Hessen: Skelettierter Wolf im Landkreis Offenbach gefunden

Im Herbst des vergangenen Jahres wurde auf dem Gemeindegebiet Rodgau ein toter Wolf gefunden. Weil das Tier bereits skelettiert gewesen sei, wäre die Datenlage schwierig.

Keine Presseinformation wies auf den Vorfall hin, sondern wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. fanden den Fall vor kurzem plötzlich in der Liste der Wolfsnachweise in Hessen unter dem 17. Oktober 2024: https://wolfszentrum.hessen.de/wolfsmonitoring/wolfsnachweise

Beispielfoto Wolf. ©Brigitte Sommer

Seit das Wolfsmonitoring von HessenForst übernommen wurde, ist die Liste mit sehr wenigen Informationen bestückt. Pressemitteilungen und Fotos scheinen, im Gegensatz zu früher, ebenfalls nicht mehr veröffentlicht zu werden. Ein Pressekontakt wird erst gar nicht genannt.

Wir stellten deshalb eine schriftliche Anfrage nach dem Umweltinformationsgesetz.

Der Totfund befinde sich in der  Liste, seit dem WZH die Laborergebnisse hierzu vorliegen würden, heißt es dazu von HessenForst. Die genetische Analyse sei hier nicht ganz einfach gewesen, da es sich um ein vollständig skelettiertes Tier bzw. einen Schädel und einzelne Knochen gehandelt hätte. Die Analyse sei mehrfach wiederholt worden, da die Qualität des Materials nicht ausreichte, um das Individuum zu bestimmen. Damit bliebe auch das Herkunftsrudel des Wolfes bislang ungeklärt. Aktuell würde ein weiterer Versuch laufen, das Individuum anhand von DNA zu bestimmen. „Eine Todesursache konnte aufgrund des Zustandes nicht festgestellt werden,“ so HessenForst.

Den genauen Standort wollte HessenForst nicht nennen. Der tote Wolf sei im Landkreis Offenbach im Gemeindegebiet Rodgau gefunden worden. Das Gemeindegebiet Rodgau umfasst die Ortschaften Weiskirchen, Hainhausen, Jügesheim, Dudenhofen und Nieder-Roden mit dem zugehörigen Ortsteil Rollwald. Das Gebiet umfasst eine Fläche von 65,04 km2.

HessenForst wollte den genauen Fundort nicht nennen. Im Wolfsmonitoring und -management würden Funddaten auf Gemeindeebene vergröbert, um den Schutz von Wolfsvorkommen sowie den Datenschutz (im Falle von Nutztierschäden) zu gewährleisten. Da sich dort kein Wolfsvorkommen befindet, möchte man wohl Überprüfungen und Zaundokumentationen verhindern.

Im Frühling 2024 wurde ein Wolf bei Offenbach und bei Mühlheim am Main gesichtet. Der Grüngürtel um Frankfurt am Main, Offenbach und Hanau wird von Jungwölfen bei ihren Wanderungen durchquert. 2020 war ein Wolf im Stadtwald bei Frankfurt am Main überfahren worden, 2015 einer auf der A 661 bei Frankfurt.

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

Absurd: Mecklenburgische Gemeinde will Wanderwolf totschießen

Die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) hat den Abschuss eines Wolfes beantragt. Einfach nur, weil er gefilmt wurde. Übrigens nicht zum ersten Mal will die Gemeinde einfach drauf los schießen. Dabei scheint die Bürgermeisterin durchaus Eigeninteressen zu haben.

Die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) hat laut NDR den Abschuss eines Wolfes beantragt. Öffentliche Sicherheit und Ordnung seien gefährdet, weil ein Wolf am 15. Januar 2025 von drei Zeugen im Ortsteil Neuhof auf einer öffentlichen Straße und auf zwei Grundstücken gefilmt worden wäre. Der Antrag werde von der Unteren Naturschutzbehörde geprüft, teilte ein Kreissprecher dem NDR mit.

Der NDR befragte dazu den Jäger Klaus Hackländer von der Deutschen Wildtier Stiftung, einer Jägerstiftung. Selbst er, nicht gerade bekannt als großer Wolfsfreund,  räumte ein, dass seiner Meinung nach das Tier in Feldberg ein Jungwolf auf der Suche nach einem eigenen Revier gewesen sein könnte. Auffällig sei das Verhalten eines Wolfes erst, wenn er keine Scheu vor Menschen zeige, so Hackländer zum NDR.

