NRW: Weiter Schafe ohne Schutz bei Schäfer H. im Wolfsgebiet Schermbeck

Risse bei ihm sollen mit maßgeblich für die Abschussgenehmigung für Wolfsmutter Gloria gewesen sein. Schon vor Weihnachten und jetzt auch wieder ganz aktuell, weisen wir erneut nach, dass Schafe auf einer Weide untergebracht sind, dessen Zaun auf einer Seite ohne Spannung ist. Lesen Sie hierzu unseren Bericht mit Fotos.

Diese Weide ist bei Schermbeck zu finden und sie liegt auch in dem Gebiet, in dem Gloria erschossen werden sollte. Mehrere Vereine, BUND NRW, die GzSdW, die Naturschutzinitiative und wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. hatten Klagen eingereicht. Von Seiten des Gerichtes wurde einer Eilverfügung stattgegeben und bis zur endgültigen Entscheidung des Gerichtes darf nun nicht mehr auf Gloria oder ihre Familie geschossen werden.

Einwohner munkeln übrigens, dass Schafe, die auf der Weide, die auf den Fotos zu sehen ist, gerissen worden waren, auf eine andere Weide, die wolfsabweisend umzäunt gewesen ist, verbracht worden seien, um einen Riss auf einer wolfsabweisenden Weide vorzutäuschen.  Die Weide, die auf den abgebildeten Fotos zu sehen ist, wies im vorderen Bereich stets eine ausreichende Spannung von 6.000 bis 10.000 Volt auf. Auf der Waldseite allerdings, also genau dort, wo Wölfe einen Versuch starten würden, ist keine Spannung auf den Litzen. Wölfe oder Hunde können den Wilddraht also leicht überklettern, um so an die Schafe zu gelangen.

 

Rissprovokationen im Wolfsgebiet Schermbeck gehen weiter.

 

 

Auf dem Zaunprüfgerat wird null Spannung angezeigt. Das Gerät selbst ist hier zwar unscharf abgebildet, doch man kann es dennoch erkennen. Hier sind scharfe Fotos eines baugleichen Gerätes: https://wolfsschutz-deutschland.de/wp-content/uploads/2023/10/DSC_4322.jpg

 

 

Aufnahmen, hier ein Screenshot aus einem Film, mit einem Nachtsichtgerät. Rechts der Zaun ohne Spannung, links im Hintergrund die Schafe.

 

 

Auch auf der Aufnahme des Nachtsichtgerätes (Screenshot aus einem Film) ist zu erkennen, dass auf der Litze keine Spannung vorhanden ist.

 

Erneut Drohungen gegen unsere Vereinsvorsitzende

Uns ist natürlich bewusst, dass unsere Zaundokumentationen nicht allen gefallen. Besonders nicht denen, die sich dafür einsetzen, dass Wölfe zukünftig abgeschossen werden sollen. Teilweise greifen diese Leute aber zu Mitteln, die ganz klar kriminell einzuordnen sind.

Hier ein Beispiel eines Trolls, der von der Jagd- und Agrarlobby dafür unterstützt wird, Tierschützer zu kriminalisieren, sie zu bedrohen, sie einzuschüchtern und mundtot zu machen. In unserem Fall wirkt dieses Vorgehen nicht. Allerdings möchten wir diese erneute Drohung veröffentlichen, um auf die realen Gefahren hinzuweisen, die von solchen Leuten ausgehen kann. Der Täter tritt im Netz als Tierschützer auf. In Wirklichkeit unterwanderte er bereits in der Vergangenheit Tierschutzgruppen und auch vor allem Antijagdgruppen, um dort angebliche Belege für Jagdsabotage zu sammeln und Tierschützer anzuschwärzen.

Er kündigte auch in der Vergangenheit eine Aktion an, die man durchaus als Amoklauf bezeichnen kann, der allerdings gegen seine heutigen Unterstützer gerichtet war. Sinngemäß: Er wolle, wenn er stirbt, alle „Jäger mitnehmen“. Gerade in Bezug auf die fürchterliche Tat von Kusel https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/kaiserslautern/kusel-mord-an-polizisten-urteil-ist-rechtskraeftig-100.htmlmöchte man meinen, dass Behörden hier doch sensibilisiert sein sollten. Auch diese Tat passiert nicht plötzlich und unerwartet, sondern sie hatte ihre Vorgeschichte.

An der Art seines FB-Profilbildes (Vermummung) und an der Art und Weise wie dieser Mensch sich ausdrückt, müsste eigentlich zu erkennen sein, dass er eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen kann. Auf seiner Page steht im Intro, dass er Menschen hassen würde und nur Tiere lieben würde. Dass er alles und jeden hasst (außer seinen Jägern), daran besteht wenig Zweifel. Dass er Tiere auf sehr seltsame Weise „liebt“ wohl auch nicht. Eine andere Tierschützerin wollte er „in den Rollstuhl schicken“. Er kündigte „Deutschlandreisen“ zu Orten an, in deren Nähe Tierschützer, die er ganz öffentlich auch hasst, wohnen. Aktuell hat er angekündigt, dass er demnächst viel Benzin verfahren würde. Schon seit Jahren terrorisiert er seine Nachbarn in seinem Wohnort und er terrorisierte auch verschiedene Personen in der Stadtverwaltung.

Richtig brisant ist es, dass der Täter sich selbst als waffenkundig bezeichnet, angab, Handschellen in seinem Fahrzeug dabei zu haben und dazu noch angab, bei einem Sicherheitsdienst zu arbeiten. Sind Menschen in derartiger geistiger Verfassung nicht eher ein Sicherheitsrisiko? Sollten solche Leute tatsächlich auch noch ausgerechnet bei einem Sicherheitsdienst arbeiten dürfen? Ein weiterer Admin auf seiner Seite gibt sogar an, sie sei Beamtin im Justizvollzugsdienst.

Ausschnitt aus einem Drohschreiben, das unsere Vorsitzende Brigitte Sommer kurz vor Weihnachten 23 geschickt bekam. Der Absender ist bekannt, kann aber aus juristischen Grünen nicht öffentlich genannt werden. Der Cybermobber veröffentlichte inzwischen den kompletten Brief mit einer kruden Rechtfertigung dafür, diesen Brief verfasst zu haben. Er bestätigt damit die Echtheit des Schreibens.

 

Weitere Informationen: https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/12/23/nrw-schafsbingo-um-schermbecker-woelfe-weiter-zu-rissen-einzuladen/

https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/11/09/vernichtungswahn-woelfe-und-wolfsschuetzer-sollen-weg/

 

Wir freuen uns über Unterstützung

Es ist leider Fakt, dass der Schutz der Wölfe in Zukunft wohl immer mehr über Gerichte und Anwälte durchgesetzt werden muss. Deshalb brauchen wir auch dringend finanzielle Unterstützung. Unser Verein wird nicht staatlich gefördert, was uns zum einen tatsächlich auch sehr unabhängig macht, zum anderen aber natürlich auch unsere finanziellen Möglichkeiten begrenzt.

Schon kleine, regelmäßige Beiträge, wie z. B. ein monatlicher Dauerauftrag von 5 Euro können uns helfen. Seit Vereinsgründung vor fünf Jahren standen wir ohne wenn und aber und politische Winkelzüge auf der Seite der Wölfe und wir widersprachen unerschrocken Politkern ebenso wie anderen Verbänden und wir lassen uns durch Drohungen nicht einschüchtern. Gerade in diesen schweren Zeiten ist ein Verein wie der unsere essentiell.

Wolfsschutz-Deutschland e.V.

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Blutwinter für Wolfsfamilien in Europa

Heute blicken wir auf die Situation von Wölfen im europäischen Ausland. Hier findet teilweise schon seit Jahren ein Gemetzel an Wolfsfamilien und ihren Welpen statt, das für Menschen mit Mitgefühl kaum noch zu ertragen ist. Die neusten Ereignisse in Schweden, Norwegen und der Schweiz zeigen auf, dass es ohne ganz persönliches Engagement eines Jeden nicht möglich sein wird, die erneute Ausrottung der Wölfe zu verhindern.

In Schweden haben Jahre andauernde Lizenzjagden die Wölfe bereits an den Rand der Ausrottung gebracht. Anfang 2023 fand dort die größte Wolfsjagd seit Datenerhebung statt. Die Untaten der Wolfsjäger wurden heftig kritisiert und seit Jahren läuft ein EU-Verfahren gegen Schweden und angeblich seien auch schon Strafzahlungen verhängt worden, doch es ändert sich nichts. Im vergangenen Jahr waren 75 Wölfe zum Gemetzel freigegeben worden. Auch in diesem Jahr dürfen die schwedischen Jäger wieder Jagd auf Wölfe machen. Dieses Jahr sollen 36 Wölfe ihr Leben zum Vergnügen weniger lassen, die Töten als ihr Hobby bezeichnen.

Fotomontage. Foto © Brigitte Sommer, PNG Pixabay

Das Töten in Schweden startete am 2. Januar und läuft bis zum 15. Februar, beziehungsweise solange, bis alle zum Abschuss freigegebenen Wölfe tot sind. Leider hilft der viele Schnee den Hobbytötern bei ihren Untaten, denn im Schnee können sie leichter Spuren lesen. Mit Hightechgeräten wie Schneemobilen, modernsten Gewehren, Nachtsicht- und Ultrarotlichtkameras verfolgen sie wehrlose Wolfsfamilien. Blutiger Schnee mahnt Schmerz, Leid und Tod. Sinnlos und grausam.

