Politisches Theater um den Wolf: Auch Brandenburgs Abstimmung entlarvt die große Heuchelei

Brandenburg hat es vorgemacht – und gleichzeitig entlarvt: Am 13. März 2026 stimmten im Potsdamer Landtag BSW, CDU und SPD dafür, den Wolf ins Landesjagdrecht aufzunehmen. Die AfD stimmte dagegen. Ausgerechnet die Partei, die sonst nie ein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es um Wolfsabschüsse geht, votierte mit Nein. Ein scheinbar absurdes Bild. Doch es passt perfekt ins große Bild: Die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht ist längst beschlossene Sache – und die Landtagsdebatten sind nichts anderes als gut inszeniertes Theater.

Wichtige Inhalte aus der Pressemitteilung dazu: 

  • Der Landtag hat die Novellierung des Jagdgesetzes und eine Änderung der Brandenburgischen Jagddurchführungsverordnung beschlossen.
  • Damit wird der Wolf ins Landesjagdrecht aufgenommen (als jagdbare Art).
  • Das Ministerium setzt damit einen früheren Landtagsbeschluss um, den Wolf im ersten Quartal 2026 in die Liste der jagdbaren Tierarten aufzunehmen.
  • Ziel: Handlungsfähiger werden beim Umgang mit schadensstiftenden Wölfen (z. B. leichtere Tötungen, angeblich zum Schutz von Weidetieren).
  • Der Wolf bleibt vorerst ganzjährig geschont; praktische Änderungen ergeben sich aber in Kürze aus künftigen Managementplänen und dem Bundesrecht. 

Der bundesweite Flickenteppich – oder was davon übrig blieb

Brandenburg ist nur der jüngste Fall in einer langen Reihe. In Niedersachsen (2022), Hessen (Oktober 2024), Bayern (März 2026), Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz (2025) wurde der Wolf bereits ins Landesjagdrecht integriert – oft mit breiten Mehrheiten aus CDU/CSU, SPD, FDP und AfD. Die Grünen enthielten sich meist, stimmten dagegen oder blockierten (wie in Baden-Württemberg bis heute).
In Hessen stimmten CDU, SPD, AfD und FDP geschlossen zu, die Grünen enthielten sich mit dem üblichen Hinweis auf „mehr Herdenschutz“. In Bayern zogen CSU, Freie Wähler und AfD das neue Jagdgesetz durch – Grüne dagegen, SPD enthielt sich. In Rheinland-Pfalz drehte die Ampel-Koalition (SPD, Grüne, FDP) plötzlich und nahm den Wolf mit auf, obwohl die grüne Umweltministerin zuvor von einer „Scheinlösung“ gesprochen hatte. Nur in Brandenburg brach die AfD aus dem Schema aus – vielleicht aus reiner Profilierungssucht, vielleicht um zu zeigen: „Wir wären noch radikaler gewesen.“ Überall dasselbe Muster: Die Mitte und Rechte treiben es voran, die Grünen spielen die Bremser oder Enthaltenden – und die Öffentlichkeit soll glauben, hier werde hart gekämpft.
Beispielfoto Wölfe. © Brigitte Sommer

Die Umweltministerkonferenz: Der Moment der Wahrheit

Doch dann kommt der Knaller, der alles entlarvt: Auf der Umweltministerkonferenz (UMK) im November 2025 in Saarbrücken stimmten alle 16 Umweltministerinnen und -minister – quer durch alle Parteien – einstimmig für die Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz. Grüne Minister aus Baden-Württemberg, Niedersachsen, NRW, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Hamburg sagten Ja. SPD-Minister aus dem Osten sowieso. Keine Enthaltung, keine Gegenstimme.
Dieselbe Thekla Walker (Grüne, BaWü), die in Stuttgart noch blockiert, stimmte in Saarbrücken zu. Derselbe Christian Meyer (Grüne, Niedersachsen), der vor Ort Herdenschutz predigt, gab grünes Licht. Das war kein Zufall. Das war der echte Konsens – fernab der Kameras, fernab der Basis, fernab der Wähler. Wir berichteten hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/11/17/umweltministerkonferenz-in-saarbruecken-alle-parteien-einig-der-wolf-soll-ins-jagdrecht/

