Füssen: Stadt will Jungwolf abschießen – Offener Brief an den Bürgermeister

Ende April 2026 wurde in der Füssener Innenstadt ein Wolf gesichtet. Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) hat das Tier eindeutig als Wolf bestätigt. Die Stadt Füssen hat daraufhin einen Antrag auf Entnahme gestellt, weil der Aufenthalt des Tieres in der Fußgängerzone als „erhebliche Gefährdung der öffentlichen Sicherheit“ gewertet wird. Der Antrag werde derzeit geprüft, laut UIG-Anwort des Landratsamtes Ostallgäu. Wolfsschutz-Deutschland e. V. fordert die Stadt Füssen auf, diesen Abschussantrag sofort zurückzuziehen.

Ein junger Wolf auf Wanderschaft – ganz normales Verhalten

 

Im Rudel sind gerade neue Welpen geboren worden. Während die Einjährigen noch beim Rudel bleiben und bei der Aufzucht helfen, macht sich dieser zweijährige Wolf auf seine gefährliche Reise. Ein letzter Blick zurück, bevor es ins Abenteuer geht. Nur höchstens ein Drittel der Wanderwölfe überlebt die gefährliche Reise. Die meisten werden Opfer im Straßenverkehr, aber auch illegale Verfolgung wird zum immer größeren Problem. Jungtiere könenn bei ihren Wanderungen tausende von Kilometern zurück legen. Da sie weder ein Navi, noch Karten oder einen Kompass haben, kann ihr Weg sie auch durch Städte führen. © Brigitte Sommer
Wir befinden uns mitten in der jährlichen Dispersionsphase. Jungwölfe verlassen ihr Rudel, um eigene Reviere zu suchen. Dass ein solches Tier sich vorübergehend in eine Stadt verirrt, ist kein Grund zur Panik, sondern normales Verhalten eines unerfahrenen Jungtieres. Wölfe sind scheu und meiden Menschen. Es besteht keine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit. Weitere Infos sind auch in diesem Artikel für alle verständlich in leichter Sprache zusammen gestellt: https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/03/10/jungwoelfe-auf-wanderschaft-keine-gefahr-sondern-ein-naturwunder/

In Bayern gibt es viel zu wenige Wölfe

Bayern hat eine der kleinsten Wolfspopulationen Deutschlands – nur etwa sechs bis neun Rudel. Gleichzeitig sind die Tiere immer wieder Opfer von illegaler Verfolgung. Einen jungen Wanderwolf jetzt abzuschießen, wäre unverhältnismäßig und würde die ohnehin schwache Rückkehr der Art weiter behindern.

 


Offener Brief an Herrn Bürgermeister Maximilian Eichstetter

Erster Bürgermeister
Maximilian Eichstetter
Stadtverwaltung Füssen
Lechhalde 3

87629 Füssen
Vorab per Mail:

CC: stadtverwaltung@stadt-fuessen.de 

Direkte E-Mail des Bürgermeisters:
m.eichstetter@stadt-fuessen.de 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Eichstetter,

als Bürgermeister einer tourismusstarken Stadt wie Füssen tragen Sie Verantwortung für die Sicherheit der Bevölkerung und für ein vernünftiges Verhältnis zur Natur. Der Antrag auf Abschuss eines einzelnen Jungwolfs in der Fußgängerzone ist unverhältnismäßig und nicht gerechtfertigt. Es gibt keinerlei Hinweise auf aggressives Verhalten oder eine konkrete Gefahr für Menschen. Stattdessen würde ein Abschuss folgende Probleme verursachen:

  • Verschwendung öffentlicher Gelder: Die Vorbereitung und Durchführung einer Wolfstötung inklusive Monitoring und Einsatzkräften kostet die Steuerzahler schnell fünfstellige Beträge – ohne dass irgendein Schaden entstanden ist. Das Geld wäre für sinnvolle Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen deutlich besser investiert.
  • Schlechte Signalwirkung: Füssen würde bundesweit als Stadt in die Schlagzeilen geraten, die einen scheuen Jungwolf erschießen lässt, statt vernünftig mit der Natur umzugehen. Das schadet dem Image einer weltoffenen, attraktiven Tourismusstadt.
  • Fehlende Verhältnismäßigkeit: Es existieren bessere und günstigere Alternativen: Aufklärung der Bevölkerung und Politiker sowie Entscheidungsträger über das Verhalten von Jungwölfen. Wir fügen deshalb unserem Brief ein Exemplar des leicht verständlichen Comics „Ein Jahr im Leben der Wöfe“ bei, in dem auch das Wanderverhalten von Jungwölfen erklärt wird, bei. Der Wolf wird von allein weiterziehen, bzw. ist wahrscheinlich schon längst weitergezogen. 