Dass die Jungwölfe jedes Jahr wandern, könnten viel mehr Menschen wissen, würden die Medien nicht jedes Jahr  völlig unausgewogene, teilweise Panik verbreitende Artikel heraus bringen, in denen sie mangelnde Schau beklagen. Medien haben also einen erheblichen Anteil an der alljährigen Mobilmachung gegen wandernde Jungtiere. Hier ein Artikel zum Thema: https://menschen-fuer-woelfe.com/post/bitte-vorsicht-beim-autofahren-jungw%C3%B6lfe-sind-auf-wanderschaft

Die Bürgermeisterin des Ortes, Constance von Buchwaldt (SPD), ehemals Lindheimer, beschwerte sich bereits 2023 in einem Jägerblatt. Zitat: „Es ist Zeit, dass wir aus ordnungsrechtlicher Sicht anfangen, die einheimische Bevölkerung vor der hohen Wolfspopulation zu schützen….“

Erst am 15. November 2024 richtete sie einen Apell an Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne). Wölfe sollten nach schwedischem Vorbild gejagt werden. https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/01/07/skandinavien-rottet-seine-woelfe-durch-brutale-lizenzjagden-aus/  2023 amtierte sie als Notjagdvorstand der Jagdgenossenschaft Weitendorf.

Die Bürgermeisterin ist auch Agrarwissenschaftlerin. Sie steht der mit 200 Quadratkilometern größten Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern vor. 4500 Einwohner leben in den 27 Ortsteilen, 350 Menschen – vor allem aus Berlin und Hamburg– haben hier ihren Zweitwohnsitz. Als Bürgermeister des Monats meinte sie zum Blatt „Kommunal“:  „Wir stehen hier vor den Herausforderungen des ländlichen Raums, denen wir uns stellen müssen”, sagte die Bürgermeisterin. Zum Beispiel der Nahverkehr. “ Sie könnte sich also auch den tatsächlichen Problemen auf den Land zuwenden.

Ihr verstorbener Mann Henning von Buchwaldt war in der Forstverwaltung tätig.

 

Wären Wanderwölfe sicherer, wenn sie in entsprechender Kleidung unterwegs wären? Ki generiertes Bild von Grok/X

 

Schon 2021 wurde ein Antrag auf Abschuss abgelehnt

Es klingt nicht nur unglaublich, es ist auch so. Weil ein Kind wohl am 23. Juli 2021 auf einem Radweg zwischen Wittenhaben und Hullerbusch einen Wolf gesehen haben wollte, stellten die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft und ein Jäger noch am gleichen Tag einen Antrag auf Abschuss des Tieres. Wohl ohne überhaupt zu überprüfen, ob es sich denn wirklich um einen Wolf gehandelt hat. Monatelange Überwachung des Gebietes mit Wildkameras ergab nämlich, dass sich dort gar keine Wölfe aufhalten. Der Antrag wurde damals übrigens abgelehnt.

Wir gehen davon aus, dass auch der neueste Schildbürgerstreich ins Leere gehen wird.

Die Monitoringdaten 23/24 weisen für Mecklenburg-Vorpommern übrigens gerade mal 19 Rudel, zehn Wolfspaare und zwei Einzelwölfe auf. Seit 2021 findet kaum noch eine Steigerung statt. Das liegt unserer Meinung nach an der massiven illegalen Verfolgung im Bundesland, das von den Behörden kaum geahndet wird.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus behauptete allerdings im Dezember 24, dass die Zahlen nicht stimmen würden und es mindestens 25 Rudel geben würde. Darüber hinaus betonte er die Notwendigkeit einer Regulierung der Wolfspopulation im Nordosten. Im August 24 warnte Backhaus noch vor illegalen Tötungen.

 

Jetzt beginnt auch die Paarungszeit

Blick aus einer unserer Wildkameras, irgendwo in Deutschland.

