Sachsen: Fahndung nach Wolfsmördern endlich im TV

Wolfsschutz-Deutschland e. V. warnt schon seit Jahren davor, dass illegale Wolfsjagden und illegale Tötungen von Wölfen überhand nehmen. Nun haben es zwei Fälle aus Sachsen aus dem vergangenen Herbst in „Kripo Live“, eine Sendung des MDR,  geschafft. Auch Fälle in Niedersachsen, wo zerstückelte tote Wölfe gefunden wurden, sollten endlich ins Fernsehen.

Es werden im Bericht des MDR nicht die erschreckenden aktuellen Fälle an der Grenze zu Polen behandelt, sondern Fälle aus dem vergangenen Herbst. In der Oberlausitz wurden zwei Wölfe durch scharfkantige Köder getötet und zwei weitere Wölfe wurden in einem Fall mittels einer Langwaffe erschossen. Das Landeskriminalamt ermittele, heißt es in einer Sendung des NDR.

Am 22. September 2023 und 27. September wurden die durch Köder getöteten Wölfe bei Luppedubrau und Lippitsch gefunden, am  26. Oktober 2023 die erschossenen Wölfe auf Feldern bei Malschwitz und Mauschwitz. Die Täter scheinen sich unserer Ansicht nach vollkommen sicher zu fühlen. Wir meinen, dass die Taten auch immer noch von Behörden herunter gespielt werden. So sagt Manfred Wölfl von der Fachstelle Wolf in der Sendung zwar dass, derjenige, der zur Selbsthilfe greift, eine Straftat begeht.

Diese kriminellen Taten als Selbsthilfe zu bezeichnen, ist in der Tat verharmlosend. Es sind Kriminelle, die sich nicht an Recht und Gesetze halten und dazu noch das Leiden von Mitgeschöpfen nicht nur billigen, sondern wahrscheinlich auch noch genießen. Die Wölfe, die die scharfkantigen Köder gefressen hatten, mussten laut Kathlen Zink vom Landeskriminalamt Sachsen unter Qualen sterben.

 

Gesucht werden Kriminelle, die Taten im Raum Bautzen verübt haben. Ausriss: Copyright MDR. Hier der Link zur Sendung: https://www.ardmediathek.de/video/kripo-live/sachsen-lka-ermittelt-zu-illegalen-wolfstoetungen/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy9iNTM4ZWZkOS0zNzlmLTQ3ZDEtOGUwNC01Zjg2NjViNGUyMDY?fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTAAAR35vKWHvsKNXMM7obm61L-6IB8Z7sh1Of2scH3vsoYRiDYJlJzHQwgvVt4_aem_ARXvg3eYj5fTTBrI0N_d1gCILGWunybd2dK6vLWGqiaVlTauGLbGNHvxgzbfk4X1TIQVfb3qZRtk-47vBf-Moo7c

Dieser Täter muss wohl sogar billigend in Kauf genommen haben, dass auch Hunde daran sterben konnten. Die Köder seien großflächig in der Natur verteilt gewesen, heißt es. Das LKA bittet nun um die Mithilfe der Bürger.

In unserer großen Sachsenreportage mahnten wir die vielen illegalen Taten bereits im Jahr 2022 an. Wir beklagten das Verschwinden von kompletten Rudeln, wie zum Beispiel dem Neusorge-Rudel. Behörden taten die Indizien als Konkurrenzkämpfe unter den Wölfe ab. Dabei nimmt man vor Ort kaum ein Blatt mehr vor den Mund. https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/11/10/zuwachs-in-sachsen-stagniert-wolfsland-darf-nicht-sterben/

 

Beispielbild Wolf im Sommerfell. © Brigitte Sommer

Für das aktuelle Wolfsjahr sind in der Region das komplette Rosenthaler Rudel bei Bautzen, das Elstra-Rudel und das Kamenzer Rudel bislang nicht bestätigt worden.

