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Schlagwort: Wolfsschutz-Deutschland e.V.

10. Dezember 202210. Dezember 2022Allgemein

GW 950m soll sterben – Wolfsabschüsse in Niedersachsen gehen mit den Grünen weiter

Der Burgdorfer Wolfsrüde soll sterben.

Solange Wolfsabschuss als Problemlösung angeboten wird, solange werden Weidetierhalter und Weidetierhalterinnen eben auf diesen hinarbeiten. Unserer Meinung nach bringt nur eine Null-Abschuss-Lösung die WeidetierhalterInnen dazu, keine Risse mehr zu provozieren. Auch sollte es endlich Rechtsgrundlagen geben, WeidetierhalterInnen, die Risse provozieren, rechtlich zu belangen. Stattdessen scheint Niedersachsen aber die Lobbypolitik des ehemaligen Umweltministers Lies weiter zu verfolgen. Eine Schießgenehmigung auf den Burgdorfer Rüden wurde nicht zurückgenommen und man will sogar ein Bestandsmanagement einführen. Hier unser Bericht.

Über den Wechsel im Umweltministerium hatten sich viele noch gefreut. So sehr, dass sie Fotos von sich neben dem neuen Umweltminister Christian Meyer in sozialen Netzwerken posteten. Eine Schauspielerin nannte den neuen Umweltminister sogar eine „Lichtgestalt“. Man betrieb in diversen Gruppen in sozialen Netzwerken sogar massiv Wahlwerbung für die Grünen. Doch fußte die übergroße Freude auf realen Aussagen?

Beispielbild erschossener Wolf. © Privat.

Man kann es den Grünen und Meyer nicht mal vorwerfen, dass viele geradezu fanatische Anhängerinnen und Anhänger die Situation in Niedersachsen wohl vollkommen unrealistisch interpretierten. In einem Telefonat mit der Pressestelle der Grünen im Frühjahr bestätigte man uns, dass man im Prinzip bei den Grünen Niedersachsen nicht generell gegen Wolfsabschüsse sei, sondern nur gegen deren Geheimhaltung. Auch Meyer sagte vor der Wahl auf diversen Veranstaltungen, dass er weiter „Problemwölfe“ abschießen lassen wolle.

Schießgenehmigung seit Oktober in Kraft

Nun wurde also bekannt, dass eine Schießgenehmigung auf den Vaterwolf des Burgdorfer Rudels seit Oktober bis Ende Januar 2023 gilt. Ausgestellt hätte sie die Region Hannover. Doch Entscheider ist natürlich das Umweltministerium. Pressesprecherin Kreutz beantwortete eine Frage der TAZ so: „Das Tier hat zahlreiche Nutztiere gerissen. Insgesamt sind 13 Risse registriert, die dem Tier zugeschrieben werden. Betroffen waren insbesondere Schafe, aber auch Rinder und ein Pferd“, so Kreutz. Die Genehmigung sei im Oktober erteilt worden und gelte seitdem bis 31.1.2023 für den Rüden. Die Frage, ob der Anlass für die Abschussgenehmigung der Übergriff auf von der Leyens Pony war, ließ die Sprecherin unbeantwortet, schreibt die TAZ weiter. Anmerkung: Kurz zuvor hatten die Massenmedien den Schluss gezogen, dass die Schießgenehmigung mit dem Riss eines Ponys im Anwesen von von der Leyen zusammen hängen könnte.

Dass mindestens die Hälfte der gerissenen Tiere keinen Schutz hatten, wird nicht weiter erwähnt.

Die falschen Freunde der Wölfe

Alle, die diese Vermutung schon vorher äußerten, wurden übrigens in sozialen Netzwerken zum Schweigen gebracht, indem man ihnen Hetze gegen die Grünen unterstellte, sie blockierte, sie kalt stellte und ihre Freunde anschrieb, doch künftig deren Beiträge nicht mehr zu liken. Nun geben diese Wendehälse wieder einmal vor, von nichts gewusst zu haben und man hätte diese Entwicklung ja nicht ahnen können. Einer der sich selbst als „Anwalt der Wölfe“ bezeichnet, schrieb sogar, dass er mit der neuesten Presseinfo des Umweltministeriums ganz zufrieden sei. Darin steht sogar, dass weiter Problemwölfe abgeschossen werden sollen. Warum geben solche Leute also vorher vor, dass sie nicht damit einverstanden seien? Geht es ihnen etwa nur um die eigene Selbstdarstellung?

Wolfsbestandsmanagement in Planung

In seiner Pressemitteilung wird der neue Niedersächsische Umweltminister Christian Meyer (Grüne) folgendermaßen zitiert: „Niedersachsen will zudem an einem Konzept der Bundesregierung für ein europarechtskonformes und regional differenziertes Bestandsmanagement intensiv mitarbeiten. In diesem Zusammenhang soll auch ein „Aktionsplan Weidetierhaltung und Wolf“ erarbeitet werden.“

Zitat aus der Pressemitteilung: „Derzeit läuft ein Pilotverfahren der Europäischen Kommission in Sachen Wolf gegen Deutschland. Dabei geht es neben den umstrittenen Abschüssen von Wölfen auch um Transparenz und Information über geplante oder bestehende Ausnahmegenehmigungen. Niedersachsen muss dabei insbesondere zur Veröffentlichungspraxis eigener Ausnahmegenehmigungen berichten. Niedersachsen hat nun dem Bund mitgeteilt, dass in Zukunft artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigungen zur rechtmäßigen Entnahme von sogenannten „Problemwölfen“ künftig eine Woche vor ihrem Erlass öffentlich einsehbar sein sollen – und zwar zum Schutz der Betroffenen in anonymisierter Form.“

„Damit schaffen wir mehr Transparenz bei notwendigen Entnahmen und sorgen für eine Versachlichung der Diskussion“, so Umweltminister Christian Meyer. „Spekulationen, ob – und wenn ja – wie viele Abschussgenehmigungen auf welcher fachlichen Grundlage erteilt werden, wird damit ein Ende bereitet. Verbunden damit ist kein genereller Stopp von artenschutzrechtlichen Abschussgenehmigungen für Problemwölfe. Auch künftig können Problemwölfe entnommen werden, wenn die Voraussetzungen des Bundesnaturschutzgesetzes erfüllt sind“, betont der Minister. Darüber hinaus würden alle geplanten Ausnahmegenehmigungen künftig mit der Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) abgestimmt.“

Außerdem sollten Ausführende und Antragstellende weiter anonym bleiben.
Damit haben klagefähige Verbände in Zukunft wohl nur eine Woche Zeit, überhaupt zu reagieren. Die DBB-Wolf setzt sich zusammen aus dem Bundesministerium für Umwelt- und Naturschutz, dem Lupus-Institut, dem Senckenberg-Institut und dem Leibnitz-Institut. Man berät sich also praktisch untereinander.
Mündige Wolfsfreunde sollten nun endlich erkennen, wer wirklich für den umfassenden Schutz der Wölfe eintritt und diese Institutionen – zum Beispiel auch uns von Wolfsschutz-Deutschland e.V. – weiter unterstützen. Oder um es mit einem Zitat von Hannes Jaenicke zu sagen: „Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche.“

Presseinfo des Umweltministeriums: https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/pi-168-ausnahmegenehmigungen-217936.html?fbclid=IwAR1UI9HWOuXe6HgKhp9wKcjJr5Wdi_OVz8F3khf5kM1SHX3306Zjl0EUvZo

Artikel der TAZ: https://taz.de/Wolf-riss-Pferd-von-Ursula-von-der-Leyen/!5898585/?fbclid=IwAR0BY6F0EGjaxY-7pr2BcnaZ85P_9t8TacPIPW4OeXB3Or3VuCSAjXcKegY

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30. November 202230. November 2022Allgemein

Klatsche für Agrar-und Jagdlobbyisten: Wölfe bleiben streng geschützt

Die Mitglieder des  ständigen Ausschusses der Berner Konvention haben gestern in Straßburg einen Antrag der Schweiz abgelehnt, den internationalen Schutzstatus der Wölfe von „streng geschützt“ auf „geschützt“ herabzustufen. Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. sind sehr erfreut darüber, denn eine andere Entscheidung hätte sich auch international ausgewirkt.

Beispielbild Wolf © Brigitte Sommer

Nicht nur für die Schweiz, auch auf internationaler Ebene stand eine Lockerung des Wolfsschutzes zur Debatte. Der ständige Ausschuss der Berner Konvention hat am 29. November in Strassburg auf Antrag der Schweiz beraten, ob der Status des Wolfs von heute «streng geschützt» auf «geschützt» hätte heruntergestuft werden soll. Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt. Damit behält der Wolf international den Schutzstatus «streng geschützt». Eine stärkere Regulierung mit vermehrten Abschüssen bleibt in den Unterzeichnerstaaten der Berner Konvention damit auch künftig untersagt.

