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Offener Brief an Report München: Herr Hagmann, warum schießen Sie sich auf Wölfe ein?

Offener Brief an den Bayerischen Rundfunk, Redaktion Report München

Z. Hd. Herrn Hagmann

Lieber Herr Hagmann,

leider bestätigte sich genau das in dem gestrigen Beitrag in der Sendung Report München in der ARD, was ich im telefonischen Vorgespräch in der vergangenen Woche bereits vermutete. Genau deswegen habe ich Ihnen das Interview zu diesem Beitrag verweigert. Ein preisgekrönter Journalist produziert einen derartig einseitigen Beitrag? Dabei müssen Sie Ihr Handwerk doch eigentlich von der Pike auf gelernt haben. Unfähigkeit kann es also wohl kaum sein. Was bleibt dann noch? Haben Sie gesagt bekommen, was Sie mit welchen Inhalten zu produzieren haben? Falls sich dies bewahrheiten sollte, wäre dies nun wirklich einmal ein Grund zum Untergang des Abendlandes.  Dabei habe ich Ihnen ja auch noch zahlreiche Links wie den zur Rissstatistik und weitere Links sowie ein Statement per Mail gesendet. 

Außerdem stellen Sie es in ihrem Bericht so dar, dass der Eindruck erweckt wird, dass lediglich anfangs eine Mehrheit den Wolf zurück in Deutschland begrüßt hätte. In Wirklichkeit will noch immer die Mehrheit in Deutschland den Wolf, selbst wenn es zu Problemen kommt. Dies bestätigen repräsentative Umfragen. Warum haben Sie dies herausgelassen? Warum verschweigen Sie, dass die meisten Schafe in Sachsen eben nicht als Streicheltiere gehalten werden, sondern geschlachtet werden. Warum verschweigen Sie, dass laut Rissliste in nur knapp über die Hälfte der Wolf Verursacher ist? 

132 Meldungen von getöteten/verletzten/vermissten Nutztieren im Freistaat Sachsen in 2018. In 83 Fällen wurde der Wolf als Verursacher festgestellt bzw. konnte nicht ausgeschlossen werden. Siehe https://www.wolf-sachsen.de/de/wolfsmanagement-in-sn/nutztierschaeden-alt/schadensstatistik 

Warum verschweigen Sie, dass der Anteil des Wolfs am Rissgeschehen in Wirklichkeit seit Jahren zurückgeht? Siehe: https://wolfsschutz-deutschland.de/2019/01/03/kloeckner-und-schulze-wollen-ueber-abschuss-von-woelfen-reden-obwohl-der-anteil-von-wolfsrissen-insgesamt-sinkt/  Warum berichten Sie nicht über die tierschutzrechtlich problematische Anpflockung von Schafen, die in Sachsen noch immer praktiziert wird?

Unsere Zaunkontrolle bei der Kita: Warum sagen Sie nicht, dass der Wolf in der Rissliste gar nicht bestätigt wurde, sondern das Ergebnis lautete: „Wolf nicht auszuschließen“. Wolf nicht auszuschließen ist nicht gleich sicher Wolf. Zieht man die Ergebnisse in der Rissstatistik ab, in denen der „Wolf nicht auszuschließen“ war,  beträgt der Wolfsanteil an den 132 Fällen in 2018 nicht einmal mehr ein Drittel. Dies alles hatte ich Ihnen auch zur Antwort auf Ihre schriftliche Anfrage geschrieben. https://wolfsschutz-deutschland.de/…/faktencheck…/ – Die Kitaleitung wurde in der SZ folgendermaßen zitiert: „Wir wollen uns nicht vor dem Wolf schützen müssen“ – Ein solches Statement zieht schon die Frage nach sich, ob die Ziegen nicht absichtlich einen Wolf anlocken sollten, um den Abschuss zu fordern. Ein Elektrozaun um das innere Gehege hätte nur nachts aktiviert werden müssen. Wären die Ziegen ins Stallgebäude gebracht worden, hätte man keinen Zaun gebraucht. Warum wurden Sie nicht nachts in den Stall gestellt? Warum wurde die zweite Ziege, nachdem die erste Ziege gerissen worden ist, nicht nachts in den Stall gestellt, sondern eine ganze weitere Woche lang nachts alleine draußen gelassen? Dass sich dies nicht nur wir, sondern andere Menschen auch gefragt haben, ist doch verständlich. Dass so viele Menschen den Kindergarten angeschrieben haben, bestätigt dass die meisten Menschen den Wolf willkommen heißen. Warum verschweigen Sie, dass Deutschland EU-Verträge unterschrieben hat, die den Wolf unter den höchsten Schutzstatus stellen und das Abschüsse verboten sind? Warum verschweigen Sie, dass nach Expertenmeinungen leicht dreitausend bis viertausend Wölfe in Deutschland Platz haben? Warum verschweigen Sie, dass eine Vermehrung der Wölfe gewollt ist? 

Warum sagt der Moderator zum Abschluss, dass man wohl um den Abschuss der Wölfe nicht herumkommen wird? Hält sich Deutschland nicht an die EU-Bestimmungen, wird wie im Fall von Schweden, ein Verfahren auf Deutschland zukommen. Zahlen müsste der Steuerzahler. Dazu äußert sich auch Umweltministerin Schulze und deren Sprecherin bei Topagrar heute so: https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/schulze-gegen-weitergehende-massnahmen-zur-erleichterten-wolfsentnahme-10143954.html?fbclid=IwAR2hQG-BTyFqI2Y8F30zz5iNpqnFh3JoyWNKTb2PoqwyOeHxsPtz6BtwIG0  

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat sich gegen weitergehende Maßnahmen zur erleichterten Entnahme von Wölfen ausgesprochen. Wie eine Sprecherin des Umweltressorts betonte, gibt es bereits genügend „nützliche und effektive Maßnahmen“. Sie verwies in dem Zusammenhang auf den Bau von Elektrozäunen, aber auch auf den gezielten Abschuss von auffälligen Wölfen, der bereits nach derzeitiger Gesetzeslage möglich sei. Die Sprecherin erinnerte außerdem an ein vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) anhängiges Verfahren gegen Finnland zur dortigen Wolfsjagd zur Bestandsregulierung, dessen Urteil in diesem Frühjahr erwartet werde.

