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Sachsens perfider Plan zur Minderung des Schutzstatus von Wölfen

Uns wurden in der vergangenen Woche mehrere Dokumente zugespielt, die im Zusammenhang mit dem Entwurf zur Sächsischen Wolfsverordnung stehen. „Notstandshandlungen gegen übergriffige“ Wölfe 2019-01-03 Not_Wölfe_RA_Brügge nennt sich ein Gutachten, das von Dr. Georg Brüggen, Rechtsanwalt und Minister a. D. bereits im August des vergangenen Jahres erstellt worden ist. Dr. Brüggen ist kein Unbekannter. Heute hat Dr. Brüggen eine große Anwaltskanzlei, ist unter anderem im Vorstand eines großen Finanzdienstleisters. Der Focus schrieb 2001 folgendes über den CDU-Politiker: Zitat: „Intrigen, Verleumdungen und faule Tricks drohen die Sachsen-CDU zu beschädigen. So kreuzte etwa Biedenkopfs Staatskanzleichef Georg Brüggen bei der Frauenministerin Christine Weber und der Dresdner Politikerin und Ex-Ministerin Friederike de Haas auf – beide bekennende Milbradt-Anhängerinnen. Der Kollege, so Weber, habe ihr mit dem Karriereende gedroht, wenn sie ihre Unterstützung für Ex-Finanzminister Milbradt nicht einstelle. De Haas bot Brüggen großzügig einen Posten im Rundfunkrat des DeutschlandRadios an – ohne Gegenleistung versteht sich. „Keinesfalls“ habe er „Druck ausüben wollen“, wehrt sich Brüggen. Die Staatskanzlei spricht von einem „Missverständnis“. https://www.focus.de/politik/deutschland/sachsen-rosenkrieg-in-der-cdu_aid_191519.html

Faule Tricks scheinen auch im Gutachten von Dr. Brüggen angewendet worden zu sein, auf dem der Entwurf der Sächsischen Wolfsverordnung 2019-01-03 WoVo001_A1 basiert.  Angefangen von den Aushebelungsmöglichkeiten des Tierschutzes, bis hin zu Herkunftsdefinitionen. Der Wolf ist in Sachsen bereits im Jagdrecht. Es tritt bislang allerdings automatisch eine ganzjährige Schonung in Kraft. Zukünftig sollen die Wölfe aber geschossen werden dürfen. 

Das Gutachten zur Verfügung gestellt hat MDL und Vorsitzender des Arbeitskreises für den Ländlichen Raum, Umwelt und Landwirtschaft und agrarpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Andreas Heinz (CDU). Zitat: „Die neue Wolfsverordnung soll dem Wolfsmanagement helfen, aber auch dem Schutz von Nutztieren dienen. Für uns als CDU ist wichtig: Die Verfahren sollen gestrafft, Doppelzuständigkeiten vermieden und die Kompetenz des Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie genutzt werden. Wir brauchen einheitliche Regeln zum Umgang mit Hybriden und wir müssen die Entnahme von Problemwölfen vereinfachen.“ https://www.cdu-fraktion-sachsen.de/aktuell/pressemitteilungen/meldung/wir-brauchen-beim-thema-wolf-einen-neuanfang.html 

Wer hat das Gutachten in Auftrag gegeben und wer es bezahlt hat, bzw. bezahlen musste. Etwa der Steuerzahler?

Andreas Heinz Profil auf Abgeordnetewatch zeigt sein Abstimmungsverhalten auf:  https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/andreas-heinz#block-pw-vote-profile

Der sächsische Landkreistag fordert mit einem Schreiben seine Mitglieder auf, bis gestern zum Gutachten und zum Entwurf der sächsischen Wolfsverordnung Stellung zu beziehen.

Aus dem Gutachten ist ersichtlich, dass das Ziel ist:

 1. Eine generelle Entnahmeregelung im Sinne eines materiellen Gesetzes (landesrechtl. Verordnung) zu schaffen. Dies sei auch in Form einer jagdrechtlichen Vorschrift denkbar, so lange das Ziel der FFH eingehalten werde. Form und Mittel der Zielerreichung überlässt die EU den Mitgliedsstaaten.

 2. Die Feststellung des günstigen Erhaltungsstandes der Population mit dem Ziel, dass Populationen umgehend von Anhang IV in Anhang V der FFH /RL überführt wird, um damit anderen (schlechteren) Schutzstatus zu erhalten.  