Wir fordern Sie daher auf:

Ziehen Sie den Antrag auf Entnahme umgehend zurück. Zeigen Sie statt irrationaler Symbolpolitik Weitsicht und Verantwortung für ein Miteinander von Mensch und Wolf, das von Empathie geprägt ist. Füssen hat die Möglichkeit, hier ein positives Beispiel zu setzen – statt eines ethisch nicht begründbaren, unnötigen und teuren Abschusses. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten von ihrer Stadtverwaltung Vernunft und Augenmaß, nicht überzogene Reaktionen auf ein einzelnes scheues Wildtier.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfsschutz-Deutschland e. V.
Vorstand
Jürgen Götz
Ulrike de Heuvel
Volker Vogel
Brigitte Sommer

Behörde bestätigt: Jungwolf Alster benimmt sich natürlich mustergültig

Vor fast vier Wochen sorgte der junge Wolf „Alster“ in Hamburg-Altona für Schlagzeilen. Am 30. März 2026 verirrte sich das entkräftete Jungtier in eine Einkaufspassage in der Großen Bergstraße (Nähe IKEA), geriet in Todesangst und verletzte eine 65-jährige Frau, die ihm helfen wollte. Das Tier floh anschließend in die Binnenalster und wurde geborgen. Heute liegt uns eine aktuelle Stellungnahme der Pressestelle der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) vor.

Alster war völlig erschöpft aus der Alster geborgen worden. Beispielfoto schwimmender Wolf. © Brigitte Sommer

 

Auf unsere Nachfrage, ob die Behörde eingeräumt hätte, dass es sich nicht um einen Biss gehandelt habe,  teilte ein Pressesprecher mit: Eine derartige Äußerung kann ich Ihnen nicht bestätigen. Wir gehen nach dem Polizeibericht und Zeugenaussagen von einem Biss aus.“
Gleichzeitig beschreibt die Behörde den Hergang exakt so, wie wir ihn von Anfang an eingeordnet haben:„Der Wolf hat das Hamburger Stadtgebiet vermutlich im Westen betreten. Es handelte sich um ein Jungtier in der Abwanderungsphase auf der Suche nach einem eigenen Revier. Dabei legen Wölfe weite Strecken zurück und können sich – wie in diesem Ausnahmefall – in urbanes Gebiet verirren. Das Tier zeigte über Tage, in denen es sich gestresst und verirrt im Hamburger Stadtgebiet aufhielt, dennoch ein artentypisches, scheues Fluchtverhalten und mied Menschen. Im Moment des Vorfalls, bei dem eine Frau verletzt wurde, war der Wolf offenbar in einer außergewöhnlichen Stresssituation.“ Der Wolf verhält sich derzeit arttypisch und unauffällig. Wo genau er ausgewildert wurde, kommuniziert die Behörde allerdings nicht.
Verschiedene Zeitungen berichteten von einer Freilassung in der Fischbeker Heide – eine offizielle Bestätigung liegt bis heute nicht vor.

Jungwölfe auf Wanderschaft: Natur pur

Jungwölfe in der Abwanderungsphase (meist 1–2 Jahre alt) verlassen ihr Geburtsrudel, um ein eigenes Revier zu finden. Sie legen dabei oft Hunderte Kilometer zurück – bis zu 70 km an einem Tag. Ohne Karte oder Kompass ist es normal, dass sie durch Ortschaften, Felder oder städtische Randgebiete streifen. Ihr Verhalten bleibt dabei typischerweise scheu und fluchtbetont – solange keine extreme Stresssituation eintritt. Genau das war bei Alster der Fall.
Besonders bedauerlich ist, dass selbst manche Wolfsfreunde und Unterstützer zunächst nicht einräumen wollten, dass auch ein Wolf in einer solchen Extremsituation schnappen kann. Wer nicht zugeben mag, dass auch ein Wolf mal beißen kann, versetzt sich selbst in eine schlechtere argumentative Position. Denn genau dann, wenn es tatsächlich einmal passiert, können Medien und Behörden den Fall umso stärker instrumentalisieren und zur Panikmache nutzen. Diese Haltung entspringt letztlich demselben Rotkäppchensyndrom – nur von der anderen Seite: Ein panisches, in die Enge getriebenes Jungtier kann in Todesangst zuschnappen oder beißen – das ist eine ganz normale biologische Notwehrreaktion und kein Angriff. Wer das leugnet, schadet nicht nur einer sachlichen Debatte, sondern letztlich auch dem ernsthaften Wolfsschutz.
Beispielfoto Jungwolf.