Wieso stellen Sie die Tatsachenbehauptung auf, unser Verein hätte nach der Ablehnung unseres Angebotes neue Ziegen und wolfssichere Zäune zu spenden, beleidigt reagiert? Wir haben weder geschrieben, dass wir beleidigt wären noch haben unsere Mitglieder und auch nicht ich selbst, derartiges gesagt. Vielmehr wirft eine derartige Absage doch vielmehr berechtigte weitere Fragen auf, die wir uns daraufhin gestellt haben. Vor allem, wenn Landrat Lange, die Kreisregierungsspecherin sowie die Kita-Leitung in diversen Lokalzeitungsberichten Wolfsabschüsse in Aussicht stellen. Siehe auch https://wolfsschutz-deutschland.de/2018/09/22/faktencheck-sachsen-schiessbefehl-auf-uhsmannsdorfer-wolf-ist-nicht-legal/

Zum gleichen Schluss ist wohl auch die EU gekommen. Denn es muss ja einen Grund haben, warum CDU-Politiker Bienst im Beitrag erzählt, dass „man“ wegen Abschusswünschen der Wölfe im Landkreis Rothenburg, in dem auch die Kita Uhsmannsdorf liegt, keinen Erfolg gehabt hatte.

Schon während des Telefonates in der vergangenen Woche habe ich Sie mehrmals daran erinnert, dass Sie eine Verantwortung dem Zuschauer gegenüber haben und Sie an Ihre journalistische Ethik erinnert. Schade, dass Ihnen diese nicht wichtig zu sein scheint. Herr Hagmann, warum scheinen Sie derart faktenresistent und schießen sich auf Wölfe ein?

Mit den besten Grüßen

Brigitte Sommer

Vorsitzende Wolfsschutz Deutschland e. V. 

 

Hier der Report-Beitrag von gestern: https://www.youtube.com/watch?v=eL4rBvzptOM&fbclid=IwAR1HK22IpIZtvPyqPcOW37Sz5aEOh6iyltABczwJji465WDmXPLv-5shtz4

 

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42 Gedanken zu „Offener Brief an Report München: Herr Hagmann, warum schießen Sie sich auf Wölfe ein?

  1. Vielen Dank für Ihre segensreiche Arbeit für das Lebensrecht von Wölfen!
    Bei all dem Hass, den viele Jäger und Landwirte dieser geschützten Tierart, ihrem „Beutekonkurrenten“ entgegenbringen, sollten wir in die Diskussion um (nicht existierende) Überbestände einbringen, daß das einzig ethisch akzeptable Mittel zu Bestandskontrollen die Sterilisation bzw. Kastration wäre. Tierschützer in aller Welt tun aus eigenen Mitteln ihr Bestes, um durch „catch, neuter, release“ Programme Populationen von Streunern einzudämmen, um damit weiteres Tierleid und brutale Tötungen zu verhindern. Es ist inakzeptabel, daß in der reichen Bundesrepublik jeder Tierfeind aus Bauern- und Jägerschaft inklusive Ministerin Klöckner ungestraft Abschüsse fordern darf statt Kastrationen. Dies ist Aufruf zum Mord und entspricht der seit Jahren übliche deutsche Klientelpolitik pro Hobby-Jagd, die mit dem Staatsziel Tierschutz nicht vereinbar ist!

    1. In Deutschland ist nicht einmal die sichere Erhaltungsgröße von Wölfen erreicht. Von Kastrationsmaßnahmen zur Bestandsregulierung kann also gar keine Rede sein. Der Bestand an Wölfen reguliert sich durch die Anzahl an Beutetieren selber.

    2. Wenn die Zeit gekommen ist, wäre die Kastration eventuell eine Möglichkeit. Vorerst sollten aber die Möglichkeiten der Vergrämung genutzt werden. Leider ist nur noch die Rede von Leben oder Tod der Wölfe. Wir müssen der Natur eine Chance geben und die schießwütigen Menschen in die Schranken weisen!

  2. Entnahme von auffälligen Wölfen? Mit diesem Argument könnte man vermutlich die Hälfte der Menschheit „entnehmen“. Oder liege ich da zu niedrig 🙂

    1. Herr P.L., ich denke, die Anzahl kommt sicherlich hin. Wenn wir dann aber zuerst bei den unfähigen und lobbyistischen Politikern anfangen, dann hätten wir zumindest schon einmal diejenigen weg, die Unfrieden und Krieg infolge Gier nach Macht, Geld und Einfluss anzetteln und den Rest der Menschheit in`s Verderben ziehen, während sie selbst in gesicherter Entfernung das Schauspiel beobachten!

