Allgemein

Wolfsschutz Deutschland fordert: Schluss mit grausamen Jagdveranstaltungen und der Hatz auf Fuchsfamilien

Aktionsbündnis Fuchs: Deutsche Tier- und Naturschutzorganisationen prangern grausame Fuchswochen an

 

Im Januar und Februar haben Füchse noch mehr als sonst unter Nachstellungen zu leiden: Ausgerechnet zur Paarungszeit werden sie im Rahmen sogenannter Fuchswochen vielerorts besonders rücksichtslos verfolgt. Mehr als sechzig Organisationen und Initiativen aus dem Natur- und Tierschutzbereich fordern, Luxemburgs Vorbild zu folgen und die ebenso grausame wie sinnlose Fuchsjagd einzustellen.

 

Fuchswochen sind mehrere Jagdreviere übergreifende Veranstaltungen, bei denen mit allen zur Verfügung stehenden Jagdmethoden Hatz auf Füchse gemacht wird. Am Ende einer solchen Tötungsaktion liegen bisweilen mehrere Dutzend Füchse „auf der Strecke“ – viele von ihnen schlimm zugerichtet, mit zerschossenen Kiefern und Läufen oder heraushängenden Eingeweiden.

Qualvoller Tod ganzer Fuchsfamilien

Diese intensive Bejagung erfolgt gerade in einer Zeit, in der Wildtiere eigentlich mit ihrer Energie haushalten müssen. Bei Füchsen spielt darüber hinaus der Fuchsvater eine wichtige Rolle bei der Versorgung von Füchsin und Welpen im Frühjahr – wird dieser nach erfolgter Paarung beispielsweise im Rahmen der Fuchswochen getötet, führt dies nicht selten später zum qualvollen Tod der gesamten Familie.

 

Fuchsjagd: Grausam und sinnlos

Etwa eine halbe Million Füchse werden in Deutschland Jahr für Jahr von Jägern getötet, wobei auch besonders grausame und in anderen Ländern bereits verbotene Praktiken wie die Baujagd, die Jagd mit Totschlagfallen oder die Abrichtung von Jagdhunden an lebenden Füchsen zum Einsatz kommen. Anders als von vielen Jagdverbänden behauptet, kann von einer „Notwendigkeit“ der Fuchsjagd keine Rede sein: Studien zeigen ebenso wie Erfahrungen aus fuchsjagdfreien Gebieten unmissverständlich, dass Fuchspopulationen sich ohne menschliches Zutun regulieren. Verluste durch die Jagd werden dagegen durch steigende Geburtenraten und Zuwanderung schnell ausgeglichen.

 

Aktionsbündnis Fuchs fordert Einstellung der Fuchsjagd

Das Aktionsbündnis Fuchs ist ein stetig wachsender Zusammenschluss von Tier- und Naturschutzorganisationen, dem auch Wolfsschutz Deutschland e.V. angehört. Es setzt sich dafür ein, dass die Fuchsbejagung bundesweit beendet wird. „Es wird höchste Zeit, dass diesen sinnlosen Grausamkeiten Einhalt geboten und die Gesetzgebung dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand angepasst wird“, erläutert Dag Frommhold, einer der Initiatoren des Bündnisses. „Luxemburg hat dies im Frühjahr 2015 getan, mit ausnehmend positiven Ergebnissen.“

 

Kontakt: www.aktionsbuendnis-fuchs.de und www.wolfsschutz-deutschland.de

Related Post

16 Gedanken zu „Wolfsschutz Deutschland fordert: Schluss mit grausamen Jagdveranstaltungen und der Hatz auf Fuchsfamilien