Unsere Forderung bleibt klar:

Alster hat gezeigt, dass er ein normales Jungtier ist, das sich in einer extremen Ausnahmesituation befunden hatte. Er verdient eine echte Freilassung ohne GPS-Sender. Transparenz beim Polizeibericht und beim genauen Auswilderungsort wäre tatsächlich in diesem ein wichtiger Schritt, denn die Daten des Senders gehen an die Jäger. 
Quellen:

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

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Panikmache statt Info: Der unsägliche Umgang der Massenmedien mit Jungwölfen

Im Winter, wenn die Welpen knapp zwei Jahre alt sind, beginnen sie das elterliche Rudel zu verlassen. In Deutschland, wo die Lebensräume durch menschliche Aktivitäten stark beeinflusst sind, stellt dies eine besondere Herausforderung dar. Der Höhepunkt der Paarungszeit, die aktuell stattfindet, markiert auch die größte Abwanderung von Jungtieren. Leider ist dies auch mit alljährlicher Wiederkehr von Angst- und Panikmache in den Medien verbunden, obwohl die Redaktionen inzwischen längst wissen müssten, dass die wandernden Jungtiere keine Gefahr für Menschen darstellen.

In Deutschland, wo die Wolfspopulation in den letzten Jahrzehnten wieder an Bedeutung gewonnen hat, beginnt die Paarungszeit der Wölfe im Winter, typischerweise zwischen Januar und März. Diese Zeit ist geprägt von intensiven sozialen Interaktionen innerhalb der Rudel: Innerhalb eines Wolfsrudels bestimmen die Wolfseltern die Fortpflanzung. Hierbei zeigt sich, dass das Elternpaar üblicherweise das einzige Paar ist, das sich während dieser Zeit paart, um die Ressourcen für die aufkommenden Welpen zu sichern. Heulkonzerte sind während dieser Phase häufig, da sie nicht nur zur Kommunikation mit anderen Rudelmitgliedern dienen, sondern auch zur Abgrenzung und Verteidigung des Territoriums. Diese Heulrituale stärken auch die Bindung innerhalb des Rudels.
Fortpflanzung: Nach einer Tragzeit von etwa 63 Tagen gebären die Wölfinnen ihre Welpen im Frühling, meist zwischen April und Mai. Die Paarungszeit markiert auch den Höhepunkt an Abwanderungen von Jungwölfen aus den Wolfsfamilien, die aus Vater, Mutter und Welpen aus dem vergangenen Jahr bestehen, von denen viele noch nicht abwandern, sondern in diesem Jahr noch bei der Aufzucht der neuen Welpen helfen und Geschwistern, die knapp zwei Jahre alt werden. Diese machen sich jetzt auf die gefährliche Reise, denn sie wollen einen Partner finden und eine eigene Familie gründen.
Junge Wölfe im Alter von neun Monaten bis 1,5 Jahren machen sich hauptsächlich von Januar bis März alleine auf ihre gefährliche Reise. Beispielfoto © Brigitte Sommer

Jungwölfe auf der gefährlichen Suche nach einem eigenen Revier

Diese Jungwölfe suchen sich neue Reviere, um eine eigene Familie zu gründen. Dies kann bedeuten, dass sie durch dicht besiedelte Gebiete oder landwirtschaftlich genutzte Flächen wandern müssen, wo sie natürlich gesehen werden können. Die Wanderungen können weitreichend sein, manchmal über hunderte oder sogar tausende von Kilometern. In Deutschland, ein Land mit einer relativ hohen Bevölkerungsdichte und vielen Straßen, sind diese Wanderungen auch mit einem erhöhten Risiko von Unfällen verbunden. Jungwölfe müssen sich an die spezifischen Bedingungen in Deutschland anpassen, wo sie auf landwirtschaftliche Nutzflächen, Autobahnen und Siedlungen treffen. Dies erfordert eine hohe Anpassungsfähigkeit und Intelligenz, um sowohl menschliche Begegnungen zu vermeiden, als auch neue, sichere Lebensräume zu finden.