    2. Gefällt mir *lol*
      Es ist so peinlich, wie Behörden und Jäger und besorgte Kitamütter, Landwirte und sonstig Verängstigte auf die Rückkehr eines Stückes Natur reagieren. Peinlich, weil man in anderen Ländern mit Raubtieren ganz anderen Kalibers bestens zurecht kommt. Auch mit anderen Stückzahlen. Da kriegt der Grizzly, der wirklich gefährlich ist, eins auf den Pelz gebrannt und zwar mit einem Gummigeschoss. Aber dort kommt auch keiner auf die dämliche Idee, nachts Nutztiere anzupflocken, so wie ein Angler seine Köderfische.
      Wenn aus Dummheit oder Geiz in kritischen Lagen keine Schutzmassnahmen zur Vergrämung eingesetzt werden, kann man sich doch nur wundern. Im Autoverkehr schnallen wir uns doch auch an und da sterben tasächlich Menschen und garnichtmal so wenige.
      Aber das sind genau die Experten, die sich beklagen, dass ihnen der Waschbär zum x-ten mal den Dachkasten ruiniert und die Wildschweine die Frühblüherzwiebel aus dem Vorgarten niedermachen, samt Zaun. Das Problem ist wiedermal der Mensch, womit wir bei Ihrer Frage wären, wen wir hier „entnehmen“ sollen und wie viel. Glaube nicht, dass die Hälfte reicht, aber ich wohne auch in einer grossen Stadt.
      In deren Provinz sorgt der Wolf für viel Spektakel. Aber die Landwirte sind ja am Dauerjammern. Mal zu heiss, mal zu nass, mal stört der Wolf die schöne Intensivtierhaltung. Dass man vielleicht das falsch Programm fährt, darauf kommen die nie und dabei haben die heute alle studiert. Zumindest wie man an Landes- und EU-Fördermittel kommt, das wissen die ganz genau.
      Und jetzt hacken Sie bitte nicht weiter auf dem armen Monitormoderator rum, der ist seinem Chef verpflichtet und der seinem Intendanten und dieser dem Rundfunkrat und die ihren Jagdfreunden…

    3. Viel zu niedrig. Der Mensch, der sich das Lammkotelett bestellt oder das Kalbssteak oder die feine Pute ist angesehen und gern gesehener Gast.
      Und Hund und Katze bekommen ja auch Fleisch, soviel sie wollen.
      Wovon sollen sich eigentlich Wildtiere ernähren? Darf der Vogel keinen Wurm mehr fressen, der Fisch keinen anderen Fisch, der Fuchs kein Kaninchen?
      Der Mensch ist wirklich auffällig krank. Man nennt die bisher unheilbare Krankheit Kapitalistenseuche.

    4. Exakt!, wahrscheinlich noch zu wenig. Allein schon das Wort „entnehmen“… warum versuchen immer wieder -vor allem Politiker uns mit „schön Reden“ und netten Umschreibungen für dumm zu verkaufen?
      Entnehmen bedeutet töten und im schlimmsten Fall noch anschiessen und damit quälen. Nennt doch die Tatsachen und nicht dieses dumme Gesäusel. Es ist die Sprache der Jäger, die auch alles schön reden in ihrem Slang und mit Verlogenheit ihr quälerisches und mörderisches Hobby legitimieren wollen.
      Ich kann es nicht mehr ertragen….. in einem Land voller dummer, populistischer Politiker zu leben.

  3. Ich habe leider den Report nicht gesehen. Die Auseinandersetzung damit durch Brigitte Sommer erscheint mir aber sehr sachlich und fundiert. Danke!

  4. Der seriöse Journalist Herr Hagmann, in der Sendung Report aus München! Ja wer sitzt denn im Aufsichtrat die CSU. Getreu ihrem Klientel, der Jäger welche meist Massentierhalter oder Mitglieder der CSU sind und der sogenannten Kleinbauern Nutztierhalter, darf er doch nichts anderes sagen! Es wundert einen schon, dass die Luchse sich kaum vermehren. Wegen der Wolfs Hysterie, die schon krankhafte Züge annimmt, kann ich nur eines sagen, die CSU ja selbst Herr Söder, auf jeder Bauern Kärwa zugegen, da hört man sich das Gejammer der Jäger und Nutztierhalter gerne an. Das schlimme ist das Schicksal der Wölfe ist für diese Politiker in Bayern beschlossene Sache. Genau wie in den anderen Bundesländern. Der Wolf ist umgeben von Verrätern. Deswegen verstehe ich auch nicht, dass diese Wolfshasser selbst auf Petitionen nicht gesperrt werden. Gerade jetzt wo dunkle Wolken sich über die Wölfe zusammen ziehen. Der Wolf hat Freunde, die auch bereit sind für ihm zu kämpfen. Aber wieviel Aktivisten werden wir in den Städten sein? Und dann kommt der Spruch, ja wenn ihr am Land leben würdet. Das beste Argument was wir haben, zum einen schießen die Jäger das Wild dem Wolf weg! Zum anderen werden hier keine Schmusetiere gerissen sondern nur Nutztiere die als menschliche Nahrung dienen sollen. Warum reden alle beim Wolf immer vom Kehlenbiss selbst Jäger- dabei nennt der Jäger dies Drossel.

  5. Ein absolut einseitiger Bericht in Report – und auch noch von einem Sender, der sich doch angeblich auch die journalistische Ausgewogenheit auf die Fahnen geschrieben hat. Und dafür muss der Bürger auch noch eine Zwangsgebühr bezahlen… Dass die öffentlich-rechtlichen Sender in der Bundesrepublik noch neutral arbeiten, muss immer mehr in Frage gestellt werden. Die Beweise werden frei Haus geliefert.

  6. warum wird überhaupt von Bestandsregulierung gesprochen, lassen wir die Wölfe in Ruhe, denn sie werden sich nur so vermehren wie genügend Beutetiere da sind. Leider habe auch ich den Report nicht gesehen, der offene Brief von Brigitte Sommer ist sehr gut und sachlich, vielleicht erkennt Herr Hagmann, dass seine Ausführungen schlichtweg Verleumdungen gegen den Wolf beinhalten und hoffentlich haben dies vor allem die Zuschauer erkannt.

  7. Die Politiker sind für sachliche Fakten nicht zugänglich. In dem Bericht Report München gibt es eine Stelle die besagt dass sie dies in den Wahlkampf aufgenommen haben weil die AfD sonst davon zieht.
    So ist die hie mit öffentlich zugegebene Moral von der CDU (CSU), Stimmungsmache auf Kosten der Wolfes, Unterschlagung und absichtlichen Verdrehung von Tatsachen und Informationen, trotz statistischer Gegenbeweise.

