Allgemein

NRW – Schäfer Opriel mit Antrag auf Tötung von Wölfin Gloria vorerst abgeblitzt

Nach eingehender Prüfung kommt der Kreis Wesel in Übereinstimmung mit dem Umweltministerium zu der Einschätzung, dem Antrag auf Entnahme und Vergrämung der als „Gloria“ bekannten Wölfin mit der offiziellen Kennung GW954f zum jetzigen Zeitpunkt nicht stattzugeben, schreibt das Umweltministerium NRW heute in einer Pressemitteilung.  Dieser Einschätzung sei eine intensive Überprüfung durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) zu den Umständen der zurückliegenden Nutztierverluste unter Beteiligung der Wölfin im Wolfsgebiet Schermbeck vorausgegangen. Der Kreis Wesel ist die zuständige Naturschutzbehörde für das Wolfsgebiet Schermbeck.

Herdenschutz statt Wolfsabschuss

„Wir kommen auf Grundlage der Expertise des Landesumweltamtes, nach eingehender eigener Prüfung und in Abstimmung mit dem NRW-Umweltministerium zu der vorläufigen Einschätzung, dass eine Entnahme der Wölfin Gloria unter den gegebenen Umständen nicht zu rechtfertigen ist“, so Kreis Wesels Landrat Dr. Ansgar Müller. Müller weiter: „Der Antragsteller hat nun Gelegenheit, hierzu Stellung zu nehmen. Erst nach Auswertung der möglicherweise in der Anhörung vorgebrachten Gesichtspunkte werde eine abschließende Entscheidung getroffen werden.“ Nach vorläufiger Auffassung des Kreises Wesel stellt die konsequente Anwendung von Herdenschutzmaßnahmen eine zumutbare Alternative zur Entnahme beziehungsweise Vergrämung dar. Dazu würde der Antragsteller nun angehört und anschließend geprüft werden, wo der Kreis weitere Hilfestellung, wie zum Beispiel für das nächtliche Aufstallen, leisten kann.

Hier geht es zur kompletten Pressemittelung

https://www.umwelt.nrw.de/presse/detail/news/2020-03-09-woelfin-im-wolfsgebiet-schermbeck-bleibt-vorerst-weiter-unter-beobachtung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=45936ef6de85732e3b1e9f085dfa0061

 

6 Gedanken zu „NRW – Schäfer Opriel mit Antrag auf Tötung von Wölfin Gloria vorerst abgeblitzt

  1. Sehr gut! Die Schäfer SOLLEN ENDLICH einen wolfsicheren Zaun zum Schutz ihrer Tiere aufstellen. Noch besser wären Herdenschutzhunde. Das sind SEHR EFFEKTIVE SCHUTZMAßNAHMEN GEGEN WOLFRISSE!

  2. es gibt überhaupt keinen Grund, Wölfe abzuschießen. Wenn die Herden geschützt sind wie es auch in anderen Ländern praktiziert wird so gibt es kaum oder überhaupt keine Risse. Wenn ich bedenke wie viele “ sogenannte Nutztiere “ durch Vernachlässigung zu Tode kommen, dann weiß ich, was ich von vielen Schäfern zu halten habe. Sicher gibt es Ausnahmen und diese Schäfer handeln verantwortungsvoll und schützen ihre Tiere. Wichtig im Fall Gloria ist, dass diesem Opriel Grenzen aufgezeigt wurden.

  3. NRW scheint in solchen „Fällen“ genauer hin zu sehen so, wie es Gesetze/Vorschriften verlangen. Den Schreihälsen endlich einmal Parole zu bieten, ist löblich und daran kann und sollte sich Olaf Lies mal ein Beispiel nehmen. Wölfe wegen unzureichendem Weide Tier Schutz und ohne jegliche Vergrämungsmaßnahmen durchgeführt zu haben zu töten, ist nicht nur illegal, sondern auch verwerflich und verantwortungslos in hohem Maße. Immerhin besteht die Aufgabe der Umwelt Minister auch darin, Wölfe zu schützen, sich also schützend vor die Wölfe zu stellen und nicht jedem Tier Halter zu schleimen, sich als „starker Mann“ zu zeigen und unschuldige Wild Tiere so einfach zu töten. Unsere Natur gehört allen Lebewesen und nicht allein den Menschen und somit steht auch dem Wolf das Recht auf Leben zu.

  4. Wir können erst einmal zufrieden sein, dass nach Erkenntnissen vom Experten unser Artenschutzrecht entsprechend gewürdigt wurde.
    Und wir können nur hoffen, dass wir weiter so handeln, denn wie unglaubwürdig werden wir sonst sein, die Politiker in vielen Ländern auf ihre Artenschutzverpflichtungen hinzuweisen und selbst einfach dummen Lobbyismus zu betreiben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.