Natürliches Verhalten wird für Panik- und Angstmache genutzt

Da die Jungwölfe weder einen Kompass, noch Landkarten oder Navi haben, kann es passieren, dass sie sich auch in Ortschaften oder Gärten verirren können. Sie sind überhaupt nicht gefährlich für Menschen und man sieht auf den zahlreichen Filmen, die jetzt wieder in den sozialen Netzwerken herum geistern, dass sie eigentlich nur aus der Situation weg wollen. Deutliches Anzeichen ist ein eingezogener Schwanz. Die Wanderungen der Jungwölfe in Deutschland sind ein ganz normales Verhalten, das zeigt, dass sich Wölfe weder unkontrolliert vermehren, noch dass in einem Revier zu viele von ihnen leben und praktisch den Wald leer fressen würden.
All dies ist seit der Rückkehr der Wölfe vor mehr als zwanzig Jahren nach Deutschland längst bekannt, doch leider beteiligen sich viele Massenmedien an Fake-News und Lügen der Jagd- und Agrarlobby.
Sollten Sie ein solches Jungtier sehen, bitte stellen Sie keinen Film davon in soziale Netzwerke, bitte keinesfalls an Medien oder den „Jäger, bzw. Landwirt des Vertrauens“ geben. Jegliche Verbreitung bringt die Jungtiere in Gefahr und wird für Propagandazwecke genutzt. Hier ein aktuelles Beispiel aus der NRZ.

Hetze statt Information

 

Die NRZ nahm als Titelbild für ihren Artikel ein Standbild aus einem Film, der völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Unbedarfte Leser müssen so glauben, dass der Wolf den Filmer beißen wollte. Tatsächlich aber ist das Tier in Angst und Panik gegen die Fensterscheibe geknallt. Natürlich ist die restliche Information hinter Bezahlschranke: https://www.nrz.de/niederrhein/article408326913/wolf-steht-vor-der-terrassentuer-familie-filmt-geschockt-mit.html

Hier das komplette Video

 

 

Dieses Video von diesem sich in Mönchengladbach verirrten Jungtier geistert seit einigen Tagen im Netz umher mit immer abstruseren Geschichten dazu. Nun veröffentlichen es auch die Massenmedien und Haterseiten und es kursieren Lügengeschichten. Dieses Jungtier hat sich offensichtlich in einen Garten verirrt und es nimmt die Glasscheibe nicht wahr. So versucht es sich an einem vermeintlichen Ausgang, rennt aber mit dem Kopf an die Scheibe, was natürlich schmerzhaft ist. Jeder würde hier das Gesicht verziehen.  Eine weitere logische Erklärung wäre, dass das bereits total gestresste Tier plötzlich einen nicht vorhandenen Artgenossen im Spiegelbild wahrnimmt und sich erschreckt. Ein solches Jungtier hat natürlich keinerlei Erfahrung mit Fensterscheiben.  In Deutschland ist übrigens die Tollwut ausgerottet, aber natürlich hält dies Hass-Seiten nicht davon ab, zu verbreiten, dass das Tier Tollwut hätte.

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

Sachsen: Hund rettet Wolf

Bei Görlitz entdeckte ein Gassigeher dank seines Hundes einen Wolf in einer sehr  verzwickten Lage in einem Gully, heisst es in einer Polizeimeldung vom Freitag. Das Jungtier wurde von der Feuerwehr befreit und soll sich bis jetzt in tierärztlicher Behandlung befinden. Plan sei es, das Jungtier wieder auszuwildern. Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. werden da dranbleiben und nachfragen. Hier unser Bericht.

Wölfchen in der Grube

Der Hund habe  beim Spaziergang am Freitagmorgen bei Deschka „etwas in die Nase“ bekommen, heisst es in dem Polizeibericht. Er hätte seinen Besitzer zu einem offen stehenden Gully geführt, aus dem „es geknurrt“ hätte. Warum dort ein Gully so gefährlich offen stand wird nicht weiter erläutert. Fakt ist es aber, dass dort wohl auch ein Kind hätte hineinfallen können.

 

Der Welpe in einer höchst misslichen Lag. Von alleine wäre er aus dem Gully nicht wieder heraus gekommen. Foto © Polizeidirektion Görlitz.