Hintergrund Schweiz

Hintergrund Schweiz: Jagd auf Wölfe bleibt in den Unterzeichnerstaaten der Berner Konvention verboten. Allerdings schießt man in der Schweiz bereits „legal“ jedes Jahr Wölfe ab. Die Umweltverbände Pro Natura, WWF Schweiz, Gruppe Wolf Schweiz und BirdLife Schweiz begrüssen den Entscheid der Berner Konvention, wie sie in einem gemeinsamen Communiqué schreiben. Die alpine Wolfspopulation sei immer noch potenziell gefährdet. Die Verbände forderten das Parlament auf, diesen in seinen Beschlüssen zum Jagdgesetz in der Wintersession zu respektieren.

Der Nationalrat befasst sich in Kürze mit der Revision des Jagdgesetzes. Im Zentrum der Debatte  die Frage, ob in der Schweiz Wölfe in Zukunft präventiv geschossen werden dürfen. Eine solche Anpassung des Jagdgesetzes käme unserer Ansicht nach einer erneuten Ausrottungsgefahr für Wölfe in der Schweiz gleich und würde sich auch auf die genetische Vielfalt in Europa auswirken, da Jungwölfe die tot sind, nicht mehr wandern und sich ausbreiten können. Werden Elterntiere geschossen, kommt es durch die unerfahrenen Jungtiere sogar noch zu mehr Rissen. Auch ethisch wäre  dies untragbar.

Bereits im September hatte der Ständerat die Revision des Jagdgesetzes beschlossen. Die kleine Kammer will eine Art Jagdsaison auf Wölfe ins Jagdgesetz einrichten. Jedes Jahr zwischen dem 1. September und dem 31. Januar dürften dann Wölfe getötet werden. Ob sie in den Wolfsbestand eingreifen möchten oder nicht, läge im Ermessensspielraum der Kantone. Notwendig wäre aber weiterhin eine Zustimmung des Bundes. Diese wäre an verschiedene Bedingungen geknüpft. Abschüsse wären nur erlaubt, wenn Herdenschutzmassnahmen Risse an Nutztieren nicht hätten verhindern können und wenn das Fortbestehen der Wolfspopulation gesichert wäre.

Schweiz schießt schon jetzt mit Duldung der Umweltverbände Wölfe

„24 Wölfe zum Abschuss frei, vier Rudel reguliert, kein einziger Einspruch durch die Umweltorganisationen: Diese Bilanz seit Anfang Jahr zeigt erstens, dass das bestehende Jagd- und Schutzgesetz (JSG) Eingriffe in den Wolfsbestand zulässt. Zweitens haben Pro Natura, BirdLife, Gruppe Wolf Schweiz und WWF unzählige Male bestätigt, dass sie den sachgerechten Umgang mit dem Wolf mittragen. Und drittens kann das JSG mit einer auf Schäden ausgerichteten präventiven Regulierung beim Wolf so revidiert werden, dass die Alpwirtschaft wirklich entlastet wird. „Es braucht beim Wolf keine Jagd, wie sie beim Steinbock praktiziert wird,“ schreibt die Gruppe Wolf Schweiz in einer Pressemitteilung darüber. Wolfsschutz-Deutschland e. V. ist entsetzt darüber, dass bei derart hohen Abschusszahlen seitens der Verbände nicht längst interveniert wurde. Wir sind der Meinung, dass viele Bauern in der Schweiz genauso wie auch in Deutschland, nicht schützen wollen und dass sie damit wohl Wolfsrisse provozieren, um Wolfsabschüsse genehmigt zu bekommen. Und solange ihnen diese Lösung in welcher Form auch immer geboten wird, werden sie diese nutzen. Ein Totalverbot von Abschüssen und Strafzahlungen, oder andere juristische Konsequenzen für die jenigen, die einfach nicht schützen wollen und immer wieder Risse provozieren, wäre unserer Ansicht nach wirklich eine Lösung.

Nur sechs Prozent Wolfsrisse in der Schweiz

Die Agrar- und Jagdlobby wittert Morgenwind.  So spricht sich der Schweizerische Alpwirtschaftliche Verband ebenso dafür aus, wie die Regierungskonferenz der Gebirgskantone. In den Kantonen Uri und Wallis wurden ausserdem kantonale Initiativen lanciert und angenommen, die eine Regulierung des Wolfsbestandes fordern. Für eine ähnliche Initiative werden derzeit Unterschriften im Berner Oberland gesammelt. Dabei werden nur sechs Prozent aller Todesfälle von so genannten Nutztieren von Beutegreifern verursacht. Krankheit und Unfälle, wie Abstürze, Steinschlag oder Blitzschlag sind die weitaus häufigere Todesursache.

Stellvertreterkrieg gegen einen wehrlosen Beutegreifer

Nicht nur in der Schweiz, sondern in ganz Europa werden Bauern von der Politik für verfehlte Agrarlösungen auf den Wolf gehetzt. Die Lage der Bauern würde sich nicht bessern, wenn es Wölfe nicht mehr geben würde. Auch deshalb ist es immes wichtig, weiter für ihren angestammten Platz in Frieden für die Wölfe zu kämpfen.

Facebookgruppe mit tagesfrischen Infos aus der Schweiz: https://www.facebook.com/groups/347215789877202

Quellen: https://www.msn.com/de-ch/nachrichten/other/die-neusten-entwicklungen-berner-konvention-lehnt-antrag-der-schweiz-ab-wolf-bleibt-weiterhin-international-streng-geschützt/ar-AANIYHI?ocid=msedgntp&cvid=effa425f57934c6989fa8590744e4354&fbclid=IwAR29grLfTFhnotNJrdvWcmu9lhrHcyhQcW7V4QUthCWdUeQiMNXP_VRckNA#comments

https://www.bmuv.de/themen/naturschutz-artenvielfalt/artenschutz/internationaler-artenschutz/berner-konvention

https://www.gruppe-wolf.ch/Pressemitteilungen/Die-Fakten-fur-die-Wolfdebatte.htm?fbclid=IwAR3q0EQD547U8gFx8l1DD6a6WJpLnFLiMcPdj_QT4tdksQb7Xc3ApXV-m5o

 

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28. November 202228. November 2022Allgemein

Wolfsvermehrung in Deutschland stagniert nahezu

Bei den Rudeln sind es nur drei mehr. Die amtlich bestätigten deutschen Wolfszahlen aus den Bundesländern haben das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) in Abstimmung mit den Ländern veröffentlicht. Außerdem deutet eine Aussage der BfN-Präsidentin darauf hin, dass ein „aktives Wolfsmanagement“ geplant sein könnte.

Beispielfoto Wolf ©Brigitte Sommer

Das Wolfsvorkommen konzentriert sich wie in den Vorjahren auf das Gebiet von Sachsen in nordwestlicher Richtung über Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern nach Niedersachsen. Weitere Wolfsterritorien wurden in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Thüringen nachgewiesen. Die meisten Wolfsrudel lebten im Wolfsjahr 2021/2022 (1. Mai 2021 bis zum 30. April 2022) in Brandenburg (47), gefolgt von Niedersachsen (34) und Sachsen (31). In Hessen konnten erstmals offiziell drei Welpen nachgewiesen werden.

Nur drei Rudel mehr

Neben den 161 Rudeln sind zusätzlich 43 Wolfspaare sowie 21 sesshafte Einzelwölfe für das Monitoringjahr 2021/2022 bestätigt. Im vorhergehenden Monitoringjahr 2020/2021 wurden 158 Rudel, 35 Paare und 22 Einzelwölfe nachgewiesen (aktualisierter Stand vom 25.11.2022). Für den langfristigen Erhalt des Wolfes in Deutschland sind vor allem die erwachsenen, fortpflanzungsfähigen Individuen in den Wolfsterritorien maßgeblich. Daher konzentrieren sich die Bundesländer im Rahmen ihres Wolfsmonitorings auf die Erhebung der Anzahl der Wolfsfamilien (Rudel) und Wolfspaare. Dabei fallen auch zusätzliche Informationen an, unter anderem Daten zu den in den Territorien nachgewiesenen Individuen. Im abgeschlossenen Monitoringjahr wurden in den bestätigten Wolfsterritorien insgesamt 1175 Wolfsindividuen nachgewiesen: 423 adulte Wölfe, 550 Welpen (Wölfe im 1. Lebensjahr) und 98 Jährlinge (Wölfe im 2. Lebensjahr). Bei 57 Individuen war nicht eindeutig zu ermitteln, ob es sich um adulte Wölfe oder Jährlinge gehandelt hat; bei 7 Individuen war nicht sicher, ob sie Jährlinge oder Welpen waren. Bei weiteren 40 Individuen konnte das Alter nicht bestimmt werden. Hierbei handelt es sich nicht um Abschätzungen oder Hochrechnungen, sondern die Informationen basieren auf von Expertinnen und Experten nach einheitlichen Standards überprüften robusten Datensätzen.

