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Sachsen – Toter Wolf in Pferdestall gefunden – Wie mit kranken Wölfen umgehen? – Einladung zur Diskussion!

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Sachsen – laut einer Pressemitteilung des Kontaktbüros „Wölfe in Sachsen“ ist am 18.03.18 ein toter Wolf in einem Pferdestall entdeckt worden. Wie der Welpe dorthin geriet, ist bislang unklar. Ziemlich sicher dagegen ist, dass das Tier unter Räude litt. Wahrscheinlich habe sich der Welpe ähnlich wie es bei Füchsen bekannt ist, die an Räude leiden, wegen der unter der Hautkrankheit verbundenen Unterkühlung, an einen geschützten, wärmeren Ort zurückziehen wollen und er sei dort gestorben. Lange sei das Tier noch nicht tot gewesen, heißt es in der Pressemitteilung. Alles würde darauf hinweisen, dass es dem Welpen schön länger nicht gut gegangen ist. Der Fundort gehört in das Gebiet des Kollmer-Rudels. Schon im Sommer hätten Aufnahmen im Rahmen des Wolfsmonitorings darauf hingewiesen, dass dort mehrere Wölfe unter Räude litten.

Räude ist behandelbar

Was für uns von Wolfsschutz Deutschland die Frage aufwirft, ob hier nicht ein Eingreifen, das heisst eine Behandlung, durch die Mitarbeiter des sächsischen Wolfsmanagements notwendig gewesen wäre. Zur Behandlung von Räude gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen gibt es ein Mittel, das direkt auf das Fell im Nacken aufgebracht wird und zum anderen gibt es auch zwei Medikamente, die bei Hunden sehr wirksam sind. Wir haben die Tierärztin Katja Lautner dazu befragt: „Diese Mittel sind nicht offiziell für Wölfe zugelassen. Allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass sie auch bei Wölfen wirken. Es ist also möglich, diese beiden Medikamente in Tablettenform in Köder zu verpacken, und den Wölfen so zu verabreichen.“ Eine andere Frage ist der ethische Aspekt. „Es ist die Frage, wie wir hier in Deutschland den Wolf als immer noch in seiner Art gefährdetes Wildtier behandeln wollen? Wollen wir die Natur entscheiden lassen, ob ein erkranktes Tier überleben soll oder kann, oder nehmen wir einen Eingriff in die natürlichen Abläufe vor?“

Abschuss von Zottel verstieß gegen Wolfsmanagementplan

Da der Wolf in Deutschland noch immer jenseits eines günstigen Erhaltungszustandes ist, müsse unserer Ansicht nach hier eingegriffen werden. Denn in Folge des Wolfsmonitorings, also der Überwachung von Wölfen,  haben Menschen auch die Verantwortung dafür zu tragen, wenn es deutliche Anzeichen dafür gibt, dass mehrere Wölfe unter Krankheiten leiden, die behandelbar sind. Bislang sind Daten des Wolfsmonitorings vor allem dann zum Tragen gekommen, wenn es um einen Wolfsabschuss ging, wie im Fall Kurti, der übrigens völlig gesund war und auch im Fall Pumpak. Hier konnte der Schießbefehl nicht ausgeführt werden, weil Pumpak von der Bildfläche verwand und weil Wolfsschutz Deutschland zusammen mit der Grüne Liga gegen den Abschuss vorging. Allerdings kostete Zottel die Krankheit das Leben. Der Abschuss verstieß ganz klar gegen die Punkte 5.4 und 5.6 im sächsischen Wolfsmanagementplan.

Wir von Wolfsschutz Deutschland möchten Sie einladen, mit uns zu diskutieren. Die Mitarbeiter des Wolfsmanagements in Sachsen haben also bereits im Sommer beobachtet, dass es den Welpen des Rudels nicht gut ging. So kann man auch davon ausgehen, dass die Mitarbeiter wussten, wo sich der Rendevouzplatz, also der Treffpunkt des Rudels befunden hatte. Köder mit Tabletten hätten also ausgelegt werden können und mit ziemlicher Sicherheit auch vom richtigen Wolf aufgenommen werden können. Das Gleiche gilt übrigens auch für den Wolf Zottel. Da man seine Wege kannte, wäre es unserer Ansicht nach, ein Leichtes gewesen, ihm die Medikamente zu verabreichen, statt das Tier abzuschießen. Es gibt zwei Mittel, die sich bei Hunden als hochwirksam erwiesen haben. Auch bei empfindlichen Tieren, wie z. B. Hütehunden, hätten diese Mittel schon gewirkt, so Dr. Lautner.

Hier ist die Pressemitteilung des Kontaktbüros Wolf in Sachsen PM_Totfund_eines_Wolfswelpen_in_einem_Pferdestall_im_Landkreis_Goerlitz

Hier ist unsere Petition für den wegen Räude erschossenen Wolf Zottel http://www.change.org/zottel

Bericht des MDR mit Video zum Fall: https://www.mdr.de/mediathek/video-183558_zc-89922dc9_zs-df360c07.html

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Gastkommentar von Ellen Renne vom Bürgerkandidaten-Komitee Altmark: Fehlendes Wissen und Ignoranz richten großen Schaden an!

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Fehlendes Wissen und Ignoranz richten großen Schaden an! Grundsatzdiskussion Wölfe
Ellen Renne vom Bürgerkandidaten-Komitee Altmark

Wolf …..oder der Umgang mit anderen Lebewesen

Beim Thema Wolf handelt es sich nicht nur um die Fragen „Wolf ja oder nein ?“ und wenn ja, dann „wie viele ?“. Es handelt sich viel mehr um eine Grundsatzdiskussion, wie weit darf der Mensch gehen, wenn er sich die Welt „bequem einrichtet“. Wenn Menschen die Notwendigkeit einer Art in Frage stellen  –  „ wir sind 150 Jahre gut ohne Wolf ausgekommen“, „ wir brauchen den Wolf nicht“ – dann wird es für uns alle gefährlich ! Solche Aussagen zeigen, dass es Defizite in den Kenntnissen zu Lebensgrundlagen und Naturgesetzen gibt. Fehlendes Wissen oder Ignoranz richten Schaden an.