Heuchelei pur – und warum sie funktioniert

Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. sprechen seit Jahren von „Heuchelei“. Und wir haben haben recht. Die gleichen Minister, die auf Landesebene ihre Fraktionen gegen „Tötungsrausch“ wettern lassen, haben hinter verschlossenen Türen längst das Bundesrecht vorbereitet. Der Bundestag folgte am 5. März 2026 mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und AfD. Die Grünen und Linken votierten dagegen – wie erwartet. Der Bundesrat wird selbstverständlich folgen. Das Ergebnis steht fest: Der Wolf ist jagdbar, Problemwölfe können ganzjährig entnommen werden, in „günstigem Erhaltungszustand“ gibt es sogar reguläre Jagdzeiten.
Die Landtagsabstimmungen? Nur Kulisse. Sie erzeugen Schlagzeilen, mobilisieren die eigenen Lager, lassen Grüne als Retter der Natur und AfD als harte Hunde erscheinen – während die eigentliche Entscheidung längst in den Ministerien und im Bund getroffen wurde.
Die Heuchelei hört bei den Politikern nicht auf – sie reicht bis in NABU, WWF, BUND sowie auch kleinere Verbände hinein und zeigt sich besonders bei jenen Monitoring-Datenlieferanten in Brandenburg, die in sozialen Netzwerken den Wolf lieben, während sie ihm mit ihren Meldungen das Todesurteil schreiben. Wir berichteten auch hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2026/03/17/besenderung-von-woelfen-telemetriedaten-als-grundlage-fuer-kuenftige-abschuesse/
Beispielfoto Wölfe. © Brigitte Sommer

Machiavelli hätte seine Freude gehabt

Nicolo Machiavelli hätte dieses Schauspiel als Meisterleistung bezeichnet. In „Der Fürst“ schreibt er: Die Menge muss in der Illusion gehalten werden, sie habe Einfluss. Sie braucht ständig neue Hoffnung, neue Kämpfe, neue Feindbilder – sonst wird sie apathisch oder gefährlich. Genau das passiert hier. Die Politiker inszenieren einen erbitterten Streit auf der Bühne der Landtage, damit jede Wählergruppe ihr „Stück“ bekommt:
  • Die Landwirte denken: „Endlich wird was getan!“ – Währenddessen nehmen sie nicht wahr, dass ihnen im Hintergrund die Lebensgrundlage entzogen wird.
  • Die Naturschützer denken: „Wir müssen weiter kämpfen!“ – Sie diskutieren in sozialen Netzwerken und verfassen eine Petition nach der anderen. Alles Aktionen, die Zeit und Energie kosten, aber kaum etwas bewirken.
  • Die AfD-Wähler denken: „Die anderen sind zu weich!“ –
Und währenddessen wird die Agenda weiter durchgezogen. Apparire statt essere  – scheinen statt sein. Das ist Absicht. Eine machiavellistische Strategie, um die Wähler „bei der Stange zu halten“, wie Maciavelli treffend formulierte. Neue Hoffnung schöpfen, obwohl das Ergebnis längst feststeht.

Fazit: Das Theater läuft weiter –Wir sagen: „Lasst Euch nicht länger täuschen!“

Der Wolf wird nicht mehr streng geschützt. Das Bundesjagdrecht wird durchgehen. Die Länder können jetzt „Managementpläne“ machen und abschießen. Die großen Debatten in den Landtagen waren nur das Vorspiel. Das eigentliche Stück ist bereits geschrieben.
Für uns Wolfsschützer bedeutet das: Wir dürfen uns nicht mehr von der öffentlichen Inszenierung blenden lassen. Wir müssen die Hinterzimmer-Politik benennen, die UMK-Protokolle zitieren, die Widersprüche zwischen Minister- und Fraktionspositionen offenlegen. Nur so können wir die Heuchelei entlarven und echte Transparenz erzwingen.
Denn eines hat Machiavelli auch gelehrt: Wer das Theater durchschaut, kann es irgendwann selbst beenden.

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

3 Gedanken zu „Politisches Theater um den Wolf: Auch Brandenburgs Abstimmung entlarvt die große Heuchelei

  1. Wolfsschutz Deutschland ist neutral,auch kopetent.Diese Organisition hat immer den richtigen Blick auf die Situation.
    Schön ,daß es Sie gibt.
    Mit freundlichem Gruß Martina Schuster

  2. Wolfsschutz Deutschland ist neutral,auch kopetent.Diese Organisition hat immer den richtigen Blick auf die Situation.
    Schön ,daß es Sie gibt.
    Mit freundlichem Gruß Martina Schuster