 3. Es wird dem Freistaat Sachsen empfohlen, die FFH Richtlinie über das Jagdrecht sicherzustellen. Dem Freistaat Sachsen obläge damit die Definitionshoheit über die einschlägigen Vorschriften mittels Auslegung der Bestimmungen der FFH/RL soweit das EU-Recht Spielräume beläßt. Übernahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz. 

Die Macht der Agrarlobby auf die Politik

Passend zum Weiterlesen: Reportage, ausgestrahlt in der ARD – Akte D – über die Macht der Agrarlobby. Der Bauernverband hat seine Forderung nach einer Begrenzung der Zahl der Wölfe erneuert. Es reiche nicht, allein sogenannte Problemwölfe abzuschießen, die mehrfach Zäune überwunden haben, sagte Verbandspräsident Joachim Rukwied der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der Wolf sei in Deutschland nicht mehr gefährdet, wird der Bauernpräsident in Epochtimes zitiert: https://www.epochtimes.de/umwelt/bauernpraesident-deutschland-ist-kulturraum-und-keine-wildnis-a2765034.html?fbclid=IwAR1hvNsMnnTxqApVZb3exQPzZwtMBh6f-QpFNTIdeTk3z601dA26FSXI7mg

https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/akte-d-folge-1-100.html?fbclid=IwAR0GO-zuDzX0GjY0tjbwPttFxhb1ZLx4sBgW0Zlh68PeL6c154Of8EBXQZg

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25 Gedanken zu „Sachsens perfider Plan zur Minderung des Schutzstatus von Wölfen

  1. Gute Arbeit leistet die CDU nur dann, wenn sie ihre Lobbyisten- Verbände bedient. Dann ist alles möglich, geht es doch auch darum, sein eigenes „Schäfchen“ ins Trockene zu bringen. Für Bürgerwünsche oder gar Naturschutz bleibt da wenig Zeit, vor allem ist es nicht einträglich genug.

  2. Wieder versucht die CDU mit einem Dr Brüggen, den Wolf Schutzstatus herrunterzuspielen. Treu dem Motto wir haben Verpflichtungen unserer Agrarlobby zu erfüllen. Die CDU in Sachsen erinnert mich schon lange sehr stark an die CSU. Da werden Gefälligkeitsgutachten erstellt. Es verschwinden Tiere. Dann hört man der eine Jäger hätte 3 Luchse ausgestopft in seiner Residenz. Die Sachsen nerven mich eh. Wie hysterisch sie auf Wölfe reagieren, konnten wir auf den Petitionen sehen. Wenn nicht dieses Gutachten von der Agrarlobby bezahlt wurde. Was mich auch stutzig macht, liebe Wolfsfreunde die vielen überfahrenen Wölfe. Man kann sich auch mit dem Auto auf die Lauer legen. Das ist nicht aus der Luft gegriffen, denn es werden ja mit voller Absicht Katzen überfahren. Denn wie krankhaft der Hass der Wolfgegner ist, die stalken mich ja sogar. Haben mich bedroht. Aber ich habe als Aktivistin da keine angst. Ja die würden doch alles tun um den Wolf ausrotten zu dürfen. Es gibt eigentlich zu jeden Gutachten ein Gegengutachten. Wir haben das EU Recht auf unserer Seite. Da hat ein Bundesland sich unterzuordnen. Jeder schreit immer EU aber bei den Wölfen, soll dieses Recht nicht zählen. Ich glaube auch die Sachsen die in den Städten wohnen sind nicht gegen den Fuchs. Die Nutztierhalter jammern doch eh nur herum. Aber warum soll sich Deutschland einer Minderheit fügen. Denn die Agrarlobby mag Geld haben und kann Parteispenden machen, aber dieser korrupte Verein gehört eigentlich ausgetauscht. Wir dürfen uns das nicht gefallen lassen. Denn in der Agrarlobby sitzen auch die Jäger. In der CSU ist es definitiv so. Ein Dr Brüggen der sich schon einiges erlaubt hat, wird nicht objektiv sein. Kann er schon gar nicht, er muss sein Klientel befriedigen. Der Wolf bleibt wem es nicht passt soll umziehen. Diese Lobbykratie die wir haben ertrage ich nicht mehr. Aber wie erbärmlich ist eine Politik die heute wieder Wölfe ausrotten wollen. Als gäbe es keine wichtigeren Probleme! Ich lese nur noch der Wolf hat das getan oder das. Oder wieder ein Wolf überfahren. Das sind mir zuviel Unfälle mit dem Wolf in letzter Zeit. Ich traue den Wolfshassern alles zu. Aber wir geben nicht auf, werden weiter kämpfen und laut sein. Ein Wolf ist ein Raubtier, welches sich die leichteste Beute holt. Aber er ist kein Tiger oder Eisbär, von denen würde ich mich in acht nehmen. Der Wolf wird nur gefährlich, wenn er seine Scheu verliert. Er hat keinem Menschen was getan. Die Jäger schon die treffen Kinder und unschuldige Beifahrer. Diese Jäger gehören entnommen. Es gibt eine ganz einfache Lösung keine Jagd mehr! Und bitte lasst uns nie vergessen, das sind Nutztiere die der Wolf reisst. Es geht hier um Mundraub! Jeder sollte seine Tiere schützen. Also in mein Katzengehege kommt der Wolf nicht. Sollte er hier wirklich mal durchkommen, freue ich mich und mache ein paar Bilder von ihm. Es gibt jeden Tag Übergriffe von Hunden auf Menschen. Das interessiert nicht! Der Wolf muss wegen ein paar, eh vom Aussterben betroffenen Nutztierhaltern weg. Nein er bleibt Dr Brüggen ist nicht die EU.