Gegen Schweden sind seit 2015 mindestens drei EU-Verfahren anhängig. Verboten ist die Lizenzjagd noch immer nicht. Hier eine Dokumentation des Bundestages zu Wolfsentnahmen in Schweden im Lichte des Artenschutzes: https://www.bundestag.de/resource/blob/935030/81d25daf1cb22078b4bdd1c589f0bed1/WD-8-002-23-pdf-data.pdf

Widerstand in Norwegen

Auch in Norwegen werden Wölfe im Rafjellet und den beiden Grenzregionen Rømskog und Fjornshöjden erbarmungslos  hingerichtet . Der Zeitraum für die Jagd von Wölfen innerhalb dieser Gebiete geht bis 15. Januar.

Der Anfang soll mit dem Töten von zwölf Wölfen eröffnet werden. Die Zahl  kann erhöht werden, sollten sich weitere Wölfe im Gebiet befinden.

Doch dort gibt es auch Widerstand.

Sechs Wolfsaktivisten befreiten von Jägern eingekesselte Wölfe

In der Nacht  des zweiten Januars betraten sechs Wolfsaktivisten das Jagdgebiet in Aurskog-Høland, wo die Jäger mehrere Wölfe aus dem Fjornshöjden Rudel verfolgt und eingezäunt hatten. Solche Zäune, auch als Fahnenmasten bekannt, werden verwendet, um Wölfe dort einzuschließen, denn Wölfe trauen sich nicht unter den Flatterbändern hindurch.  Der Ring wird immer enger gemacht, bis der letzte dort gefangene Wolf erschossen ist.
Mehrere Wölfe hätten sich innerhalb der Flatterbandzäune befunden, so die Wolfsaktivisten. Nur der erste Silvesterabend hätte verhindert, dass die Wölfe gleich geschossen worden wären. Als es dunkel wurde, hätten die Jäger entschieden, dass die Zäune die Nacht bleiben sollten, damit die Jagd am nächsten Tag wieder beginnen konnten. „Die Tiere, die drinnen eingesperrt waren, müssen extrem gestresst gewesen sein. Die Wölfe waren auf beiden Seiten des Zauns zu hören. Das Rudel wollte wieder zusammenkommen, aber die Zäune verhinderten dies,“ so die Aktivsten.
In der Nacht hätten sich die sechs Aktivisten in den Bereich geschlichen und entfernten große Teile des Zaun, damit die Wölfe entkommen konnten, schreibt die Organisation ARV auf ihrer Facebook-Seite weiter. Leider konnten nicht alle Wölfe befreit werden. Das weibliche Familienoberhaupt und auch die Mutter der diesjährigen Wolfswelpen wurden erschossen. Laut interner Kommunikation unter den Jägern sollen jedoch mehrere der Wolfswelpen entkommen sein.
Fünf der sechs Wolfsaktivisten seien festgenommen worden. Sie wären mit einer Geldstrafe von insgesamt 73.000 NOK bestraft und hätten acht Stunden in einer Zelle verbringen müssen. „Das Verbrechen, das sie begangen hatten, bestand darin, die Jagd nach einem stark gefährdeten Tier zu verhindern.“ ARV spricht den Aktiven auf ihrer Facebookseite ein großes Dankeschön aus. „Ohne ihre Bemühungen würden mehr Wölfe getötet und die norwegische Natur wäre noch ärmer. Aktivisten sind nichts als Helden,“ heißt es.
Der leider viel zu jung an Krebs verstorbene Philosoph Gunnar Kaiser sagte kurz vor seinem Tod folgendes:
„Am Ende des Lebens geht es nicht darum, wie viele Regeln
Du eingehalten hast und wie viele Gesetze Du befolgt hast,
sondern ob Du der geworden bist, der in Dir angelegt ist.“ (Gunnar Kaiser)

In der Schweiz verbietet Gericht weitere Abschüsse

…aber nur für bestimmte Rudel. Wir berichteten bereits hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/12/14/schweiz-gericht-untersagt-jagd-auch-im-wallis-gemetzel-geht-aber-weiter/

Bundesverwaltungsgericht entscheidet:
Wolfsabschüsse bleiben gestoppt

Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden: Die Beschwerden gegen die Jagd auf sieben Wolfsrudel in den Kantonen Wallis und Graubünden genießen weiterhin aufschiebende Wirkung. Die Abschüsse dürfen somit nicht umgesetzt werden. Für viele Wolfsfamilien kommt diese Entscheidung zu spät, für weitere Wolfsfamilien, wo deren Abschuss seitens der Umweltorgas zugestimmt worden war, bedeutet auch die aktuelle Entscheidung des Gerichtes trotzdem für 70 Prozent der Population in der Schweiz den sicheren Tod.
Interne Dokumente bieten übrigens jetzt einen Einblick in die Machenschaften des Schweizer Bundesrats Rösti, der gerne selbst zur Waffe greift, um Wölfe zu töten. Der Rechtspopulist versucht mit allen Mittel, auch wenn sie nicht legal sind, die Schweizer Wolfsrudel auszurotten. Aber wie es so ist, auch die SVP, seine rechtsgesinnte Partei, wurde vom Volk gewählt.
Dass «proaktive» Schüsse künftig erlaubt sein sollten, darauf hatte sich das Parlament im Dezember 2022 zwar geeinigt, weil die Zahl der Wölfe in der Schweiz in den vergangenen Jahren stark angestiegen ist. Allerdings mit einem wichtigen Zusatz: Die Wolfspopulation darf nicht gefährdet werden. Ob die neue Jagdverordnung diesen Zusatz einhält, bezweifeln Umweltverbände und linke Parteien. Das Portal watson hat mithilfe des Öffentlichkeitsgesetzes die Herausgabe zahlreicher interner Dokumente und Mails aus Röstis Departement bewirkt. Diese zeigen auf, wie der SVP-Bundesrat eine Jagdverordnung durchdrücken konnte, welcher eine wissenschaftliche Grundlage fehlt.

Auch in der Schweiz regt sich immer mehr aktiver Widerstand. Zum Beispiel dokumentiert die Organisation Hunt Watch Treibjagdfrevel: https://www.facebook.com/profile.php?id=100069136312619

Künftig solche Zustände auch in Deutschland?

Ja, wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. befürchten solche Zustände auch in Deutschland, wenn tatsächlich Schnellabschüsse umgesetzt werden können und man den EU-Schutzstatus evtl. sogar von streng geschützt auf geschützt herabsetzt. Vielleicht sogar, ohne die erforderliche Mehrheit in den Mitgliedsstaaten. Wir brauchen auch in Deutschland Menschen, vor allem junge Menschen, die sich vor Ort aktiv für den Schutz der Wölfe einsetzen können und wollen. Vor allem in den Wolfsgebieten brauchen wir von Wolfsschutz-Deutschland e.V. mehr aktive Hilfe: https://wolfsschutz-deutschland.de/mitglied-werden/

Wir freuen uns über Unterstützung

Es ist leider Fakt, dass der Schutz der Wölfe in Zukunft wohl immer mehr über Gerichte und Anwälte durchgesetzt werden muss. Deshalb brauchen wir auch dringend finanzielle Unterstützung. Unser Verein wird nicht staatlich gefördert, was uns zum einen tatsächlich auch sehr unabhängig macht, zum anderen aber natürlich auch unsere finanziellen Möglichkeiten begrenzt.

Schon kleine, regelmäßige Beiträge, wie z. B. ein monatlicher Dauerauftrag von 5 Euro können uns helfen. Seit Vereinsgründung vor fünf Jahren standen wir ohne wenn und aber und politische Winkelzüge auf der Seite der Wölfe und wir widersprachen unerschrocken Politkern ebenso wie anderen Verbänden. Gerade in diesen schweren Zeiten ist ein Verein wie der unsere essentiell.

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Geheime Wolfsjagden auch in Sachsen: Rosenthaler Wolfsrudel verschollen

Niedersachsen und Brandenburg machten es vor, wie man Abschussverfügungen an der Öffentlichkeit vorbei lanciert. Nun recherchieren wir in Sachsen ein ähnliches Gebaren. Ausgerechnet auch wieder unter einem Umweltminister der Grünen, Wolfram Günther, verschwindet das Rosenthaler Rudel und die Rudel Elstra, Neukollm und Johnsdorf sind im Landkreis Bautzen jetzt in Gefahr.

Update 09.02.2024 – Zu diesem Artikel gibt es aktuelle Neuigkeiten: https://wolfsschutz-deutschland.de/2024/02/09/sachsen-geheime-wolfsjagden-in-den-territorien-elstra-und-koenigshainer-berge/?fbclid=IwAR2T1Q6srNCrWlkKlhRPOQX2fsFeEvHUZbrAxQjltNxZS0WuUnxgjdkwmGU

Die Grünen in Niedersachsen hatten noch gegen die Schießbefehle des damaligen Umweltministers Lies (SPD) wegen der Geheimhaltung geklagt. Heute könnte durchaus der Eindruck entstehen, dass der neue Umweltminister Meyer (Grüne) lieber im Geheimen schießt, blickt man auf das Drama um das Burgdorfer Rudel, wo auch die Verfügung verheimlicht werden sollte. In Sachsen wird jetzt auch eine Verfügung, die die Fachstelle Wolf bewilligt haben soll, erst nach deren Ablaufdatum bekannt.

Beispielfotos Wolfswelpe im Alter von sieben Monaten. Ein solches Tier wurde brutal hingerichtet. © Brigitte Sommer

 

Auf mehrere Nachfragen von uns im Dezember, mauerten die Behörden und wollten uns keine Auskünfte über die Identität von „mehreren“ Wölfen in zwei Territorien geben. Der TAG 24 berichtet in einem Artikel am 17. Dezember von erfolglosen Abschussversuchen des „Rosenthaler Rudels.“ Pikant: Das Rosenthaler Rudel ist bis dato nicht offiziell nachgewiesen worden, wie soll also eine Abschussverfügung auf dieses Rudel zustande gekommen sein?