Der Hundebesitzer habe sofort die schlimme Lage des Wolfs erkannt und die Polizei, die wiederum die Feuerwehr informierte, die den Wolf aus dem Schacht befreite. Eine Mitarbeiterin des Wolfsbüros sei auch vor Ort gewesen und hätte das Jungtier betäubt, das offenbar unverletzt gewesen wäre, aber dennoch zu einem Tierarzt gebracht worden wäre. Ein Auswilderungstermin stehe allerdings noch nicht fest, heisst es weiter.  Wir werden hier dranbleiben und nachfragen.

 

Hier die PM: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1057720?fbclid=IwAR1KoQeuy1EKav9u3ASPmCM7qxv3hreJzZfBXbcFhbaBrdJEu9eESyH85gQ

Hier die Meldung der Polizei: https://www.polizei.sachsen.de/de/MI_2022_93534.htm

Schlappe für UM Lies (SPD): Hannover-Wolf darf nicht getötet werden

Gute Nachrichten aus Niedersachsen. Die untere Naturschutzbehörde der Region Hannover hat jetzt entschieden, dass das Jungtier, das sich Anfang August in Hannover verirrt hatte, nicht getötet werden darf. Damit wendet sich die Behörde ganz klar gegen die Wünsche des Niedersächsischen Umweltministers. Hier unser Bericht.

Mit entscheidend waren mit Sicherheit auch die von Wolfsschutz-Deutschland e. V. initiierten Protestmails gegen die drohende Schießgenehmigung. Eine Userin hatte uns informiert, dass eine der Mailadressen gesperrt worden sei. Es kam wohl mehr Post an, als dem Umweltminister gefallen hat.

Beispielbild verängstigter Wolf ©Brigitte Sommer

Acht Kilometer lief das verängstigte Tier durch Hannover. In den Folgetagen sei es angeblich noch weitere Male gesichtet worden. Allerdings wurde dies nicht offiziell bestätigt. „Eine Ausnamahmegenehmigung zur letalen Entnahme des Tieres wird auf Basis der aktuellen Erkenntnisse zum jetzigen Zeitpunkt nicht erteilt,“ heisst es offziell. Weiter: „Voraussetzungen für eine solche Genehmigung wären, dass der Wolf einen Menschen verletzt, ohne provoziert worden zu sein, oder dass der Wolf sich einem ungeschützten Menschen auf weniger als dreißig Meter nähert und sich nicht vertreiben lässt. Auch in den beschriebenen Fällen muss zunächst versucht werden – möglichst in Absprache mit dem zuständigen Wolfsberater oder der Wolfsberaterin – den Wolf zu vergrämen.“ Inzwischen ist der Jungwolf längst über alle Berge. Jungtieren können auf ihren Wanderungen tausende Kilometer zurücklegen.

Allerdings kann die Polizei in Niedersachsen bei „Gefahr im Verzug“ jederzeit auch ohne Ausnahmegenehmigung eingreifen. Dies halten wir für einen Skandal, denn dieses Handling hat vor Kurzem zwei ausgebüxten Wolfshunden, die bereits wieder auf dem Rückweg waren, das Leben gekostet. Unserer Meinung nach ist die Polizei nicht in diesem Sinne ausgebildet und hat zu wenig Sachkenntnis. Überreaktionen und Fehleinschätzungen sind so Tür und Tor geöffnet.

Lies zeigte sich erstaut über die Entscheidung der unteren Naturschutzbebehörde. Er hätte aus guten Gründen zu einer Ausnahmegenehmigung angeraten. Die Gründe lassen sich erahnen. Aber ob er kurz vor den Landtagswahlen noch einmal den starken Antiwolfsminister geben wollte um sich Stimmen von der Agrar- und Jagdlobby zu sichern, wissen wir nicht.

Hier unser erster Bericht mit Video, das den Wolf zeigt: https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/08/11/verirren-toedlich-lies-will-hannover-wolf-abknallen-lassen/

 

 

Verirren tödlich: Lies will Hannover-Wolf abknallen lassen

Niedersachsens Umweltminister Lies  befindet sich mal wieder im Tötungswahn. Einem unerfahrenen Jungwolf, der am Dienstag auf seiner Wanderschaft durch Hannover irrte, droht der Abschuss. Wie eine Sprecherin des Umweltministeriums dem  NDR  bestätigte, werde eine entsprechende Ausnahmegenehmigung vorbereitet. Dies erfolge in Zusammenarbeit mit den Unteren Naturschutzbehörden. Nur weil bei der Sichtung des Wolfs am Dienstag nichts passiert sei, heiße dies nicht, dass das auch bei künftigen Besuchen des Tieres so sein werde. Wir von Wolfsschutz-Deutschland e.V. protestieren erneut aufs Schärfste und werfen Lies Populismus und Scheinlösungen für die Agrarlobby vor. Sollte Lies diesen, oder zufällig wieder einen anderen Wolf erschießen lassen, werden wir erneut Strafanzeige stellen.