Aussage der BfN-Präsidentin deutet zwischen den Zeilen darauf hin, dass eine „Regulierung des Wolfsbestandes“ geplant ist

BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm: „Die heute veröffentlichten Daten der Bundesländer zu Territorien und Individuen bilden die wissenschaftliche Grundlage für unsere Berichtspflichten zur Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und auch für die Managemententscheidungen der Bundesländer. Es handelt sich dabei um Erkenntnisse, die mit zehntausenden Datensätzen und nach einheitlichem wissenschaftlichem Standard gewonnen wurden. Dazu zählen Kamerafallenbilder, Genetiknachweise und weitere überprüfte Hin- und Nachweise.“ In Bezug auf die Angriffe der Lobby auf die EU ist dies ein schlechtes Zeichen. https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/11/26/wolfsschutz-deutschland-e-v-sagt-stop-zur-aufweichung-des-schutzstatus-fuer-woelfe-in-der-eu/

Morgen ist in der WU eine neue Abstimmung geplant.

Straßenverkehr nach wie vor der größte Feind der Wölfe

Die Anzahl aufgefundener toter Wölfe (Totfunde) im Monitoringjahr 2021/2022 lag bei 148 Tieren, davon sind 102 durch Verkehrsunfälle gestorben. Bei 18 Wölfen war die Todesursache natürlichen Ursprungs, 13 Wölfe wurden illegal getötet, bei 8 Wölfen war die Todesursache nicht zu ermitteln, 2 Wölfe wurden im Rahmen von Managementmaßnahmen entnommen und 5 Wölfe werden noch auf die Todesursache hin untersucht.

 

Quelle: https://www.bfn.de/pressemitteilungen/aktuelle-wolfszahlen-bundesweit-161-rudel-bestaetigt

Wer sich die einzelnen Bundesländer genauer anschauen möchte, findet die Daten hier: http://www.dbb-wolf.de

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26. November 2022Allgemein

Wolfsschutz-Deutschland e. V sagt „Stop“ zur Aufweichung des Schutzstatus für Wölfe in der EU

Vorgestern gab es einen erneuten Vorstoß der Agrar- und Jagdlobby auf das EU-Parlament, den hohen Schutzstatus der Wölfe herabzusetzen. Dabei hat das Parlament einer Resolution zugestimmt, die fordert, den Schutzstatus der Wölfe im Rahmen der Berner Konvention zurückzustufen. Die Eurogroup for Animals fordert die EU-Kommission auf, Weidetiere zu schützen, statt Wölfe zu schießen sowie eine Koexistenz zu ermöglichen.  Wolfsschutz-Deutschland e. V. schließ sich dieser Minimalforderung an, fordert aber auch Konsequenzen für Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter, die sich konsequent weigern, ihre Tiere zu schützen und stattdessen sogar Risse provozieren.

Wolfsschutz-Deutschland e. V. sagt „nein“. Bild Pixabay.

Keine bindende Entscheidung aber eine gefährliche Tendenz

Die Abstimmung über den Entschluss sei keine bindende Entscheidung, lautet die Einschätzung der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht. Man fürchtet dort  jedoch, dass dies sowohl nach Europa, wie auch insbesondere an die Europäische Kommission ein höchst besorgniserregendes Signal ist. Zitat: „Würde die Entschließung so umgesetzt werden, würde sie Raum dafür eröffnen, Wölfe und andere streng geschützte Carnivoren einem hohen Risiko auszusetzen.
Bislang sehen die EU-Vorschriften, gerade die Habitat-Richtlinie, einen strengen Schutz von Wölfen und anderen bedrohten Tierarten vor und es wurde sich bereits (durchaus erfolgreich) um die Erhaltung der Arten bemüht. Nichtsdestotrotz sind die einer ständigen Gefahr ausgesetzt, welche nun noch wachsen könnte und eine reiche Artenvielfalt sowie ein gesundes Ökosystem bedrohen.“
Wolfsschutz-Deutschland e. V. schließt sich dieser Einschätzung an und wir fordern, diesem offenkundigen Lobbyismus keine Chance zu geben. Unser Appell an die zuständigen EU-Abgeordneten ist es, standhaft zu bleiben. Das Ziel ist mit der Abstimmung über den Antrag natürlich nicht erreicht, dennoch fühlt sich die Lobby einen Schritt näher und möchte ganz augenscheinlich für ihren persönlichen Vorteil das Erreichen von Verbesserungen im Natur-, Tier- und Artenschutz zunichte machen, denn unstreitbar ist es, dass Wölfe und andere Beutegreifer zu einem gesunden Ökosystem beitragen und Weidetiere gleichzeitig geschützt werden können.
Es könnten dunkle Zeiten für Wölfe und andere Beutegreifer bevorstehen, wenn sich die Lobbykraten in der EU durchsetzen.

 

In den vergangenen Jahren haben wir es immer wieder nachgewiesen, dass Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter bewusst das Leben ihrer Tiere aufs Spiel setzen, indem sie ihre Tiere einfach nicht schützen wollen. Sie bauen Zäune erst gar nicht, oder aber mangelhaft auf. Lieber nehmen sie anscheinend Risse in Kauf, um eben anschließend zu behaupten, dass wolfsabweisende Maßnahmen nichts bringen würden und dass die Wölfe, die sich am Buffett bedient haben, abgeschossen werden müssten. In der Alpenregion behauptet man sogar, der Aufwand von Schutz wäre nicht zu erbringen und zu viel verlangt. Dies ist vollkommen inakzeptabel und wir fordern, dass hier rechtliche Möglichkeiten geschaffen werden, solche Halterinnen und Halter zu belangen.

Protestieren beim zuständigen EU-Kommissar

Jeder einzelne kann hier etwas tun und beim zuständigen EU-Kommissar auf die Wichtigkeit des Schutzes für Wölfe und andere Beutegreifer hinweisen. Hier die Kontakadresse:

Mr. Virginijus Sinkevičius

Rue de la Loi / Wetstraat 200

1049 Brussels / Belgium

 

Mail an:

nature@ec.europa.eu

cab-sinkevicius-contact@ec.europa.eu

 

 

Quellen: https://www.eurogroupforanimals.org/news/european-parliament-votes-downgrade-protection-large-carnivores?fbclid=IwAR176qhL78z1y9RcHF5W-KE_8J1zE8mMgNvlL4kfu6A2mxiby4k65x8BFSY

https://www.facebook.com/Tierschutzrecht

https://bauernzeitung.at/resolution-zur-ueberpruefung-des-schutzstatus-von-woelfen/?fbclid=IwAR3pz5yr-ViJvN22GK0y0D-nkajDodeuUpLLLZxU7vbxf14PsVYYNAxbyHw

 

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23. November 202224. November 2022Allgemein

Kurzmeldungen aus Niedersachsen, Hessen und Baden-Württemberg

Zur Zeit passiert so viel zum Thema Wolf gleichzeitig, dass wir uns entschlossen haben, ein neues Format herauszubringen. In unseren Kurzmeldungen bringen wir das Wichtigste in kompakter Form:

Niedersachsen – eine überraschende Wendung nimmt nun der Fall eines augenscheinlich illegal getöteten Wolfs bei Stubben. Statt Schussverletzungen hätte man nun in Berlin die überraschende Totesursache Bisse festgestellt. https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Stubben-Ursache-von-Tod-von-Wolf-steht-fest,aktuelloldenburg11090.html?fbclid=IwAR27pCy9JP7SA3kOq_QP86seUFr9eJuBUm356Jd-IJ1eBpC8BjgINVSIyLY

Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. sind äußert überrascht und verwundert, zumal ein Zwischenergebnis „Schüsse“ und zwar sogar sehr genau „drei Schüse aus zwei verschiedenen Waffen“ gelautet hatte. Wir hatten Anzeige gestellt, die nun natürlich obsolet ist. Dies betrifft auch die Belohnung: https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/10/18/wolf-im-landkreis-cuxhaven-illegal-erschossen-wolfsschutz-deutschland-e-v-stellt-strafanzeige-und-setzt-belohnung-aus/