Rosenthaler Rudel verschollen

Nachdem unsere Anfragen mehrmals zwischen Umweltministerium und dem Büro des Landrates des Landkreises hin- und her geschoben worden waren, bekamen wir am 19. Dezember folgende Antwort von der Büroleiterin und persönlichen Referentin des Geschäftsbereiches 2, des Landkreises Bautzen. Vorher hatte uns das Umweltministerium mitgeteilt, dass es nicht zuständig wäre. Wie das, wenn doch die Fachstelle Wolf einbezogen worden war?

„Bei zahlreichen Nutztierrissen im Herbst des Jahres 2023 im Landkreis Bautzen wurden in zwei Rudelterritorien die zumutbaren Schutzvorkehrungen für die Schaf- und Ziegenhaltung zweimal innerhalb von zwei Wochen durch Wölfe überwunden.

Im Freistaat Sachsen erfolgt die Begutachtung der Nutztierrisse durch die Fachstelle Wolf des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG). Die Fachstelle Wolf hat das Landratsamt Bautzen über die Nutztierrisse und das Vorliegen der Zulassungsvoraussetzungen für weiterführende Managementmaßnahmen nach § 6 „Entnahme zur Vermeidung erheblicher wirtschaftlicher Schäden (Gründe des § 45 Abs. 7 Satz 1 Nr. 1 des BNatSchG)“ der Sächsischen Wolfsmanagementverordnung (SächsWolfMVO) informiert. Das Vorliegen der Zulassungsvoraussetzungen ist durch Dokumente des LfULG belegt.

Nach Prüfung der Dokumente wurde durch das Landratsamt entschieden, von den Möglichkeiten des § 6 SächWolfMVO Gebrauch zu machen. In engem räumlichen Zusammenhang um die von den Rissen betroffenen Herden und zeitlich befristet wurde die Entnahme jeweils eines Wolfes in zwei Rudelterritorien beauftragt.

Zwischenzeitlich sind die Befristungen abgelaufen, ohne dass Wölfe entnommen wurden. Nutztierrisse, die eine Verlängerung der Entnahmebeauftragungen gerechtfertigt hätten, fanden nach unserem Kenntnisstand nicht statt. Woher die Informationen von Tag24 stammt, dass es Entnahmeaufträge für Tiere des Rosenthaler Rudels gibt, ist uns nicht bekannt. Für Tiere eines Rosenthaler Rudels gab es keine Entnahmeaufträge. Wie Sie richtig anführen gibt es für dieses Rudel derzeit keine Bestätigung der DBB-Wolf.“

Rudel Elstra, Neukollm und Johnsdorf in Gefahr

Eine weitere Auskunft über die konkreten Territorien wurde uns bis dato verwehrt. Schaut man sich allerdings die bestätigten Rudel der DBB-Wolf im besagten Gebiet an, können nur die Rudel Elstra, Neukollm oder Johnsdorf betroffen sein. Für das Territorium Johnsdorf hatten wir noch im November 23 zwei Strafanzeigen wegen illegaler Tötungen eines Welpen und eines Altwolfes gestellt. https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/11/03/illegale-wolfstoetungen-in-sachsen-und-brandenburg-wolfsschutz-deutschland-e-v-stellt-strafanzeigen/

Dem Rosenthaler Rudel wurde schon seit Jahren illegal nachgestellt. In dem Bereich leben auch zwei der bekanntesten Agitatoren gegen Wölfe, die bereits im Netz darüber geprahlt hatten, Wölfe illegal zu beseitigen. Nun gibt es Hinweise darauf, dass man dort auch die nachgewanderten Wölfe nicht akzeptieren will und auf deren Ausrottung hinarbeitet.

Schäfer Gerhard S. hatte bereits im Jahr 2016 Risse. Wieso er seine Herden noch immer nicht richtig zu schützen scheint – und das ist durchaus ein realistischer Vorwurf, wenn immer der gleiche Schafsbetrieb betroffen ist – ist uns ein Rätsel. Oft fällt selbst bei Zäunen von 1,10 Metern Höhe die Spannung ab, oder aber sie wird absichtlich abgestellt, um Risse zu provozieren, damit anschließend ein Antrag auf Wolfsabschuss gestellt werden kann. Auch im vergangenen Jahr haben wir im betroffenen Gebiet im Landkreis Bautzen einen Zaun ohne Spannung nachwiesen: https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/11/10/zuwachs-in-sachsen-stagniert-wolfsland-darf-nicht-sterben/

Schäfer Gerhard S. aus Horka bei Crostwitz hätte bereits mehr als hundert Schafe an Wölfe verloren, heißt es in einem Artikel des MDR.  Zuletzt rissen sie im Oktober zwei Mal mehrere seiner Tiere. Den Elektrozaun, den er zum Schutz seiner Herde aufgestellt hatte, hätten die die Wölfe „überwunden“.

Wölfe illegal noch vor dem Schießbefehl entsorgt?

Von der Fachstelle Wolf vom sächsischen Umweltministerium hätte es  deshalb grünes Licht für den Abschuss der Wölfe gegeben, die den Schaden angerichtet hätten.  Wie kann es sein, dass hier offensichtlich keine Vergrämungsmaßnahmen in Angriff genommen worden sind? Offenkundig wurde hier versucht, schon vor der Entscheidung der Umweltministerkonferenz ab Januar 2024, so genannte Schnellschüsse um Weiden zu ermöglichen. Anscheinend sind die Schießbefehle in Sachsen auch ohne DNA-Abgleich genehmigt worden. Eigentlich wären solche Recherchen Aufgabe von Lokal- und Massenmedien, doch diese scheinen sich lieber mit Hofberichterstattung zu beschäftigen.

Von Mitte November bis Mitte Dezember hätten Jäger in der Nähe seiner Herde gesessen, um die Wölfe zu „erlegen“. Doch das Rudel wäre in diesem Zeitraum nicht mehr aufgetaucht. „Die Wölfe sind verschwunden, ich weiß nicht, wo sie sind“, sagt der Schäfer. Nun ist die Genehmigung zum Abschuss abgelaufen, bevor auch nur ein einziger Wolf abgeschossen wurde,“ so der Schäfer im Bericht des MDR. Weiter hieß es, dass der Landrat Udo Witschas (CDU) sich über die Fachstelle Wolf beschwert hätte, denn schon Ende September hätte die Genehmigung für den Abschuss vorliegen können. „Wir müssen wesentlich schneller zum Handeln kommen. Es muss eigentlich tagaktuell gehandelt werden, um die entsprechenden Maßnahmen zur Abschreckung eines Rudels auch einleiten zu können“, sagt Witschas.

Waren illegale „Jägermeister“ etwa schneller als der Schießbefehl, denn auffällig ist, dass es ausgerechnet im gleichen Zeitraum zwei illegal getötete Wölfe gegeben hat? Die Schadenstatistik der Fachstelle Wolf, in der zu sehen ist, ob überhaupt wirklich ein Schutz gegeben war, bricht Ende September 23 ab. https://www.wolf.sachsen.de/schadensstatistik-4169.html

Wir fordern Weidetierhalter auf, endlich ihre Tiere ordnungsgemäß zu schützen und die Behörden, endlich die vielen illegalen Wolfstötungen aufzuklären.

Quellen:

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/bautzen/goerlitz-weisswasser-zittau/wolf-abschuss-wolfsriss-crostwitz-100.html?fbclid=IwAR08_AFsYGrgDbmXZ8nEaXBOOyZaLlRgc1BULyCHXLez0Fld7ficsIjsCAA

https://www.tag24.de/thema/tiere/woelfe/schiessbefehl-war-schuss-in-den-ofen-woelfe-zu-clever-fuer-die-jaeger-3041714

https://www.saechsische.de/wolfsriss-in-horka-wahrscheinlich-3486543.html

https://www.dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen/territorien/karte-der-territorien

 

Wir freuen uns über Unterstützung

Es ist leider Fakt, dass der Schutz der Wölfe in Zukunft wohl immer mehr über Gerichte und Anwälte durchgesetzt werden muss. Deshalb brauchen wir auch dringend finanzielle Unterstützung. Unser Verein wird nicht staatlich gefördert, was uns zum einen tatsächlich auch sehr unabhängig macht, zum anderen aber natürlich auch unsere finanziellen Möglichkeiten begrenzt.

Schon kleine, regelmäßige Beiträge, wie z. B. ein monatlicher Dauerauftrag von 5 Euro können uns helfen. Seit Vereinsgründung vor fünf Jahren standen wir ohne wenn und aber und politische Winkelzüge auf der Seite der Wölfe und wir widersprachen unerschrocken Politkern ebenso wie anderen Verbänden. Gerade in diesen schweren Zeiten ist ein Verein wie der unsere essentiell.

Wolfsschutz-Deutschland e.V.

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Wolfsschutz-Deutschland e. V wünscht einen guten Rutsch!

„Wird`s besser? Wird`s schlimmer? Das fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: „Leben ist immer lebensgefährlich“, wusste bereits Erich Kästner. Wir blicken in unserem Artikel kurz aufs Jahr 2023 zurück und wünschen allen einen guten Rutsch und einen positiven Start ins neue Jahr 2024.

2023 war kein rundum positives Jahr für unsere Wölfe in Deutschland. Ganz stark in Erinnerung bleiben

die Rippertaten in Niedersachsen. https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/10/10/wer-ist-der-wolfsripper-von-niedersachsen/

Trotz hohen Belohnungen von insgesamt rund 40.000 Euro ist von Seiten der Behörden noch immer kein Täter ermittelt worden. Verfahren nach Strafanzeigen von uns wurden erst gar nicht aufgenommen oder wieder eingestellt, wie im Fall der Fehlschüsse, unter denen unter anderem auch die Mutter des Burgdorfer Rudels zu Tode kam. https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/11/01/niedersachsen-mutterwoelfin-des-burgdorfer-rudels-totgeschossen/

 

 

Auch Strafanzeigen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wurden nicht weiter verfolgt, was die berechtigte Frage aufwirft, in wie weit die Behörden überhaupt ermitteln wollen. Noch immer werden die Strafen für Wildtierkriminalität, wenn es überhaupt einmal zu einem Ergebnis kommt, erschreckend niedrig angesetzt.