    Mal Umgekehrt!?
    Was würden die denn sagen, wenn die Linkspartei folgendes vorschlägt / fordern würde. Vielleicht kommt das ja noch denn in Frankreich gibt es ja auch schon die Gelbwesten (CDU = CUMEX)
    “ Immer wieder muss jur. festgestellt werden, dass ausgerechnet vermehrt katholische CDU Parteimitglieder die auch Firmeninhaber sind massiv Steuergelder hinterziehen. Über dann verhängte Strafen mit Rechtsanwalt auf der Jagd (illegaler Abschuss von Wölfen) beim Saufen noch darüber lachen.
    Wir von der Linkspartei fordern deshalb, dass diese subversiven Leistungserschleicher (Sozialschmarotzer) und Betrüger zur Vergrämung ihrer anderen abartigen Artgenossen für 24h an öffentliche Pranger zur Schau gestellt werden. Schließlich haben wir in Deutschland die größte Schieflage zur Altersarmut und auch zum Natur- und Umweltschutz nur durch diese antichristlichen Verdrehungskünstler aus dem Abendland.
    Tut mir leid aber die Wut musst raus nach diesen Wolfs verachtenden Machwerk der GEZ unabhängigen Berichterstattung der neoliberalen Kräften bedienenden deutschen Staatsfernsehen.

  8. Danke, Brigitte Sommer, für den Brief. Ich muss ehrlich gestehen, dass es mich beim Report MÜNCHEN überrascht hätte, wenn die Berichterstattung bei diesem Thema ausgeglichen gewesen wäre. Deshalb habe ich die Sendung konzentriert verfolgt. Die unmissverständlich klar einseitige Darstellung war allerdings erschreckend und reine Stimmungsmache. (Das tröstet: schlecht gemachter Versuch!).
    Die ständigen Klarstellungen durch den Wolfsschutz sind unglaublich wichtig f. d. Aufklärung in unserem Land. Im Report hat in meinen Augen einzig Frau Hertweck vernünftige und reflktierte Kommentare abgegeben, die überhaupt keinen Widerspruch zwischen Wolf und Kulturland sieht sondern vom Miteinander spricht und das, obwohl sie „selbst“ Betroffene ist und ich meine mich zu erinnern, dass vor allem die Zuständigen (für die Unterstützung von Weidetierhaltern beim Wolfsschutz) in dem Fall nicht „aus den Quark kamen/kommen ?)“ und ihren Ankündigungen und Versprechungen keine Taten folgen ließen/lassen? …, oder war das ein anderer Fall? oder ist das gang und gäbe ?

  9. Wieder ein Reporter, der aus den CSU/CDU Politiker (Kommunen) Kreisen kommt und so eine einseitige und beschämende Reportage bringt. Es scheint, als sind die alle von allen guten Geistern verlassen – oder von allen bösen gesteuert? Hier vermisst man jegliche Verantwortung gegenüber den Bürgern, denn der Wolf wird verteufelt und somit Angst, Schrecken und Unsicherheit verbreitet. Außerdem sind es nicht nur einseitige, sondern auch total unfaire Berichte über den großen Beute Greifer, der unser Öko System Fauna vervollständigt und durch seine Anwesenheit unvorstellbar nützlich in der Natur ist, weil sie durch ihn in der Lage ist, sich zu regenerieren. Für Menschen hat der Wolf niemals eine Gefahr dargestellt und wenn man es nur will, dann kann man gut mit ihm leben! Wenn ich solche einseitigen, vorwiegend negativen Berichte lese oder höre, dann bin ich mir sicher, dass genau diese Reporter/innen weder eine moralische, noch intellektuelle Reife erlangt haben, um die Primitivität ihres Handelns zu erkennen. Alle Vorteile, die der Wolf mit sich bringt, werden bewusst verschwiegen und das ist erkennbar für Jedermann ganz klar gesteuert. Ich empfinde die Tatsache immer als traurig und beklemmend, dass es Menschen mit solch einem geistigen Niveau gibt, die sich ungehindert in der Öffentlichkeit gegen den Wolf austoben und sich damit profilieren wollen. Nicht selten wird mit Halbwahrheiten gegen den großen Beute Greifer aufgestachelt und eigenartigerweise finden sich immer genug Dumme, die mit machen! Aufgrund dieses offenbarten Niveaus komme ich zu der Überzeugung, dass solche Menschen, unabhängig von Amt und Beruf verantwortungslos handeln und deshalb nicht tragbar sind!

  10. In Bayern wird der Artenschutz schon seit langem mit Füßen getreten – nicht nur seit dem völlig inakzeptablen Abschuss des Bären Bruno, nicht nur durch die zahlreichen nicht weiter nachverfolgten illegalen Luchsabschüsse; Tiere, die niemanden etwas zuleide getan haben – natürlich alles unter der Ägide der CSU und dem verbandeltem Filz in den bayrischen Medien. Kreuzottern werden ohne weitere Untersuchungen am laufenden Band erschlagen. Die bayrische Kurzohrmaus- ein absoluter Endemit – hat man ganz gezielt und rechtswidrig durch den Bau eines Krankenhauses in Garmisch-Partenkirchen ganz geziel und bewußt ausgerottet. Nur durch einen großen Zufall wurde eine kleine Population in Tirol entdeckt. Ein Wiederansiedlungsprogramm in Bayern ? Von wegen ! Dann lieber Uralten Baumbestand abholzen lassen. Daß ist die CSU.