    1. An Frau Schöll-Ernst: „Die Sachsen nerven mich eh“; also ich kenne Menschen in Sachsen, die gar nichts gegen den Wolf haben. Und „Diese Jäger gehören entnommen“ …. ich denke, man sollte vorsichtig sein, jemandem den Tod zu wünschen. Ich weiß wohl, daß es sich um ein hochsensibles Thema handelt und wir alle, die wir für den Wolf sind uns schwer tun mit Wolfshassern. Ich bin sicher, daß alle bösen Leute sich mit schlechtem Karma belasten, daß jeder auf die eine oder andere Art sein Fett wegbekommt.

        1. Notstandverordung gegen übergriffige Politiker und Jäger etc. ist auch schon geschrieben, deren unnötiger Schutz ist hermit aufgehoben ;))))

      1. Frau Linhard, Ich bin Grundsätzlich gegen Jäger! Entnommen beziehe ich nicht auf töten sondern wir brauchen keine Jäger! Ich habe auch geschrieben die Sachsen in der Stadt werden kein Problem mit Wölfen haben. 400000 Hobbyjäger laufen durch die Gegend und wollen alles was lebt töten. Ich habe Wagenladungen von Füchsen und Hasen gesehen! Einige dieser Bilder gibt es Youtube! Das Leid was diese elitären Volldeppen über unsere Tiere bringen ist unaussprechlich. Es gibt in Bayern ein paar Jäger- einer ist mein besonderer Freund! Der will verbieten lassen, dass der Normalbürger einen Jagdhund bekommt. Ja er ballert auf Hunde wenn er den Besitzer nicht gleich sieht, Katzen sind für ihn eh Ungeziefer. Dann er nennt uns, erst die verblödeten Tierschützer, er nennt uns unterpriviligiert, werden nie verstehen wie das Ökosystem funktioniert. In seiner Residenz hat er einen präparierten Löwen der ist älter, aber er soll 3 Luchse haben. Er schrie schon vor über 3 Jahren ihm kommt kein Wolf in sein Revier!! Ja und alle Jahre ist er Mitveranstalter, der großen Jagd in Grafenwöhr. 80 auserwählte elitäre Volldeppen ballern den ganzen Tag was sie vor die Flinte bekommen ab. Das perfide daran ist, die Tiere haben keine Angst. Denn dort ist ein Truppenübungsplatz, die Tiere kennen das Geräusch der Schüsse. Und alles was ich hier schreibe, sage oder sagte ich schon den einen oder anderen ins Gesicht. Der Wolf ist da und der Luchs! Keiner braucht mehr Jäger. Auch kann ich es nicht mehr hören, die räumen den Wald auf. Der erholt sich mit dem Wolf prima dafür gibt es eindeutige Beweise. Den Dschungel räumt auch keiner auf. Ach da ist ja unser Aufräumtrupp nicht drüben. Ich bin und bleibe Jagdgegner.