Jede Art, ganz gleich ob Tier oder Pflanze,  gehört zu unseren Lebensgrundlagen, erfüllt ihren ganz eigenen „Zweck“ im System und ist von entscheidender Bedeutung für unser aller Lebensqualität, auch der Wolf! Je mehr Glieder aus dieser „ Kette der Artenvielfalt“ verschwinden, um so bedrohlicher steht es auch um das Leben von uns selbst. Wir können nicht ohne die anderen Lebewesen existieren, was umgekehrt ganz anders aussieht.

Wir töten ohne Skrupel

Der Mensch hat sich das „Recht“ genommen, diesen Planeten mit all seinen Lebensformen zu beherrschen und ( aus-) zu nutzen. Dabei lässt er ausschließlich seine Bedürfnisse gelten, die der anderen Lebewesen finden keine Akzeptanz, wenn sie störend wirken. Über Ethik und Moral wollen wir nicht weiter nachdenken, wenn etwas unbequem für uns wird.

Damit unsere Bedürfnisse nach Nahrung, Profit, Spaß und Bequemlichkeit erfüllt werden, gehen wir  „über Leichen“. Wir zerstören nicht nur jeden Tag ein weiteres Stück Natur ( unser aller Lebensraum), wir töten auch unsere „ Mitbewohner“, und das ganz ohne Skrupel.  Jedes Jahr werden Millionen Wildtiere aus den Wäldern qualvoll getötet, auch tausende Hunde und Katzen ( des Menschen „beste Freunde“) kommen vor die Flinte, wenn sie ausgedient haben und stören. Die Jagd zur Regulierung von Populationen, für die einen eine billige Möglichkeit kurzzeitig ein „Problem“- Wesen zu eliminieren, für die anderen sogar „ Sport und Spaß“. Kurzzeitig nur, weil die Jagd nicht zur nachhaltigen Reduzierung geeignet ist, im Gegenteil, wer sich mit Naturgesetzen beschäftigt, der erfährt, dass die Jagd die Tierbestände sogar nachweislich erhöht.

Entscheidend sind Respekt und Wertschätzung des Lebens

Die Praxis belegt dies mit permanent steigenden Wildbeständen. Die Natur kann sich ausschließlich selbst regulieren und ein Gleichgewicht herstellen, wobei der Wolf eine wichtige Rolle spielt. Jeder Eingriff des Menschen ist kontraproduktiv.

Kein Tier trägt die Schuld an Schweinepest und Co., all das sind menschengemachte Probleme, die allein der Mensch durch umdenken lösen muss und nicht durch das prophylaktische Töten. Das fängt bei der Landwirtschaft ( Monokultur) an und hört bei der Befestigung von Flächen auf, aber ganz entscheidend sind Respekt und Wertschätzung des Lebens.

Hier geht es zur FB-Seite von Ellen Renne

https://www.facebook.com/Bürgerkandidaten-Komitee-Altmark-831392983692678/?pnref=lhc

 

 

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AHA Halle und Wolfsschutz Deutschland fordern: Schluss mit dem Biberbashing in der Dübener Heide

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Schluss mit dem Biberbashing in der Dübener Heide, Biber sind wahre Meister im Erschaffen und Verjüngen von Auenlandschaften
Biber sind wahre Baumeister

Sachsen-Anhalt: Dem Biber geht es wie dem Wolf. Kaum ist er wieder da, soll er auch schon wieder weg. „Von einer Biber-Schwemme sei die Rede und sogar vom Problem-Bibern,“ kritisiert Andreas Liste vom Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle/Saale e. V., neueste Medienmeldungen. Ähnlich wie der Wolf wird auch der Biber seit dem Mittelalter verfolgt. Während der Wolf komplett ausgerottet war, konnten wenige Biber bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts überleben. Dass in Deutschland wieder zirka 6000 Tiere leben, verdanken wir den hohen Schutzstatus. Wo der Biber ist, wachsen Landschafts- und Naturräume.

Dem Biber geht es wie dem Wolf. Kaum ist er wieder da, soll er auch schon wieder weg
Ein Biber bei der Arbeit

Biber sind wahre Meister im Erschaffen und Verjüngen von Auenlandschaften. Durch das Fällen von Baumen und dem Bau ihrer Biberburgen, stauen Biber das Wasser und schaffen die Grundlage für günstige Lebensbedingungen für Wasservögel, Amphibien, Fischen und Insekten. Aber auch Säugetiere finden neue Räume. Desweiteren können sich Baumbestände, wie die der Weide, erholen. Nicht zuletzt profitiert auch das Grund- und Schichtwassersystem vom Biber.

Nicht der Biber ist das Problem, sondern der Mensch

Doch diese Paradiese sind in großer Gefahr. Immer mehr Landschaften werden zugebaut und versiegelt. Immer mehr Straßen zerschneiden die letzten Auenlandschaften oder verhindern, dass sich Landschaften zu Auen entwickeln könnten. Immer mehr Biber werden überfahren. „Nicht der Biber ist das Problem, sondern das mehr oder minder weit vorgerückte Eindringen des Menschen in die Fluss-, Bach- und Auenlandschaften, um sie zu nutzen, zu regulieren und nicht selten umfassend zu verbauen,“ so Liste. Sein Verein fordert eine Versachlichung der Diskussionen um die Biber in der Dübener Heide. Wir von Wolfsschutz Deutschland schließen uns dieser Forderung an.

Hier geht es zu kompletten Presseerklärung, mit weiteren Fakten, Zahlen und Daten. Weitere Informationen direkt bei www.aha-halle.de 

PresseerklärungDübenerHeide&Biberschutz16.03.2018

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Achtung: Teenager sucht erste eigene Bude!

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Die Jungwolfwandersaison hat begonnen. Bitte gerade jetzt mit Vorsicht und Bedacht Auto fahren. 