Während es auch im Jahr 2023 gar keine Angriffe von frei lebenden Wölfen auf Menschen gab, verursachten Jäger über 50 schwere Jagdunfälle. https://www.proplanta.de/Maps/Jagdunfall-karten.html

Wölfe und Politik

2023 war auch das Jahr der fallenden Masken. Anfang des Jahres prognostizierten wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. bereits das Umfallen der Grünen und sahen auch Bestrebungen, den Wolfsschutz in der EU herab zu setzen, voraus. https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/01/14/beginnt-das-grosse-wolfskillen-bald-auch-in-deutschland/

Jetzt hat eine Grüne Bundesumweltministerin sogar Schnellabschüsse ermöglicht: https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/12/05/skandal-schnellabschuesse-von-woelfen-auf-umweltministerkonferenz-beschlossen/

Wir haben eine Petition gegen die Schnellabschüse gestartet: https://innn.it/wolf

In Deutschland können sich viele Bürger einfach nicht vorstellen, dass ihre gewählten Regierungen und auch die EU sich nicht an Gesetze und bisherige Vereinbarungen halten. Österreich und die Schweiz machten es vor. In der Schweiz werden ganze Familien massakriert und auch in Österreich wird willkürlich drauflos geschossen. Nun will die EU den Schutzstatus der Wölfe von „streng geschützt“ auf „geschützt“ herabstufen. Viele Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde sind sich erneut sicher, dass dies aufgrund der Gesetzeslage nicht passieren kann. Was, wenn der Volkeswille, wie in der Schweiz, einfach ignoriert wird?

Ende des Jahres stieg der NABU für uns nicht so sehr überraschend aus dem Projekt der Wolfsbotschafter aus. In einem Schreiben hieß es „den Namen Wolfsbotschafter*innen wird es nicht mehr geben und wir bitten Euch, ihn auch nicht mehr zu verwenden.“ Abschließend heißt es in einem Schreiben, man wolle sich weiter für den Schutz des Wolfes einsetzen, aber auch für extensive Weidebewirtschaftung. Der Nabu erhält Millionen an Unterstützung vom Staat, also muss auch davon ausgegangen werden, dass der Nabu sich nicht gegen einen Wandel der staatlichen Wolfspolitik wenden wird. Und dieser Wandel ist ja nun seit Jahren zu beobachten. Inzwischen sitzt an der Leitung des Nabu sogar ein Jägerpräsident.  Dies macht doch wieder einmal mehr sehr deutlich, dass es von Politik und staatlichen Zuwendungen sowie von Jagd- und Agrarinteressen unabhängige Vereine wie z. B. Wolfsschutz-Deutschland e. V. dringend geben muss. Wir haben uns ja gerade wegen der immer deutlicher sichtbaren Lobbyunterwanderung der großen Verbände gegründet.
Viele Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde wünschen sich seit Jahren, dass doch „alle an einem Strang ziehen sollen.“ Diese Wünsche sind durchaus verständlich, aber sie sind auch das Ergebnis von Nudging-Kampagnen. Ähnliche Argumente, um Kritik an Lobbyismus im Keim zu ersticken lauteten „Wer … kritisiert, der schadet dem Wolfsschutz“ oder „Wolfsschutz hat doch nichts mit Politik zu tun.“
Zu den Nudgin-Kampagnen kamen in 2023 auch noch Verleumder und Trolle, unterstützt von der Jagdlobby hinzu, die Tierschützer mit Hilfe von Drohungen und Verleumdungen sowie Cybermobbing mundtot machen und in ihrer Arbeit behindern sollen.
Heute ist klar, dass vor allem unkritische und leichtgläubige Bürger dem Wolfsschutz geschadet haben. Viele haben vergessen, dass viele Verbände und Vereine (nicht alle Landesverbände der aufgeführten Vereine)  ein Papier unterzeichnet haben, indem sie Einzelabschüssen von Wölfen zustimmen. Mit im Boot: Jagdverbände: http://vielfaltbewahren.org/eckpunktepapier
Als erstes Bauernopfer dieser Politik darf Kurti gelten: https://wolfsschutz-deutschland.de/fall-kurti/
Erst die Zustimmung zu Einzelabschüssen ermöglichte die Entwicklung, vor der wir heute stehen. Erst „Null-Wolfsabschuss“ motiviert wirklich zu Herdenschutz. Denn solange Einzelabschüsse von Wölfen als Problemlösung angeboten werden, so lange wird es auch Weidetierhalter geben, die Risse provozieren, um Einzelabschüsse zu erlangen.
Für uns von Wolfsschutz-Deutschland e. V. steht fest, dass wir niemals Einzelabschüssen zustimmen werden.

Auch in den anderen Vereinen und großen Verbänden, die dieses Paper unterschrieben haben, gibt es natürlich auch großartige Menschen, die sich mit viel Herzblut und auch Verstand für die Wölfe eingesetzt haben und die von innen heraus den Einfluss der Agrar- und Jägerschaft dämpfen. Mit vielen dieser Menschen ist inzwischen auch von unserer Seite aus eine Zusammenarbeit, vor allem im lokalen Bereich, möglich. Wichtig ist gegenseitiger Respekt und Toleranz bei Meinungsunterschieden. Meinungs- und Inhaltecancelei sowie Gleichmacherei, wie sie in der Vergangenheit betrieben wurde, schadet nicht nur dem Wolfsschutz, sondern auch einer lebendigen Demokratie.

Zum Schluss doch noch ein kleines Happy-End

Der Schießbefehl auf Wölfin Gloria ist durch eine Eilverfügung von einem Verwaltungsgericht erst einmal gestoppt worden. https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/12/21/ausgeschossen-jagd-auf-gloria-schon-wieder-vorbei/

Geklagt haben der BUND NRW, die GzSdW, die Naturschutzinitiative und auch wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V.

 

Der Kreis Wesel leugnete ja in seiner Allgemeinverfügung (Schießbefehl auf Gloria) die Existenz eines Rudels im Gebiet. Wir sind uns ziemlich sicher, dass die Jägerschaft – es ist ja ein offenes Geheimnis – dort das Wolfsmonitoring übernommen haben soll, über die gleiche Datenlage verfügt wir wir. Darüber, warum diese Daten geleugnet, oder nicht weitergegeben wurden, kann sich jeder selbst so seine Gedanken machen. Auf unserem Film aus dem September 23 sind hier erneut zwei Welpen und ein Babysitter zu sehen. Insgesamt muss von fünf Wölfen ausgegangen werden. Normalerweise sind dies Daten, die wir nicht öffentlich machen, in diesem Fall dient die Veröffentlichung aber dem Schutz des Rudels und sie macht auch deutlich, wie wichtig unser vereinseigenes Monitoring ist. Danke hier auch an unsere Aktiven, die Wildkameras betreuen. (Das Datum in der Kamera stimmt nicht).

 

Und noch einen Filmtipp: Wilder Grenzgänger – Der Wolf ist zurück, jetzt in der Mediathek von arte.  https://www.arte.tv/de/videos/106267-000-A/wilder-grenzgaenger-der-wolf-ist-zurueck/?fbclid=IwAR2rnrtCVa3e1taaouvvLGB0W9Xsm29KhSr2aDjc-sxCLpbqr1hRPxoSoCQ

Mit herzlichen Grüßen

Ulrike de Heuvel

Jürgen Götz

Volker Vogel

Brigitte Sommer

Vorstand Wolfsschutz-Deutschland e. V.

 

Wir freuen uns über Unterstützung

Es ist leider Fakt, dass der Schutz der Wölfe in Zukunft wohl immer mehr über Gerichte und Anwälte durchgesetzt werden muss. Deshalb brauchen wir auch dringend finanzielle Unterstützung. Unser Verein wird nicht staatlich gefördert, was uns zum einen tatsächlich auch sehr unabhängig macht, zum anderen aber natürlich auch unsere finanziellen Möglichkeiten begrenzt.

Schon kleine, regelmäßige Beiträge, wie z. B. ein monatlicher Dauerauftrag von 5 Euro können uns helfen. Seit Vereinsgründung vor fünf Jahren standen wir ohne wenn und aber und politische Winkelzüge auf der Seite der Wölfe und wir widersprachen unerschrocken Politkern ebenso wie anderen Verbänden. Gerade in diesen schweren Zeiten ist ein Verein wie der unsere essentiell.

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Wolfsschutz-Deutschland e. V. wünscht friedliche Festtage

Wir wünschen allen Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunden ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest und einen guten Übergang ins neue Jahr.

Danke an alle, die uns auch in diesem Jahr wieder unterstützt haben.  Auch an jene, die uns Steine in den Weg gelegt haben. Wir konnten auch daraus lernen und sind gestärkt daraus hervorgegangen.

Vielleicht sind diese Zeilen aus einem Gedicht von Becky Helmsley tröstend für alle, denen es im Moment nicht so gut geht, sie traurig oder vielleicht auch schwer krank sind.