Niedersachsen – Umweltminister Meyer  (Grüne) nimmt die Beschwerde, die  sein Vorgänger Lies (SPD) gegen die Entscheidung des Gerichtes eingelegt hattte, zurück. Damit ist die Schießgenehmigung gegen den Friedeburger Wolf endlich vom Tisch. https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Beschluss-rechtskraeftig-Kein-Abschuss-von-Friedeburger-Wolf,wolf4682.html?fbclid=IwAR3QEcLQqucx9gXontt5jlroCVjlXpv9AdcdUv1PJ6uMcJv6lmuj3uadwvA

Hessen – Hessen stellt mehr Geld für Weidetierschutz zur Verfügung, doch nur ein geringer Betrag wurde überhaupt abgerufen. Lieber setzt man wohl auf Risse, damit dann der Abschuss der Wölfe gefordert werden kann? https://www.hna.de/lokales/rotenburg-bebra/verbaende-bemaengeln-foerderrichtlinie-des-umweltministeriums-zum-schutz-vor-woelfen-91932508.html?fbclid=IwAR39LMH1jNoT-9hNCm-kQxEt5CF8gMs4o3jgWZazR0ptv-v6ydzGkFNGfX4

Hessen – Das Stölzinger Rudel wurde bei Waldkappel gefilmt. https://www.facebook.com/watch/?ref=search&v=523160609389379&external_log_id=d1596435-59bf-4b0e-9fc6-84859c6b17a5&q=Waldkappel%20Video%20Wolf

Baden-Württemberg – Eine Aufnahme durch eine Wildtierkamera hat bestätigt, dass sich im Zollernalbkreis ein Wolf aufhält oder aufgehalten hat.

Am 11. November dieses Jahres lieferte eine Wildtierkamera in der Gemeindeebene von Burladingen ein Foto, das die Fachleute der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt FVA in Freiburg als sicheren Wolfsnachweis (sogenannter C1-Nachweis) bewerten.

Sichere Informationen über die Herkunft, das Geschlecht und die Identität des Wolfes können nur über weitere Nachweise und Untersuchungen gewonnen werden, die aber im Moment nicht vorliegen.

Die Frage, ob der Wolf weitergezogen ist, oder sich noch im Zollernalbkreis aufhält, kann nicht beantwortet werden. Im Land leben derzeit drei sesshafte Wolfsrüden. https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/presse/pressemitteilung/pid/sicherer-wolfsnachweis-im-zollernalbkreis-1

 

 

 

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22. November 2022Allgemein

Weihnachtsversteigerung für Wolfsschutz-Deutschland e. V.

Unser Vereinsmitglied und Wolfsfreund Norbert S. möchte unseren Verein unterstützen und er versteigert eine Silbermünze. Gebote können bis zum 27.11.2022, 19 Uhr, abgegeben werden. Diese Aktion freut uns so sehr, dass wir sie hier vorstellen wollen.

Die 2-Dollar-Münze aus Kanada wurde 2015 herausgegeben und ist aus Silber. Hier zu sehen die Vorderseite mit der Queen und auf der Rückseite ein Wolf. Diese Münze ist sowohl für Queen- als auch für Wolfsfans ein schönes Weihnachtsgeschenk.

Das Gebot liegt zur Zeit bei 50 Euro. Der Versand kostet fünf Euro. Gebote können in unserer Facebook-Gruppe unter einem Thread dazu abgegeben werden, oder direkt per Mail an: schimpfnorbert702@gmail.com

Hier der Link zu unserer Facebookgruppe: https://www.facebook.com/groups/630745127109379/permalink/2002540903263121

Viel Spaß beim Mitmachen.

 

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20. November 202220. November 2022Allgemein

Sachsen: Hund rettet Wolf

Bei Görlitz entdeckte ein Gassigeher dank seines Hundes einen Wolf in einer sehr  verzwickten Lage in einem Gully, heisst es in einer Polizeimeldung vom Freitag. Das Jungtier wurde von der Feuerwehr befreit und soll sich bis jetzt in tierärztlicher Behandlung befinden. Plan sei es, das Jungtier wieder auszuwildern. Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. werden da dranbleiben und nachfragen. Hier unser Bericht.

Wölfchen in der Grube

Der Hund habe  beim Spaziergang am Freitagmorgen bei Deschka „etwas in die Nase“ bekommen, heisst es in dem Polizeibericht. Er hätte seinen Besitzer zu einem offen stehenden Gully geführt, aus dem „es geknurrt“ hätte. Warum dort ein Gully so gefährlich offen stand wird nicht weiter erläutert. Fakt ist es aber, dass dort wohl auch ein Kind hätte hineinfallen können.

 

Der Welpe in einer höchst misslichen Lag. Von alleine wäre er aus dem Gully nicht wieder heraus gekommen. Foto © Polizeidirektion Görlitz.

Der Hundebesitzer habe sofort die schlimme Lage des Wolfs erkannt und die Polizei, die wiederum die Feuerwehr informierte, die den Wolf aus dem Schacht befreite. Eine Mitarbeiterin des Wolfsbüros sei auch vor Ort gewesen und hätte das Jungtier betäubt, das offenbar unverletzt gewesen wäre, aber dennoch zu einem Tierarzt gebracht worden wäre. Ein Auswilderungstermin stehe allerdings noch nicht fest, heisst es weiter.  Wir werden hier dranbleiben und nachfragen.

 

Hier die PM: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1057720?fbclid=IwAR1KoQeuy1EKav9u3ASPmCM7qxv3hreJzZfBXbcFhbaBrdJEu9eESyH85gQ

Hier die Meldung der Polizei: https://www.polizei.sachsen.de/de/MI_2022_93534.htm

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16. November 202216. November 2022Allgemein

Geheime Wolfsjagden auch in Brandenburg

Im Rahmen unseres Pressespiegels stolperten wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. über einen Artikel in der MAZ von gestern, in dem aufgeführt ist, dass es eine Schießgenehmigung auf einen Wolf im Landkreis Teltow-Fläming geben würde. Und dies schon seit Juli 22. Vergeblich suchten wir nach einer Pressemitteilung dazu. Telefonische Nachfragen beim Umweltministerium und beim Landesamt für Umwelt haben heute bestätigt, dass es keine Pressemitteilung gab. Wolfsschutz-Deutschland e. V. protestiert auf das Schärfste gegen diese Praktiken, Schießgenehmigungen zu erteilen, ohne die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Wir behalten uns vor, Strafanzeigen gegen Umweltminister Vogel (Grüne) und ausführende Personen zu stellen, sollte der Wolf tatsächlich zu Tode kommen.

Auszug aus dem Artikel der MAZ:

Zitat: „Wolf in TF konnte bisher nicht erschossen werden. Details aus der Statistik zeigen, wie gefährlich die Situation teilweise ist: Im Mai hat ein Wolf mehrere Kamerunschafe in der Stadt Luckenwalde gerissen. Schon im März hatte es einen ähnlichen Vorfall in Jüterbog gegeben. Noch stärker betroffen ist die Region östlich von Dahme. Dort haben Wölfe über Monate hinweg immer wieder mehrere Dutzende Schafe getötet, teilweise fast 20 an einem Tag. Weil es in TF immer wieder auch zu Übergriffen kam, obwohl die Tierhalter wolfabweisende Maßnahmen zum Beispiel mit speziellen Zäunen getroffen haben, ist ein Wolf im Landkreis nun sogar offiziell zum Abschuss freigegeben. „Diese Maßnahme läuft seit Juli und noch mindestens bis Dezember“, berichtete Harms. „Es sind Personen bestellt, die versuchen, den Wolf zu schießen, bisher aber ohne Erfolg.“

Hintergrund:

Die EU eröffnete bereits ein Pilotverfahren gegen Deutschland, unter anderem auch wegen den Wolfsverordnungen Niedersachsen und Brandenburg. Somit muss unserer Ansicht Umweltverbänden die Möglichkeit gegeben werden, gegen Abschussgenehmigungen zu klagen. Wer aber gar nicht erfährt, dass es eine Abschussgenehmigung gibt, der kann auch keine juristischen Schritte dagegen unternehmen. Deshalb sind geheim gehaltene Abschussverfügungen unserer Ansicht nach illegal.

Schießereien wie in Niedersachsen?

Zuletzt war der Niedersächsische Umweltminister Lies unter scharfe Kritik geraten, weil er Wölfe in solchen geheimen Wolfsjagden abschießen ließ bzw. abschießen lassen will. Mehrere Verbände hatten gegen bekannt gewordene Schießbefehle geklagt und auch wie zum Beispiel im Fall Landkreis Wittmund, Erfolg gehabt.

Wir fordern das Umweltministerium Brandenburg sowie Umweltminister Axel Vogel (Grüne) auf, sofort die geheimen Wolfsjagden zu beenden und der Informationspflicht der Öffentlichkeit nachzukommen. Ferner stellen wir eine offizielle Anfrage mit der Bitte um Angabe, wie viele Abschussgenehmigungen in Brandenburg in diesem Jahr erteilt wurden.