 

Viele Menschen sind nur im Herbst, wenn die Tage kürzer werden, darauf vorbereitet, langsamer und vorsichtiger zu fahren. Nicht nur das fallende Laub macht die Straßen gefährlich, auch Wildtiere, die urplötzlich die Straße überqueren, können Unfälle verursachen. Doch kaum jemand ist darauf eingestellt, gerade jetzt im Hoch- und Spätwinter, wenn die Tage wieder länger werden, noch einmal mit Wildwechsel zu rechnen. Dabei beginnt gerade jetzt eine ganz besondere Zeit im Wolfsjahr. Die Paarungszeit steht kurz bevor und die Jungwölfe verlassen ihr Rudel, um sich ein eigenes Revier zu suchen. Dabei geraten sie leicht in große Gefahr, überfahren oder Opfer von illegaler Tötung zu werden.

Einer der faszinierendsten Beutegreifer ist seit knapp 20 Jahren nach Deutschland zurückgekehrt. Unsere wildreichen Wälder bieten ihm viel Nahrung und er kommt sehr gut in unserer Kulturlandschaft zurecht.  Wölfe leben, wie wir Menschen auch, in Familienverbänden. Mutter und Vater bleiben zusammen. Sie besetzen ein Revier, dass sie gegen andere Wölfe verteidigen. Wenn die Lebensbedingungen dort gut sind, erwarten sie Nachwuchs, der im Frühjahr auf die Welt kommt. Oft helfen die einjährigen Welpen noch bei der Aufzucht der Welpen mit. So wie der Wolf Pumpak aus dem polnischen Ruszow-Rudel, der hier, wie im Video zu sehen, im Alter von einem Jahr seine Geschwister sittet, während die Mutter auf Jagd ist. Die zweijährigen Jungtiere sind zu diesem Zeitpunkt schon abgewandert.

Ganz Deutschland ist Wolfserwartungsland. Der Wolf ist in Deutschland streng geschützt und er darf nicht abgeschossen werden. Bei uns leben inzwischen um die 500 Wölfe. Platz wäre leicht für das Vierfache. Seit Anfang des Jahres (Quelle: DBB-Wolf) sind bereits neun Wölfe überfahren worden. Bitte fahren Sie deshalb gerade jetzt besonders vorsichtig. Da Jungtiere leicht 70 Kilometer pro Tag zurücklegen, kann jetzt praktisch überall ein Wolf auftauchen. Besondere Vorsicht beim Fahren ist in der Oberlausitz und allen anderen neuen Bundesländern und in Norddeutschland geboten.

Wolfsteenager sind im Verhalten vergleichbar mit menschlichen Teenagern. Sie sind unerfahren, gehen Risiken ein. Sie sind neugierig und neigen zur Selbstüberschätzung. Sie sind genauso groß wie ihre Eltern, aber im Gegensatz zu einem erfahrenen Altwolf lassen sie sich auf ihren Wanderungen blicken. So ist es völlig normal, dass ein solches Jungtier auch mal durch Ortschaften streift, oder Feldwege und Radwege benutzt. Schließlich kommt ein Wolf dort schneller voran, als im Gelände. Sein Ziel ist es, ein für ihn geeignetes Revier zu finden.

Oft werden Filme, die Landwirte von Traktoren aus machen, in soziale Netzwerke gestellt. Sie sollen beweisen, dass Wölfe die Scheu verloren hätten. Doch dies stimmt ganz und gar nicht. Die Jungtiere kennen Traktoren und Fahrzeuge. Sie erkennen allerdings nicht sofort, dass sich ein Mensch darin befindet. Bitte niemals solche Filme in sozialen Netzwerken teilen. Sie landen garantiert auf Wolfshasserseiten. Dort werden Lügengeschichten verbreitet. Oder Onlineausgaben von Tageszeitungen bringen diese Filme, übertitelt mit reißerischen Überschriften, die nichts anderes als Panik schüren sollen.

Wer einem Jungwolf  begegnet, der sollte sich bewusst machen, dass ihm in diesem Moment ein ganz wunderbares Naturerlebnis geschenkt worden ist. Es ist möglich, dass das Jungtier nicht gleich flüchtet, sondern neugierig schaut. Wem diese Situation unangenehm wird, kann sich großmachen, laut sprechen und gegebenenfalls mit einem Stock nach dem Tier werfen. Bitte keine Filme oder Fotos von einer solchen Begegnung ins Netz stellen. Schon gar nicht mit Ortsangaben. Niemals einem Jungtier etwas zum Fressen zuwerfen. Es könnte diesem Tier zum Verhängnis werden, mit Menschen positive Erinnerungen zu verbinden. Denn in Deutschland herrscht noch immer das „Rotkäppchensyndrom“. Dabei stehen wir Menschen ganz und gar nicht auf dem Speiseplan von Wölfen. Sie ernähren sich zu über 90 Prozent von Wild. Natürlich verschmähen sie auch Schafe nicht, wenn sie ihnen ungeschützt auf dem Silbertablett serviert werden. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten Weidetiere zu schützen. Entschädigungszahlungen gibt es ebenfalls.

Jeder kann mit einer vorsichtigen Fahrweise und mit klugem, medienreflektiertem Handeln dazu beitragen, dass ein Jungwolf auch das Erwachsenenalter erreichen kann.

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Jahresrückblick von Wolfsschutz-Deutschland

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Eine Abordnung von Wolfsschutz-Deutschland überreiche im Bayerischen Umweltministerium unsere Petition gegen den Abschuss der aus dem Naturpark Bayerischer Wald ausgebrochenen Gehegewölfe.

Liebe Wolfsschützerinnen und Wolfsschützer,

das Jahr geht zu Ende und wir blicken zurück auf zwölf Monate, in denen wir von Wolfsschutz-Deutschland  mit aller Kraft für die Wölfe in Deutschland gekämpft haben. Es war für uns ein erfolgreiches Jahr, in dem wir mit unserer  Arbeit und dem Engagement tausender von Menschen, die unsere Petitionen unterschrieben haben, viel erreicht haben.  Dafür wollen wir allen, die dazu beigetragen haben, dass der Schutzstatus des Wolfes in Deutschland nicht aufgehebelt wurde, ganz herzlich danken!