    1. Nicht nur die CSU auch die Freien Wähler, die nichts anderes sind als die CSU. Herr Söder hat nicht nur einen Termin in Veitshöchheim, das eine ist der Fasching! Aber natürlich steht auf seiner Agenda als Ehrengast bei den Hornblässern, eine sogenannte elitäre Jägertruppe, einen Abstecher zu machen. Letztes Jahr hat er auf der Abballer Lichtung eine Esskastanie gepflanzt. Ich denke das kostete viele Luchse das Leben. Bei Bruno war ich mit Kinderwagen auf der Demo. Wir dachten er wäre sicher. Aber Schnappauf ließ ihn ermorden. Die Angst um die Wölfe in Bayern ist berechtigt. Denn alle Jahre gibt es in Grafemwöhr die grosse Pirsch. Da sieht man 80 auserwählte alte Deppen das Who is Who aus Wirtschaft und der CSU. Die töten einen ganzen Tag alles. Auch wird sich im Knoblauchsland nicht an die Jagdstrecke der 150 Füchse gehalten. Da ballert jeder was geht. Aber was den Biologen vom BUND und mich freute, die hatten dann eine Ratten und Mäuse Plage. Die Ernte wurde vernichtet. Statt das man den Fuchs leben lässt. Oder die Jagdstrecke kontrollieren würde. Bayern ist schon immer das Land der CSU und ihrem Klientel. Das TV Programm ist gesteuert und die ganzen Medien. Die Süddeutsche geht noch.

  11. Das sehe ich genauso!
    In Bayern (Franken) herrscht z.B. die Mentalität, dass Biber die in Bächen auf nicht staatlichen Gebieten fließen hausen, ohne echten Notstand vom Eigentümer einfach so ab geballert werden (dürfen?), da kann auch der Natur- Tierschutzbeauftragte dann nichts dagegen machen, erfuhr ich als die Biber dann urplötzlich verschwunden waren. Aber dort ein schöner Naturlehrpfad für Kinder existiert.
    Die Leute hier finden das absolut OK! Ein echte CSU Hochburg. Ich vermute wegen > 90% katholisch.
    Zurück zum Thema:
    Nicht auszudenken was die mit die mit dem Wolf machen wenn der hier mal erscheint.
    Ich habe bereits nichts gutes gehört… übrigens von Nichtjägern.
    Es ist eine Schande wie Menschen nur so erbärmlich CSU Lump- und Vetternwirtschaft agieren können.
    Bayern könnten man zumindest beim Tier- Verbraucherschutz und Demokratieverständnis durchaus mit der alten (totalitären) DDR vergleichen.

  12. Nur ein Verdacht? Aber einer mit Hebelwirkung!
    Es wäre ja auch möglich, nein wahrscheinlich das gerade der Wolf auf gesundes Wild angewiesen ist, dieses aber auf den Freiflächen (meist bewirtschaftete Felder) leider durch den vom CSU Politiker Christian Schmidt bewilligten fragwürdigen Einsatz von Glyphosat verarmten Feldern so wie Insekten durch Monokulturen was fehlt. Dies ist also unabhängig von der stark ansteigenden Gefahr an Krebs zu erkranken zu sehen. Das da ein Zusammenhang bestehen muss ist für mich klar.
    Ein Kastration des Wolfes würde mit Sicherheit das ganzes Verhalten der Tiere ändern (vergleich Kastration von Katzen und Hunden) Beim Wolf könnte das aber auch negativ sein, er könnte die Scheu zum Menschen weiter verlieren anstatt zu vergrößern.
    Eine vielleicht richtungsweisende Frage die noch keiner (von denen da…) gestellt hat.
    Wie machen es eigentlich die Länder in denen der Wolf existent ist und schon immer war?
    Die haben mehr Wald weniger Jäger!
    Also auf geht´s Glyphosat abschaffen, weniger Fleisch essen um Felder wieder aufzuforsten und nur noch Berufsjäger im Notfall das abschießen erlauben.
    Und wenn dass mit dem Thema Wolf aus parteipolitischer Engstirnigkeit nicht so klappt dann eben aus Klimaschutz. Dann müssen sogar die Grünen mitmachen.

  13. Auch ich habe in Report München die Reportage über Wölfe gesehen und fand sie äußerst tendenziös. Eine ausgewogene, objektive Berichterstattung sieht anders aus. Schade, Herr Hagmann hat eine Chance vertan. Danke Frau Sommer, dass Sie dennoch sachlich geblieben sind in Ihrem Brief. Herzlich danken möchte ich Ihnen und Ihren Mitstreitern auch für alles, was Sie für den Wolf tun.
    Brigitte Bräuninger

  14. Leider habe ich den Beitrag im Fernsehen nicht gesehen, aber das, was ich hier gelesen habe, verstößt wirklich gegen jede journalistische Ethik!!! 🙁

  15. Mit großem Interesse habe ich den Brief an Herrn Hagmann gelesen und bin einmal mehr vollinhaltlich mit den darin getroffenen Worten und den beschriebenen Sachverhalten einverstanden.
    Brigitte Sommer hat in ihrem Brief mit klaren, sachlichen Worten zum Ausdruck gebracht, was ich persönlich ebenso denke. Ich möchte hier explizit nur von meiner Wahrnehmung und meiner Meinung sprechen, viele andere Wolfsfreunde und Vereinsmitglieder mögen dies aber vermutlich ebenso sehen…
    Mein Dank gilt also Dir, liebe Brigitte. Dafür, dass du einmal mehr die richtigen Worte an der richtigen Stelle gefunden hast! Mit besten Grüßen Uwe A. Pringsauf