 

Quellen:

https://www.nordkurier.de/regional/neustrelitz/von-anwohnerin-gefilmt-wolf-laeuft-seelenruhig-durch-dorf-3243012

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/haff-mueritz/Feldberg-Gemeide-beantragt-Abschuss-eines-Wolfes,mvregioneubrandenburg2350.html

https://wolfsschutz-deutschland.de/2021/12/19/abschussantrag-fuer-einen-wolf-in-mecklenburg-vorpommern-abgelehnt/

https://wolf-mv.de/woelfe-in-m-v/

https://www.nordkurier.de/regional/neustrelitz/buergermeisterin-schimpft-im-jagdmagazin-ueber-wolfs-politik-2125121

https://www.pressreader.com/germany/strelitzer-zeitung-9BMV/20241115/281861534036936?srsltid=AfmBOoqKC1Mfkpv3lcJUC5aGRglBS1TPDA92W7X7NcRQsijy4xK4IWxR

https://gemeinde.feldberger-seenlandschaft.de/medien/dokumente/2023_10_11_einladung_jg_weitendorf_27._oktober_2023.pdf?20231012123644

https://kommunal.de/das-vergaberecht-blockiert-die-flexibilitaet

https://www.nordkurier.de/regional/neustrelitz/feldberger-burgermeisterin-hat-geheiratet-1192760

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Umweltminister-Deutlich-mehr-Woelfe-in-MV-als-statistisch-erfasst,wolf5148.html

https://www.regierung-mv.de/Aktuell/?id=206806&processor=processor.sa.pressemitteilung

https://www.ardmediathek.de/video/nordmagazin/wolfsmonitoring-backhaus-warnt-vor-illegalen-abschuessen/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9mYmJjZWQ2Yi02OTAxLTRkYmYtYTYxNi1lY2JmYWY1ODIwMDM

 

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

 

Exponentiell wachsende Gefahren durch die Agrar- und Jagdlobby

Das neue Jahr startet weiter blutig. Während einer Gesellschaftsjagd in Mecklenburg-Vorpommern erschoss ein Jäger aus Niedersachsen einen anderen Jäger aus Niedersachsen. Beide sollten Freunde gewesen sein. Dagegen gab es seit Anfang des Jahres, wie seit der Rückkehr der Wölfe, keinen einzigen Angriff eines Wolfs auf einen Menschen in Deutschland. Wir berichten hier über die wahren Gefahren für Mensch und Tier sowie Lösungen dagegen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt laut dpa wegen fahrlässiger Tötung in Mecklenburg-Vorpommern. Den Küchenmeister Jens H. (48) soll ein Schuss getroffen haben, aufgegeben von Stefan G. in einem parallel stehenden, 200 Meter entfernten Hochsitz. Und zwar direkt in den Hals. Nachtsichtgeräte seien im Einsatz gewesen, da es zum Tatzeitpunkt dunkel gewesen sein soll. Der Täter mache keine Angaben zum Fall, heißt es von Seiten der Staatsanwaltschaft.

Die Jagd hatte am 2. Januar bei Mustin im Landkreis Ludwigslust-Parchim stattgefunden. Angeblich hätte man auf Wildschweine schießen wollen. War dies wirklich so?

Ki-generiertes Beispielbild von Grok/X.

Im gleichen Landkreis waren 2021 nämlich zwei Jungwölfe am Dienstag, den 28. September, an der Elbe bei Boizenburg tot aufgefunden worden. Auch sie waren erschossen worden. Wir hatten hier über den Fall berichtet: https://wolfsschutz-deutschland.de/2021/09/29/zwei-illegal-getoetete-welpen-in-der-elbe-wolfsschutz-deutschland-e-v-stellt-strafanzeigen-und-setzt-belohung-aus/

Nach unseren Erkenntnissen konnte kein Täter ermittelt werden. Sehr verwunderlich ist es unserer Ansicht nach auch, dass die Staatsanwaltschaft bezüglich des toten Jägers nach nur wenigen Tagen Ermittlungszeit nur wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Vergangenes Jahr stieg die Anzahl der Jäger über die 400.000-er Marke. Heute betreiben über 436.000 Menschen ihr blutiges Hobby in Deutschland. Die meisten davon aus Niedersachsen. In Niedersachsen sind die Hobbyjäger auch noch mit dem Wolfsmonitoring beauftragt. Die, die sich offen für den Abschuss von Wölfen einsetzen, überwachen also ausgerechnet den Bestand an Wölfen. Wir haben eine Petition eröffnet, um den Jägern das Monitoring zu entziehen: http://www.change.org/wolfsmonitoring

Auch der Jagdtourismus boomt. Kein Wunder, dass es immer mehr Opfer gibt. Alleine in 2024 gab es 69 schwere Vorfälle mit Toten und schwer verletzen Menschen, die durch Jäger verursacht worden sind.