Beispielfoto Jungwolf.

Auch hier zeigt sich wieder einmal deutlich, dass Umweltminister Lies wider besseren Wissens handelt. Selbst Menschen, die sich nicht wissenschaftlich mit dem Wolf beschäftigen, wissen, dass Jungwölfe auf ihrer Wanderschaft und Suche nach einem eigenen Revier auch ab und an Dörfer und Städte durchqueren. Sie sind sich der Gefahren, die sie da erwarten, natürlich noch nicht bewusst.

Hier wurde der Wolf in Hannover von Privat gefilmt.

Abgesehen davon wäre es gar nicht möglich, diesen Wolfsrüden, der durch Hannover rannte, aufzuspüren. Ab Spätsommer/Herbst werden Jungwölfe aus dem vergangenen Jahr mobiler und sie lassen sich wegen ihrer Unerfahrenheit auch sehen. Es war wahrscheinlich so ein Jungtier, das sich nach Hannover verirrt hatte. Wandernde Wölfe auf der Suche nach einem eigenen Revier legen auf ihren Wanderschaften pro Tag bis zu 70 Kilometer zurück. Mit Sicherheit wird dieser Wolf auch nicht nach Hannover zurückkommen. Er wird froh sein, dieser Stadt wieder entkommen zu sein. Das bedeutet nichts anderes, als dass Umweltminister Lies diesen verirrten Wolf nur vorschieben will, um nebenbei erneut den einen und anderen Wolf erschießen zu lassen. Im Auftrag von Lies wurden bereits mehrere  Wölfe still und heimlich erschossen. Noch trauriger als das Ermorden dieser Tiere war, dass bislang immer Wölfe erschossen wurden, die eigentlich nicht erschossen werden durften.

Wolfsforscher Promberger zeigte zudem vor fast 30 jahren in einer Dukumentation über die Wöflin Timisch, dass es nicht unüblich ist, dass ein Wolf auch einmal durch die Stadt läuft. Eine Gefahr für Menschen besteht dadurch nicht.

Auch wenn die niedersächsischen Grünen im Februar dieses Jahres vor dem Staatsgerichtshof mit ihrer Klage gegen die geheimen Wolfsabschüsse zum Teil Recht erhielten, bleibt es dem Umweltminister nach wie vor unbenommen, weiterhin Wölfe still und heimlich erschießen zu lassen und einen Abschuss nicht öffentlich zu machen.

Bislang ließ Lies Wölfe wegen angeblicher Nutztierrissen töten, der Fall in Hannover wäre der erste, der einem Wolf gilt, der durch eine Stadt gelaufen ist.

Umweltminister Lies will damit nun auch Bonuspunkte bei seinen Lobbyisten in städtischen Gebieten für die anstehenden Wahlen im Oktober in Niedersachsen sammeln. Seine Agrarlobby ist indes über seinen jetzigen Abschussplan weniger zufrieden. In den Sozialen Medien wird kritisiert, dass an ihre Sorgen wegen des Wolfs viel zu wenig gedacht und reagiert wird, dafür aber jetzt ein Wolf im Fokus stehe, der durch Hannover spazierte und sich dort nicht mehr sehen lasse.

 

Quelle NDR Abschussverfügung:

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Nach-Tour-durch-Hannover-Ministerium-prueft-Wolfsabschuss,wolf4646.html

Sichtung Wolf in Hannover, PM Umweltministerium

https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/pi-110-wolfsichtung-hannover-214263.html

Doku von Forscher Promberger: Natur nah –Herr der Wölfe auf Youtube:

https://www.youtube.com/watch?v=QSUQRv4XufA

 

 

Brandenburg: erneut drei illegal getötete Wölfe gefunden worden – Wolfsschutz-Deutschland e. V. stellt Strafanzeigen

Beispielbild toter Wolf.