        1. Hallo FRau Schöll-Ernst, ich bin auch gegen Jäger. Es tut mir leid, wenn ich etwas aus ihrem Text falsch interpretiert habe. Ich bin wie Sie der Ansicht, daß niemand Jäger braucht. Zumal die gern auf alles schießen was sich bewegt (manchmal ohne genau hinzusehen). Für mich ist eh besonders fraglich, wie jemand Tiere totschießen zum Hobby haben kann. Wie die Jäger gern sagen: Das ist Passion, also Leidenschaft. Ja, das ist verwerflich!!! Leider haben die oft so ihre Beziehungen… nicht nur zu Politikern, ich denke auch zur Polizei, zu anderen Behörden und eben auch zu den Medien. Gruselig!!

          1. Liebe Frau Linhard, nein es ist alles in bester Ordnung. Ich kenne leider ein paar Jäger in Bayern und die sind furchtbar. Mit der CSU und Massentierhaltern und der Wirtschaft verbunden. In Bayern herrscht eine Lobbykratie. Hier will man dem Wolf keine Chance geben das macht mich traurig. Die Anzahl der Luchse stagniert. Wir sind wenige und die werden bei ihren großen Jagden noch geschützt von der Polizei. Seehofer hat uns eine Wilderpolizei versprochen alles gelogen. Das macht mich manchmal wütend und traurig. Wenn wir in einer Stadt mit 500000 Einw. gerade mal 30 Leute bei einer Mahnwache sind.

        2. Ich kann mich nur hier anschließen…. Auch hier im Westerwald sind gany viele Jäger die total überflüssig sind, weil auch hier Gottseidank, der Wolf zurückkehrt. Hoffentlich sieht kein ballernder, schiesswütiger das er da ist wenn er rumlauft…… Jedes mal fürchte ich das wieder einen Wolf erschossen wird von einer die alles schießt was er sieht(WENN er was sieht, weil die meisten sind alt und sehen ein Wolf wenn es ein Hund ist….und da wird viel geschossen sicher weil jetzt viel Schwarzwild gejagt wird….. Ich habe so ein supertollen Sticker auf mein Briefkasten das Jäger anscheinend sehr wütend macht……weil jede Woche wird mir das deutlich gemacht mit so manches……

      2. Das ist sicher richtig, aber es dauert einfach zu lange, bis die ihr Fett wegkriegen. Davor machen sie Karriere.
        Die ganze Wolfsabschusshysterie ist Nebelkerzenwerfen in Reinform. Fast schon lehrbuchreif.
        Nein, scheint grad keine anderen Probleme zu geben, jedenfalls lenkt es schön ab.

        Die organisierte Agrarmafia hat so viel Dreck am Stecken, von Boden- und Grundwasserverseuchung für Jahrzehnte, über Insektenvernichtung, das bodenschädigende Festhalten an Monokulturen und Riesenmaschinen bis hin zum Glyphosatskandal – die müssen einfach mal irgendwas machen, dass sie nicht nur immer dastehen, wie die schmierigen Paten von Berlin, neben den von ihnen beratenen und parteispendengesegneten Politikern, die offenbar nicht mehr selbst denken und entscheiden dürfen oder wollen (siehe Beratungsfirmenskandal der Kriegsministerin).

        „Ein Dr Brüggen der sich schon einiges erlaubt hat, wird nicht objektiv sein“.
        Natürlich nicht, deshalb beautragt man ihn ja. Ein störendes Gewissen hat er nicht, das hat er ja oft genug bewiesen und er ist auch gierig genug, jedes von ihm erwartete Ergebnis zu liefern.

        Im übrigen aus meiner Sicht ein starker Artikel im Wolfsschutzforum. Genau so – klar recherchiert, weniger emotional, Faktenlage dargestellt und mit Quellen belegt, saubere Arbeit.
        Dass sich der Inhalt kompliziert liest, liegt einfach daran, dass er kompliziert ist.
        Dranbleiben.

        Jemanden zu bedrohen, direkt oder indirekt oder unter Druck zu setzen ist Nötigung.
        Freut sich der Anwalt und bei Personen die in Amt und Würden sind, auch die Presse und das Fernsehen.
        Es kann ihnen also garnichts besseres passieren, auch wenn es nervt.