Noch schlimmer ergeht es den Tieren. In Deutschland werden jedes Jahr fünf Millionen Wildtiere mit Kugel oder Blei erschossen, erschlagen oder in Fallen grausam getötet. Fünf Millionen Tiere jedes Jahr – das sind 13.700 jeden Tag, 570 pro Stunde, fast 10 Tiere pro Minute. Alle sechs Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand. In Bundesländern, in denen das Konzept „Wald vor Wild“ durchgeführt wird, treiben es die Förster und Berufsjäger an einigen Orten noch schlimmer als die Hobbyjäger. Besonders grausam äußert sich dies in Drückjagden. Wir haben hier eine solche Drückjagd in Hessen dokumentiert: https://wolfsschutz-deutschland.de/2024/11/24/hessen-erneute-drueckjagden-im-wolfsgebiet-butzbach/

Auch in Brandenburg finden immer wieder Treib- und Drückjagden in Wolfsgebieten statt. Wird dabei ein Jagdhund von einem Wolf getötet oder gerät nur in den Verdacht, wird von Seiten der Jägerschaft stark auf die Tränendrüse gedrückt. Kommen Jagdhunde durch Wildschweine ums Leben, werden überfahren oder gehen verloren, ist das kaum eine Rede Wert. Eine solche Anti-Wolfspropaganda kann aber nur gut funktionieren wo die Presse in Hofberichterstattungsmanier mitmacht und Jägern unkritisch eine Bühne bietet.

Am 16. Dezember 2024 fand im Landtag Niedersachsen eine öffentliche Diskussionsveranstaltung der grünen Landtagsfraktion zum geplanten neuen Niedersächsischen Jagdgesetz (NJagdG) statt. Die Jäger fürchten nun, dass sie künftig zahlreichen Einschränkungen, wie z. B. der Ausbildung von Jagdhunden am lebenden Tier, hinnehmen müssten. Einige befürchten sogar ein Ende der Hobbyjagd. Deswegen wollen die Hobbyjäger am 30. Januar in Hannover ab 10 Uhr am Schützenplatz eine „Großdemo“ veranstalten.

Gegendemo für das neue Jagdgesetz

© Wildtierschutz Deutschland e. V.

 

In Brandenburg forderte der auch von vielen Wolfsfreunden hofierte „Wolfsexperte“ Eckhard Fuhr, der selbst Jäger und im Vorstand des Ökologischen Jagdverbandes Brandenburg ist,  bereits im Oktober eine „entschlossene Schutzjagd auf Wolfsrudel“. Der Landesjagdverband Brandenburg hat sogar jüngst eine feste Jagdzeit für den Wolf gefordert und er begrüße die Einführung einer Obergrenze nach schwedischem Vorbild. Über die Gräueltaten in Schweden berichteten wir hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/01/07/skandinavien-rottet-seine-woelfe-durch-brutale-lizenzjagden-aus/

Umstrittenes Comeback

Im Koalitionsvertrag von SPD und BSW zum Thema Wölfe steht: „Wir werden alle Möglichkeiten nutzen, um ein Bestandsmanagement für den Wolf und den Biber einzuführen.“

Harsche Töne kommen vom neuen Staatssekretär des Landwirtschafts- und Umweltministeriums, Gregor Beyer (FDP). Brandenburg werde die Wölfe schnellstmöglich ins Jagdrecht aufnehmen. Die Themen Jagd- und Forstwirtschaft würden „künftig Chefsache“ und in einer eigenen Stabsstelle direkt bei ihm angesiedelt, so der Staatssekretär zur TAZ. Bislang ist das aus sechs Mitarbeitern bestehende Team des Wolfsmanagements sowie das Wolfsmonitoring im Landesamt für Umwelt angesiedelt.

Die neue Umwelt- und Agrarministerin Hanka Mittelstädt (SPD) steht im Verdacht, als frühere Hühnerbaronin das Umweltrecht ausgetrickst zu haben. Dass Mittelstädt auf die Idee verfallen ist, Gregor Beyer als Staatssekretär in ihre Behörde zu holen, spreche zudem für sich, schreibt die TAZ und wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. sind da ganz einer Meinung. Der Lobbyismus in Deutschland steigt exponentiell.

Der frühere FDP-Landesvorsitzende Beyer, selbst Jäger, der seine Mitgliedschaft angeblich derzeit ruhen lässt, hatte schon 2014 im Wahlkampf in Brandenburg mit einem Plakat geworben: „Biber abschießen“. Die FDP ist schon lange nicht mehr im Landtag vertreten, Beyer hatte zuletzt als Beigeordneter im Landkreis Märkisch-Oderland Verwendung gefunden.