 

Fälle in Niedersachsen

Immer wieder werden, ebenfalls im vergangenen Jahr,  zerstückelte und grausam zugerichtete Wölfe in der Gegend östlich von Hannover gefunden. Der traurige und unheimliche Höhepunkt in diesem Jahr: Mutter und Tochter des Rudels Ringelah wurden im Landkreis Gifhorn sowie ein Wolfsrüde im Mittellandkanal bei Sehnde zerstückelt entdeckt. Nicht nur wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. setzten hohe Belohnungen zur Ergreifung des oder der Täter aus, doch Ermittlungen gerieten bereits wieder ins Stocken oder sie werden sehr schnell eingestellt. Wir rollten deshalb die Fälle im Herbst des vergangenen Jahres mit Fotos von den Fundorten noch einmal neu auf und wir fragen uns, ob diese kriminellen Taten vielleicht nur die Spitze eines erschreckenden Eisberges des Grauens darstellen. Hier unsere  große Fotoreportage zu den grausamen Fällen: https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/10/10/wer-ist-der-wolfsripper-von-niedersachsen/

 

Können solche Täter auch Menschen gefährlich werden?

Statistiken ergeben, dass sadistische Mörder sehr oft mit dem Quälen von Tieren ihre kriminellen Anfänge genommen haben. Im Fall Ringelah und dem Mittellandkanal halten wir es für möglich, dass es hier auch passieren könnte oder schon passiert ist. Deshalb müsste eine Fahnung in diesen Fällen auch endlich ins Fernsehen, um mehr Personen errreichen zu können.

Alleine im eigenen Interesse braucht es mutige Bürger, die diesen Entwicklungen etwas entgegensetzen wollen. Wir freuen uns sehr über weitere Aktive aus den Landkreisen Bautzen und Görlitz: https://wolfsschutz-deutschland.de/mitglied-werden/

 

Quellen:

Link zur Sendung: https://www.ardmediathek.de/video/kripo-live/sachsen-lka-ermittelt-zu-illegalen-wolfstoetungen/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy9iNTM4ZWZkOS0zNzlmLTQ3ZDEtOGUwNC01Zjg2NjViNGUyMDY?fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTAAAR35vKWHvsKNXMM7obm61L-6IB8Z7sh1Of2scH3vsoYRiDYJlJzHQwgvVt4_aem_ARXvg3eYj5fTTBrI0N_d1gCILGWunybd2dK6vLWGqiaVlTauGLbGNHvxgzbfk4X1TIQVfb3qZRtk-47vBf-Moo7c

http://www.dbb-wolf.de

 

Wir brauchen finanzielle Unterstützung

Es ist leider Fakt, dass der Schutz der Wölfe in Zukunft wohl immer mehr über Gerichte und Anwälte durchgesetzt werden muss. Deshalb brauchen wir auch dringend finanzielle Unterstützung. Unser Verein wird nicht staatlich gefördert, was uns zum einen tatsächlich auch sehr unabhängig macht, zum anderen aber natürlich auch finanziell einschränkt.

Schon kleine, regelmäßige Beiträge, wie z. B. ein monatlicher Dauerauftrag von 5 Euro können uns helfen. Seit Vereinsgründung vor fünf Jahren standen wir ohne wenn und aber und politische Winkelzüge auf der Seite der Wölfe und wir widersprachen unerschrocken Politkern ebenso wie anderen Verbänden. Gerade in diesen schweren Zeiten ist ein Verein wie der unsere essentiell.

Wolfsschutz-Deutschland e.V.

Berliner Sparkasse

IBAN DE79 1005 0000 0190 7118 84

BIC BELADEBEXXX

Auch Paypal ist möglich: https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

 

7 Gedanken zu „Sachsen: Fahndung nach Wolfsmördern endlich im TV

  1. Der Wolf wird von der Jägerschaft und Jagdlobby als Konkurrent angesehen, da können die behaupten was sie wollen das ist Fakt. Hinzu kommt, daß der Wolf die Rolle eines Jägers, wesentlich besser erledigt und somit das Wild und andere Tiere im Gleichgewicht hält. Man muß ihn nur lassen und dabei nur ein paar Regeln beachten. (Z.B. Schutzzaun, Herdenschutzhunde, etc.). Die Integration des Wolfes in unsere Natur ist ein untrennbarer Teil von Klima- und Umweltschutz. Wenn wir nicht bereit sind noch nicht mal dieses zu tun, werden wir alles andere auch nicht hinkriegen.