        Es gibt Landwirte, die Krebs haben und Nervenschädigungen, Menschen, die es leid sind, ihre Kinder mit zugekauftem Wasser zu ernähren, weil das eigene so nitratbelastet ist und ganz normale menschen auf dem Land, die den Gestank der entfesselten Gülleverklappung nicht mehr hinnehmen wollen und es gibt sogar Jäger, die verantwortungsbewusst mit der Schöpfung umgehen.
        Es soll sogar Autofahrer geben, die freiwillig von Gas gehen, um Wildunfälle zu vermeiden.
        Mal sehen, wann die ihren lautstarken Lobbyisten mal richtig in den Arsch treten.
        Die normale Bevölkerung neigt nämlich dazu, alles in einen Topf zu werfen und so sieht man schon heute die Landwirte eher als Wirtschafts- und Umweltkriminelle, statt als naturbewusste, naturschonenende Lebensmittelproduzenten und Jäger sieht man genau so freiwillig am Abzug fingern, wie Berufssoldaten. Das kann denen, die die berechtigte Wut gleich mit abkriegen, einfach nicht Recht sein.
        Aber die schweigen.

    2. Ich habe ihre Meinung gelesen und es kotzt mich an,daß jedesmal wenn mit den Wölfen was ist,die Hunde vorgeschoben werden.Diese bösen Hunde machen dies und das und sind ja so gefährlich.
      Das Problem sind nicht die Hunde oder die Wölfe.Es ist immer nur der Mensch .Hoffentlich kapiert das bald mal jemand.

  3. Die CDU (allen voran Merkel) ist eine Partei, die die Interessen von Konzernen, der Finanzlobby und anderen profitgierigen Gruppierungen bedient. Sie ist definitiv keine Partei der Bürger und des Tierschutzes. Wie auch in diesem Fall zu sehen, es wird getrickst, getäuscht und gelogen dass sich die Balken biegen.

  4. Jörg Gaiser schreibt zu dem ARD-Beitrag Akte D (1) – Die Macht der Bauernlobby:
    „Ein sehr guter Beitrag. Vielen Dank dafür. Die Politiker in Deutschland sind nichts als Marionetten des Bauernverbandes, sowie der Auto- und Pharmaindustrie. Sie sind Konzernen und Wirtschaftslobbyisten hörig, anstatt Bürgerinteressen wahrzunehmen oder sich um dringende Angelegenheiten (z. B. Naturschutz) zu kümmern. Und leider ist absolut keine Besserung in Sicht, ganz im Gegenteil…“

    Sein Kommentar beschreibt das Entscheidende und es trifft leider definitiv auf alle Lebensbereiche zu. Eine Auflistung der Beispiele wäre unendlich. Wir müssen dagegen nicht nur beim Wolfsschutz entschieden vorgehen. Herzlichen Dank an Menschen wie Brigitte Sommer, die immer wieder die Fälle aufdecken.

    1. Frau Sommer hätte es treffender nicht zusammenfassen können –
      siehe: Wir haben uns mal realistische Gefahren in Deutschland angeschaut…

      Wundert sich nun wirklich noch jemand, weshalb der CDU-Chef in Niedersachsen, dem Land, das seine übermächtige Agrarlobby nicht kontrollieren kann oder will und das eher seine gesamte Bevölkerung in einer nachhaltig vergifteten Umwelt leben lässt, als sich mal um die elementarsten Erfordernisse des Umwelt- und Naturschutzes zu kümmern?
      Dieser Mann greift so verzweifelt nach einem rettenden Strohhalm, wie der Heimatminister den Popanz der Flüchtlingsdebatte aufpumpt. Lewinsky-Effekt.
      Abschiessen!
      Ach Mist, ist ja nicht erlaubt, also Abschieben!
      Ankerzentren für den Wolf, vielleicht klappt es ja wenigstens da.
      Gleiches Schema – von 2 Mio Geflüchteten benehmen sich ein paar Hundert daneben oder sind sogar kriminell – logische Konsequenz – bevor auch noch der letzte Depp merkt, dass wir eigentlich garnichts tun, die Gemeinden in der Sache sich selbst überlassen und höchstens noch den ärmsten der armen Länder die dringend benötigten Fachkräfte wegnehmen. hauen wir mal so richtig medienwirksam auf den Busch, setzen uns Sonntag Abend zu Anne Will und schreien nach Gesetzesverschärfung.
      Vielleicht merkt ja keiner, dass wir selbst seit Jahren die politische Führung haben und trotzdem nichts getan haben.

