Gestern, am 27. März 2026, hat der Bundesrat dem Gesetz zur Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz zugestimmt. Damit ist der Weg frei für die erste legale Jagd auf Wölfe seit über 100 Jahren. Ab dem 1. Juli 2026 dürfen Wölfe – und explizit auch Wolfswelpen – in der Jagdzeit vom 1. Juli bis 31. Oktober bejagt werden. Die Bundesländer erhalten weitgehende Spielräume für „Bestandsmanagement“ und pauschale Tötungen. Für uns von Wolfsschutz Deutschland e.V. ist das ein schwarzer Tag für den Natur- und Tierschutz. Doch es kommt noch schlimmer: Parallel dazu wird mit dem Gesetzentwurf BT-Drucksache 21/4146 das Verbandsklagerecht systematisch ausgehöhlt. Beide Vorhaben zusammen bilden einen perfiden Doppelschlag – mehr Abschussmöglichkeiten bei gleichzeitig weniger Möglichkeiten, diese juristisch zu stoppen.

EU-Herabstufung als Türöffner
Der zweite Schlag: Gesetzentwurf 21/4146 gegen das Verbandsklagerecht
Genau in diesem Moment wird auch der Gesetzentwurf zur Änderung des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes (UmwRG) vorangetrieben – BT-Drucksache 21/4146. Erste Lesung im Februar, öffentliche Anhörung im Umweltausschuss am 25. März 2026, derzeit in der Ausschussberatung. Die geplanten Änderungen sind verheerend für den Naturschutz:
- Keine aufschiebende Wirkung von Klagen mehr: Abschussgenehmigungen und Managementpläne dürfen trotz laufender Klage vollzogen werden. Ein getöteter Wolf bleibt tot – irreversibler Schaden.
- Starre 10-Wochen-Frist für die Vorlage aller Beweismittel – ein Ding der Unmöglichkeit für ehrenamtlich arbeitende Initiativen und kleinere Verbände.
- Erschwerte Anerkennung als klageberechtigter Verband und strengere sachlich-räumliche Begrenzungen.
Genau wie wir bereits am 19. Februar 2026 in unserem Artikel „Gesetzentwurf 21/4146: Ein weiterer Schlag gegen das Verbandsklagerecht“ https://wolfsschutz-deutschland.de/2026/02/19/gesetzentwurf-21-4146-ein-weiterer-schlag-gegen-das-verbandsklagerecht/
Symbolpolitik statt echter Lösungen
Was machen die Klagen?
Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:
Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr – und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich.
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10 Gedanken zu „Bundesrat öffnet Tür zur Wolfsjagd – und knebelt den Rechtsschutz“
„Wissenschaftliche Erkenntnisse aus Skandinavien und anderen Ländern zeigen eindeutig: Solche pauschalen Abschüsse senken die Risszahlen langfristig nicht, sondern können sie sogar erhöhen.“
Das passt diesen Herrschaften doch wunderbar ins Konzept, dann können sie noch mehr Wölfe abschießen.
„Keine aufschiebende Wirkung von Klagen mehr: Abschussgenehmigungen und Managementpläne dürfen trotz laufender Klage vollzogen werden. Ein getöteter Wolf bleibt tot – irreversibler Schaden.“
Ich bin erschüttert, dass so ein Unsinn in einem angeblichen Rechtsstaat zum Gesetz werden kann.
wundert Sie dies? Naturschutz in Deutschland ist IMMER zweiter Gewinner, es sei denn, er wird gebraucht um Wirtschaftswachstum zu generieren, wie der lächerliche Versuch den Nadelforst Schwarzwald als Nationalpark auszuweisen .
so was von tierfeindlich ist doch nur noch abstoßend. Pfui Teufel noch mal. 🤮😭🤮
vielen Dank für Ihre Nachricht. Die Fraktion Die Linke im Bundestag sieht es ebenso.
Der Wolf ist für die natürliche Regulierung des Wildbestandes in unseren Wäldern sehr wertvoll. Probleme mit Herdentieren (Das Hauptargument der Abschussbefürworter*innen) treten vor allem dort auf, wo Herdenschutz vernachlässigt wurde oder zu spät auf die neuen Herausforderungen mit der Rückkehr der Wölfe reagiert wurde.