  2. Sachsen und speziell die braune Hochburg Bautzen sind ohnehin Problemfälle in Ostdeutschland. Wobei dem Thüringen noch den Rang abläuft. Das grüne Herz Deutschlands, giftgrün.
    Aber was auf den ersten Blick leicht ist, das braune Pack und seine tausenden Sympathisanten an den Pranger zu stellen, ist gleichzeitig ziemlich dumm. Das ist so ungefähr die selbe Liga, wie davon auszugehen, dass ein paar radikalisierte und gewaltbereite Ausländer, die meistens noch Deutsche sind, für alle sprechen. In der Regel ist das die Minderheit und zwar mit Abstand. Deshalb ist es ja so wichtig, dass die Mehrheit, endlich mal den Mund aufmacht und bescheid sagt, bis hierhin und nicht weiter. Das sind in der braunen Hochburg Bautzen ja auch über 60 Prozent der Wahlberechtigten und in der dicken Stadt leben 1 Mio Menschen mit Migrationshintergrund, aus gut 180 Nationen, die uns Weißbrote nicht alle umbringen wollen. Es ist ein Arschlochproblem, kein Ausländerproblem und kein Naziproblem. Es wäre leicht, Recht und Gesetz durchzusetzen und ab und an, wenn hier Rockerbanden oder kriminelle Clans denken, das ist ihr Land und hier gelten für sie keine Gesetze, dann formiert sich mal die Staatsmacht und zeigt, dass sie sehr wohl handlungsfähig und auch handlungsbereit ist. Ich denke, diese brutalen Verstöße gegen das Naturschutzgesetz in die Öffentlichkeit zu bringen, ist so ein Warnschuss, ein bis hierhin und nicht weiter. Und ja, wer Wildtiere mit totbringenden Ködern anlockt, mit einer an Hinterhältigkeit und Niedertracht kaum zu fassenden Quäl- und Tötungsabsicht, der stößt auch alte Leute vor den Zug und fasst kleine Kinder an. Dass solche Leute einen gewaltigen Dachschaden haben und dadurch gemeingefährlich sind für die Gesellschaft, sieht man ja schon daran, dass die nicht rechnen können, denken sowieso nicht. Das ist so wie beim NSU, die dachten, die an Niedertracht nicht zu toppende Ermordung unschuldiger Mitmenschen würde irgend etwas anderes bewirken, als dass sich die Reihen der Zivilgesellschaft fester schließen. Komplette Verblödung und Gewaltbereitschaft sind eine riskante Mischung und das ist es auch bei diesen Wolfsmördern. Nicht tragbar für eine Gesellschaft. Und diesen Denkzettel mussten auch die hinnehmen, die diese braunen Schweine hochoffiziell geschützt und protegiert haben. Ist nicht aufgegangen, eure miese Rechnung und die wird auch bei denen nicht aufgehen, die diese Wolfshasser hochoffiziell schützen. Anders ist es ja nicht zu erklären, dass man nie was herausfindet, es sei denn durch Tippgeber und dass dann nie das Gesetz angewendet wird.
    Pro getöteten Wölfe 5 Jahre Haft und 65.000 Geldstrafe, so ist es vorgesehen.
    Na mal sehen, wohin das führt. Es ist immer die Mehrheit, die von solchen Arschlöchern in den Dreck gezogen wird.
    Die Mehrheit in Bautzen, übrigens eine wunderschöne Stadt und die Mehrheit der Weidetierhalter, die Mehrheit der Jäger, alle werden in Misskredit gebracht.