Dieses Weihnachten…
Du musst nicht voller Freude sein
Fröhlich und heiter sein
Du musst die Festtagsstimmung nicht erzwingen
Wenn du dich nicht gut fühlst
Nein, du bist nicht gezwungen
Fröhlich und heiter zu sein
Die Lichterketten aufzustellen und die Lieder zu singen
Oder die Zimmer mit Palmen zu schmücken
Vielleicht vermisst du jemanden
Und vielleicht vermisst er dich auch
Vielleicht fühlst du dich belastet
Weil du so viel zu tun hast
Vielleicht lässt sich der trübe Winter
für dich ziemlich kalt anfühlen
Vielleicht ist es schwer,
die Dunkelheit des Dezembers aus deiner Seele zu vertreiben
Vielleicht würdest du lieber Winterschlaf halten,
Weihnachten an dir vorbeiziehen lassen
Aber denk daran, es ist nicht mehr lange hin
bis du dich von diesem Jahr verabschieden kannst
Jetzt mal kein Lächeln
auf dein tränenreiches, müdes Gesicht
finde stattdessen ruhige Momente
die dir in dieser Jahreszeit Raum geben.
Danke vor allem an unsere Aktiven, die auch in diesem Jahr wieder eine hervorragende Feldarbeit draußen geleistet haben. Unser schönstes Weihnachtsgeschenk in diesem Jahr ist die Ablehnung des Schießbefehls auf Wölfin Gloria. Wir gedenken aber auch all jenen Wölfen, die in diesem Jahr durch die Grausamkeiten von unserer Spezies ausgehend, ums Leben gekommen sind, wie zum Beispiel Mutter und Tochter des Rudels Ringelah oder die Mutterwölfin des Burgdorfer Rudels. Auch in Sachsen ist im Bereich Neusorge schon wieder ein ganzes Rudel verschwunden. In der Schweiz müssen die Wolfsfamilien eine wahre Blutweihnacht ertragen. Ganze Rudel, wie das Augstbordrudel, sind ausgelöscht worden. Möge den Tätern ihr Gewissen schwer werden. Mangelndes Mitgefühl ist eine schwer zu tragende Last, die sicherlich zur rechten Zeit bestraft werden wird.
Es fanden sich aber auch in diesem Jahr immer mehr Menschen zusammen, die Meinungsunterschiede und sonstige Barrieren überwanden, um gemeinsam für die Wölfe zu kämpfen. Wenn es um das Thema Wolf geht, wird oft die Nützlichkeit dieser Beutegreifer zitiert. Doch haben sie nicht genauso ein Recht zu leben und ihren Platz auf der Erde wie wir? Wie sähe es wohl um unsere Nützlichkeit aus?
Herzliche Grüße
Ulrike de Heuvel
Jürgen Götz
Volker Vogel
Brigitte Sommer
Vorstand Wolfsschutz-Deutschland e. V.

 

NRW: Schafsbingo, um Schermbecker Wölfe weiter zu Rissen einzuladen?

Der Kreis Wesel hat sich entschieden, nicht gegen die Eilverfügungen mehrerer Verbände beim Oberverwaltungsgericht Einspruch einzulegen. Dies gab die Kreisverwaltung gestern noch in einer Pressemitteilung bekannt. Dennoch sehen wir von Wolfsschutz-Deutschland e.V. nur teilweise eine Entwarnung der Lage. Lesen Sie in unserem Artikel warum.

Dazu heißt es weiter, dass eine inhaltliche Bewertung der Allgemeinverfügung das Verwaltungsgericht Düsseldorf in den kommenden Wochen vornehmen wird.  Damit bleibt die Allgemeinverfügung des Kreises Wesel vorläufig ausgesetzt und es darf auf die Wölfin Gloria GW954f keine weitere Jagd veranstaltet werden.

Beispielfoto. ©Brigitte Sommer

 

Neben BUND und GzSdW gab auch gestern die Naturschutzinitiative bekannt, Klage eingereicht zu haben. Auch wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. haben am 21. Dezember eine Klage eingereicht.

Vater auf Spaziergang mit Welpen

Normalerweise geben wir niemals Standorte von Wölfen preis, oder veröffentlichen Filme mit Nennung einer bestimmten Region. Dies hat einen guten Grund. Wir befürchten, dass Hasser illegal Jagd auf Wölfe machen, wenn sie die Gegend in den Filmen erkennen. Hier wollen wir heute eine Ausnahme machen, weil es um Gloria von Wesel geht. Der Kreis Wesel hatte in seiner Allgemeinverfügung amtsblatt_nr._48_23-1 die Anwesenheit von mindestens zwei Welpen unterschlagen und einen Abschuss eines weiteren Wolfs bei einem Fehlschuss erlaubt. Doch nicht nur der Vaterwolf wäre hier ebenfalls in großer Gefahr gewesen, sondern auch die Welpen.
Auf dem Film ist der Wolfsvater und Gatte von Gloria mit den diesjährigen Welpen zu sehen. Es ist nicht Ingolf. Wir vermuten, dass der Bruder von Gloria, beide stammen aus Niedersachsen, illegal beseitig wurde. Vermutlich ist der Dämmerwaldrüde der Vater der diesjährigen Welpen. Wir haben diesen Film ausgesucht, weil man hier die Gegend nicht erkennen kann. Der Film ist aus dem Juni 2023. (Das Datum in der Kamera stimmt nicht)

 

 

 

Schafsbingo auf einer angeblich wolfsabweisenden Weide

Seit Tagen beobachten wir, wie hier bei Schermbeck,  wie verdächtig wenige Schafe zu völlig unterschiedlichen Zeiten auf diese Weide verbracht und wieder herunter geholt werden. Bei dem Zaun handelt es sich um ein Wilddrahtgeflecht mit Litzen oben und unten. Auf der Vorderseite ist genug Spannung. Am Waldrand ist keinerlei Spannung vorhanden. Siehe unsere Dokumentation hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/12/21/behoerdenwillkuer-nrw-schiessbefehl-auf-wolfsmutter-gloria/

mit einen Foto der Messung der Litze an der Waldseite.

Aktuelles Foto von der Weide. Im Hintergrund sind die Schafe zu sehen.

Wir gehen davon aus, dass auch in der kommenden Zeit bei wolfsabweisenden Zäunen die Spannung abgeschaltet werden könnte und Weidetiere ohne Schutz präsentiert werden, damit dadurch neue Gründe für einen Abschuss geschaffen werden.

 

Treibjagden in der Nähe des Teufelsstein

In der Nähe des Parkplatzes Teufelsstein fanden am Tag der Bekanntgabe der Abschussverfügung mehrere Drückjagden statt. Wir vermuten, dass man Gloria in ein bestimmtes Gebiet treiben wollte, oder die Wolfsfamilie trennen wollte, um sie dann leichter lokalisieren zu können. Evtl. wurden dort auch Köder ausgelegt oder es wurden Schafe auf Weiden verbracht, um dort in dem Gebiet Risse zu provozieren. Seit Anfang des Herbstes finden in dem Gebiet und auch im Gebiet südlich des Lippekanals ständig Treibjagden statt. Der Sinn von Treibjagden ist sogar unter Jägern umstritten, für die gehetzten Wildtiere, wie auch Hirsch, Reh und Wildschwein bedeuten solchen Jagden den reinsten Horror. Oft treffen die Jäger nicht richtig und angeschossene Tiere quälen sich tagelang unter Schmerzen zu Tode. Wegen des hohen Adrenalingehalts im Blut der gehetzten Wildtiere ist das Fleisch auch meistens ungenießbar. Auch die Wölfe in dem Gebiet werden so erheblich gestört. Illegale Abschüsse trauen wir einigen Personen zu. Wir setzen uns dafür ein, diese unsäglichen Drückjagden zu verbieten.

 

Drückjagd in der Nähe des Teufelsstein.

 

Drückjagd in der Nähe des Teufelsstein.

 

Bitte weiterhin aufmerksam bleiben

Wir bitten Wolfsfreundinnen und Wolfsfreude weiterhin Spaziergänge in den Gebieten nördlich der Lippe wie Dämmerwald usw. und auch südlich im Hünxer Wald zu unternehmen und Auffälligkeiten zu dokumentieren.  Wir haben Hinweise darauf, dass die Familie illegal beseitigt werden soll. Auch dokumentierte Jagdbewegungen können unterstützen.

 

Quellen:

https://www.kreis-wesel.de/de/presse/entnahme-woelfin-gw954f-allgemeinverfuegung-vorlaeufig-ausgesetzt/

https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/12/21/ausgeschossen-jagd-auf-gloria-schon-wieder-vorbei/

https://naturschutz-initiative.de/neuigkeiten?fbclid=IwAR1DlD6cBRq4mO6d9w8zaJ4cuIK-qLAEAuasbm7o-akjmU5bybLqQf6hBB4

 

Wir freuen uns über Unterstützung

Es ist leider Fakt, dass der Schutz der Wölfe in Zukunft wohl immer mehr über Gerichte und Anwälte durchgesetzt werden muss. Deshalb brauchen wir auch dringend finanzielle Unterstützung. Unser Verein wird nicht staatlich gefördert, was uns zum einen tatsächlich auch sehr unabhängig macht, zum anderen aber natürlich auch unsere finanziellen Möglichkeiten begrenzt.

Schon kleine, regelmäßige Beiträge, wie z. B. ein monatlicher Dauerauftrag von 5 Euro können uns helfen.

Wolfsschutz-Deutschland e.V.

Berliner Sparkasse

IBAN DE79 1005 0000 0190 7118 84

BIC BELADEBEXXX

Auch Paypal ist möglich: https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

 

So könnt Ihr uns aktiv in den Wolfsgebieten helfen:

 

Wir freuen uns über neue Mitglieder aus allen Wolfsgebieten in Deutschland, die uns aktiv vor Ort draußen helfen wollen. Der erste Schritt ist ein Mitgliedsantrag:
Angriffe sind nicht zu befürchten, da wir die Identität unserer Aktiven nicht heraus geben.
Ihr könnt uns auch unterstützen, in dem Ihr unsere Merchandisingprodukten gegen Spende erwerbt: https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/12/11/jetzt-aber-fix-mit-weihnachtsgeschenken-woelfen-helfen/

Ausgeschossen: Jagd auf Gloria schon wieder vorbei

Ein Weihnachtswunder für Mutterwölfin Gloria, über das wir uns riesig freuen. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf verfügte heute, dass die Jagd auf Gloria ausgesetzt wird, bis über mehrere Eilanträge entschieden ist. Dies vermeldete heute Nachmittag die dpa.