  1. Auch bei mir rundum höre ich immer wieder der/die Fuchs/Füchse. Schön…. auch wenn da immer wieder einer versucht die Hühnerstall neu einzurichten…. ich liebe sie…. Es ist wie bei der Wolf, Luchs und noch einige… alles was der Jäger nicht selbst schön und gut findet(lebend!!) muss tot, oder wenigstens angeschossen werden. Wenn ich hier der Förster anrufe/maile das hier ein Fuchs angefahren liegt oder wie letztes Jahr ein kleiner ungefähr 5 Wochen altes verirrtes Junges in meinen Garten rumlauft, bekomme ich oder kein Antwort oder er reagiert rein gar nicht…Ja warum wohl??????? Liegt ein Reh da, kommt er gleich und holt es weg.
    Förster sind auch nicht mehr was man früher so gedacht hat…..habe den Eindruck, das die so wie so mit den Jäger sich zusammen tun…

    1. „Hase, du bleibst hier…“
      Ich sage nur, irgendwas muss der in der Arbeitswelt oder daheim bis zur Unsichtbarkeit angepasste und angepisste Mann von heute doch jagen. Wenn es nicht die alleinerziehende Mama in ihrem untermotorisierten Kleinwagen ist, die er auf dem Heimweg per Lichthube von der Überholspur ballern kann, wenn er nichtmal ein paar Ausländer durch die Stadt jagen darf, was bleibt denn dann noch?!

      Der Förster holt bei Ihnen also nur die Rehe aus ihrem Garten und das wundert Sie?
      Haben Sie sich schon mal einen Fuchs gebraten? Nein? Eben… Der Förster ist auch nur ein Mensch.

      Warum bitte soll sich ein Waldhüter nicht mit Jägern zusammentun? Er braucht die dringend und es gibt viele Wälder, in denen die Jäger dem Verbiss kaum noch hinterherkommen. Das muss man auch mal sehen.
      Ich verstehe nicht, dass hier immer alle in einen Topf geworfen werden, denn es gibt sehr wohl Jäger, die wissen und schätzen, dass ein Beutetier, wie der Wolf, ihnen einen Teil der Plagegeister-Population wegbeisst.
      Das mit den Fuchstreibjagten ist ausschliesslich ein Reiche-Leute-Problem.
      Genau wie Löwen abballern und anderes Grosswild. Es gibt auch nur wenige Jäger, die sich in ihrer Neubauwohnung einen Wolfsschädel über den nicht vorhandenen Kamin hängen würden. Ich weiss nicht, ob sie unter Jäger nur die gelangweilte Adelskaste sehen, die vom Landschloss aus zum großen Halali bläst. Die Mehrzahl der Jäger sind ganz normale Menschen. Und selbst unter dem Adelsvolk gibt es ganz normale.
      Der herbeigebetete Wunsch nach Wolfsabschüssen betrifft die normalen Jäger nicht.
      Die trainieren ihre Hunde auch nicht am lebenden Fuchs und die reiten auch nicht in ohnehin umstrittenen Treibjagten durch den eigenen Wald.
      Es ist ein Luxusproblem. Man wird einfach nicht reich, wenn man nicht andere zur Strecke bringt.
      Heisst aber nicht, dass man sich nicht wehren darf und Ross und Reiter benennen und mit den falschen Leuten kuschelnde Politiker darf man auch benennen.

  2. Der Fuchs ist ein wichtiges Mitglied der Nahrungskette in Wald und Flur. Sein Hauptnahrung besteht aus Mäusen. Die Auswirkungen auf die Populationen von Hase und Reh sind gering. Die sog. moderne Landwirtschaft und das Ausräumen der Fluren haben viel viel mehr Einfluss auf die Ökosysteme Flur und Wald. Die Jagd auf die wunderbare Tierart Fuchs gründet auf Unwissenheit der Jäger, auf unbegründetes Konkurrenzdenken, und auf die Gier auf Beute. Übrigens, die Tollwut ist in Deutschland nicht mehr gegenwärtig.

  3. Wir müssen alles tun, dass diese Fuchsjagd aufhört. Ich habe bei uns am Stadtrand sogar bereits Fuchsfallen entdeckt. Es wird immer dramatischer für unsere Füchse. Das muss aufhören.