      Ich wäre übrigens sehr wohl dafür, die Zecken (das gefährlichste Tier in Ihrer Aufzählung) abzuschieben oder abzuknallen, aber so ein Zeckenfell vorm Bett der Frau Gemahlin macht sich halt nicht so lecker.

      Man darf ruhig seinen Unmut zeigen, sich empören, zusätzlich zu seriösen, gut recherchierten Artikeln und Protesten, sonst kapieren die es ja nicht.
      Hier in der dicken Stadt sind schon Leute angepöbelt worden und mit Farbe beschmiert, die mit echtem Pelz in die Oper gehen wollten. Das trauen sich nur noch wenige, obwohl die Modeindustrie nichts unversucht lässt und jeder unterbelichtete Stadtmensch sich absolut nichts dabei denkt, mit Marderhundbommel an der dämlichen Strickmütze und Fuchsfell am Kapuzenkragen durch den Schnee zu stapfen.
      85 Mio!!! Pelztiere werden dafür jahrlich abgeschlachtet, Hauptabnehmenr Deutschland, damit die Muddi es schon kuschlig hat, bevor sie die Petition zum Schutz der Wildtiere unterzeichnet.
      Wuff, wuff, knurrt der kleine Bello die Bommelmütze an, während es shappi aus der Dose gibt.
      Ja, das war mal ein Hund, vielleicht nicht so ein süßer, wie du und was das in deiner Dose mal war, danach fragen wir lieber nicht.

      Ja genau, jetzt mal schnell zuhause nachgucken, was man selbst an der Bommelmütze hat und dann schnell die fantasiebegabten Verschleierungsnamen der Modeindustrie hinterfragen. Zu 99 Prozent war es ein elend gehaltenes und bestialisch geschlachtetes Pelztier.
      Ist der Wolf was besseres oder fühlen wir uns nur besser?
      Wenn das so etwas wie eine Schlacht wird und danach sieht es ja aus, so wie die Gegenseite aufrüstet, gehört ganz klar dazu, sein eigenes Verhalten zu hinterfragen, von der Kleidung über die Nahrung bis hin zur Autobahnraserei. Oder ICE fahren, statt Videokonferenz. Auch eine grosse Wildtierschlachtbank.

      Interessant der mühsame Zulerneffekt, dass ein Zaun von 1,20m erforderlich sein könnte, um einen durchtrainierten Beutegänger vom leckeren Nutztier-Fastfood-Angebot abzuhalten.
      Ein Onkel von mir hatte einst 2 afghanische Windhunde und wähnte die in seiner mannhohen (1,80m) Gartenunzäunung als sicher untergebracht. Bis eines Tages ein Rüde hinterm Zaun nervte. Da sind die mal eben rüber und haben dem Bescheid gesagt, die kleinen Racker. Da hat er nichts mehr gesagt, nur noch sein Frauchen war ein bisschen hysterisch.
      Man kann sich natürlich schrittweise der Sprungkraft und Entschlossenheit eines Wildtieres annähern, sozusagen Lernen durch Schmerz, so wie es offenbar einige Landwirte machen, die dem Wolf lecker Häppchen anbieten und hinterher medienwirksam jammern, obwohl sie selbst über sich heulen könnten, weil sie so dumm sind, dass wieder mal der Wolf gewonnen hat. Oder man könnte gleich einen Sicherheitsfaktor einplanen.
      Übrigens – die Bauern in meiner Familie bringen nachts ihre Nutztiere rein.
      Der geistfreie Ruf nach Abschlachten der Gefahr funktioniert doch auf keinem Gebiet. Nicht im Strassenverkehr, nicht bei Tieren, nicht bei Menschen. Das wissen auch Politiker, dass sie damit nicht für Sicherheit sorgen. Ist also der reine Populismus – ungefähr die gleiche dumpfe Denklage, die vergisst, dass es auch mordende und vergewaltigende, betrügende und andere zu Krüppeln schlagende Inländer gibt, Probleminländer sozusagen) und das Problem garnicht kleiner wird, wenn man eine einzelne Gruppe zum Buhmann der Nation macht, statt sich endlich mal um die echten Probleme zu kümmern.