Quellen:

https://www.maz-online.de/lokales/teltow-flaeming/luckenwalde/teltow-flaeming-wolf-zum-abschuss-freigegeben-weniger-wild-in-waeldern-unterwegs-DNUZZSNTKBD76KK3MHNCOMCRNY.html?fbclid=IwAR3vaN8ITYsMK53zb0hNlpERhEWwVSlBrReo7vx6FIsZhIC-DE5o2Xh8Dzk

https://wolfsschutz-deutschland.de/2021/06/28/wolfsabschuesse-in-niedersachsen-von-der-eu-ins-pilotverfahren-gegen-deutschland-aufgenommen/

 

 

 

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10. November 202212. November 2022Allgemein

Zuwachs in Sachsen stagniert: Wolfsland darf nicht sterben

Von den Älteren werden sich viele noch an die hoch emotionale, mit einem Oskar gekrönte Dokumentation Ende  der fünfziger und Anfang der sechziger Jahre (und dem gleichnamige Buch) des vergangenen Jahrhunderts von Bernhard Grzimek mit dem Titel „Die Serengeti darf nicht sterben“, erinnern. Vollkommen zu Recht wurde das Naturparadies in Ostafrika gerettet. Auch heute sind viele Menschen in Deutschland eher bereit, sich für Tiere und Gebiete einzusetzen, die nicht sie selber betreffen. „Wir verlangen von den Menschen in Afrika, dass sie Tiere schützen, während wir hier nicht einmal mit unseren Wölfen klar kommen,“ stellte auch der verstorbene Wolfsexperte Toni Seiler fest. Unsere Reportage soll deshalb auch als Weckruf dazu dienen, dass wir auch in Deutschland wunderbare Tierparadiese für Mensch und Tier erhalten müssen. Das Wolfsland Sachsen war das erste Bundesland in Deutschland, in das vor über 20 Jahren die Wölfe zurückgekehrt sind. Heute ist ihre Zukunft gefährdet. Ganze Rudel „verschwinden“ dort und erst kürzlich wurde ein Jährling illegal getötet. Wolfsschutz-Deutschland e. V. stellt Strafanzeige. Wir zeigen hier in unserer Reportage aber auch märchenhafte Landschaften, dokumentieren wieder Zaunfrevel und wir erleben dort auch Menschen, die sich mit viel Herzblut und Mut für „ihre“ Wölfe einsetzen. Zu ihrem Schutz können wir sie nicht auf Fotos zeigen, aber sie stellen die Basis für einen neuen Umgang mit unseren Mitlebewesen dar. Dieser Beitrag soll auch eine Wertschätzung an diese mutigen Menschen aus Sachsen und angrenzend Polen sein.

Am 7. September wurde das Leben einer erst ein Jahr alten Wölfin für immer ausgelöscht. GW 2956f, so lautete ihre Kennung, stammte aus der Familie Königsbrück II. Gefunden wurde sie im Raum Moritzburg bei Meißen. Sie ist eine von bundesweit sieben Wölfen, deren illegaler Abschuss überhaupt bekannt geworden ist. Die meisten Taten geschahen allerdings nicht in Sachsen, sondern in Brandenburg. Wolfsschutz-Deutschland e. V. schätzt die Dunkelziffer auf fünffach höher ein. Im Fall von GW 2956f stellen wir erneut Strafanzeige. Nach offiziellen Zahlen kamen in Sachsen von 1990 bis 2022 alleine 160 Wölfe ums Leben. Dabei wird der Straßenverkehr als am gefährlichsten in der Statistik aufgeführt, was uns überhaupt nicht verwundert, denn wir haben Rasereien am eigenen Leib erfahren. Wir sind die Strecke von Delitzsch, über Düben, Authausen, Kamenz, Rothenburg, Knappenrode, Kreba, Weißwasser, Bad Muskau nämlich über Land und nicht über die Autobehan gefahren und wir hielten uns an Geschwindigkeitsbeschränkungen, wo wir Beschimpfungen, Lichthupen, Bedrängungen und mehrmalige riskante Überholmanöver erlebten. Auf Wildtiere wird keine Rücksicht genommen. Nicht nur Wölfe, auch zahlreiche andere Tiere werden regelmäßig überfahren.

Hobbyjäger schießen Wölfe in  Sachsen?

Jäger erschossen in der Saison 21/22 18 Wölfe, 20/21 sogar 24 Wölfe und 23 Wölfe 2019/2020? Wie kann das sein? Wölfe sind zwar in Sachsen im Jagdrecht, doch es tritt hier normalerweise automatisch eine ganzjährige Schonzeit in Kraft. Zu erfahren sind diese ungeheuerlichen Zahlen nicht etwa in offiziellen Pressemitteilungen. Nein, sie verstecken sich in der Jagdstatistik des Landesjagdverbandes Sachsen. Unter den Zahlen ist ein Hinweis, dass diese Abschüsse mit dem Kontaktbüro Wölfe in Sachsen/Fachstelle Wolf abgestimmt worden seien. Wir fordern eine sofortige Aufklärung  sowie Information der Öffentlichkeit über diese Vorfälle. Falls es sich um so genanntes Fallwild, also überfahrene oder eines natürlichen Todes verstorbene Wölfe handeln sollte, ist die Liste sehr missverständlich ausgeführt. Vergleicht man die Fallwildzahlen von den offiziellen Stellen so besteht nochimmer eine Differenz von einem Wolf. Leider konnten wir den Sachverhalt bislang nicht telefonisch klären.

 

Wolfsspur in der Oberlausitz.

 

Einblick in das Rudelgebiet Delitzsch.

 

 

 

Wer auf den Spuren der Wölfe wandeln will, muss sich nicht ins Dickicht schlagen, sondern kann dies vollkommen naturschutzkonform machen. Wölfe benutzen nämlich sehr gerne das Wegenetz des Menschen. Sie markieren ihre Reviergrenzen mit Kot, damit fremde Wölfe gleich merken, dass dieses Gebiet bereits besetzt ist.

 

 

Auch Kormorane werden von Jägern gnadenlos verfolgt und geschossen. Sie stören die Fischteichbesitzer, weil sie ihren Anteil an Fisch aus den Teichen holen.

Verschwundene Rudel und Ergebnisse des offiziellen Wolfsmonitorings

Die Fachstelle Wolf beschieb in einer Pressemitteilung eine „hohe Dynamik“ mit entsprechendem Konkurrenzdruck unter Sachsens Wölfen und erklärte sich dadurch das Verschwinden von kompletten Rudeln: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1030476

Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. deuteten die Zahlen auch aufgrund persönlicher Recherchen von Aktiven anders und schlugen Alarm: https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/05/18/wolfsschutz-deutschland-e-v-schlaegt-alarm-wolfsrudel-an-der-grenze-zu-polen-verschwunden/

Wolfszuwachs in Sachsen stagniert

Hier sind die aktuellen Daten. Das Rudel Neusorge ist u. a. gar nicht mehr aufgeführt. Insgesamt sollen es mehr Wolfsterritorien geworden sein. Eine Datenlage, die wir so nicht bestätigen können, aber wir haben ja auch wesentlich weniger Aktive und Wildkameras vor Ort. Von einem rasanten Wachstum des Wolfsbestandes in Sachsen kann jedoch gar keine Rede sein. Es gibt unterm Strich nur zwei Territorien mehr. Freilich merken das nur diejenigen, die nicht nur das Intro und die Überschrift der Presseinformation lesen. Die Massenmedien und zuerst die dpa übernehmen die PM und setzen nur die neuen Territorien in Headline und Intro. So entsteht der Eindruck, als würden sich die Wölfe in Sachsen weiter lustig vermehren. Die offiziellen Stellen erklären das Verschwinden von Rudeln erneut damit, dass ein hoher Konkurrenzdruck unter den Rudeln herrschen würde. Wir erleben es etwas anders. Nämlich die Wölfe könnten auch durch ständig stattfindende Drück- und Gesellschaftsjagden gestört werden. Zudem hindert der Wildschweinzaun sie am Überqueren von Polen aus. Auch das illegale Töten von Wölfen wird in Sachsen oft anders gehandhabt als in anderen Bundesländern. SSS, Schießen, Schaufeln, Schweigen wird ernst gommen und man präsentiert erschossene Tiere nicht. Sie „verschwinden“ einfach. https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1057087?fbclid=IwAR0tDxpJFMOy-WleXQOt-3R106UxpqXk0BkY9IaYFHssfi6vaSpPk5QqC2s

 

So sieht eine typische Wolfslosung aus. Es sind immer Haare und/oder Knochenteile aus den Beutetieren, wie Reh oder Wildschwein, enthalten.