Genannt wurden die Eilanträge von BUND und GzSdW, doch auch wir von Wolfsschutz-Deutschland e.V. haben einen Eilantrag vorbereitet und am 21.12.23 eingereicht.

Beispielfoto Wolfspaar © Brigitte Sommer

 

Mit den Zwischenverfügungen sollen vollendete Tatsachen verhindert werden

Das Gericht verwies dabei darauf, dass es einerseits um den Schutz einer streng geschützten Art und andererseits um die Abwendung ernster landwirtschaftlicher Schäden gehe. Dabei sind nach unserer Rechnung gerade mal 12 Schafe betroffen. Über die Eilanträge selbst soll in der kommenden Woche entschieden werden. Gegen die Beschlüsse ist allerdings Beschwerde bei dem Oberverwaltungsgericht NRW in Münster möglich.

Wolfsschutz-Deutschland e. V. wird weiter mit verschiedenen Aktiven vor Ort sein, da wir eine hohe Gefahr eines illegalen Abschusses sehen.

Pressemitteilung des Verwaltungsgerichtes: https://www.vg-duesseldorf.nrw.de/behoerde/presse/pressemitteilungen/2023/21_12_23/index.php

Wir freuen uns über Unterstützung

Es ist leider Fakt, dass der Schutz der Wölfe in Zukunft wohl immer mehr über Gerichte und Anwälte durchgesetzt werden muss. Deshalb brauchen wir auch dringend finanzielle Unterstützung. Unser Verein wird nicht staatlich gefördert, was uns zum einen tatsächlich auch sehr unabhängig macht, zum anderen aber natürlich auch unsere finanziellen Möglichkeiten begrenzt.

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Lüge aufgeflogen: Mann nicht von Wolf, sondern von Hund gebissen

Nicht der Brandenburger selbst hatte die dreiste Lüge in die Welt gesetzt, sondern Wolfshasser und Massenmedien. Jetzt beweist auch das DNA-Ergebnis, dass der Gassigeher nicht von einem Wolf, sondern von einem anderen Hund schwer verletzt worden war. Doch die Hetze geht weiter.

Das Tier, das einen Spaziergänger im Landkreis Elbe-Elster angegriffen hatte, war ein Hund. Das teilte das Landesamt für Umwelt dem rbb am Mittwoch mit. Die Untersuchungsergebnisse des Zentrums für Wildgenetik im Senckenberg-Institut im hessischen Gelnhausen hätten das eindeutig gezeigt, heißt es in der Mitteilung.

Fakt ist es dagegen, dass bislang kein Mensch seit der Rückkehr der Wölfe vor über 20 Jahren von einem Wolf gebissen worden ist.

 

Beispielbild Schäferhund. Ralphs Photos, Pixabay.

Der Mann war am 13. Dezember in einem Wald bei Prießen mit seinem Hund spazieren, als ein anderes Tier den Hund plötzlich angegriffen hatte. Als der Besitzer sich zwischen seinen Hund und das angreifende Tier stellte, wurde er mehrfach gebissen und schwer verletzt. Der Verletzte selbst hatte wiederholt von einem Hund gesprochen, der ihn angegriffen habe. So hatte er beispielsweise erklärt, es könnte sich um einen Schäferhund mit ungewöhnlicher Färbung gehandelt haben.

Besonders krasse Beispiele von Fake-News

Tatsachenbehauptung in der Headline. Quelle: https://www.jaegermagazin.de/jagd-aktuell/news-fuer-jaeger/schwerverletzt-durch-wolf-brandenburg/

 

Wie kommt ein Sprecher der Polizei dazu eine solche Geschichte zu erzählen? Quelle: https://www.bild.de/regional/berlin/berlin-aktuell/mann-in-brandenburg-von-wolf-gebissen-86436266.bild.html

 

Hetze wie im Mittelalter

In sozialen Netzwerken überschlug sich der Hass gegen Wölfe auf die Fake-Nachrichten.

 

 

 

Selbst nach Richtigstellung geht die Hetze im Netz weiter

Die Hasserfüllten nehmen noch immer nicht zur Kenntnis, dass, im Gegensatz zu ihnen, der Spaziergänger von Anfang an keinen Wolf beschuldigt hatte.

 

Wir appellieren an die Verantwortung von Medienschaffenden, endlich vorher gründlich zu recherchieren, denn Fake-News können ganz offensichtlich Menschen dazu bringen, die Realität zu leugnen. Unserer Meinung nach kann eine derart aufgepeitschte Masse in blindem Zorn nicht nur Tiere, sondern auch Menschen verletzen.

 

Quellen: https://www.tagesschau.de/inland/regional/brandenburg/rbb-angriff-in-elbe-elster-tier-war-kein-wolf-sondern-ein-hund-100.html

https://lfu.brandenburg.de/lfu/de/?fbclid=IwAR2E-yTdLdsYzhgV9Z7_PKOIfuDY2sSPGcUrTtpAs6GhFA9HqFzGR7XTuFA

Schweiz: Gericht untersagt Jagd auch im Wallis – Gemetzel geht aber weiter

Die Naturschutzverbände WWF, ProNatura und BirdLife hatten nicht gegen alle Abschüsse Beschwerde eingelegt.

Vier Rudel – darunter das berühmte Augstbord-Rudel im Oberwallis – sollen ausgelöscht werden. Gestoppt wurde die Jagd auf das Nanztal-Rudel, das Rudel Hauts-Forts und Isérables-Fou.

In St. Gallen, im Tessin und in der Waadt kann die Jagd gegen jegliches Verständnis von Tierschützern und Wolfsfreunden weitergehen. Sogar teilweise auch wieder in Graubünden. Nur knapp die Hälfte der geplanten Abschüsse in den größten «Wolfskantonen» Graubünden und Wallis steht auf der Kippe. «Es ist nicht unsere Absicht, die Wolfsjagd flächendeckend zu stoppen», sagte Stephan Buhofer, Verantwortlicher öffentliches Recht beim WWF, jetzt zum Tagesanzeiger. 

Beispielfoto © Brigitte Sommer

Im Grunde bestätigt sich damit wieder einmal die Lobbyunterwürfigkeit der großen Verbände. Auch der WWF ruft regelmäßig zu Spenden für Wildtiere außerhalb von Europa auf und moniert hochmoralisch die Beseitigung von Arten wie beispielsweise Schneeleoparden im Himalaya oder Beutegreifern in Afrika, bekommt es aber nicht fertig, wirklich den Schutz von Wölfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchzusetzen. Wir stellen uns sowieso schon Jahre lange die Frage, ob dieser Schutz überhaupt gewollt ist, denn der WWF ist ein von Jägern gegründeter Verein, der auch zum Thema Trophäenjagd umstrittene Ansichten teilt: „Im Einzelfall, wenn die Jagd Bestandteil eines integrierten, umfassenden Schutz- und Nutzungskonzeptes ist, tolerieren wir deshalb die Trophäenjagd“, so WWF-Mitarbeiterin Sylvia Ratzlaff. “

Die Umweltverbände Pro Natura, WWF Schweiz, BirdLife Schweiz und Gruppe Wolf Schweiz verzichteten auch auf ein Referendum gegen das revidierte Jagdgesetz. Vorher waren sie bereits mit dem Abschuss von Einzelwölfen einverstanden, was unserer Meinung nach zu dieser Eskalation geführt hat.

Doch nicht nur in der Schweiz, auch in Deutschland, stimmen die großen Verbände und auch die kleinen Vereine immer wieder Einzelabschüssen von Wölfen zu. Durch Lemkes „Schnellabschüsse“(Bundesumweltministerin, Grüne) – https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/12/05/skandal-schnellabschuesse-von-woelfen-auf-umweltministerkonferenz-beschlossen/

kann ein ähnliches Gemetzel wie in der Schweiz nun auch in Deutschland möglich werden. Der einzige Verein, der konsequent gegen jeglichen Wolfsabschuss eintritt, ist Wolfsschutz-Deutschland e. V.. Wir hoffen, dass sich solche Vereine auch in Österreich und der Schweiz gründen. Wolfsfreunde, die wirklich Wölfe lieben, sollten solche Vereine unterstützen.

Infos zur Schweizer Situation in der Gruppe Wolf Facts

Wolfsschutz-Deutschland e.V. empfiehlt die Facebook-Gruppe Wolf Facts. Dort gibt es neben tagesfrischen Infos zu den Wölfen in der Schweiz auch immer wieder Nachrichten über Protestaktionen. Darunter auch eine Demo am 24. Februar 2024. https://www.facebook.com/groups/347215789877202?hoisted_section_header_type=recently_seen&multi_permalinks=1021950355737072

 

Quelle: https://www.blick.ch/schweiz/westschweiz/wallis/bei-drei-von-sieben-rudeln-bundesverwaltungsrichter-stoppt-wolfsjagd-im-wallis-id19236194.html?fbclid=IwAR3MY5ciIvHZdhMjPHSWL3aqdZBlifG7SzFK5V3dYYl0aUlKK9FK_9GX5zY

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2015-08/grosswildjagd-jagdreisen-afrika-tierschutz/seite-3

https://www.tagesanzeiger.ch/wolfsjagd-in-der-schweiz-vor-gericht-wie-es-jetzt-weitergeht-157297510180

https://www.wwf.ch/de/medien/was-zaehlt-ist-die-koexistenz-von-mensch-und-wolf

https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/12/09/schweiz-bundesverwaltungsgericht-stoppt-wolfsmassaker-in-graubuenden/

 

Wir freuen uns über Unterstützung

Es ist leider Fakt, dass der Schutz der Wölfe in Zukunft wohl immer mehr über Gerichte und Anwälte durchgesetzt werden muss. Deshalb brauchen wir auch dringend finanzielle Unterstützung. Unser Verein wird nicht staatlich gefördert, was uns zum einen tatsächlich auch sehr unabhängig macht, zum anderen aber natürlich auch unsere finanziellen Möglichkeiten begrenzt.