  16. Die sog. Jäger sehen im Wolf einen „Konkurrenten!“Da soll wieder geballert werden was das Zeug hält.Bis hin zur Fast-Ausrottung(siehe z.B. Feldhase).
    Nach dem Motto: zuerst einen Popanz aufbauen u.dann klappt ja das Übrige!
    Ich persönlich bin nach wie vor der Meinung,dass wir die sog.Hobbyjagd in Europa nicht brauchen, d.h. sie müsste umgehend verboten werden.Dafür sollten wenige aber kompetente sog. Ranger vom Staat angestellt werden.
    Was mich vor kurzem entsetzt hat ,war die Tatsache, dass es in Südafrika ca. 120 Löwenfarmen gibt! D.h. Löwen werden gezüchtet um abgeschossen zu werden.
    Dafür zahlen sog. Jäger aus aller Herren Länder viel Geld, um einen fast zahmen Löwen im Abstand von 10 Metern abknallen zu können. Wie pervers und grausam.
    Bitte in der Mediathek ARD oder ZDF suchen.
    Wo bleibt das Veto der Politiker aus den Ländern und der EU?
    Wo der Aufschrei der Kirchen(Tiere sind ja Geschöpfe Gottes und m.E. sollte der Mensch Beschützer der Tiere sein).
    Nun genug.
    Aber ich könnte, wie jeder andere Tierfreund, noch weiter schreiben.
    Vielleicht gibt’s mal eine Gerechtigkeit.

    1. Anhängsel zum Brief von Harald Bogner: Was die Löwen in Südafrika betrifft, hier in meiner unmittelbaren Umgebung an der niederländischen Grenze werden Fasanen in freier Wildbahn gibt es kaum noch welche – in Gattern gehalten und dann kurz vor sogenannten Treibjagden frei gelassen. Es kommt dabei vor, dass sie gar nicht weglaufen, sondern den Schützen entgegen rennen… Wird übrigens Jagd genannt. Und wenn die Jäger selbst echte Kerle wären mit Rückgrat, würden sie sich dagegen wehren, bzw. zu solchen perversen Treibjagden eine Einladung ablehnen. Dass dem nicht so ist, sagt alles.

  17. So tendenziös, wie vermutet, wirkt der kurze Beitrag nicht, zumindest bis zur vollkommen unnützen Abmoderation.
    Warum genau kann dieser Bürgermeister seine naturzugewandte Kita mitten im Dorf nicht schützen?
    Der muss Brüssel bemühen, um einen raubtiersicheren Zaun zu bauen? Hat der schon mal mit seinem Kämmerer gesprochen?
    Hat er auch kein Geld, den Kitatanten eine Basis-Weiterbildung zu geben, was man eigentlich machen muss, wenn man sich Nutztiere hält und sei es auch nur zum Streicheln?
    Warum sollte dafür der Wolfsverein aufkommen?
    Die dem Wolf zugewandte Angestellte des Naturparks scheint ja auch umzudenken und musste leidvoll erfahren (vor allem ihre Schafe), dass es ein weiter so sorglos wie bisher nicht gibt.
    In Zeiten des Internets kann man sich ja mal schlau machen, wie man dort die Herdetiere schützt, wo der Wolf tatsächlich in der Natur vorkommt und ganze Rudel auf die Jagd gehen. Das funktioniert schon, man muss eben umdenken. Das sagt sie ja auch selber. Bisschen spät, aber das wird schon.
    Der Wolf lernt offenbar schneller, aber das führende Raubtier sind doch wohl immernoch wir Zweibeiner, oder? Was uns von dem attraktiven Killer unterscheidet ist, dass wir vernunftbegabt sind. Kann man ja mal wieder ausprobieren.
    In der grossen Stadt gehen wir mit unseren Kindern zur Verkehrserziehung und üben Fahrradfahren und Schulweg, weil das total gefährlich ist und da sterben Menschen.
    Also bitte mal die Kirche im Dorf lassen, wegen der angeblichen „Problemlage“ um den Wolf.
    Als nächstes stehen die Angler vor der AfD-Tür und dann gehts den Hechten an den Kragen.

  18. Wir, Freunde und Tierschützer, müssten letztlich den Schulterschluss suchen und regelmässig auf die Strassen gehen.
    In Frankreich gehen die Gelbeesten zwar wegen anderer Dinge auf die Strasse aber das zeigt Wirkung.
    Wie meine Vorgänger in den Kommentarspalten bereits berichten, sind z.B. viele sog. Jäger mit der Politik verbandelt oder sind selbst Jäger.
    Was treibt einen, wie den sog. Jäger, z.B. Füchse das ganze Jahr zu jagen, obwohl er weiss, dass im Fuchsbau die Welpen elendig verrecken.
    Erschreckend finde ich auch, dass auch immer mehr Frauen Gefallen an der Jagd finden.
    Nur noch unverständlich!
    M.E. haben sehr viele von Denen psychische Probleme.
    Vielleicht wäre für solche Personen ein regelmässiger Besuch in einem S/M Studio besser als einsam mit der Flinte auf dem Rücken den Wald „unsicher“ machen!

  19. Über den tendenziösen Beitrag in Report München habe ich mich sehr geärgert. Wieder einmal muss der Wolf für eine populistische Kampagne herhalten. Vielen Dank, liebe Frau Sommer, dass Sie Herrn Hagmann die richtigen Fragen dazu gestellt und den Bericht als einen Versuch systematischer Irreführung und Manipulation entlarvt haben. Leider sind sich viele Journalisten nicht zu schade, sich vor den Karren der Jäger- und Agrarlobby spannen zu lassen.

  20. Nicht der Wolf sorgt mit über 7 Mrd. für die Über“bevölkerung“ der Erde sondern der Mensch. Der immer weniger Raum für die sich normalerweise selbst regulierende Natur läßt und durch sein Eingreifen durch Jäger und sonstige selbsternannte Bestands- und Naturschützer dafür sorgt, dass die Natur aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Rot- und Schwarzwild wird gejagt weil diese die jungen Triebe von den Pflanzen und Bäumen fressen bzw den Waldboden aufwühlen???? Der Mensch rodet den Wald einfach mal eben um Kohle abzubauen???? Aber hoch lebe der Lobbyismus – oder wie ist das zu betrachten?