 

Ausblick aus einer unserer Wildkameras.

 

Das sind die echten blühenden Landschaften. Ehemalige Tagebaugebiete verwandeln sich nach und nach in Seenlandschaften.

 

Kurzer Einblick in das Rudelgebiet Delitzsch.

 

Eine Reise Wert ist auch schon alleine der Schlosspark bei Bad Muskau. Fürst Pückler setze sich damit selbst und der ganzen Region ein Denkmal. Hier zu sehen die Rakotzbrücke. Mehr über den Park, der auch nach Polen reicht, gibt es hier: https://www.entdecke-sachsen.de/ziel/f%C3%BCrst-p%C3%BCckler-park-bad-muskau-mit-neuem-schloss.html

Schwer in der Kritik stand das Tagebaugebiet Weißwasser, hier sind wir am Aussichtsturm am schweren Berg bei Weißwasser. Ein ganzer Urwald musste dem Energiebedarf weichen. Dennoch bietet das Gebiet heute ein Zuhause für Wölfe.

 

Blick von vor dem Aussichtsturm Weißwasser auf das Kraftwerk Boxberg. Hier in diesem kurzen Film sind noch schöne Luftaufnahmen auf das Kraftwerk Boxberg und Klitten, dem Zuhause von mehreren Wolfsrudeln  sowie über den Bärwalder See zu sehen, der zum Naherholungsgebiet wurde. https://www.youtube.com/watch?v=_d31ImxcJQY

 

 

 

Wolfsspuren in der Nähe von Weißwasser.

 

 

Jürgen Götz, Kassenwart und auch aktives Vorstandsmitglied von Wolfsschutz-Deutschland e. V.

 

Kaum zu glauben, dass sich in dieser Mondlandschaft Wildtiere wohlfühlen.

 

Immer näher rückt das Tagebaugebeit an die Wälder heran. Hier die Abbruchkante.

 

Mondlandschaft: Auf der einen Seite Bergbaugebiet, auf der anderen Truppenübungsplatz.

 

 

Bizarre Landschaften, von Menschenhand geformt, bieten Wölfen nun ein Zuhause.

 

Hier könnte eine Wolfsjagd auf einen Hirschen stattgefunden haben.

Wolfsspuren.

 

Tagebaugebiet Oberlausitz.

 

Im Landkreis Bautzen geschehen noch immer die meisten Wolfsrisse. Warum Weidetierhalter ihre Tiere so offensichtlich ungeschützt – wie im Gebiet des Rosenthaler Rudels – lassen, ist kaum zu verstehen und noch weniger zu erklären.

Schadensstatistik für das Jahr 2021

Die Zahl der Weidetiere, die bei Wolfsübergriffen getötet, verletzt oder vermisst wurden, ist in Sachsen zurückgegangen, während die Anzahl der Rissereignisse auf einem ähnlichen Niveau bleibt. Das sind Ergebnisse aus der Rissstatistik für das Jahr 2021, die das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) bereits im Februar 2022 veröffentlicht hat.

2021 sind in Sachsen 383 Weidetiere durch Wölfe geschädigt worden und damit weniger als in den beiden Vorjahren. 2020 wurden 417 Weidetiere bei Wolfsübergriffen verletzt, getötet oder vermisst, 2019 waren es 547 Tiere. Die Anzahl der Rissereignisse hat sich im Jahr 2021 mit 116 Rissen an Weidetieren im Vergleich zu 2020 mit 112 Rissen an Weidetieren hingegen kaum verändert. Die meisten Ereignisse hatte es in Sachsen 2019 gegeben, als es zu 135 Übergriffen durch Wölfe auf Weidetiere kam.

Herdenschutz wirkt, wenn er denn eingesetzt wird

Ob sich der Trend, dass weniger Weidetiere bei Wolfsrissen geschädigt werden, in Zukunft fortsetzen wird, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bewertet werden. Zum einen gingen die Wolfsexperten davon aus, dass Wölfe in weiteren Regionen Sachsens, wie das Erzgebirge, vordringen werden, zum anderen hat die Umsetzung der Herdenschutzmaßnahmen vor Ort einen großen Einfluss auf das Rissgeschehen, so die PM.

Bei Wolfsübergriffen im Jahr 2021 waren überwiegend Schafe betroffen. Das entspricht einem Anteil von 83 Prozent der Fälle, gefolgt von Damwild (sieben Prozent), Ziegen (sechs Prozent), Rind (drei Prozent) und Alpaka (ein Prozent). In 40 Prozent der Fälle sind die Vorgaben des Mindestschutzes nach Sächsischer Wolfsverordnung nicht eingehalten worden. Darüber hinaus empfiehlt die Fachstelle Wolf den Tierhaltern Herdenschutzmaßnahmen, die über die gesetzlichen Mindestschutzkriterien hinausgehen. Diese empfohlenen Schutzmaßnahmen wurden lediglich in neun begutachteten Fällen vorgefunden.

Im Landkreis Bautzen ereigneten sich 2021 mit 53 Rissen die meisten Wolfsübergriffe, gefolgt vom Landkreis Görlitz mit 20, dem Landkreis Meißen mit 15 und dem Landkreis Nordsachsen mit 14 Rissereignissen. Schwerpunktregionen mit einem erhöhten Rissgeschehen waren der Raum Elstra und der Raum Wittichenau im Landkreis Bautzen, der Raum Strehla beziehungsweise die Gohrischheide im Landkreis Meißen sowie der Raum Reichenbach im Landkreis Görlitz. In den Schwerpunktregionen haben sich mit 65 Fällen und 234 geschädigten Tieren mehr als die Hälfte der bestätigten Wolfsübergriffe ereignet. In 45 Prozent der Fälle waren die Koppeln nur mit Festzäunen ohne Stromführung gesichert, die keinen guten Schutz bieten. Empfohlen werden Elektrozäune sowie eine ausreichende Koppelgröße.

Tierhalter können sogar Beratungsgespräche in Anspruch nehmen

Insgesamt hat der Freistaat Sachsen im Jahr 2021 rund 84.300 Euro Schadensausgleich an Tierhalter gezahlt und Herdenschutzmaßnahmen in Höhe von rund 661.100 Euro gefördert. Sachsen fördert Herdenschutzmaßnahmen, die dem Schutz von Schafen, Ziegen sowie Gehege- oder Damwild dienen, zu 100 Prozent. Zudem können Tierhalter eine individuelle Herdenschutzberatung in Anspruch nehmen. Mit Blick auf die neue Weidesaison sollten Tierhalter ihre Schutzmaßnahmen überprüfen und die Beratungs- und Förderangebote in Anspruch nehmen.

Großer Rissvorfall bei Dauban im Juli 2022

An den tot aufgefundenen Tieren der Schaf- und Ziegenherde, die in der Nacht vom 6. auf den 7. Juli von einer Weide im Daubaner Wald ausgebrochen waren, sind Rissmerkmale festgestellt worden, die mit hinreichender Sicherheit von Wölfen verursacht wurden. Das bestätigte die Fachstelle Wolf des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) im Juli.

Der gesetzlich geforderte Mindestschutz für die Tiere sei gegeben gewesen, bevor die Herde ausgebrochen sei. Ab dem Zeitpunkt des Ausbruchs wären die Tiere im Wolfsgebiet nicht mehr durch das elektrische Weidenetz geschützt gewesen und eine leichte Beute geworden. Was zum Herdenausbruch geführt hat, könne nicht abschließend rekonstruiert werden. Sowohl die Anwesenheit von Wölfen in der Nähe des Weideplatzes, als auch eine Unruhe innerhalb der Herde können mögliche Ursachen sein. Die Weide befindet sich im Territorium des Daubaner Wolfsrudels.

Warum wurden Schafe und Ziegen dort nur unter „Mindestschutz“ gehalten?

Dieser beträgt:

  • Elektrozäune: mindestens 90 cm hoch und mit einer Mindestspannung von 2.000 Volt auf der gesamten Zaunlänge.

Bei Litzenzäunen gilt: Abstand zum Boden und der Abstand der drei unteren Litzen untereinander nicht größer als 20 cm; Abstand der darüberliegenden Litzen jeweils max. 30 cm. Beispiel: 20 – 20 – 20 – 30 cm.

Bei Netzzäunen darf der Abstand der waagerechten Leiter (bis zur Höhe 60cm) max. 20 cm betragen.

