politikwechsel. Doch wie wahrscheinlich ist das? Und wer ist überhaupt noch wählbar? Hier unser Bericht.

Umfragen zeigen an, dass angeblich die SPD weit vorne liegen wird. Entsprechend selbstbewusst machte Ministerpräsident Weil vor Kurzem auch eine Ansage an die Grünen, dem wahrscheinlichsten Koalitionspartner, dass es mit der SPD wohl nur ein weiter so wie mit Umweltminsiter Lies und Schlimmer gäbe. Dazu passt auch der neue Wolfsmanagementplan, über den Umweltminister Lies noch gestern eine Pressemitteilung herausgeben lies.

Aufruf zur Menschenjagd? Das Foto entstand bei einem der zahlreichen Mahnfeuer gegen Wölfe in Niedersachsen. Aufgerufen dazu hatte Wendelin Schmücker, Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung e. V.. Es gab ja auch bereits Angriffe von Bauern und Schäfer auf Tierschützer. Natürlich sehen die Jagd- und Agrarlobby in den Wolfsschützern ein noch größeres Problem als in den Wölfen selber. Schließlich können die Beutegreifer nicht für sich selber sprechen und erst recht nicht dagegen protestieren, abgeknallt zu werden. Natürlich stören hier Menschen, die immer wieder lautstark als Fürsprecher auftreten und die Amigomachenschaften, Zaunfrevel und Jagdfrevel aufdecken.

Schießen mit der SPD und der CDU

Nach Lektüre dieser Info (unten verlinkt) bleiben eigentlich keine Fragen mehr offen. Mit der SPD wird der Schutz der Wölfe noch weiter ausgehebelt werden. So ungeniert Lobbypolitik zu betreiben, traut sich mitlerweile auch „Laura“ von der CDU, die nach dem Besuch von Mahnfeuern fordert, dass Wölfe wie jedes andere Wild bejagt werden sollten und dass dafür der Bund das Bundesnaturschutzgesetz ändern müsse. Dies fordert sie völlig ungeachtet der Tatsache, dass gegen Deutschland bereits ein Pilotverfahren der EU anhängig ist. Auch wegen Lies´geheimen Wolfsjagden. Erst kürzlich macht der zuständige EU-Kommissar deutlich, dass ein Aufweichen des Schutzes der Wölfe nicht oppurtun sei.

Die Grünen als letzte Hoffung?

Auch die FDP und die AfD wollen lieber schießen statt schützen. Die Grünen als letzte Hoffnung für Tierfreunde? Fakt ist, dass die Grünen in Niedersachsen tatsächlich gegen Wolfsabschüsse geklagt haben. Nicht gegen die Abschüsse an sich, sondern eigentlich nur gegen die Geheimhaltung der Abschüsse. Ein Telefonat mit der Presseabteilung der Grünen Anfang des Jahres machte für uns deutlich, dass auch die Grünen nicht generell gegen Abschüsse sind. Immerhin wollen sie Weidetierhalterinnen und Weidetierhaltern mehr Zuwendungen für Zäune usw. zukommen lassen. Doch was nach der Wahl von Versprechungen übrig bleibt, kann heute natürlich niemand wissen. Gerade wählte eine Koalition aus CDU und Grünen den Wolf in Schleswig-Holstein ins Jagdrecht und in Thüringen lässt eine Umweltministerin der Grünen Jagd auf unschulidge Wolfsmischlingswelpen veranstalten.

Ein irrer Stellvertreterkrieg gegen einen unschuldigen Beutegreifer

Das Schüren von Hass von diversen Politkern gegen Wölfe nimmt immer absurdere Ausmaße an. Es ist auch kaum zu glauben, wie leicht sich Bauern in einen Stellvertreterkieg gegen einen unschuldigen Beutegreifer von ihren eigentlichen Problemen, die genau die Politik verursacht hat, die nun gegen Wölfe aufhetzt, begeben. Ob die ländliche Bevölkerung noch irgendwann begreifen wird, dass die Bedrohung in einer völlig verfehlten Subventionspolitik liegt und es in Wirklichkeit die Wölfe der Wallstreet sind, die die Existenz gefährden, ist fraglich.

Morgen haben die Niedersachsen wirklich die Qual der Wahl.