Was mit unserer Petition gegen den Abschuss von Wolf Pumpak begann, die weit über 125 000 Menschen unterzeichnet haben, setzte sich fort in der Gründung von Wolfsschutz-Deutschland. Auf Grund unserer Aktionen und der kontinuierlichen Öffentlichkeitsarbeit konnten wir in diesem Jahr viel erreichen.

Erfolgreiche Petitionen

Auch im kommenden Jahr werden wir uns nicht davor scheuen, bei unserem Kampf für die Wölfe mit großen Naturschutzverbänden anzuecken, die bereit sind, auch Wölfe zu töten, wenn die Politik es fordert. Wir von Wolfsschutz-Deutschland treten für den wirklichen Schutz der Wölfe ein, das bedeutet auch weiterhin, dass wir unsere Stimme gegen jede Abschussverfügung gegen Wölfe erheben werden und dies auch – wenn notwendig – mit Klagen zu verhindern suchen. Wie wirksam es sein kann, für eine Sache zu kämpfen, das zeigen unsere Petitionen, die bundesweit in den Medien Beachtung fanden. Wir haben durch unsere Petition „Tötet nicht die entlaufenen Wölfe! Jede Minute zählt!“ erreicht, dass die beiden letzten entlaufenen Wölfe des Wolfsgeheges im Naturschutzpark Bayerischer Wald nicht erschossen wurden. Die Petition haben wir persönlich im Bayerischen Umweltministerium in München überbracht und unsere Meinung dort kund getan. In kürzester Zeit hatten fast 30 000 Menschen diese Petition unterschrieben.

Ein Etappenziel haben wir auch in Sachsen erreicht. Über 44.000 Menschen haben die Petition für das Rosenthaler Wolfsrudel unterschrieben, das nach dem Willen des Bautzener Landrats Harig erschossen werden sollte. Mit einem Eilantrag hatte unsere Dachorga, die Grüne Liga Sachsen, dies verhindert.  Zugleich haben Mitglieder von uns vor Ort in Rosenthal Nachtwachen gehalten, damit ein Wolf aus dem Rudel nicht erschossen wird. Auch dafür gilt unser herzlicher Dank an alle, die dort mitgeholfen haben!

Wir denken nicht egoistisch, wir unterstützen alle, die sich wirklich dem Schutz der Wölfe in Deutschland widmen. So auch Jan Olsson, der sich mit aller Kraft in Niedersachen für das Leben der Goldenstedter Rudels einsetzt (www.w-i-s-z-v.de) Unsere Petition gegen den Abschuss des CUX-Land Rudels in Niedersachsen hat bisher knapp 66.000 Unterschriften vorzuweisen.

Auch beim Kampf gegen den Abschuss der sechs Wolfmischlingswelpen in Thüringen haben wir geholfen und Laura Pastoors bei ihrer Petition unterstützt. Dadurch wurde erreicht, dass die Wolfsmischlinge nicht abgeschossen, sondern eingefangen werden.

Ganz herzlich wollen wir uns auch bei Sebastian Michel, Gregor und all den anderen Mitarbeitern bei http://www.change.org   bedanken, die uns bei unseren Petitionen sehr unterstützt haben! Denken Sie beim Spenden bitte daran, dass auch change.org ein Verein ist und auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist.

Beschwerde beim Deutschten Presserat wegen Bild-Artikel

Erschreckt hat uns, dass die meisten Medien nur negativ über den Wolf schreiben und sich nicht um eine Recherche bemühen, sondern ohne zu hinterfragen einfach Aussagen von Leuten veröffentlichen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Schon aus Fotos, die irgendein Bauer vom Traktor aus geschossen hat, werden reißerische Artikel kreiert, die völlig ohne einen Zusammenhang gedruckt, oder im Internet verbreitet werden.  Allen voran die Bild-Zeitung. Aufgrund eines reißerischen Artikels haben wir den Deutschen Presserat eingeschaltet.  Der Artikel mit der Überschrift „WEIL SIE MENSCHEN BEDROHEN- Minister will Wölfe zum Abschuss freigeben“ hetzte gegen die Wölfe und war voller Unwahrheiten.  Die Entscheidung darüber, ob die Bild-Zeitung vom Deutschen Presserat gerügt wird, steht noch aus.

Mitglieder von uns waren immer wieder in Niedersachsen und in Sachsen unterwegs, um nachzusehen, wie die Nutztiere vor einem Zugriff der Wöfe geschützt sind. In vielen Fällen mussten sie feststellen, dass die Schafe, Ziegen und Kälber entweder gar nicht, oder nicht ausreichend gesichert waren. Oft fehlen Stromzäune, es existiert kein Unterbodenschutz oder die Zäune entsprechen nicht der geforderten Höhe.  All das haben wir auf unserer Webseite dokumentiert (siehe auch hier www.wolfsschutz-deutschland.de/2017/12/12/kalb-to-go-in-niedersachsen/.

Zudem haben wir zahlreiche Anzeigen erstattet, so auch gegen den Bautzener Landrat Harig, der einen Wolf des Rosenthaler Rudels einfach abschießen wollte, dieses Vorhaben aber nach einem Eilantrag der Grünen Liga zurückgezogen hat. Auch gegen Wolfshasser sind wir vorgegangen und haben sie angezeigt. So unter anderem gegen Wendelin Schmücker, Sprecher der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände, der gegenüber einer Zeitung geäußert hatte „Wolfsmanagement funktioniert nur mit dem Gewehr“. Anzeigen gegen Anonym erstellten wir auch bei den erschossen aufgefundenen Wölfen unter anderem in Brandenburg, Baden-Württemberg und in Sachsen. 

Fast täglich spürten wir Fakenews auf. Beiträge über Menschen und Hunde, die angeblich von Wölfen gebissen wurden, entpuppten sich als nicht wahr, wurden aber in den Medien breit getreten.