Im Gleisbett einer stillgelegten Bahnstrecke zwischen Neuhof und Werder (Landkreis Teltow-Fläming) wäre am Montag, den 3.Mai 2021 von einem Jagdpächter ein toter Wolf entdeckt worden. Bisherige Untersuchungen würden zeigen, dass das geschützte Tier an einer Schussverletzung verendet sei, teilte die Polizeidirektion West mit. Zuvor wurde bereits am 07. März 2021 ein erschossener Wolfswelpe im Dahme-Spreewald-Gebiet gefunden. Am 1. April 2021 wurde ebenfalls ein Jungtier im Oder-Spree-Kreis illegal getötet aufgefunden.

Wolfsschutz-Deutschland e. V. stellt erneut Strafanzeige in allen drei Fällen über unseren Anwalt um Akteneinsicht erlangen zu können.  Auf EU- und Bundesebene stehen Wölfe strengem Schutz. In Deutschland sind die Paragrafen 69 und 71 des Bundesnaturschutzgesetzes maßgeblich. Nach Paragraf 69 sowie Paragraf 71 können bis zu 50.000 Euro Bußgeld bei und bis fünf jahre Haft verhängt werden.

Quelle: https://www.dbb-wolf.de/totfunde/aktuelle-ereignisse

Gute Nachricht der Woche: Polizei begleitet Wolf sicher von der Autobahn herunter

Wolfsschutz-Deutschland e. V. dankt Polizei und Zoll ganz herzlich für vorbildliches und empathisches Verhalten. In den Genuss einer Polizeieskorte kam am Samstag nämlich ein Wolf nahe der polnischen Grenze in Brandenburg. Zur Zeit befinden sich die Jungwölfe mitten in der Haupwandersaison, um sich ein eigenes Revier suchen, während sich ihre Eltern wieder paaren. Weil die ein bis zwei Jahre alten Jungtiere noch sehr unerfahren sind, können sie oft in für sie brenzlige Situatonen geraten. Diesen Tweet von der Polizei, wollen wir hier gerne veröffentlichen.

„Sicheres Geleit für Isegrimm” twitterte die Berliner Bundespolizei. Ein Wolf verirrte sich wohl bei Groß Bademeusel (ein Ortsteil der Stadt Forst um brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße) auf der A15. Mit Unterstützung der Kollegen vom Zoll gaben Polizisten aus Forst dem Wolf sicheres Geleit und sicherten die Strecke ab. Wenig später habe der Wolf dann wieder in den Wald zurück gefunden, heißt es weiter in dem Tweet.

Wir stellen hier auch noch gerne einen Artikel über wandernde Jungwölfe, von der Initiative „Menschen für Wölfe“ zur Verfügung. Bitte ein solches Jungtier nie eigenständig mit dem Auto verfolgen, sondern stehen bleiben und das Warnblinklicht anmachen und die anderen Autofahrer *innen auf die Gefahr aufmerksam machen. Hier geht es zum Artikel: https://www.menschen-fuer-woelfe.com/post/vorsicht-beim-autofahren-jungw%C3%B6lfe-sind-jetzt-auf-wanderschaft

 

Baden-Württemberg wird Wolfsland – Durchzügler bei Beuron nachgewiesen

Beispielbild

Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA) hat über ein am 11. Mai 2019 von einer Fotofalle bei Beuron (Landkreis Sigmaringen) aufgenommenes Bild informiert, schreibt das Umweltministerium in Baden-Württemberg gestern.  Die Fachleute der FVA würden das Bild als eindeutigen Nachweis für einen Wolf beurteilen.

Woher das Tier stammt und wo es sich derzeit aufhält, ließe sich nicht sagen, schreibt das Umweltministerium weiter. Zur Zeit ist die Jungwolfwandersaison noch immer im Gange. Es kann sich also auch um ein durchwanderndes Jungtier handeln, das auf der Suche nach einem neuen Revier ist. Wir von Wolfsschutz Deutschland fordern gerade wegen diesen durchwandernden Jungwölfen, die natürlich zu ungeschützten Weidetieren nicht „nein“ sagen, dass das gesamte Bundesgebiet  in die Förderkulisse aufgenommen wird und jeder Weidetierhalter sowohl Herdenschutzmaßnahmen wie Zäune und Herdenschutzhunde, als auch Entschädigung zu 100 % bezahlt bekommt, wie es die EU Anfangs des Jahres bekannt gegeben hat.

Umweltministerium knickt vor Agrarministerium ein

Nach einer Meldung im Spiegel von gestern will Umweltministerin Schulze bundesweit aber anscheinend das genaue Gegenteil. Sie folgt damit dem Beispiel des hoch umstrittenen Niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies. So soll künftig bei Weidetierrissen einfach in ansässige Rudel hineingeschossen werden dürfen. Und zwar so lange, bis die Risse aufhören. Von Herdenschutz ist keine Rede mehr. Das ist eine direkte Rückkehr zu mittelalterlichen kriminalistischen Methoden.