    1. @ eiko…..a. wer sagt denn das nazis keine arschlöcher sind…?
      das beweist doch schon ihre homophobieund hass gegen freidenkende frauen.
      b. jäger mißkreditiern sich elbst.jedenfalls habe ich keine organisierte jägeschaft vernommen die gegendie hobbyjagd u.o. gegen die auf sich selbstreguliernde tierarten aufstehen….und sich derartig bemerkbar machen…
      auch niemanden derdie treibjagden verbieten will,besonders in diesen klimaüberhitzten zeiten…….nix,keine zusammenshlüsse,keine offenen briefe,keine petitionen,keine artikel ,keine nachrichten….einfach nix.nur der wolf muss verringert gemanaget werden..es gibt zu viele hier..das boot ist voll.mir sein mirund mir sein von hier und daher sagen mir was geht da hier.der wolf gehört nicht nach hier..nix gegen den wolf….aber hier gehört der nicht her….da wo der herkommt da kann er ja gern sein..wär uns da allen recht ..aber hier gehört der nicht her..im leben nicht.
      und darum schießen wirihn tot..wenn er meint er könnt hier bleiben..
      ja sicher viele jäger schißenwölfegar nicht oder doch sehr ungern..weil ohne den wolf ist auch nicht so viel los im wald..und das wild ist ausgeruhter…steht aber auch nicht da wo derwolf ist…da kommt man schon eher zu einem guten schuß aufs wild..,weil der wolf treibt es gerade zu her…aber manche wölfe sind einfach zu früh unterwegs..
      dafür hat man das wild nicht durch den winter gefüttert.a bisserl lust am töten hatten ma dann schon noch…gern.

  3. nur kurz.es braucht wohl eine europol abteilung ,die hier ermittelt.
    handelt es sich doch um eine eurechtsangelegenheit.
    lokale o. regionale polizeiermittlungen könnten da logisch
    befangenheit bis mittäterschaftsverdächtig sein bzw. werden.
    diese europalabteilung für den artenschutz in deutschsprachigen ländern
    wäre dann auch mit befugnissen auszutatten ,diese sachverhalte gegen eu-rechte in die öffentlich rechtlichen zu bringen und das bei zuwiederhandlungen rechtlich zu erzwingen.ich könnte mir aber vorstellen das der dfl und dlf nova,dlf kultur, evtl auch ard u. zdf das bringen würden..anderen falls auch eine interessante sache für bund,nabu,corektiv,taz,greenpeace,ect.
    ich kann es gerade nicht leisten,die information zu multiplizieren..aber eine weitgefächerte verteilung hat nie geschadet…öffentlichkeit hilft…..es hat ja bestimmt auch ngos gegen unterlassene polizeiliche hilfe…..wilderei,tierquälerei..
    eine rundmail..schadet nie..dem netz nicht und den empfängern nicht..und den potentiellen opfern ebenso nicht.
    und was das da an der polinischen grenze ist……bitte nicht nur verkleinerte köder ,sondern ganze hinweise.. wo,was, wer, wieviele….es gilt auch hier grundsätzlich,wehret den anfängen.
    in thüringen hat es bekannte neonazis von denen einer bürgermeister würde.
    ein klarerbeuch der verfassungsrechte.
    also besser man macht es sich in deutschland nicht mehr allzu gemütlich und nimmt hallo wach ein.. auf die brd als menschenrechtsstaat kann man sich nicht mehr 100 %
    verlassen,wenn überhaupt jemals..

  4. Da ich die Sendung immer schaue, habe ich diese natürlich auch gesehen. Endlich wurden diese Untaten einmal als das dargestellt, was sie sind: Schwere Straftaten. Bleibt zu hoffen, dass man diese feigen Tiermörder endlich schnappt und sie ihre Strafe bekommen. Was geht in den Köpfen dieser Tierquäler eigentlich vor? Unglaublich mit welcher Grausamkeit da vorgegangen wurde. Sogar Köder wurden mit scharfen Metallteilen präpariert. Sind solche Täter überhaupt noch als „Menschen“ zu bezeichnen….?

    1. Es gibt Menschen, die sind gerne grausam. Warum auch immer, für mich ist es unverständlich. Die Tiere in Deutschland und auf der Welt sind den Menschen leider fast völlig ausgeliefert, daher müssen die sich engagieren, die diese Grausamkeit sehen und nicht einfach verdrängen. Meinen großen Dank an die Wolfsschützer!

  5. mein großer Dank gilt auch Wolfsschutz, denn hier wird hingeschaut und zur Sprache gebracht, was unseren Wölfen und auch anderen Wildtieren angetan wird.
    Typen, die Tiere töten und quälen sind Verbrecher und gehören entsprechend bestraft und notfalls auch aus dem Verkehr gezogen, das heißt inhaftiert.

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