  21. Das Weihnachtsbild von Rotkäppchen und dem bösen Wolf hat mir gefallen.
    Wo wurde das aufgenommen, in der sächsischen Kita?

    Ansonsten bin ich froh, dass sich die Ministerin für Boden- und Grundwasserverseuchung nur für den Wolfsabschuss stark macht. Kastration – auch so eine Idee. Hoffentlich greift das nicht mal über auf die testosterongesteuerten Autobahnkrieger- und Kriegerinnen. Sonst wirds eng um die Reproduktion der eigenen Bevölkerung.
    Im übrigen habe ich wenig Verständnis für das Spielchen böse Jäger gegen gute Tierschützer.
    Ich kenne auch Jäger, die sehr verantwortungsvoll mit ihrer selbst gewählten Aufgabe umgehen und es gibt zahlreiche Problemgebiete, wo sie trotz aller streng geregelten Jagerei die Sache nicht in den Griff kriegen. Die selben Landwirte, die jetzt den Wolf verteufeln, jammern auch über Wildschäden auf ihren Feldern und sparen an intelligenten Weidezaunanlagen.
    Ausser Hollywood würde in USA niemand auf die Idee kommen, dem Phänomen weisser Hai mit Abschüssen zu begegnen und der killt und verstümmelt Menschen. Ich weiss jetzt nicht, ob die Amerikaner so viel schlauer und vernunftbegabter sind, als die Deutschen, aber die arrangieren sich. Die Surfer sind zufrieden, die lieben es ja gefährlich und der Hai ist auch zufrieden.

    Die Stimmung wird kippen, sobald der Wolf mal einen Menschen angreift und selbst das ist dann scheinheilig. Da muss man nur sehen, mit welchem Druck die Hundehalterlobby das Kötergesetz aufgeweicht hat. Jetzt darf wieder jede Glatze mit ihrer Kampftöle unangeleint durch den Park latschen und niemand wird die fragen, ob sie irgend einen Schein haben oder Steuern zahlen und die Gehwege vollscheissen. Und hier sind schon Kinder auf Schulhöfen und öffentlichen Spielplätzen angegriffen worden, obwohl die Rottweilerrüde Adolf doch sowas noch nie gemacht hat.
    Und – werden die abgeschafft oder gejagt? Oder deren Hunde? Nein, man wird sich in dem sächsischen Örtchen auch nicht um die Verkehrstoten der nahen Autobahn scheren, das ist ja normal. Der Wolf ist das Problem, ganz klar. Ach so und die Ausländer natürlich.

    Auf der anderen Seite offenbaren einige der Ansichten der Wolfsliebhaber eine erstaunliche Naivität.
    Das ist auch nicht gut. Wir sind uns doch einig, dass es sich hier um ein Raubtier handelt, oder? Können wir dann nicht versuchen, auf kluge und ruhige Art, wissenschaftlich begleitet, das Thema bei Landwirten und Bevölkerung zu etablieren?

    Die Kita-Tanten haben einen Fehler gemacht, obwohl das schon eine starke Nummer von Nicht-drüber-nachgedacht ist, aber kann passieren. Sogar 2x, sind eben auch nur Menschen.
    Hat nun mehrere traumatisierte Kinder zurückgelassen.
    Dieser Vorfall darf doch jetzt nicht dazu dienen, auf denen rumzuhacken. Feindbilder aufzubauen ist das untauglichste Mittel, wenn man in einer Sache vorankommen will.
    Das gilt auch für den vergeigten Monitorbereicht, der so schlimm garnicht war. Wurde schon gesagt, mit welchen billigen Mitteln die Rattenfänger losziehen und wie ihnen fahnenschwenkend hinterhergelatscht wird, so als gäbe es ein kollektives Denkverbot.
    Das versendet sich. Das weiss eine Woche später niemand mehr, weil er bis dahin mit unzähligen Talkshows zugelabert wurde. Wenn Sie sich für den Wolf einsetzen wollen, dann geben Sie ein Interview und verweigern es nicht. Sendezeit fällt nicht vom Himmel. Reden Sie mit dem Nabu, tauschen Sie sich aus, reden Sie mit der Bevölkerung – SIE sind die Experten.
    Wenn wir die Erfolgsgeschichte Wolf miterleben wollen und das wollen wir, dann müssen die Zeitungen mit ins Boot, die Medien, die Forst, die Landwirte, die Jäger, aber zuerst die Kinder. Übrigens allen voran die traumatisierten Kleinen aus der sächsischen Kita. Die Politik kommt dann schon hinterhergerannt.

    Ich weiss jetzt nicht, wie diese Kita-Tanten gestrickt sind. Die sind auch erschrocken über den Mist, der ihnen da passiert ist und die haben das Gehege ganz sicher nicht selbst gebaut, sondern wurden auch beraten. Aber ich gehe davon aus, dass die jetzt nicht so handlungsunfähig und geistig blockiert sind, wie ihr Bürgermeister, der sich nach Brüssel wendet, statt sich mit Nabu, Ihnen, den Kitaeltern und Landwirten an einen Tisch zu setzen und sich mal ganz in Ruhe erklären zu lassen, wie das funktionieren könnte.

    An gegenseitigem Beschimpfen und verhärteten Fronten kann niemand interessiert sein und das hilft auch nicht dem Wolf. Bisschen Dampf ablassen ist OK, machen wir ja alle, aber dann – Ärmel hoch und ran an den Feind und nicht den alten Wolfstrick vergessen – immer schön Kreide fressen, dann klappts auch mit der Nettikette.
    Und Sie als Tierschützer müssen sich ebenfalls damit vertraut machen, dass Wildtiere bejagt werden, wenn es notwendig wird, bei Gefahr für Menschen.
    Wenn eine geistige Tiefliegerin vor lauter falsch verstandener Tierliebhaberei ins Eisbärengehege steigt, dann wird der Eisbär eben erschossen. Bedauerlich, aber notwendig, denn das eigentliche Problem darf man ja nicht abknallen.