Wie unsere Einschätzung aus dem Frühsommer bestätigte, gab es laut BfN (Bundesamt für Naturschutz) auch in diesem Jahr keine rasante Vermehrung und keinen günstigen Erhaltungszustand der Wölfe. Zitat: „Die Zahl der 60 von den Bundesländern bestätigten Rudel des aktuellen Monitoringjahres 2016/2017 in Deutschland ist im Vergleich zum vorherigen um 13 gestiegen. Allerdings ist die Zahl der Wolfspaare im selben Zeitraum von 21 auf 13 und die Zahl der sesshaften Einzelwölfe ist von vier auf drei gesunken. Die meisten Tiere leben heute in Brandenburg und in Sachsen, wo im Jahr 2000 erstmals nach der Ausrottung der Art in Deutschland vor 150 Jahren ein Wolfspaar aus Polen zugewandert ist.
„Für den Naturschutz sind diese Zahlen zwar erfreulich, jedoch weist die Art noch immer eine insgesamt ungünstige Erhaltungssituation auf“, sagt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. Vor allem der Straßenverkehr gefährdet demnach den Wolf in seinem Bestand; daneben stellen illegale Abschüsse ein erhebliches Problem dar. Von den in Deutschland seit dem Jahr 2000 insgesamt 201 tot aufgefundenen Wölfen sind 140 durch den Straßenverkehr ums Leben gekommen und 26 illegal getötet worden. Im Vergleich zum Monitoringjahr 2015/2016 ist die Zahl der illegalen Tötungen von zwei auf fünf angestiegen. (hier geht es zur Pressemitteilung des BfN).

(aus Versehen hatte ich in der ersten Version leider die falschen Zahlen eingefügt, sorry! )

 Die Hysterie, die von Medien,  Politikern, vor allem auch von Lobbyisten wie Jägern und Nutztierhaltern betrieben wird,  ist unserer Meinung nach nicht nachvollziehbar. 

Ernüchternd war unsere Anfrage an die Bundestagsfraktionen anlässlich der Bundestagswahlen zum Thema Wolf. Die Grünen/Bündnis 90 und die Partei Die Linke hat uns gar nicht geantwortet, FDP und CDU/CSU haben sich dazu bekannt, Wölfe evtl. abzuschießen. Die SPD stellte sich zwar hinter den Wolf und bestätigt, dass der Wolf unter Artenschutz stehe, doch wer sich die Politik in den einzelnen Bundesländern ansieht, der erkennt, dass auch die SPD den Abschuss von Wölfen befürwortet.

Wir brauchen auch im nächsten Jahre Ihre Unterstützung

Wolfsschutz-Deutschland steht aber nicht nur zum Schutz der Wölfe. Wir setzen uns für alle Tiere ein, die bejagt und erschossen werden sollen. So unterstützen wir das Aktionsbündnis Fuchs. Der Rotfuchs gehört in Deutschland zu den wenigen Wildtierarten, die meist ganzjährig bejagt werden – ohne, dass es für diese intensive Verfolgung einen stichhaltigen Grund gäbe. Auch dieser Irrsinn muss unserer Meinung nach ein Ende haben!

Auch im kommenden Jahr wird es wieder viel für uns zu tun geben.  Wir werden wachsam sein, alles dafür tun, dass die Wölfe bei uns in Frieden leben können. Dazu brauchen wir weiterhin Ihre Unterstützung. Unsere Bitte: Helfen Sie uns, dem Wolf in Deutschland wieder ein friedliches Zuhause zu geben!

Allen Wolfsfreunden wünschen wir ein gutes, friedliches und erfolgreiches neues Jahr!

V. Vogel

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Ein Wolf wird Maskottchen bei der nächsten Fußballweltmeisterschaft. Warum uns das ganz besonders freut.

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Tanzen wir mit dem Wolf?

Eine Art Talk-Show diskutiert minutenlang die Frage, ob die Wahl des WM-Maskottchens wirklich eine gute Wahl war, hüpft doch im nächsten Jahr ausgerechnet ein Wolf durch russische Innenstädte und Stadien. Ein Wolf, der zwar freundlich lächelt, aber eben auch für Blutrünstigkeit und Hinterlistigkeit stehe, war am 02.12.17 in einem Bericht vom Deutschlandfunk zu lesen. Hier der Link dazu. Ein Foto des neuen Maskottchens ist auch zu sehen. http://www.deutschlandfunk.de/wm-gruppenauslosung-in-moskau-tanzen-wir-mit-dem-wolf.720.de.html?dram%3Aarticle_id=402150

Dazu ein Kommentar von Petra Klages, Kriminologin, Tierschützerin und Mitglied bei Wolfsschutz Deutschland in Pro Naturschutz Sachsen e. V. (GRÜNE LIGA Sachsen)

 

Der Wolf ist da und die WM wird mit ihm gefeiert

 

 

Das Maskottchen der Fußball WM 2018 ist ein starker Held, ein ausgesprochen ästhetisches und zudem sehr soziales Tier – ein Wolf –  wie sollte es auch anders sein. Er steht für unerschütterliche Tugenden wie Stärke, Treue, Intelligenz, Familie, Ausdauer, Mut und Kraft. Noch weitere Eigenschaften aufzuzählen, wäre müßig und würde wohl eher ermüden, da unzählige Seiten damit gefüllt werden könnten.

 

 

Deutsche Märchen

 

Wie aber stehen die deutschen Landwirte, die deutschen Politiker zum Wolf? In Deutschland wäre der Wolf als Maskottchen derzeit nahezu undenkbar. Wurde doch der Wolf jüngst bedauernswertes Opfer eines sehr unseriös wirkenden Wahlkampfes und schürte in der Bevölkerung pathologisch anmutende Phobien. Einige Jäger machten sich sogar strafbar indem sie das streng geschützte Tier illegal „beseitigten“.

 

Der „böse“ Wolf, der Nutztiere reißt und Menschen bedroht – so wurde und wird „berichtet“. Manch aufmerksamer Mitbürger konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Erben der Gebrüder Grimm die Werbetrommel für eine neuerliche Ausrottung des gerade erst nach Hause zurückgekehrten Wolfes rühr(t)en. Und das, wo Deutschland ohnehin massive Probleme mit dem Artensterben hat. Sind einige Deutsche tatsächlich so unbelehrbar und glauben noch an Gruselmärchen?