Der Landkreis Sigmaringen liegt außerhalb der sogenannten „Förderkulisse Wolfsprävention“ im Nordschwarzwald, wo seit rund eineinhalb Jahren Wolfsnachweise bekannt sind. https://um.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-um/intern/Dateien/Dokumente/3_Umwelt/Naturschutz/Biologische_Vielfalt/180525_Erlass_Praeventionsmassnahmen_Wolf.pdf

Das Umweltministerium hat die Nutztierhalterverbände und die FVA die örtlichen Wildtierbeauftragten über den Sachverhalt informiert und um vermehrte Aufmerksamkeit bezüglich weiterer Beobachtungen gebeten.

Zäune können ausgeliehen werden

Bei noch unzureichendem Herdenschutz können kurzfristig über die FVA die vom Umweltministerium bereitgestellten Notfall-Zaunsets bzw. Flatterband mit Stangen für 1,2 m Höhe ausgeliehen werden (Tel.: 0761 4018-274).

In Baden-Württemberg lebt bislang ein bestätigter Einzelwolf. https://www.dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen/territorien/zusammenfassung?Bundesland=&Jahr=2018

 

Zum Weiterlesen:

Werner Hildinger, Forstrevierleiter in Sprollenhaus, hielt ein flammendes Plädoyer für den Naturschutz auf dem Sommerberg.

Auch zum Thema Wolf vertrat Hildinger eine klare Meinung: „Er ist ein wichtiges Glied in der Nahrungskette.“ Zudem habe er eine „sanitäre Wirkung auf Schalenwild“, denn er selektiere kranke Tiere heraus. Außerdem habe der Wolf eine wichtige Funktion auch für andere Arten. So lebe der Kolkrabe beispielsweise von den Rissen des Wolfs. Deshalb solle man bei dem Thema weniger Öl ins Feuer gießen. „Jeder normale Wolf wird ungeschützte Schafe weiter reißen“, sagte er und forderte, die Tiere ordentlich zu schützen. Dies sei auch die Verantwortung des Halters.
In jedem Jahr, so argumentierte er, würden in Bayern 50 000 Schafe als „Kollateralschaden“ sterben – durch Würmer, falsche Haltung oder zu wenig Futter. Dagegen stünden 50 durch den Wolf. Natürlich sei der Wolf kein Kuscheltier, aber „das gefährlichste Tier ist der Mensch“ https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.bad-wildbad-das-gefaehrlichste-tier-ist-der-mensch.2db5ec96-304d-4845-9e20-54e085c592b8.html?fbclid=IwAR2Atxfbyb909mcY-evz2f31UKkvFA6mYa9C9zUjH7fwBytI-Gumnil3bFI

 

In Memoriam Kurti

IN MEMORIAM

Heute vor zwei Jahren am 27.April 2016 wurde Kurti, oder entpersonifiziert einfach als MT6 bezeichnet, brutal ermordet.

Die Menschen sagten der Jungwolf kam Ihnen zu Nahe – doch war es eher so, das Sie alles erdenklich Böse nutzen, und Ihm und kurz darauf auch seiner Schwester würdelos das Leben nahmen. Das Märchen vom bösen Wolf wurde nach 200 Jahren frisch illustriert und mit Niedertracht und Lügen neu aufgelegt.

Er war nicht nur ein Tier. Er war ein Botschafter der Natur – Gesandter von Mutter Erde.

Hier seine Geschichte und das Versprechen von Wolfsschutz-Deutschland hinter jedem Wolf in Deutschland mit aller Kraft zu stehen. Immer und zu jeder Zeit!

Laßt uns die Geschichte neu schreiben und diese wundervolle Spezies dem Menschen von Heute näher bringen und in die Herzen tragen. Denn er ist gekommen um zu bleiben. Genau hier an unserer Seite als Bruder und Freund.

Kurti ist nicht umsonst gestorben dafür werden wir Sorge tragen.

Auf Bald mein zutraulicher Freund,
auf den ewigen Wiesen.

Näheres zu diesem ungeheuerlichen Fall finden Sie hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/fall-kurti/

Korinna Fiel, Mitglied von Wolfsschutz Deutschland, i. G.