Schon kleine, regelmäßige Beiträge, wie z. B. ein monatlicher Dauerauftrag von 5 Euro können uns helfen. Seit Vereinsgründung vor fünf Jahren standen wir ohne wenn und aber und politische Winkelzüge auf der Seite der Wölfe und wir widersprachen unerschrocken Politkern ebenso wie anderen Verbänden. Gerade in diesen schweren Zeiten ist ein Verein wie der unsere essentiell.

Wolfsschutz-Deutschland e.V.

Berliner Sparkasse

IBAN DE79 1005 0000 0190 7118 84

BIC BELADEBEXXX

Auch Paypal ist möglich: https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

 

So könnt Ihr uns aktiv in den Wolfsgebieten helfen:

Wir freuen uns über neue Mitglieder aus allen Wolfsgebieten in Deutschland, die uns aktiv vor Ort draußen helfen wollen. Der erste Schritt ist ein Mitgliedsantrag:
Angriffe sind nicht zu befürchten, da wir die Identität unserer Aktiven nicht heraus geben.
Ihr könnt uns auch untersützen, in dem Ihr unsere Merchandisingprodukten gegen Spende erwerbt: https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/12/11/jetzt-aber-fix-mit-weihnachtsgeschenken-woelfen-helfen/

Blutweihnachten für Wolfsfamilien in Niedersachsen?

Gute Nachrichten gibt es zuerst auch: Ein Gericht hat die Jagd auf den Burgdorfer Vaterwolf erneut verboten. Bleibt zu hoffen, dass es dieses Mal endgültig ist. Gleichzeitig liegen aus anderen Gebieten in Niedersachsen schon wieder Anträge auf Abschuss von anderen Wölfen vor. Das Ziel ist es, wohl Vereine und aktive Wolfsfreunde mürbe zu machen. Will man sogar die Gerichtsferien über Weihnachten nutzen, um endlich das Feuer zu eröffnen? Lesen Sie hier unseren neuen Artikel mit Blick ins Otternhagener Moor und den Zaunrealitäten dort.

Das Verwaltungsgericht Hannover hat die Erlaubnis zum Abschuss des Vaterwolfs des Burgdorfer Rudels östlich von Niedersachsen zum zweiten Mal und nun hoffentlich endgültig gekippt. Das Verwaltungsgericht begründete seine Entscheidung zudem damit, dass der Wolf zuletzt im Januar ein Tier von einer Weide gerissen hatte und ihm insgesamt nur zwei Risse innerhalb von einem Jahr zuzuordnen seien. So geht das Gericht davon aus, dass sich der Wolf grundsätzlich von Wildtieren ernährt. Gegen den Beschluss des Gerichts kann allerdings noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden. Leider kommt diese Entscheidung für die Mutterwölfin des Rudels zu spät. Sie wurde erschossen. Wolfsschutz-Deutschland e. V. stellte daraufhin Strafanzeige. Wir berichteten hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/11/01/niedersachsen-mutterwoelfin-des-burgdorfer-rudels-totgeschossen/

Beispielbild. Die Wolfswelpen aus dem Mai diesen Jahres sind schon fast so groß wie ihre Eltern, können sich aber noch nicht alleine versorgen. Foto: © Brigitte Sommer

 

Abschussanträge Grenzgebiet Landkreise Diepholz (Niedersachsen) und Minden-Lübbecke (NRW)

 

Im Landkreis  Diepholz liegen zwei Anträge auf das Töten von Wölfen vor, weil angeblich  „massive Übergriffe mehrfach und in kurzen zeitlichen Abständen stattgefunden haben“. Hierbei hätten die Wölfe auch angeblich die Schutzvorrichtungen überwunden.“ Das teilte die Kreisverwaltung Anfang Dezember mit. Mit betroffen ist hier wahrscheinlich auch der Kreis Minden-Lübbecke in NRW. Wolfsschutz-Deutschland e. V. rechnet damit, dass das Feuer sowohl auf Wölfe in NRW als auch auf Wölfe in Niedersachsen noch vor Weihnachten eröffnet werden könnte, weil man Eilverfügungen abwenden möchte, indem man die Weihnachtsferien der Gerichte nutzt.

Wir rufen zu Spaziergängen um die Weiden in den betroffenen Gebieten auf

Ob die Anträge, wie z. B. im Landkreis Gifhorn bekannt wurde, wieder vom Bauernverband, sprich Landvolk selbst gestellt worden sind, wissen wir nicht. Fakt ist aber, dass der Bauernverband wohl mit solchen Anträgen prüft, ob er mit dieser nicht gesetzeskonformen Methode durchkommen könnte. Anträge auf Abschuss dürfen normalerweise nur von Tierhaltern gestellt werden. In Niedersachsen wurden Anträge in Serie gestellt, unter anderem sogar in Gebieten, wo es so gut wie keine Wölfe gibt, wie bei Verden. Aber auch im Cuxland, im Landkreis Wittmund, im Landkreis Lüneburg und Emden wurden Anträge in Serie gestellt.

 

Gefahr der illegalen Wolfsbeseitigung: Otternhagener Moor

Das Otternhagener Moor liegt im Westen der Hannoverschen Moorgeest und ist mit einer Größe von ca. 974 ha das größte Hochmoor im Projektgebiet. Es ist ein relativ naturnahes Hochmoor, charakteristisch mit offenen Moorflächen und Moorvegetation aus Moorheiden, Wollgrasgesellschaften und Torfmoosen. Nährstoffarme Stillgewässer und zahlreiche kleinere Wasserflächen prägen das Gebiet. Das 1970 ausgewiesene Naturschutzgebiet (NSG) ist Bestandteil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes (FFH-Gebiet) „Helstorfer, Otternhagener und Schwarzes Moor“.

 

Es gibt auch diverse Wandermöglichkeiten rund um das Moor: https://www.komoot.de/guide/158376/wandern-rund-um-das-otternhagener-moor

Die Moorbildung hat vor etwa 3.000 Jahren in einer flachen, nach Nordwesten geneigten Senke zwischen Ablagerungen der Saale-Eiszeit begonnen. Auf seggenreichen Birken-Bruchwaldtorf folgte Weißtorf. Diese Weißtorfschicht ist in den Kernbereichen bis zu 4 m mächtig. An manchen Stellen ist eine Schwarztorfschicht in einer Stärke von zirka einem Meter zu finden. In den Randbereichen sind die Schichten geringer und die Moorflächen außerhalb des heutigen Moores durch Entwässerung und andere Kultivierungsmaßnahmen überprägt, so dass im Nordwesten und -osten „Sandmischkulturen“ und im Westen grundnasse mittlere Podsol-Gleyböden vorliegen.

Das Otternhagener Moor wurde über ein System von Stichgräben zu größeren Randgräben hin entwässert und das Wasser im Norden der Neuen Auter, im Süden und Westen der Auter zugeführt. Im Sommer fallen die Gräben allerdings trocken, so dass ein oberirdischer Abfluss dann nicht mehr zu erkennen ist.

Weiterhin gibt es im Otternhagener Moor einige Moorteiche, die aus alten zusammengelegten Torfstichen entstanden sind. Auch hier sind in den Sommermonaten kaum offenen Wasserflächen zu finden.

Der bäuerliche Handtorfstich hat im Otternhagener Moor flächig stattgefunden, so dass das gesamte Moor mehr oder weniger davon betroffen ist und Moor- und Bruchwälder das Bild bestimmen.

 

Beim Otternhagener Moor handelt es sich um ein recht naturnahes Hochmoor des Norddeutschen Flachlandes. Im Zentrum des Gebietes finden sich – charakteristisch für Moore – offene Moorflächen mit Moorvegetation aus Moorheiden, Wollgrasgesellschaften und Torfmoosen. Weiterhin prägen nährstoffarme Stillgewässer und zahlreiche kleinere Wasserflächen in den ehemals bäuerlichen Handtorfstichen das Moorzentrum. Hier entwickelten sich auch ausgedehnte Torfmoos-Schwingrasengesellschaften. Ferner prägen Birken-Bruchwald, Moorheide, artenarmes Grünland und feuchte bis nasse Brachen sowie Niedermoorvegetation und Sumpf das Gebiet.

 

Blick ins Moor.

 

Üble Propaganda gegen Wedemarker Wolfsfamilie

Im Otternhagener Moor lebt auch eine neunköpfige Wolfsfamilie mit sechs Welpen, gegen die Medien und bestimmte Interessenvertreter eine teilweise absurde Propaganda gestartet haben. Angeblich wäre eine Ponyreiterin verfolgt worden und Anwohner hätten Jungwölfe beobachtet. Ein Jäger hätte sogar gesehen, dass ein Wolf ein Rinderkalb gerissen und vertilgt hätte. Dies alles gipfelte in einer Veranstaltung Anfang November, in der keine Presse zugelassen worden war.  Ein Wolfsberater schürte die Angst noch, indem er eindringlich vor dem Betreten des Otternhagener Moores, vor allem mit nicht angeleinten Hunden warnte. In das Naturschutzgebiet dürften auch Fußgänger ohnehin nicht. „Wenn man das trotzdem macht, ist das wie Lieferando.“

Unglaublich, denn in den mehr als zwanzig Jahren seit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland gab es keinen einzigen Angriff gegen Menschen. Wenige Jagdhunde kamen zu Tode, dies aber während sie sich während Drückjagden in den Territorien der Wölfe befanden. Hunde, die nicht hören und nicht abrufbar sind, sollen deshalb auch an die Leine.

 

 

Jungwolf im Regen.

 

 

Blick ins Moor.