  22. Es wird höchste Zeit, solchem Journalismus das Handwerk zu legen. Ungeheuerlich, was Report sich da geleistet hat. Dieser Herr Hagemann scheint mir eher geeignet das Volk aufzuhetzen, statt ehrlich seinen Job zu machen, dank der Lobbyisten aus Landwirtschaft und der Jägerschaft.

  23. 40 schwer verletze oder getötete Menschen, Millionen erschossene Haustiere pro Jahr durch Jäger und Jagdwaffen. Und dann kommen Pseudo-Journalisten daher mit schlecht recherchiertem Beiträgen um die Volksmeinung gegen den „gefährlichen“ Wolf aufzuhetzen. Das dürfen wir auch noch mit unseren Rundfunkbeiträgen finanzieren. Herr Hagemann wahrscheinlich auch ein Mords- lustiger Jägersmann.

  24. Habe grade eure Statements gelesen . Und bin mehr oder weniger der gleichen Meinung….besonders der „CSUnMensch“ weigert sich, seinem göttlichem/spirituellem Auftrag , seiner ethischen Pflicht nachzukommen , alle! seine Mitbewohner/geschöpfe zu beschützen ….(Jäger sollten sich eher als Hüter und Heger begreifen lernen ) Mein Vorschlag: Wir geben jedem Wolf, der zum Abschuß frei gegeben wird, den passenden Namen….z.B. “ Markus S.“ oder „Horst S.“ oder “ Herr Hagmann“ oder „Frau Klöckner „…

    1. Gefällt mir… 🙂 Ist A. Scheuer schon vergeben, der tief ergebene Knecht der Automobilindustrie?
      Warum sagt der nichts zum Wolf, oder J. Spahn, der sagt doch sonst zu allem was, wovon er keine Ahnung hat.

      Ansonsten – bis auf die unnütze Abmoderation, war der Report-Beitrag fair. Er hat die Fehler der Kita-Tanten aufgezeigt, einen handlungsunfähigen Bürgermeister interviewt, deutlich genug erklärt, welche Partei die Wolfshasserpartei ist und klar gemacht, weshalb die nervösen anderen Parteien sich von der AfD nicht das Wahlvolk wegnehmen lassen wollen.
      Dass die sich so verhalten und auf das Thema aufspringen hat mit Ablenkung zu tun und ist ausschliesslich eine Folge der allgemeinen Volksverblödung, die darin gipfelt, dass Menschen dort ihr Kreuz machen, wo ihnen versprochen wird, sich zu kümmern um ihre ganz dringenden Wehwehchen. Aber wir leben nicht mehr im Sozialismus, wo das Volk wartet, bis „denen da oben“ was Schlaues einfällt. Heute darf man ja vorher mal zu einer Wahlveranstaltung gehen und wenn man da merkt, dass zu globalen Fragen nur heisse Luft oder Hetze kommt, dann kann man ja mal nachdenken, wo man sein Kreuzchen macht, bevor man sich hinterher wieder aufregt.
      Dieser Beitrag hat auch eine sehr nachdenkliche Schäferin gezeigt, die sich bewusst ist, dass sie aufrüsten muss, um ihre Freilandschafe zu schützen. Und die liebt den Wolf immernoch, obwohl er so ein Massaker angerichtet hat. Und es gibt auch nicht nur schiesswütige Jäger.
      In Ländern, in denen es tatsächlich ein Wolfsvorkommen gibt, würde niemand auf die Idee kommen, die Tiere nachts ohne Hunde zu lassen, die dem Wolf Paroli bieten können.
      Vielleicht den Beitrag noch mal anschauen, wenn man etwas weniger aufgeregt ist.
      Ich fand ihn informativ. Also keine Überraschung für ein Politmagazin.
      Und an die Akteure dieser Seite – JA! zu Interviews, unbedingt. Wie soll man sonst seine Meinung kundtun.

  25. Wer Angst vor dem Wolf hat, hat Angst vorm Leben.
    Es gibt keine Sicherheit mehr.
    Und liegt nicht am Wolf.
    Und die meisten Politiker und Journalisten haben gar keine Zeit sich zu informieren, da geht es nur danach, was am meisten Stimmen oder Geld bringt.
    Viele, die für unendliches Tierleid verantwortlich sind, von der Haltung bis zum Tod der Tiere, geben sich plötzlich als Tierschützer aus.
    Und da zeigt sich, wie runtergekommen und kleingeistig es hierzulande zugeht.
    Alles in einer Hand.
    Ein einziger Misthaufen, daß wimmelt nur so von rückradlosen, uninformierten Kleinbürgern, die ihre Hetze rausposaunen.
    Alles was nicht kontrollierbar ist, muss weg.
    In SH gibt es 200.000 Mutterschafe und ebensoviele Lämmer, wobei ein Teil an Unterkühlung stirbt, weil Nichtmal Unterstände da sind.
    Die Hälfte der Lämmer wird vor Ort geschlachtet und der Rest lebend ins Ausland verhökert.
    Das für die meisten Risse, Angriffe und tödliche Attacken, auch auf Menschen, nicht der Wolf verantwortlich ist, wird ausgeblendet.
    Der Wolf soll dafür bestraft werden das er lebt und dafür das Menschen, mit Nutztieren, mit möglichst wenig Aufwand, Geld machen wollen.
    Natur, wo gibt es die in Deutschland❓
    40 % des Einkommens beziehen die Bauern aus Brüssel, aber an die Vorgaben zum Naturschutz mag man sich nicht halten, ein einziger Wolf ist zuviel❕
    Und gerade weil der Wolf ein Wild-Raubtier ist, wünsche ich ihm eine Heimat, indem Menschen, anderen nicht alles neiden und unter Kontrollzwang und Angst leiden.

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