 

 

Landwirte

 

Tatsächlich rückten einige Landwirte, die offensichtlich kein Interesse hatten, ihre Nutztiere ausreichend zu schützen in den Fokus der Medien. Unglaublich blutrünstige Geschichten hatten sie zu berichten. Unerwähnt blieb jedoch häufig, dass genau diese Landwirte und Nutztierhalter selbst verantwortlich waren. Kategorisch lehnten sie Schutzzäune und Herdenschutzhunde ab – und selbst mittelgroße Hunde konnten ihrem Jagdinstinkt uneingeschränkt folgen und nahezu ungehindert schutzlose Tiere reißen. Möglicherweise war mit ein Grund für die Weigerung oder Ignoranz dieser Tierhalter, dass sie selbst die Jagd ausüben und unverändert hohe „Abschussquoten“ erzielen woll(t)en. Purer Eigennutz und Verantwortungslosigkeit gingen also wohl teilweise zu Lasten der bedauernswerten, wehrlosen Nutztiere, die so zum Freiwild für wildernde Hunde und natürlich auch für hungrige Wölfe wurden.

 

In der Öffentlichkeit wurde nach mutmaßlichen Wolfsrissen lediglich bekannt, dass der Wolf „schon wieder“ blutrünstig (was er definitiv nicht ist) Nutztiere gerissen hätte. Oft war noch nicht einmal klar, dass es der Wolf war; häufig stellte sich dann später heraus, dass mal wieder ein Nachbarshund der Übeltäter war. Die Aufklärung dieser Risse wurde in den Medien nicht entsprechend klargestellt und die Bevölkerung im Irrglauben des „blutrünstigen Übeltäters Wolf“ gelassen.

 

 

Medien

 

Die Presse bediente die reißerische Sensationslust und eine neutrale oder korrigierende Berichterstattung – wie sie notwendig wäre – fand in der Regel gar nicht erst statt. Politiker nutzten die Ängste und die Gier einiger jagender Mitmenschen und verschworen sich auf der Jagd nach Wählerstimmen gegen den „bösen Wolf“. Gar so viele Menschen haben es denn wohl doch nicht geglaubt – das zeigen die Wahlergebnisse recht deutlich.

 

 

Insgesamt weit gefehlt  und teilweise sehr offensichtliche Phantastereien

 

… Der Wolf ist ein Räuber und die einzige Konkurrenz, die dem  „Raubtier Mensch“ die Beute streitig macht. Er jagt jedoch nur das, was er zum Überleben benötigt. Das kann man vom Jäger Mensch leider nicht behaupten. Der Wolf hält sich in der Regel von Menschen fern – das sagt ihm schon sein Instinkt.  Diesen Instinkt haben jedoch leider nicht alle Menschen, aber vielleicht lernen sie es noch.

 

Aufmerksame Landwirte und Nutztierhafter können ihre Tiere, wenn sie es denn wollen, sehr wohl effektiv gegen den Wolf und wildernde Hunde schützen und einige tun dieses auch. Finanzielle Mittel stehen schon seit Jahren zur Verfügung. Allein – es mangelt so oft am Willen und gruselige Wolfsgeschichten greifen zur Zeit bei manchen Mitmenschen besser, als Logik und Vernunft. Wir dürfen nicht vergessen: Menschen können sich selbst und selbstverständlich ihre Tiere schützen, eine reale Gefahr an sich geht vom streng geschützten Wolf nicht aus, auch wenn gerne anderes behauptet wird.

 

 

Ureinwohner

 

Ein Ureinwohner ist endlich nach Deutschland zurückgekehrt und findet Landschaften vor, in denen er sich erst wieder zurechtfinden muss vor. Er ist ein stolzes Tier, geprägt von Ausdauer, Stärke und unerschütterlicher Treue zu seinem Rudel. Seine Schönheit und seine sehr sozialen Eigenschaften begeistern immer mehr Menschen, die sich zunehmend für ihn einsetzen. Das sollten nun auch in immer stärkerem Maße (nicht nur) die Deutschen tun.

 

 

Freuen auf die WM

 

Verabschieden wir uns endlich von den schaurigen Märchen, die jeglicher Logik entbehren. Freuen wir also gemeinsam auf eine spannende WM und den Wolf, der als Maskottchen für eine Weltmeisterschaft wohl passender nicht sein könnte!

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Wolfsschutz-Deutschland lädt zum Adventsspaziergang ein

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Auch "Wolfsbotschafter" Anori Pura Goia, ein Tschechoslowakischer Wolfshund ist beim Adventssparziergang am Sonntag, den 10. Dezember, mit von der Partie.

01.12.2017 – Zu einem Adventsspaziergang mit Glühwein und Plätzchen lädt die Gruppe Hessen des bundesweit agierenden Vereins  „Wolfsschutz Deutschland“ in Pro Naturschutz Sachsen e.V. /Grüne Liga Sachsen (www.wolfsschutz-deutschland.de ) alle Wolfsfreunde und Interessierte am Sonntag, den 10. Dezember (Zweiter Adventssonntag) in den Lämmerspieler Wald ein. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Parkplatz zum Rabenstein in Hanau-Steinheim neben dem Sportplatz der DJK Steinheim, zwischen Hanau-Steinheim und Lämmerspiel. Die Teilnahme ist kostenlos.

Wie die Sprecherin des Vereins, Brigitte Sommer (Steinheim), mitteilt, ist ein Spaziergang durch den Wald und auf die angrenzenden Streuobstwiesen geplant. Jeder, der sich für Wölfe interessiert oder mehr über die Tiere erfahren will, die vor über 100 Jahren in Deutschland ausgerottet wurden und sich  jetzt wieder in Deutschland angesiedelt haben, sei herzlich willkommen. Nachdem jüngst auch im hessischen Odenwald ein Wolf seine Spuren hinterließ, ist der Wolf auch in Hessen in aller Munde. Brigitte Sommer: „Aufklärung über den Wolf ist uns wichtig. Auf Wunsch unterstützen wir Nutztierhalter auch, um  geeignete Schutzmaßnahmen vorzunehmen.“

Mit verschiedenen Petitionen zum Beispiel gegen den Abschuss des Jungwolfes Pumpak (www.change.org/pumpak) mit über 120 000 Unterzeichnern, gegen den Abschuss weiterer Gehegewölfe, die aus dem Naturpark Bayerischer Wald ausgebrochen sind und mit der erfolgreichen Eilantrag gegen den Abschuss des Rosenthaler Rudels in Sachsen hat die Dachorganisation des Vereins, die Grüne Liga Sachsen, bereits bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Zudem decken die Vereinsmitglieder ständig Falschmeldungen, so genannte „Fake-News“ auf, mit denen Unwahrheiten über Wölfe verbreitet werden.