  5. Ich gehe auch davon aus, dass bewusst Wölfe überfahren werden, ich kenne das von Rumänien und Bulgarien wo absichtlich Hunde und Katzen überfahren werden und sich Jugendliche einen Spaß daraus machen, Hunde und Katzen mit dem Moped anzufahren. Ich habe einen querschnittgelähmten Hund ( übrigens mein 2. behinderter Hund ) aus Rumänien, dem dies passiert ist. Den Wolfshassern traue ich alles zu. Was aber fast nicht zu ertragen ist, ist die Verflechtung der Politik mit diesen Lobbyisten, die Politiker fühlen sich nicht dem Volk verpflichtet. Sie sind bis auf wenige Ausnahmen ohne Empathie für Tiere. Die Wölfe sind so wunderbare soziale Tiere, die in Familienverbänden leben, Abschüsse würden das alles zerstören. Ich würde mir wünschen, dass die Bürger in Sachsen für die Wölfe Partei ergreifen und die Politiker dadurch in ihre Grenzen weisen. Die “ Nutztierhalter“ haben kein Problem ihre Tiere dem Schlachter zu übergeben, aber wenn der Wolf kommt, wird laut gejammert. Diese Scheinheiligkeit ist auch kaum zu ertragen. Sie sollen ihre Herden besser schützen und die Jäger sollen aus den Wäldern bleiben, die gehören den Wölfen.

  6. Die Bauernverbände (agrar/Landwirtschaft) sind neben den Jagd Verbänden Diejenigen, welche permanent auf Wolfsabschüsse und Zugriffe pochen. Die Unverschämtheit ist um so größer, als gerade die Landwirtschaft enorme finanzielle Mittel aus EU Geldern erhält und diese auch, ohne Scheu einfordert und anfordert. Regnet es zu viel, regnet es gar nicht und die Hitze ist groß, schneit es oder nicht, die Landwirtschaft bettelt unverschämter weise gebetsmühlenartig. Anscheinend haben Präsidenten und Mitglieder der Bauern Verbände völlig vergessen oder ignorieren, dass diese Gelder zum großen Teil von den Steuern/Abgaben der Menschen stammen, die sich FÜR den WOLF und FÜR DIE NATUR einsetzen. Ich frage mich mit Recht, warum werden meine gezahlten Steuern/Abgaben dazu genutzt Landwirte zu unterstützen, die sich, oftmals sogar militant, für die Tötung von Wölfen einsetzen und somit der Vielfalt in der Natur und deren Öko Systemen Flora und Fauna erst gar keine Chance geben? Gerade die intensive Landwirtschaft trägt eine große Mitschuld an der Zerstörung der genannten Systeme, der krank machenden Keime in unserer Luft, der Verschmutzung von Gewässern und Äckern. Man scheint entweder nicht gewillt zu sein, diese sinnlose und verantwortungslose Zerstörung unserer Lebensgrundlagen zu erkennen oder man ignoriert sie. Dass nun eine erneute Ausrottung des für die bereits übermäßig gebeutelte Natur so wichtigen Wild Tieres droht, zeigt wiederum, dass meiner Meinung nach auch bei der Handhabung dieses Themas die moralische, als auch intellektuelle Reife fehlt, um die Primitivität des Handelns zu erkennen. Ich nenne das Ganze einfach infam!

  7. Noch etwas was ich derzeit oft lese. In Göppingen richten Hunde Blutbad bei einer Alpakaherde an. Ja nicht immer ist es der Wolf in der letzten Zeit habe ich das oft gelesen.

  8. Unfassbar Verdreht!
    Es kann ja über das verharmlosende Wort „Entnahme“ von über griffigen Wölfen gesprochen werden wenn tatsächlich ein Notstand vorliegt UND!!!! der Wolf so verbreitet hat das er nicht mehr gefährdet ist.