Trotz des sehr hohen Schutzstatus des Wolfes ist es auch heute bereits möglich, „problematische“ Wölfe nach mehreren Rissen von Weidetieren per Einzelgenehmigung durch die zuständige Behörde legal zu bejagen. Mit einer Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes im Jahr 2020 ist dies explizit bestätigt und erleichtert worden.
Eine Degradierung des Schutzes des Wolfes lehnen wir daher ausdrücklich ab. Die mit der Aufnahme des Wolfes in das Jagdgesetz erhoffte Rechtssicherheit für den Abschuss von „Problemwölfen“ beschneidet erheblich die Rechtssicherheit des Schutzes des Wolfes. Wenn argumentiert wird, der Riss von Weidetieren steige parallel zum Aufkommen von Wolfsrudeln und daraus die Notwendigkeit der Bejagung abgeleitet wird, ist der Schutz des Wolfes generell in Frage gestellt. Die durch Wölfe besetzte ökologische Nische in Deutschland ist nach verschiedenen Erhebungen noch bei weitem nicht geschlossen. Auch wenn argumentiert wird, der Wolf habe inzwischen einen guten Erhaltungszustand erreicht, ist dessen Potential für den Waldschutz und die Vitalisierung des Wildbestandes noch längst nicht erreicht.
Wir lehnen die Gesetzesänderung zur Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz ab und setzen auf eine Intensivierung von Herdenschutzmaßnahmen. Die Linke forderte in ihrem Entschließungsantrag (https://dserver.bundestag.de/btd/21/044/2104474.pdf) von der Bundesregierung unter anderem, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der darauf abzielt, das Wolfs-Monitoring und die wissenschaftliche Begleitung zu stärken, indem das Wolfs-Monitoring unabhängig, transparent und bundeseinheitlich fortentwickelt wird. Die Forschung zu Herdenschutz, Rudeldynamik und Konfliktprävention solle ausgebaut und die Auswirkungen jagdlicher Eingriffe auf Sozialstrukturen von Wolfsrudeln sollten systematisch evaluiert werden.
Mit freundlichen Grüßen
Nicklas Kurzweil
Kueber Niklas, wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. sind auch komplett geben Einzelabschüsse. Wir treten für eine Beendigung der allgemeinen Jagd ein. Zum Wohle für alle Wildtiere.
Warum gibt es Bauern, die nicht den Schutz ihrer Herden, wie vom Staat angeboten, nützen? Aber dann jammern!? Oder gibts das Abgebot und andere nicht mehr für die kleineren ökologisch arbeitenden? So sterben diese Höfe, obwohl die meisten von uns deren Produkte wollen.
wer hier noch an einen funktionierenden Rechtsstaat glaubt, hat nichts begriffen. Bedient wird hier eine Elite, Lobbyisten und Personen, denen Wildtiere, nur dazu dienen, sie abzuschießen.
Was den Wolf anbelangt, bedient man sich der unbegründeten Angst der Menschen und gibt den Tierhaltern, die nicht bereit sind, ihre Tiere zu schützen, eine Möglichkeit, gegen die Wölfe zu hetzen.
Das darf doch nicht sein einmal gehört der Wolf zu Deutschland, und dann soll er abgeschossen werden . Wer bekommt dann die Prämie
Das die Wölfe jetzt gejagt werden dürfen freut doch die Jäger, jetzt können Sie ohne eine Strafe zu bekommen Wölfe Jagen und somit jagt Konkurrenten ausschalten und mehr Rehe Wildschweine usw schießen können.deshalb muss der Wolf weg. Ich hasse Jäger,sie töten aus langweilie und weil Sie es können.Nicht weil Sie es müssten auch Jagen Sie gesunde junge Tiere keine Alten Kranken was der Wolf aber tut, der Wolf hält das Ökosystem im Gleichgewicht was die Menschen nicht können den Wolf zu bejahen ist eine dumme Idee finde ich der Mensch muss seine Tiere Schützenmit sinem guten Zaun und Herdenschutzhunde ich hatte mal einen gehabt und ich weiß wie wachsam und stark sie sind er hat sogar einen Einbruch in eine Gaststätte mit darüber liegenden Ferienzimmer auf dem Land wo wir Urlaub gemacht haben verhindert Er. schützt alles was in seiner Umgebung ist. Der Wolf muss geschützt werden und nicht bejagt.
This is Heart Breaking . I know some of these hunters it is provoked among a group of hunters that are very wealthy power hungery sick people.