  3. was die einen aufbauen,itzo hauen die anderen mit ihrem arsch gleich wieder um.
    so der volksmund im 30 jährigen krieg..
    für den wolfartenschutz können wir feststellen,daß eine notwendig und gut gedachte sache..leider nicht zu ende gedacht und aufrechterhalten werden kann.weil es widersacherkräfte hat die von ökologie nichts verstehen u.o. verstehen wollen.
    denen aber rechtsplausibilität eben so scheißegal ist.hauptsache sie können ihren verwerflichen willen durchsetzen.wie etwa auch in sachen klimazerstörung statt menschenrechtsprioritäres wirtschaften.
    wir haben ja bereits 2 sachverhalte die suspekt unberechtigt sind…das privilegienjagdrecht und die aufnahme schutzherabgewürdigter wölfe.. auch bereits biber,otter,..der versuch wisente in der region sauerland rothargebirge anzusiedeln ist an forstbesitzern der umgegend gescheitert.man hat die tiere dann aber nicht in die bayrischen nationalparke übersiedelt.dort wären die flächen größer…da hatte also das bundesumweltministerium bereits keine zureichende bereitschaft des ökologischen umweltmanagment gezeigt.
    das abschießen von otter und bibern ist ein weiteres veruntreuen der eu-reökologisierung.mit der leyenperfidität gegen den ökologischen wolfsartenschutz
    ist nun auch ein ökologisch zentraler predator der illegal legalen jagd überlassen.
    auf den gedanken der umsiedlung der tiere ist man weder ländrübergreifend noch bundesweit odr gar euweit nur im bereich der wisente gekommen..
    das aber ist ein verwerfliches umweltmanagment.mit einer zu großen portion zynismus.und der händelung der tiere als minderrechtliche sache…..solange tiere in de noch als sache rechtlich gehändelt werden können ist von einer ernormen antiquierten primitivität der politischen juristerei auszugehen.und das dann nicht nur in bezug auf tiere.sondern überhaupt in der ethischen rechtsgültigkeit.man hält ja nicht mehr nur tiere als verfügungssache.. sondern bereits wieder menschen als
    verfügungsmasse oder material.
    es sind hier viel zu wenig rechtsprioritäre grenzen im deutschen recht eingearbeitet.
    und die vorhandenen werden nicht prioritär u. akut genutzt.
    ein allgem, ethik verfall und damit rechtsverfall..maht sich breit und unzulässige inkonsistenzen und inkohärenzen werden einfach duldend übergangen und das unrecht weiter praktiziert..
    ein jegliches umwelt-managment hat ökologisch und prioritär lebenserhaltend zu sein.es müssen machbarkeitsstudien mit uvps vorliegen.
    in unseren zeiten der regierungsmäßig seit 30-40 jahren zugelassenen klimazerstörung..die sich längst menschen u. grundrechtsbrechend auswirkt,
    können wir zumindest ein aufheben der privilegierten jagd und eine abschaffung bzw. aufhebung eines jeglichen jagdrechtes erwarten, damit zumindest die faunistische natur ihre selbstregulierung erhalten kann,die sich dann auch auf die floristische auswirkt und so für uns menschen dieser ökologische bereich wieder renaturiert wurde..die unterschutzstellung weiterer größerer waldbereiche und neuaufforstungen ehemaliger waldgebiete..wäre für das regionalklima und den hitze.-u. sauerstoffausgleich notwendig.
    wie gesagt…grundsätzlich ist das leben der tiere prioritär zu erhalten.sei es durch reginale uo. überregionalern umsiedklugen.hier fehlen noch die genauern sachverhalte der überpopulation..also wenn die reviere soweit besetzt das der nachwuchs keine eigenen mehr gründen kann u.die anwesenden sich nicht mehr zureichend aus freilebenden tieren ernähren können..ebenso braucht es geschützte abwanderungsmöglichkeiten für abwandernde jungwölfe..wie überhaupt mehr ökologisch haltbare verkehrswegeplanungen u. ausstattungen….zu autobahnen ,kzfstrassen und ausgebauten landstrassen..abgezäunte wälder mit überbrückungen unterführungen nur für tiere..das gesamte ökologische umweltmanagment ist
    in den letzten jahren zugunsten der wirtschaft veruntreut vernachlässigt worden.
    das kann so nicht weiter gehen.die reökologisierung der welt ist eine erdenleben erhaltende rechtliche zwingende notwendigkeit.diese weiterhin zu hintergehen ist ein kapitalverbrechen. es braucht auch die neukalkulierung der weidetierhaltung..
    in sachen klimaschutz und flächenverbrauch.. sowie trinkwasserschutz…gewässerschutz u. sauerstoffhaushalt..überhaupt.
    ich jeden falls möchte nicht an überhitzung und sauerstoffmangel in einem der nächsten sommer sterben müssen,weil dieser sauerland merz und seine regierundopportunisten.. vermeinen..erst die wirtschaft dann die umwelt.
    eine rechtlich absolut abwegige uns rechtswidrigrige popolistische demagogie..richtig ist werst die menschen,völkr u. prioritärengrundrechte..
    dannn erst mal gar nichts.. bis ur widerherrstellung dieser prioritären rechtsvorgaben in de…. ein zwingendr fall für den eughfmr. im übrigen..den nicht wieder die opfer mittels steuergelder zahlen sollten sondern diese rechtswidrig handelnden vereinigungen.. die gemeinhin prarteien genannt werden…selbst. wie überhaupt bei allen anderen rechtswidrigkeiten..etwa gegen positives eurecht..u.o. menschenrechte..

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