Mit von der Partie am Sonntag, den 10. Dezember, ist auch „Wolfsbotschafter“ Anori Pura Gioia, ein Tschechoslowakischer Wolfshund, der unter anderem auch in Sterbehospizen sehr kranken Menschen mit seinem Besuch einen letzten Wunsch erwünscht hat.

Weitere Informationen über „Wolfsschutz-Deutschland“ und wie man  Mitglied werden kann, gibt es auf der Webseite des Vereins unter www.wolfsschutz-deutschland.de. Alle Spenden und Mitgliedsbeiträge fließen direkt in Aktionen zum Schutz der Wölfe.

Weitere Informationen gibt es bei Brigitte Sommer, Telefon 06181/966716.

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www.change.org/bayernwoelfe – Petitionsübergabe am 23.10.17

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Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

ganz herzlichen Dank noch mal für Eure Unterstützung! In nur 14 Tagen fast 30 000 Unterschriften zu erhalten, setzt deutliche Signale! Wir bedanken uns beim Bayerischen Ministerium für Umwelt und Naturschutz dafür, dass wir am Montag die Petition http://www.change.org/bayernwoelfe überreichen durften. Die Petition ist noch nicht geschlossen, da noch zwei Tiere in Freiheit sind, und die Ministerialdirigentin Christina Kreitmayer, die stellvertretend für die Ministerin Ulrike Scharf die Petition entgegennahm, jedoch keine Veranlassung sieht, den Abschussbefehl zurückzunehmen, falls die zwei verbliebenen Wölfe nicht gefangen werden können.

Dass eine Wölfin am Freitag lebend gefangen werden konnte, ist einzig und allein Euch Unterstützern zu verdanken! Nach dem großen Erfolg unserer Petition heißt es jetzt, es würde alles getan, um die zwei verbliebenen Wölfe lebend einzufangen.

Erinnert Euch: Zwei Wölfe wurden kurz nach ihrem Ausbruch einfach erschossen. Für Frau Kreitmayer habe der Schutz der Bevölkerung Vorrang.

Wir sind nach wie vor der Meinung, dass hier von Seiten des Ministeriums sinnlose Ängste geschürt werden, denn wir reden hier von zwei verbliebenen Gehegewölfen im Bayerischen Nationalpark, der 24.250 Hektar groß ist und zusammen mit dem benachbarten Böhmerwald ( Nationalpark Šumava, der 68064 ha Hektar misst), die größte zusammenhängende Waldfläche Mitteleuropas ist!

Hier Risiken für die Bevölkerung herbei zu schwören, entbehrt jeglicher Verhältnismäßigkeit. Wie viele Menschen werden durch Ackergifte krank, wie viele Menschen werden durch herabfallende Äste nach einem Sturm beim Waldspaziergang oder durch umfallende Bäume bei Sturm geschädigt, wie viele Menschen durch Wildschweine oder andre Wildtiere? Sogar ein Feldhamster könnte beißen. Nach der Logik des Umweltministeriums müssen wir vor jedem Gang nach draußen gewarnt werden.

Frau Kreitmayer hatte nämlich etwas sehr Interessantes gesagt. Zitat: „Wir haben uns Jahre lange darum bemüht dafür zu sorgen, dass die Wölfe von selbst nicht von drinnen nach draußen kommen. Dass jemand sich von außen an der Türe zu schaffen machen könnte, hatten wir nicht auf dem Schirm!“ Das antwortete die Stellvertreterin auf die Frage einer Unterstützten, warum das Tor so leicht zu manipulieren gewesen sei. So viel zur „Sorge“ des Umweltministerium um die Bevölkerung.

Ganz besonders herzlich möchten wir uns für die Unterstützerinnen und Unterstützer bedanken, die mit uns vor Ort in München waren. Sie stellten sehr viele kluge Fragen und waren uns eine sehr große Hilfe! Darunter Leandro (10) , der Wölfe auch lieber in Freiheit, als in einem Gehege beobachtet. Er sagte, dass er sich sehr freuen würde, einen freilebenden Wolf zu sehen. Zitat: „Davor habe ich keine Angst“. Kinder wie Leandro geben uns Hoffnung. Die nächste Generation von Wolfsschützern steht schon in den Startlöchern! Wir werden aber weiterhin dafür kämpfen, dass die noch freilebenden Wölfe am Leben bleiben!

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Wolfsschutz Deutschland übergibt Petition gegen das Abschießen der im Bayerischen Wald entlaufenen Wölfe an das Bayerische Umweltministerium

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Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und  Verbraucherschutz wird am Montag, den 23. Oktober 2017, die Petition entgegennehmen, die der Verein „Wolfsschutz-Deutschland“ gegen den Abschuss der Gehegewölfe gestartet hatte, die im Bayerischen Wald wegen eines offen stehenden Tores entlaufen waren. Die Petition haben innerhalb weniger Tag 29 000 Menschen unterschrieben. Zugleich hatte der Verein ein Gnadengesuch für die Tiere beim Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer eingereicht.

„Wir hoffen auf ein Umdenken der Bayerischen Landesregierung“, so Wolfgang Riether, Vorsitzender des Vereins „Wolfsschutz-Deutschland“ zur  Reaktion des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt auf die Petition .

Eine Abordnung des Vereins wird die Petition am Montag um 14 Uhr übergeben und darstellen, warum die Tötung der Tiere nicht nur herzlos, sondern auch völlig unbegründet sei. Die bereits vollzogene Tötung von zwei dieser Wölfe sei nach Meinung von Riether ein weiterer Akt, der sich gegen die geschützten Tiere und EU-Richtlinien richte und sei aufs Schärfste zu verurteilen.