  • Festzäune aus Maschendraht, Knotengeflecht oder ähnlichem Material: mindestens 120 cm hoch mit festem, bodengleichem Abschluss (Spanndraht), die aufgrund ihrer Bauart ein Durchschlüpfen von Wölfen verhindern

Hier der empfohlene Schutz:

Die empfohlenen Schutzmaßnahmen bieten einen deutlich verbesserten Grundschutz vor Wolfsübergriffen. An diesen Maßnahmen sollte man sich orientieren, wenn man seinen Herdenschutz überprüfen und verbessern möchte. Auch diese Maßnahmen können gefördert werden.

Maßnahmen:

  • Stromführende Zäune mit einer Höhe von 100 bis 120 cm und einer Mindestspannung von 4.000 Volt auf dem gesamten Zaun.
  • Bei einem Tierbestand von mehr als 100 Tieren können Herdenschutzhunde wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden.
  • Wildgatter sollten mittels Untergrabschutzes gegen das mögliche Untergraben gesichert werden.
  • Wenn ein Elektrozaun, der mindestens den Anforderungen für den Mindestschutz entsprach, überwunden wurde, sollte zusätzlich „Flatterband“ eingesetzt werden. Diese Breitbandlitze ohne Strom dient als optische Erhöhung / Barriere. Sie wird in einem Abstand von ca. 30 cm oberhalb des bestehenden Zaunes angebracht und sollte sich locker bewegen können. Der Einsatz dieses „Flatterbands“ kann vorübergehend für ein bestimmtes Gebiet zum Mindestschutz erklärt werden. Die Fachstelle Wolf gibt eine solche Mitteilung ortsüblich bekannt. Kommen Herdenschutzhunde zum Einsatz, kann auf das Flatterband verzichtet werden.

Festzäune können zwar die Mindestschutzkriterien erfüllen, sie werden jedoch nicht empfohlen und sind nicht förderfähig (außer Untergrabschutz bei Gehegewild). Sie stellen lediglich eine rein physische Barriere dar, die leicht untergraben bzw. überwunden werden kann. Sie verfügen über keine aktive, abschreckende Wirkung, wie stromführende Zäune.

 

Teichgebiet Kreba. Graureiher übernachten in den bereits abgelassenen Fischteichen.

 

Einige Fischteiche bei Kreba sind noch befüllt.
Auch Waschbären haben sich in der Oberlausitz und auch in Nordsachsen angesiedelt.

 

 

Einsamer Schwan kurz vor Einbruch der Nacht.

 

Film Teichgebiet Kreba. Leider bekamen wir einen vorbei fliegenden Seeadler nicht mehr drauf.

 

Für Nachtwanderungen braucht es etwas Mut. Nicht etwa wegen Wölfen und anderen Tieren, sondern die Dämmerung ist auch die Zeit der Hobbyjäger, von denen man sich nicht einschüchtern lassen sollte.

 

 

Abends kehrt Ruhe in den Teichgebieten ein.

 

Landschaften, die an impressionistische Bilder erinnern. Hier Teichgebiet Kreba.

 

Zwei- nicht vierbeinige Problemjäger

Hobbyjäger erschießen in Sachsen auch Biber und Seeotter. Doch sie schießen auch Mufflons, deren Rückgang sie sehr gerne den Wölfen zuschieben. Dabei waren es die Jäger selbst, die die Mufflons als leicht zu schießende Beute ursprünglich ausgesetzt hatten.

Ferner mussten in der aktuellen Jagdsaison fast 3.000  Dachse dran glauben sowie rund 14.000 Füchse. Auch vor den sehr selten gewordenen Waldschnepfen machen die Jägermeister nicht Halt. Feldhasen stehen auf der roten Liste. Dennoch wurden fast 600 von ihnen geschossen. Fast 36.000 Rehe starben durch Jägerhand. Weitere Zahlen sind in der unter Quellen verlinkten Jagdstatistik zu finden.

Nicht einmal in Totalreservaten finden Wildtiere Ruhe und Frieden. Selbst hier hat die Jagdlobby durchgesetzt, dass im letztes Quartal eines Jahres gejagt werden darf.

Viele Jäger sitzen in Entscheiderpositionen. Ganze Landstriche werden so Willkür und einer Gutsherrenartmentalität unterworfen.

 

 

Bei Neustadt führt ein zirka vier Kilometer langer Wanderweg teilweise an der Spree vorbei. Wanderer sollten sich allerdings von Jägern nicht einschüchtern lassen. In unserem Fall wollte uns tatsächlich jemand, der von sich behauptete kein Jäger, sondern Waldbesitzer zu sein, aus dem Wald heraus scheuchen. Er erzählte wahres Jägerlatein von Angriffen auf Menschen und behauptete sogar, dass die Schweinepest von Wölfen verbreitet werde. In Wirklichkeit können Wölfe beim Eindämmen der Scheinepest helfen: https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/01/10/neue-studie-woelfe-koennen-afrikanische-schweinepest-asp-eindaemmen/     Sein Auftreten war agressiv und autoritär. Unseren Einwand, dass wir in Eile seien, wollte er nicht gelten lassen. Wir setzten unsere Wanderung natürlich dennoch fort. Nicht nur Wanderer, auch Fotografen müssen mit solchen „Angriffen“ von Problemjägern rechnen. Einfach nicht beirren lassen.Besser ist es, immer mindestens mit zwei Personen unterwegs zu sein. Tatsächlich darf man sich im Wald überall aufhalten, außer natürlich auf dem Gebiet der Truppenübungsplätze.

 

 

 

Die Spree bei Neustadt im Morgennebel.

Die Spress im Morgennebel auch noch einmal in einem kurzen Film.

Blick in das Zuhause des Neustädter Rudels

 

Die Sachsen und ihre Wölfe

Den meisten Sachsen sind die Wölfe schlicht und einfach egal. Angst hat so gut wie niemand. Allerdings macht auch dort die Agrar- und noch mehr die Jagdlobby Stimmung gegen die Beutegreifer. Die meisten Sachsen wollen absolut nicht als Schafe gelten, doch sehr an ihren Wölfen hängen sie leider auch nicht. Dabei würde es sich so sehr lohnen, um die sächsischen Wölfe zu kämpfen. Die wunderschöne Natur dort könnte es mit der Serengeti durchaus aufnehmen. Nur haben dort die Einheimischen begriffen, was für ein Erbe und was für eine Verantwortung sie tragen, und dass die einmalige Tierwelt geschützt werden muss. Nach nunmehr vier Jahren mit Vereinssitz in Sachsen haben wir die Seele der Sachsen noch immer nicht ganz verstanden, doch es ist nicht stimmig, viele von ihnen einfach nur als fremdenfeindlich und altmodisch zu bezeichnen. Sie sind ein freiheitsliebendes Volk und damit den Wölfen eigentlich sehr ähnlich, denen auch ihre Familie am meisten bedeutet. Auch Wölfe lieben Traditionen. Viele sächsiche Tierschützerinnen und Tierschützer haben ein großes Herz und sie sind liebenswert und hilfsbereit. Nur sind dort noch viel zu wenige im Einsatz. Wir sind dringend auf aktive und finanzielle Unterstützung angewiesen. Neuen Mitgliedern wird zum Schutz Anonymität zugesichert.

Diese Aufnahmen stammen noch aus dem September. Die Wölfe tragen noch kein Winterfell.

 

Im Namen der Schweinepest erfolgt in Sachsen ein „Ausrottungskrieg“ gegen Wildschweine. Weitestgehend von der Öffentlichkeit unbemerkt und unter so gut wie keinem Protest. Hunderte Kilometer Wald- und Wiesengebiete sind mit für Wildschweine und auch andere Tiere undurchdringlichen Zäunen versehen, wie hier in unserem kurzen Video zu sehen. Die Hobbyjäger erhalten eine Abschussprämie von 150 Euro pro Wildschwein. Die Folgen für Ökosysteme, aus denen eine komplette Art „entfernt“ wird, sind unabsehbar, doch auch ethisch ist dies der falsche Weg. Wir haben dort keine Wildschweine mehr vor unseren Wildkameras.

Kletterhilfen für Wölfe und andere Tiere wurden nach Protest der Hobbyjäger wieder abgebaut: https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/02/15/sachsen-wolfsschutz-deutschland-e-v-protestiert-gegen-den-abbau-von-kletterhilfen-ueber-asp-zaeune-fuer-woelfe/

 

 

Die Truppenübungsplätze in der Oberlausitz dienen den Wölfen als Rückzugsgebiet.

 

Zaunsituation im Gebiet des Rudels Gorischheide. Der Ort wurde dadruch bekannt, dass ee junge Wölfin einen Solarleuchte klaute und einen Hundepool zerstörte.