Ein Meinungsbeitrag von Brigitte Sommer

 

Quelle: https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/pi-150-wolfmanagementplan-216066.html?fbclid=IwAR2o45MSx27xBXTDw8-Zrg_N4_HU2YmPv0Ju3FBi_nsyewHI3GxX0bVIgrc

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1. Oktober 20221. Oktober 2022Allgemein

Zwei Wolfspaare in Schleswig-Holstein zuhause

Nach dem schrecklichen Schicksal von Wolfsrüde Dani erfreut diese Nachricht aus Schleswig-Holstein sicherlich alle Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde. Gleich zwei Wolfspaare haben sich im Bereich des Segeberger Forstes und im Raum Sachsenwald angesiedelt. Wir freuen uns auch über dort ansässige neue Mitglieder, die aktiv werden möchten.

Nachdem bereits im August dieses Jahres eine residente Wölfin mit der Bezeichnung GW2093f im Großraum Sachsenwald im Kreis Herzogtum-Lauenburg nachgewiesen wurde, konnte nun im gleichen Gebiet ein Wolfsrüde (GW2071m) bestätigt werden. Die beiden Wölfe erfüllen die bundesweit gültigen Kriterien für die Einstufung als residentes Paar,“ informierte das Umweltministerium vorgestern in einer Pressemitteilung.

Beispielfoto Wolfspaar. ©Brigitte Sommer

 

Demnach gilt ein Wolfspaar dann als resident, wenn beide Wölfe im Abstand von mindestens vier Wochen gemeinsam im gleichen Gebiet nachgewiesen wurden (Fotofalle, genetische Nachweise). Für eine Reproduktion beziehungsweise Wolfswelpen lägen, trotz intensiven Monitorings des schleswig-holsteinischen Wolfsmanagements, keine Nachweise vor, heisst es weiter. Wir sind deshalb besonders gespannt auf die kommende Paarungszeit im Spätwinter und wir hoffen, dass Ende April bei beiden Paaren Nachwuchs geboren wird.

Aktuelle Fotofallenbilder vom 18. September 2022 belegten zudem das Vorkommen eines Wolfspaares im Bereich des Segeberger Forstes. Nachdem bereits am 25. Juli 2022 und 4. August 2022 jeweils zwei Tiere auf einem Fotofallenbild und einem Video nachgewiesen werden konnten, wurden mit den aktuellen Aufnahmen die Kriterien für eine Einstufung als residentes Paar ebenfalls erfüllt. Auch im Segeberger Forst gäbe es bisher keine Hinweise auf Reproduktion.

Da beide Wolfspaare in Gebieten nachgewiesen wurden, die bereits als Wolfspräventi­onsgebiete ausgewiesen sind, besteht gegenwärtig keine Notwendigkeit, aufgrund der aktuellen Nachweise weitere Wolfspräventionsgebiete auszuweisen. Auch eine Intensivierung der durch das Land geförderten Präventionsanstrengungen ist aktuell nicht notwendig. Bleibt zu hoffen, dass Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter das Angebot wirklich annehmen und sich von ihren Zwergenlitzen in Höhe von dreizig Zentimetern oder am Graben offnen Zäune endlich verabschieden.

Für Wolf Dani, der es bereits gewagt hatte, sich in Schleswig-Holstein niederzulassen, gab es leider kein Happy-End. Ein grüner Umweltminister unterschrieb eine Schießgenehmigung auf das Tier. Die einzigen, die dagegen vorgingen, waren wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. Wir berichteten hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2020/02/12/wolfsruede-dani-gw-924m-aus-schleswig-holstein-wurde-tot-in-niedersachsen-aufgefunden/

Wir hoffen, dass die beiden neuen Paare nicht als Bauernopfer herhalten müssen. Dazu freuen wir uns auch über neue aktive Mitglieder aus diesem Raum und über Informaten. Kontakt: Volker.Vogel@wolfsschutz-deutschland.de

Quelle: https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/V/Presse/PI/2022/0922/220927_ResidenteWoelfe.html?nn=d8b75672-3360-45cf-8932-d30f610554b7

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29. September 202229. September 2022Allgemein

EU-Kommissar bleibt standhaft: Kein Aufweichen des Wolfsschutzes

Eine Lobby aus Agrar und Jagdlobby unternahm Anfang der Woche einen erneuten Versuch bei der EU, den hohen Schutzstatus der Wölfe in Europa aufzuweichen. Man meint Weidetiere durch Abschuss und nicht durch Herdenschutz zu schützen zu können. EU-Kommissar Virginijus Sinkevičius wies den Vorstoß mehrerer EU-Länder jedoch zurück. Wolfsschutz-Deutschland e. V. begrüßt diese Standhaftigkeit außerordentlich. Und wir glauben, dass auch unsere Proteste bei der EU hier Wirkung gezeigt haben. Dennoch fordert die „IG Sichere Weidewirtschaft“ heute eine „Null-Lösung für Großprädatoren“. Ein handfester Skandal. Hier unser Bericht:

Virginijus Sinkevičius erklärte während des Treffens am Montag, dass die derzeitigen Rechtsvorschriften den Mitgliedstaaten „angemessene Instrumente, Mittel und Werkzeuge an die Hand geben, um sicherzustellen, dass die Erhaltung geschützter Großraubtiere und die Fortsetzung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken Hand in Hand gehen können.“

Beispielfoto Wolf. ©Brigitte Sommer

Er wies auch darauf hin, dass die Mitgliedstaaten bereits im Rahmen der geltenden Rechtsvorschriften die Möglichkeit hätten, „in hinreichend begründeten Fällen“ Ausnahmen von den strengen Schutzvorschriften zu gewähren.

Der Kommissar warnte jedoch, dass „Ausnahmen keine Alternative zu den notwendigen Investitionen und Anstrengungen sind, um ein wirksames System der Koexistenz aufzubauen, das die Erholung der Bestände von Großraubtieren in unseren Ökosystemen ermöglicht.“

„Lassen Sie mich Ihnen versichern, dass die Kommission das Thema auf verschiedenen Ebenen aktiv verfolgt“, betonte Sinkevičius, räumte jedoch ein, dass „die natürliche Rückkehr des Wolfes und anderer Großraubtiere eine Herausforderung für die Weidehaltung darstellt.“

Hintergrund:

17 Länder hätten einen Vorstoß Österreichs unterstützt. Deutschland hätte sich aber zurück gehalten, so das Wochenblatt.

Beim Treffen der EU-Agrarminister in Brüssel (26.9.) forderte eine Mehrheit von 17 Ländern, die 30 Jahre alte EU-Richtlinie zum Schutzstatus des Wolfes herab zu setzen. Österreich hatte mit Unterstützung von sechs Mitgliedsstaaten die Forderung auf den Tisch der EU-Kommission gelegt.

Neben Kroatien, Finnland, Ungarn, Lettland, Rumänien und Slowakei haben darüber hinaus auch Frankreich, Spanien, Italien, Slowenien, Griechenland, Dänemark, Portugal, Estland, Litauen und Belgien die österreichische Forderung in der Rats-Sitzung die Bedenken geteilt. Deutschlands Agrarminister Cem Özdemir konnte sich dazu nicht entschließen. Ob er Rücksicht auf die Landtagswahlen in Niedersachsen genommen hat, die in Kürze stattfinden ist unklar. Fakt ist allerdings, dass  die Niedersächsischen Grünen Wahlkampf mit dem hohen Schutz des Wolfes dort betreiben. Gegen Deutschland ist auch noch immer ein Pilotverfahren anlässig.

Gerade Österreich stark in der Kritik

Alleine sechs Wölfe sind dort illegal abgeschossen worden. Ermittlungen dazu laufen in Kärnten. Dazu gibt das Nachbarland ständig „legal“ Wölfe zum Abschuss frei.

Handfester Skandal in Deutschland

Der Sprecher der „IG Sichere Weidewirtschaft“ gibt in einer Rundmail offen zu, dass man die für Deutschland „notwendige Null-Lösung für Großprädatoren“ nicht aus den Augen verlieren wolle. Fällt bei dem Duktus etwas auf?

Es ist nicht die erste Entgleisung aus dieser Richtung. Schwer verständlich, dass angebliche Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde solchen Leuten noch immer bedingungslos beim Zaunaufbau helfen.

Quelle: https://www.euractiv.de/section/landwirtschaft-und-ernahrung/news/kommission-verteidigt-schutz-von-woelfen-und-baeren-gegen-klagen-der-mitgliedstaaten/?fbclid=IwAR39mDvZmYmo2Q8rlM8ARz6qgt34yxVc4hkINFvZt7SlAFNvRCsoMJSZzKQ

https://www.wochenblatt-dlv.de/politik/eu-agrarrat-mehrheit-will-wolf-schutzstatus-senken-570578?fbclid=IwAR3J4_rrNiw9Jg6V0D6i8RqgUOZmc2aY6GtCS8BwgPqfyfCwmhhMMLRtu3M

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