Riether stellte noch einmal klar, dass die Äußerung in einer Pressemitteilung des Nationalparkzentrums, die Wölfe würden alleine nicht überleben können und müssten abgeschossen werden, völlig absurd sei.

Der Verein Wolfsschutz-Deutschland fordert ein Ende des hysterischen und herzlosen Umgangs mit dem Wolf.  Riether erinnerte daran, dass schon vor 15 Jahren die Wölfin „Bärbel“ aus dem Klingenthaler Tierpark entkommen sei.  Er kämpfte damals um das Leben der Wölfin, die sich selbst aus der Gefangenschaft befreit hatte und durch mehrere Bundesländer wanderte. Riether reichte damals mehrere Gnadengesuche ein. Die Wölfin „Bärbel“ hatte sich, entgegen aller Behauptungen von Funktionären der großen Naturschutzvereine, alleine ernähren können und scheu auf Menschen reagiert,  obwohl sie als Tierparkwolf ebenfalls an Menschen gewöhnt gewesen sei. Als schließlich entschieden war, dass sie frei leben sollte, hatte ein Jäger aus Niedersachsen die Wölfin willkürlich erschossen. Die Geschichte ist hier nachzulesen: http://www.gepardenland.de/Wolf/Baerbel.htm

Riether stellt klar: „Wir fordern, dass die verbliebenen Wölfe, sollten sie nicht eingefangen werden können, in Freiheit leben können.  Wo sonst, wenn nicht im Nationalpark sei genug Platz für diese Beutegreifer.  Selbst wenn Tierparkwölfe an ihre Pfleger gewöhnt seien, würden sie auf fremde Menschen scheu reagieren. „Tierparkfütterung sei  nicht mit Anfütterung gleichzusetzen. Genau wie es Bärbel gelungen ist, würden auch diese Wölfe lernen, sich selbst zu versorgen.“

Schon der bekannte Wolfsforscher Dr. Erik Zimen, der im Nationalpark Bayerischer Wald das Verhalten von Wölfen und das von Wölfen, die mit Königspudeln gepaart wurden, erforschte, habe erklärt, dass Kühe, Schweine, Hunde und Katzen wesentlich gefährlicher seien als Wölfe.

Umfragen würden bestätigen, dass die meisten Menschen in Deutschland, Österreich und in Dänemark nach wie vor den Wolf begrüßen. Wolfgang Riether: „Der Wolf ist offiziell seit der Jahrtausendwende wieder hier in seiner Heimat. Allerdings werden Ängste geschürt von Funktionären der Landwirtschaft und den Jagdverbänden und nun auch von Dr. Leibl, dem Leiter des Nationalparkzentrums Falkenstein, aus dem die Wölfe entweichen konnten. „

Leider würden die Funktionäre der großen Naturschutzverbände nicht ihren Job machen, den Wolf zu schützen, sondern würden sich an derart herz- und sinnlosen Entscheidungen beteiligen. Der Fall der Wölfin „Bärbel“ habe dies eindeutig gezeigt.

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Aufruf zur illegalen Tötung? Wolfsschutz Deutschland erstellt Anzeige gegen Wendelin Schmücker

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Pressemitteilung

13.10. 2017

„Die Äußerung  >Wolfsmanagement funktioniert nur mit dem Gewehr< , die Wendelin Schmücker in einer öffentlichen Kreistagssitzung im niedersächsischen Nendorf geäußert hat, ist schon als kriminell zu bezeichnen“ , so Wolfgang Riether, Vorsitzender des Vereins „Wolfsschutz Deutschland“ in Pro Naturschutz Sachsen e.V.  Der Verein Wolfsschutz Deutschland hat jetzt Anzeige gegen ihn erstattet.  

Kurze Zeit nach Schmückers Statement wurde bei Vreschen-Bokel im Landkreis Ammerland ein mit einer Schusswaffe getöteter Wolf in einem Maisfeld gefunden. Riether: „Da kann man sich schon fragen, ob jemand die Äußerung Schmückers einfach mal in die Tat umgesetzt hat.“

Als  Sprecher der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände, der sich auch zur Aufgabe gemacht habe, Tiere zu schützen und eine Vorbildfunktion auszuführen, müsste Schmücker nach Ansicht von Riether mit gutem Beispiel vorangehen und mit endlich damit aufhören, Hass gegen den Wolf zu schüren. Seine Äußerungen, wie „Eine historische Leistung sei es gewesen, dass in Deutschland einst die Ausrottung der Wölfe glückte“ (Zitat aus dem „Spiegel“), führe eindringlich vor Augen, wie ernst ihm der Satz sei, den er in der Kreistagssitzung von sich gegeben habe.

Der Wolf, so Riether, sei nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen sowie nach der Berner Konvention eine geschützte Tierart. Die Abkommen seien völkerrechtlich bindend, da beide Abkommen durch Deutschland ratifiziert wurden. In Deutschland unterliege die Umsetzung dem Bundesnaturschutzgesetz.

Riether: „Der Wolf steht im Anhang IV der FFH Richtlinien und ist damit sogar eine besonders streng geschützte Art. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist es ist es verboten, Tiere der besonders geschützten Art zu töten.“

Weidetierhalter müssten sich eben darauf einstellen, dass der Wolf wieder da sei. Mit Nutztieren Geld verdienen wollen, aber seine Tiere ungeschützt weiden zu lassen, sei einfach nur fahrlässig.  Oftmals seien es auch streunende Hunde, die für Risse verantwortlich seien, aber das ließen Wolfsgegner wie Schmücker bewusst außer Acht.

Seit dem Jahr 2000 seien  nur rund 3.500 Nutztiere von Wölfen in Deutschland gerissen worden,  also 205 pro Jahr im Schnitt.  Riether: „Damit bleiben die durch Wölfe entstehenden Schäden weit unter den Verlusten, die Nutztierhalter durch andere Einflüsse (Unfälle) oder natürliche Gegebenheiten (Krankheiten) verlieren. “ Und Schäfer würden für jedes Tier, das sie durch Wolfsrisse verlieren obwohl es gut geschützt sei, eine Entschädigung erhalten.