Wie in anderen Bundesländern auch, stellt es auch in der Oberlausitz gar kein großes Problem dar, Gemüsefelder und Äcker mit Untergrabschutz und Stromlitzen einzuzäunen. Warum dies bei Weidetieren so verpönt ist, ist nicht nachvollziehbar.

 

Viele Wander- und Radwege führen an Truppenübungsplätzen vorbei. Betreten ist dort verboten. Die Wölfe haben sich längst mit den schweren Maschinen und auch dem Geballere arrangiert.

 

Kein Urwald, sondern Kieferplantagen.

 

Im Hintergrund ist der Hochsitz zu erkennen. Der Erdwall soll als Kugelfang dienen, um nicht Spaziergänger und Wanderer abzuschießen. Dennoch passieren viele Jagdunfälle. Von Wölfen dagegen gab es seit ihrer Rückkehr vor über 20 Jahren keinen einzigen Übergriff auf Menschen.
Seenlandschaft in der Oberlausitz.
Die gezeigten Bilder stammen von Jürgen Götz und Brigitte Sommer. Beide nutzen ihre privaten Kameras auch für den Verein.

 

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Auch Paypal ist möglich: https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

 

 

 

Quellen: https://wildundhund.de/sachsen-zahlt-entnahmepraemie-von-150-euro-pro-wildschwein/

https://www.dbb-wolf.de/totfunde/auflistung-nach-jahren

https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1038607

https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1051728

Interaktive Karte der DBB-Wolf zu den Wolfsterritorien in Sachsen: https://dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen/territorien/karte-der-territorien

Jagdstrecke Sachsen: https://ljv-sachsen.de/wp-content/uploads/2022/09/Jahresjagdstreckenuebersicht-fuer-den-Freistaat-Sachsen2305843009217272985.pdf

Aktuelle Rissliste: https://www.wolf.sachsen.de/download/Schadensstatistik_Internet_KW40.pdf

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20. Oktober 202220. Oktober 2022Allgemein

Happy End für Wolf Bubla in Tschechien – Tod für Wolf Meckie in Deutschland

Er lag Ende September hilflos und bewegungsunfähig im Unterholz. Der Jungwolf, geboren erst in diesem Mai, wäre nur wenige Monate später schon wieder gestorben, hätte ihn nicht ein Pilzsammler mit Herz gefunden. Bubla, so lautet heute sein Name, hatte Glück, dass er auf der Tschechischen Seite des Erzgebirges seinen Zusammenprall mit einem Auto erlebte. In Deutschland bedeutet es das Todesurteil, sollte ein Tier den Aufprall überleben. In Tschechien dagegen muss sogar laut Gesetz geholfen werden. Wolfsschutz-Deutschland e. V. hat mit einer Spende unterstützt. Hier ist Bublas Geschichte und die seiner Retter, die trotz schlechter Prognose nicht aufgaben.

Bubla landete, nachdem ein unerschrockener Pilzsammler ihn fand, zunächst in der Station Drosera Bublava, wo man anfangs von nur leichten Verletzungen ausging. Doch der Wolf kam nicht selbst auf die Beine. Weitere Untersuchungen bestätigen doch schwere innere Verletzungen, einen Kieferbruch sowie einen Schaden an der Hüfte, die operiert werden musste. Auch wurde klar, dass der junge Wolf höchstwahrscheinlich wegen dieser schweren Verletzungen nicht mehr in die Freiheit entlassen werden kann. Spätestens jetzt wäre in Deutschland die Entscheidung gefallen, das Tier zu „erlösen“, ganz anders reagierten die Menschen in Tschechien.

„Bei unserer Ankunft haben wir ihn verladen und ihn für eine gründliche tierärztliche Untersuchung zum Veterinärambulanz Dvory gebracht. Er wurde dort wirklich perfekt versorgt. Nach der Untersuchung wurde nichts Ernstes gefunden. Leider kann der Wolf noch nicht auf den Hinterbeinen stehen. Dies kann die Ursache für die Schwellung sein, die auf das Rückenmark drückt. Hoffen wir, dass es bald verschwindet und er wieder zur Natur zurückkehren kann. Wir haben den ganzen Tag über Nachrichten erhalten, in denen nach seinem Zustand gefragt wurde. Vielen Dank für eure Sorge. Drückt ihm die Daumen“, lautete ein Statusbericht auf der Facebookseite des Vereins. Tausende verfolgten das Schicksal des Jungtieres und drückten ihm die Daumen. Aber es gab auch Stimmen, die sich fürs Töten aussprachen. 

Ein Mitarbeiter des Vereins Drosera Bublava mit Wolf Bubla.

In Deutschland dagegen darf verletzen Wildtieren nicht geholfen werden. Wenn ein verletztes Wildtier nicht von selber wieder gesund werden kann, dann soll es laut Gesetz getötet werden. Über Leben und Tod entscheiden dürfen ausgerechnet u. a. auch die Jagdpächter oder die Polizei vor Ort. Wer ein verletztes Wildtier zu einem Tierarzt bringt, macht sich sogar der Wilderei schuldig. Fast zur gleichen Zeit wie Bubla kollidierte ein Wolf in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Auto. Die Polizei fackelte nicht lange, und erschoss den Wolf. Keine Chance, weil im falschen Land? Absolut kein Kompliment für ein Land mit einer solchen Vergangenheit, wie Deutschland. Wir wollen dem Tier den Namen Meckie geben.

Bubla dagegen wurde zur weiteren Diagnose und Behandlung zunächst in eine Klinik in Prag gebracht. Erfolgreich operiert wurde er dann zunächst auf der Tierrettungssation in Vlašim, die eine der wenigen ist, die über professionelle Ausrüstung und angemessene Einrichtungen für die Rettung von Tieren wie dem Wolf verfügt. Ein professionelles und engagiertes Team von Tierrettern hinzuziehen, hilft also nun  vorübergehend den Kollegen vom ZS Bublava und Betreuen den Wolfspatienten so lange bis die Station Drosera Bublava dem Wolf ein dauerhaften Zuhause geben kann.

Nach umfangreicher Diagnostik stand fest, dass Bubla eine Operation brauchte.

 

„Wie geht es weiter mit dem jungen Wolf? Er wird nur vorübergehend bei uns bleiben, und wir haben mit dem Verein Drosera einen Vertrag über die vorübergehende Betreuung abgeschlossen, der für 30 Tage gültig ist. Dies ist eine grobe Schätzung der Erholungszeit. Die Kosten werden vom Verein Drosera übernommen, der sich weiterhin um den Wolf kümmert und auch über das weitere Vorgehen im Falle einer Verschlechterung seines Gesundheitszustands entscheidet“ schreibt der Verein auf seiner Seite. Wolfsschutz-Deutschland e. V. unterstützt Drosera zunächst mit einer Spende von 200 Euro. Wir überlegen aber, ob wir nicht auch eine dauerhafte Patenschaft übernehmen könnten, oder es evtl. die Möglichkeit einer Zusammenarbeit geben könnte.
Bubla auf dem Weg zur Genesung. Er kann wieder selbstständig fressen, braucht aber noch Antibiotika.
„Wir sind froh, dass unsere Kollegen von der Station Vlašim uns geholfen haben, die unerwartete Situation zu überbrücken und uns die nötige Zeit gegeben haben, um die Genehmigungen auszuhandeln und die Räumlichkeiten für unseren Patienten einzurichten“, sagte Petr Korelus, ein Mitarbeiter des Vereins Drosera. Wir von Wolfsschutz-Deutschland e.V. freuen uns sehr, dass es in Tschechien solche Menschen gibt, die ihr Herz entscheiden lassen. Und die Fortschritte, die Bubla macht, geben ihnen Recht. „Er zerreisst sehr gerne Hundedecken. Kann uns jemand vielleicht neue Decken spenden?“ Über diese Nachricht freuten sich tausende von Menschen. Viele verfolgen das Schicksal von Bubla über die Facebookseiten der beteiligten Stationen und die tschechische Presse mit.
Ein Sprichwort lautet: „Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.“  

In diesem Sinne drücken wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. weiter die Daumen und wir bewundern die Retter in Tschechien für ihren Mut zur Menschlichkeit. Gleichzeitig trauern wir um das Schicksal von Wolf Meckie und bedauern die kaltherzige Bürokratie in Deutschland.

Quellen: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Bei-Greifswald-Polizei-erschiesst-Wolf-nach-Kollision-mit-Auto,unfall17128.html

https://vary.rozhlas.cz/vlcek-bubla-se-rychle-zotavuje-osetrovatele-ho-premistili-do-venkovni-voliery-8851104?fbclid=IwAR3iXn6Oz6jKQVCFbP4c-QBY0i55jkevdAbCplgJQjiRtqA0zqqSzKZkau4

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