    Bis dahin sollen sich die Gamsbartträger, Lodenmantelschwinger oder sonstiges Glyphosatgift verspritzendes Geschmeiß die ohne Notstand (für jur. materielle „Gegenstände“ wie Nutzvieh) gem. EU Gesetz rechtswidrigen Abschuss von Wölfen noch 5- 15 Jahre gedulden. Nur gedulden? Nein! Sogar im eigenem Interesse zusammen mit echten Naturliebhabern dafür sorgen, das es möglichst schnell wieder so viele Wölfe in Deutschland gibt, dass dann Kranke oder Problemwölfe tatsächlich „entnommen“ werden können ohne den Gesamtbestand zu gefährden. Denn Rehe gefährden auch den Straßenverkehr und werden deshalb auch nicht gleich alle „entnommen“ und dann verzehrt / ausgestopft. Und schließlich werden ja auch Fische ausgesetzt um sie dann zu fangen, Füchse ausgesetzt um sie zu jagen.

    Wenn „Die da“ gerne herumballern wollen – Hundebesitzer und sonstige Naturliebhaber die im Wald spazieren gehen in Leib- und Leben durch ihre erlaucht Anwesenheit von moralisch christlich CDU / CSU / AfD … oder sonstig berufene von Gottes Gnaden in ihrer schießwütigen Art und Weise gefährden, so sollen die selber auch die finanziellen Mittel zur Wiederansiedlung der Wölfe bereitstellen um diese dann auch offiziell (erlaubt) bejagen zu können.
    Dieser Kompromiss sollte doch auch mal diskutiert werden. Aber dann kommt bestimmt…
    Ich fördere doch nicht die Jägerei der Reichen das sollen die doch selber bezahlen die sind doch nur so betucht weil sie andere Bescheißen …. ungeheuerlich diese „Lügenpresse“ usw. usw.
    und nun … die echten Katzen mögen es mir verzeihen …
    hat sich die AfD mir ihrer eigenen unglaubwürdigen Sch* in den Schwanz gebissen.
    Darum bitte CDU / CSU / AfD lasst es so wie es ist und wartet doch erst einmal ab!
    Wählerstimmen kann man zwischenzeitlich sogar durch ehrlichere Arbeit gewinnen!
    Sogar noch mehr als mit dem Hass schüren gegen Andersartige, Ausländer oder wie hier gegen den Lobby- und wehrlosen Wolf.

  9. Agrarlobby aber so stark ist, die eh nicht unbescholtenen Polititker dazu zu bewegen, den Wolf als Staatsfeind darzustellen. Grausam, dieses Handeln der Politiker, die so gar keine Ahnung haben von Umweltschutz und Naturschutz. Es zählen nur Geld und Wählerstimmen! Pfui!

  10. Naja, überrascht nicht, schließlich ein Politiker, dessen Partei das C im Namen trägt. Von daher erwartet man schon nicht viel. Schwarze Brut, ohne Daseinsberechtigung.

  11. Ich finde, dass wir Wolfsfreunde uns nicht dem Stil populistischer Wolfshasser anpassen sollten. Deshalb gefällt mir der Satz „Diese Jäger gehören entnommen“ überhaupt nicht. Wir sollten uns darauf konzentrieren, den von der Anti-Wolf-Lobby verbreiteten Irrtümern und Unwahrheiten mit sachlichen Argumenten entgegenzutreten. Dass man auf so viel Unverfrorenheit, wie sie vonseiten vieler partikularinteressengesteuerter Wolfsgegner in Politik und Verbänden aufgeboten wird, manchmal mit polemischen Formulierungen reagiert, kann ich gut verstehen. Wenn wir aber unseren Gegnern den Tod wünschen, und sei es „nur“ in einem mehrdeutigen Wortspiel, dann fangen wir an, uns von einem zivilisierten Diskussionsstil zu verabschieden. Letzten Endes schaden wir dann auch dem Ansehen unseres Anliegens und der Sache des Wolfs in Deutschland.

  12. Ziemlich hilflos steht man in unserer Region (südwestlich von Berlin) einer stetig wachsenden Wildschweinpopulation gegenüber. Gegen ausgewachsene Schwarzkittel kommen zwar auch Wölfe kaum an, dennoch könnten sie bei den Frischlingen und Halbwüchsigen durchaus zur Bestandsregulierung beitragen. Die Jäger allein schaffen es nicht.

  13. Alle in Deutschland Lebenden sollten glücklich sein, wenn Wölfe, die ja ursprünglich auch hier beheimatet waren, sich endlich wieder ansiedeln!!! KEINER wird geschädigt, ABER das Gleichgewicht in der Natur wird wieder hergestellt.

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