  4. Was sind das nur für armselige Monster, die Lust und Leidenschaft dabei verspüren, wehrlose Tiere abzuknallen und sich dabei auch noch Wettbewerbe liefern nach dem Motto “ ich hab die meisten erledigt“. Was ist daran faszinierend? Einfach widerlich!

  5. Daran allein ist schuld ,die unfähigen heutigen Politiker -Früher gab es das nicht . Lasst endlich die Tiere in Ruhe .,und behandelt Sie nicht -wie der letzte Dreck

  6. Hallo zusammen
    Erst wenn das letzte Tier, sei es heimisch oder exotisch ausgerottet ist….
    Alle Pflanzen vergiftet, abgeholzt oder nieder gebrannt sind….
    Alle Gewässer der Erde total verschmutzt sind, werden auch die letzten Politiker-, Lobbyisten-, Jägerarchlöcher und alle anderen W…. erkennen das man Geld nicht fressen kann!!!!!
    Diese Welt ist dem Untergang geweiht!!!
    Und warum???
    Weil es die Hälfte der Menschheit nicht interessiert und die andere Hälfte mit der Meinung daherkommt… man könnte als einzelner nichts verändern.
    Es ist besser wenn allein die Menschheit ausgerottet wird, weil allen einschließlich mir, der notwendige Respekt für die Schöpfung fehlt.
    In diesem Sinne, der letzte macht das Licht aus.
    Grüße

  7. Die Politiker zeigen keine Emotionen.
    Die sog. Jäger fragen sich was das ist.
    Der Politiker schaut, dass er wieder gewählt wird u. bleibt beim Mainstream seiner Partei.
    Sogar von den „Grünen“ hörst du nichts!
    Man sieht es ja ganz deutlich beim Thema „Ferkelkastration.“ Der Lobbyismus hat gesiegt.
    Sie sollen bei jedem Bissen Schweinsbraten daran denken, wie es wäre wenn man sie selbst bei vollem Bewusstsein kastrieren würde!

  8. Die Jagd ist eines der sichersten Mittel, das Gefühl der Menschen für ihre Mitgeschöpfe abzutöten.
    Francois Voltaire französischer Schriftsteller und Philosoph 1694-1778

    Die Jagd gehört abgeschafft! Die Jagd ist nichts anders als eine qualvolle sadistische Mordlust auszuleben. Der Fuchs ist das Tier, welches darunter mit den Hasen am meisten leidet. Dieses Möderpack welches drauf losballert, nicht mal richtig trifft, Wildtiere die elend verrecken, will kein normaler Mensch sehen. Wir haben nicht mehr viel Natur- lasst sie den Tieren. Aber da die Jägerlobby in der Wirtschaft, bei Massentierhaltern und bei Politikern hoch im Kurs steht, werden diese Ignoranten nicht auf uns hören. Im Gegenteil sie wollen noch weiter und mehr jagen der Wolf soll ins Jagsrecht aufgenommen werden. 5 Millionen Wildtiere werden jedes Jahr getötet! Sogar bei Netto liegt Hirsch und Reh Braten zum vergammeln in den Kühltruhen. Weil die Bestien auf 2 Beinen alles abballern. Wir haben den Wolf- wird weiter in den Wäldern geballtert, geht der Wolf natürlich auf Nutztiere los. Mal ehrlich wer sieht denn heute noch Wild in den Wäldern? Keiner denn alles wird gnadenlos abgeballert. Diese Jäger brauchen wir nicht. Auch kann ich es nicht mehr hören, sie nennen sich selbst Retter des Ökosystems! Es ist keine Welt in der man glücklich leben kann! Wo jedem Tier schaden zugeführt wird!! Aber was die meisten Jäger gemeinsam haben, sie gehen Sonntags in die Kirche mit ihren CSU Freunden.
    Getreu dem Motto von Herbert Grönemeyer : mit Gott auf unserer Seite, Jesus in einem Boot.
    Ich bin Atheist, denn kein Gott würde so etwas zulassen.