 

Zaunrealitäten im und ums Otternhagener Moor

Umweltminister Meyer (Grüne) betonte nach der Umweltministerkonferenz „Niedersachsen hat sich seit langem beim Bund für einfachere Entnahmen in Regionen mit hohen Nutztierrissen trotz Herdenschutzes eingesetzt. Herdenschutzmaßnahmen bleiben entscheidend für ein möglichst konfliktfreies Miteinander von Weidetierhaltung und Wolf.“ Niedersachsen fördere mit der höchsten Summe aller Bundesländer in diesem und im nächsten Jahr den Herdenschutz bei Weidetieren.“

Hier unterscheidet sich wohl Wunschdenken und Wirklichkeit, denn Fakt ist, dass die allermeisten Weidetiere in Niedersachsen noch immer nicht geschützt werden.  Viehhalter, Jäger und Bauern fordern vehement Wolfsabschüsse.

EU-Topf wird nicht abgerufen

In Niedersachsen ist das Geld für Herdenschutz nicht ausreichend.  6,8 Mio Euro wurden im Jahr 2023 abgerufen.Es hat nur für achtMonate ausgereicht.  Der Evaluierungsbericht der Richtlinie Wolf vom August 2022 hat festgehalten, dass nur fünf Prozent überhaupt bis dahin wolfsabweisend gezäunt hatten.  Dabei würde die EU mehr Gelder zur Verfügung stellen. Die Länder riefen den Extra-Topf aber nicht ab.

 

Desaströse Haltung von Mutterkühen mit Kälbern.

 

Hier kann alles hindurch.

 

Extrem feuchte Böden sind für Kühe und Rinder nicht geeignet. Hier dazu noch ein fast umgestürzter Pfeiler und dazu nur Stacheldrahtlitzen.

 

 

Minizäunchen aus Stacheldraht.

 

Rinder und Kühe kommen in Mooren und Feuchtgebieten nicht gut klar mit ihrer Umgebung. Oft bleiben sie sogar in Entwässerungsgräben stecken und können so zur leichten Beuten von Hunden und Wölfen werden.

 

Hier ist die unterste Litze so hoch angebracht, dass Hunde und auch Wölfe mühelos hindurch können.

 

Einsames Pony nur hinter Stacheldraht. Eine Umzäunung, die übrigens verboten ist.

 

Mutterkühe mit Kälbchen, ungeschützt.

 

Ungeschützte Kälbchen.

 

Gestrüpp ist in die Litzen hinein gewachsen. Dadurch kann die Stromzufuhr gestoppt werden.

 

Bewuchs in den Stromlitzen setzt die Spannung herab.

 

Keine Spannung wegen Bewuchs.

 

Jagd auch in Naturschutzgebieten. Hier eine Falle für Waschbären und Füchse.

 

Kühe hinter Minilitzen aus Stacheldraht und maroden Pfosten.

 

Marode Pfeiler und Stacheldraht.

 

Marode Pfeiler und Stacheldraht.

 

Auch dieses Tor bietet keinerlei Schutz.

 

Selbst innerhalb von Naturschutzgebieten wird gejagt. In nur einer Spazierrunde zählten wir 18 Schüsse.

 

Christian Meyer (Grüne) begrüßt Schnellabschüsse von Wölfen

„Wenn aber Wölfe trotz zumutbaren Herdenschutzes Nutztiere reißen oder sich darauf spezialisieren, müssen wir schnell und einfach handeln können. Unsere Weidetierhalter erwarten schnelle Lösungen über die bisherige Praxis der Entnahme von Problemwölfen hinaus. Es kann nicht sein, dass wir bei erheblichem Rissgeschehen erst wochenlang DNA-Proben abwarten müssen. In Zukunft wird nach Rissfeststellung bei überwundenen Herdenschutz der Abschuss von Wölfen um den Ort des Nutztierschadens erlaubt. Damit gibt es eine gute Möglichkeit, den für den Schaden verantwortlichen Wolf zu entnehmen, denn nach wissenschaftlichen Erkenntnissen besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der schadensverursachende Wolf zum Ort des Risses zurückkehrt. Umso erleichterter bin ich, dass auch Länder mit wenigen Wölfen den neuen Regeln für Regionen mit erheblichen Nutztierrissen zugestimmt haben. Um erheblichen Schäden von Nutztieren abzuwehren, werden wir die neue Regelung wahrscheinlich als erstes Bundesland in die Praxis bringen und schnell umsetzen.“

Die Gebiete mit erhöhtem Rissvorkommen können von den Ländern eigenständig nach Wolfsterritorien, naturräumlichen Gebieten oder kommunalen Grenzen festgelegt werden. „Sehr gut ist von der Konferenz aufgenommen worden, dass beim zumutbaren Herdenschutz im ´Praxisleitfaden Wolf´ Rücksicht auf topographische Gegebenheiten etwa an den Deichen genommen werden soll. Wir brauchen für unsere Deichschafe einen besonderen Schutz, denn sie sind existenziell für unseren Küsten- und Hochwasserschutz“, so Meyer.

Was unserer Meinung nichts anderes heißt, als den Bauern ihre „wolfsfreien Zonen“ zu ermöglichen. Ein Unding. Hier der Link zu unserem Protest gegen die Schnellabschüsse mit Link zu unserer neuen Petition: https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/12/05/skandal-schnellabschuesse-von-woelfen-auf-umweltministerkonferenz-beschlossen/

In Niedersachsen sind aktuell 39 Rudel 15 Paare sowie ein Einzeltier nachgewiesen. Für das Durchsetzen von Abschussverfügungen wird das Argument herhalten, dass der Wolfsbestand in Niedersachsen regional nicht gefährdet wäre. Warum dies ein Förderalismustrick ist, zeigen wir in unserem Artikel gegen Schnellabschüsse, siehe Absatz oben drüber, auf.

Tatsächlich Wölfe für „Blutbad in Neustadt“ verantwortlich?

Ausriss aus der Neustädter Zeitung. Artikel in den Quellen verlinkt.

 

Sechs Schafe wurden von einem Hobbyhalter lediglich hinter einem fünfzig Zentimeter hohen Maschendrahtzaun ohne Spannung gehalten. In einem Gebiet, das als Wolfsgebiet bekannt ist. Drei von ihnen sind jetzt tot. Nun beschwert sich der Halter lauthals über das Blutbad. Dabei zeigen Spuren, dass die Wölfe das Zäunchen nicht einmal übersprungen haben, sondern untergraben. Wir fordern, dass solche Halter, die mit oder ohne Absicht ihre Tiere zum Anfüttern darbieten, endlich mit Strafen belegt werden können. Solange Wolfsabschüsse als Problemlösung von der Regierung angeboten werden, so lange wird es auch Halter geben, die Risse provozieren, um die vermeintliche einfache Lösung, nämlich Abschüsse zu erlangen. Nur eine Null-Abschuss-Politik motiviert nach Meinung von Wolfsschutz-Deutschland e. V. wirklich zum Schutz der Weidetiere. Für das „Massaker“ ist der Halter ganz alleine verantwortlich.

Quellen:

https://www.nlwkn.niedersachsen.de/life-moorgeest/das_projekt/lebensraum_hochmoor/otternhagener_moor/helstorfer-moor-113720.html

https://www.nlwkn.niedersachsen.de/naturschutzgebiete/naturschutzgebiet-otternhagener-moor-39491.html

https://www.neustaedter-zeitung.de/artikel/16412.html

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Verwaltungsgericht-Hannover-verbietet-weiter-Abschuss-von-Wolf,wolf4964.html

https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/umk-wolf-227680.html

https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/zwei-antraege-auf-wolfsentnahmen-im-landkreis-diepholz-92707071.html

https://www.az-online.de/isenhagener-land/gifhorn/kreisverwaltung-kein-wolfsabschuss-im-landkreis-gifhorn-92662952.html?fbclid=IwAR20hzBo1wRpfa01__XkD9Qr7VsXHSSYUdZ6lfbhbLPlm7CmwPZk8GiPoOI

https://www.neustaedter-zeitung.de/artikel/16491.html?fbclid=IwAR2QrfrJByvlytCQ6zMZboehQRL2Q2-CkDQgFEKNODXaYDetsvoiCQ8koB4

 

Wir freuen uns über Unterstützung

Es ist leider Fakt, dass der Schutz der Wölfe in Zukunft wohl immer mehr über Gerichte und Anwälte durchgesetzt werden muss. Deshalb brauchen wir auch dringend finanzielle Unterstützung. Unser Verein wird nicht staatlich gefördert, was uns zum einen tatsächlich auch sehr unabhängig macht, zum anderen aber natürlich auch unsere finanziellen Möglichkeiten begrenzt.

Schon kleine, regelmäßige Beiträge, wie z. B. ein monatlicher Dauerauftrag von 5 Euro können uns helfen. Seit Vereinsgründung vor fünf Jahren standen wir ohne wenn und aber und politische Winkelzüge auf der Seite der Wölfe und wir widersprachen unerschrocken Politkern ebenso wie anderen Verbänden. Gerade in diesen schweren Zeiten ist ein Verein wie der unsere essentiell.

Wolfsschutz-Deutschland e.V.

Berliner Sparkasse

IBAN DE79 1005 0000 0190 7118 84

BIC BELADEBEXXX

Auch Paypal ist möglich: https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

So könnt Ihr uns aktiv in den Wolfsgebieten helfen:

 

Wir freuen uns über neue Mitglieder aus allen Wolfsgebieten in Deutschland, die uns aktiv vor Ort draußen helfen wollen. Der erste Schritt ist ein Mitgliedsantrag:
Angriffe sind nicht zu befürchten, da wir die Identität unserer Aktiven nicht heraus geben.
Ihr könnt uns auch untersützen, in dem Ihr unsere Merchandisingprodukten gegen Spende erwerbt: https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/12/11/jetzt-aber-fix-mit-weihnachtsgeschenken-woelfen-helfen/