  9. Ich denke nicht, dass die Jäger unwissend sind, sondern sie wollen, dass die Mehrheit unwissend bleibt und das Märchen von der Bestandsregulierung glaubt. Die Jäger wollen töten ( es macht doch Spaß ein Tier zu töten habe ich vor kurzem von einem dieser Typen gehört ). Dies ist kein Einzelmörder, sondern es wird Massenmord an den Tieren verübt. Füchse sind wunderbar soziale Wesen, die auch in Familienverbänden leben. Diese Bejagung ist grausam und unethisch, die ganze Jagd ist unethisch und gehört abgeschafft.

    1. Auch ich bekam letztes Jahr von einem Jäger auf meine Frage, was er an der Jagd gut findet die Antwort: es ist die Leidenschaft, das Vergnügen!“ Mir garut vor solchen Menschen.

  10. Natürlich kann man nicht alle Jäger über einen Kamm scheren, jedoch viel zu viele sind leider so, wie mehrfach beschrieben. Ich habe im Tierschutz erlebt, dass hin und wieder ein Jäger begangene Grausamkeiten (Vergehen gegen das Tierschutzgesetz) an Wild Tieren meldete, jedoch anonym, so dass wir letztendlich nichts dagegen unternehmen konnten. Oftmals handelte es sich um Landwirte, die gleichzeitig Jäger waren. Unbeschreibliche Brutalitäten und Grausamkeiten, so wohl an Füchsen, als auch an Wild Schweinen (Bachen mit Frischlingen). Also, was da in der freien Natur mit hilflosen Mitgeschöpfen passiert und kaum von anderen Menschen wahr genommen wird, ist gen Himmel schreiend! Und wen man von Jägern nicht in dieser Gruppe findet, macht sich mit schuldig, wenn er solche Dinge erfährt oder sieht und nichts dagegen unternimmt, weil er seinem Ehren Kodex treu bleibt. Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich behaupte, dass die Art von Jäger, die den Kick brauchen und sich ohne ihren Blutrausch befriedigen zu können, nicht als Mann fühlen, sich quer durch die Gesellschaft zieht und mit Sicherheit nicht ausschließlich bei den Reichen zu suchen ist. Unfassbar und beschämend ist für die Deutsche Regierung auch, dass die Fuchsjagd insgesamt und vor allem die grauenvollsten und brutalsten Jagd Arten nicht schon längst verboten sind. Einerseits wird sich permanent mit unserem Tierschutzgesetz gerühmt, das nebenbei gesagt, das Papier nicht wert ist, auf dem es gedruckt wurde und andererseits werden die grausamsten und brutalsten Jagd Arten legal ausgeführt! CDU/CSU meiner Meinung nach, verlogene und zwiespältige Parteien, die dazu beitragen, dass die Politik bei Bürgern noch unglaubwürdiger eingestuft wird. Schauen wir ungläubig , unfassbar und enttäuscht hinüber zu unserem Nachbarland NRW, in dem die CDU Regierung mit Laschet wichtige Errungenschaften im Tierschutz wieder rückgängig gemacht hat. Dabei fällt mir auf Anhieb die gesetzeswidrige Schweine Haltung von Frau Schulze-Föcking ein, die ja nun nicht mehr mit einer Anklage rechnen muss, weil Armin Laschet ihr damit einen großen Dienst erwiesen hat. Filz, Sumpft und Verflechtungen, das kann Politik sein, die ich als niederträchtig, gemein, schändlich, ehrlos und anrüchig bezeichne,alles Andere, als ehrlich. Armin Laschet hat sich als „Volksvertreter“ wählen lassen, ob in NRW das Volk so klein ist?

    1. Auch ich bekam letztes Jahr von einem Jäger auf meine Frage, was er an der Jagd gut findet die Antwort: es ist die Leidenschaft, das Vergnügen!“ Mir garut vor solchen Menschen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.