Wir können praktisch in allen Bundesländern beobachten, wie die Jagd- und Agrarlobby immer mehr Macht erlangt. Sie untergräbt dabei immer mehr den Mehrheitswillen und die Interessen der Bevölkerung.

Was tun?

Zunächst einmal ist es wichtig, gut informiert zu sein, denn nur wer Hintergründe kennt, kann entsprechend reagieren. Leider lesen immer mehr Menschen nur Überschriften. Dies ist fatal, denn so kommt es, dass Leute als Wolfsfreunde bewundert werden, die es in Wirklichkeit gar nicht sind.

Jeder kann ins Tun kommen, sei es mit der Teilnahme an Demos, dem Schreiben von Leserbriefen an die Medien oder aber an unserem internen Wolfsmonitoring sowie Wolfsschutzpatrouillen teilnehmen. Auch unsere Berichte zu teilen hilft Menschen über Hintergründe zu informieren.

 

Quellen:

https://www.topagrar.com/jagd-und-wald/news/so-viele-jaeger-wie-noch-nie-in-deutschland-a-20000006.html

https://www.abschaffung-der-jagd.de/menschenalsjaegeropfer/jagdunfaelle-_-straftaten-2024/

https://www.abschaffung-der-jagd.de/wildtierealsjaegeropfer/

https://www.ljn.de/jaegerschaften/gandersheim/ueber-uns/aktuelles/news-artikel/news/aufruf-zur-demonstration-am-30-januar-2025-in-hannover-

https://taz.de/Woelfe-in-Brandenburg/!6057319/

 

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

 

Illegale Verfolgung in NRW? Jährlingssohn von Wölfin Gloria starb an der A1; noch weitere Wölfe in Gefahr!

Eine Aktualisierung der Liste der Wolfsnachweise NRW macht jetzt ein Drama deutlich, das bereits am 15. Oktober 2024 stattgefunden hatte. Der Nachkomme GW4473m von Wölfin Gloria und ihrem Partner Addi wurde an der A1 bei Münster tot gefunden. Er wurde nur eineinhalb Jahre alt. Was hat ihn bewogen, so früh abzuwandern? Im Gebiet Schermbeck selbst wird weiterhin nicht geschützt. In der Eifel gibt es ein neues Wolfsterritorium und es wird gefährlich für das Rudel Ebbegebirge im Sauerland. Lesen Sie hier unseren Bericht.

Normalerweise geben wir keine Daten unseres internen Wolfsmonitorings bekannt. Allerdings gingen wir mit dem Nachweise über mindestens zwei Welpen im Rudelgebiet Schermbeck an die Öffentlichkeit, als der Kreis Wesel eine Abschussverfügung auf Wölfin Gloria (GW954f) im Winter 2023 ausstellte. Wir berichteten hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/12/21/behoerdenwillkuer-nrw-schiessbefehl-auf-wolfsmutter-gloria/

Beispielbild Jungwolf.

Wie vorauszusehen wurde die Verfügung von Gerichten gekippt. Doch seither wurde die Wolfsfamilie in unglaublicher Art und Weise illegal verfolgt. Der Vater der Welpen, Addi (GW3616m), ist seit dem Sommer 2024 verschwunden. Es gab wohl auch im Frühjahr 2024 noch einmal Welpen. Und es deutet alles darauf hin, dass Gloria bei der Aufzucht wahrscheinlich nur Hilfe von dem Jährling hatte. Als dieser abwanderte, könnte sie vor dem Problem gestanden haben, die diesjährigen Welpen alleine zu versorgen. Dies würden auch die vielen Risse an ungeschützten Weidetieren nördlich der Lippe erklären. Wir berichteten hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2024/09/09/nrw-wolfsgebiet-schermbeck-gloria-soll-schon-wieder-gekillt-werden/

Es wurde allerdings in diesem Jahr auch noch ein weiterer Nachkomme mit der Kennung GW4002m nachgewiesen. Auch dieses Tier ist seither nicht wieder aufgetaucht.  Ob es sich um das Tier handelt, das Mitte November 24 schwer verletzt mit nur drei Beinen gefilmt wurde, ist nicht bestätigt. https://wolfsschutz-deutschland.de/2024/11/27/nrw-schwer-verletzter-wolf-bei-schermbeck-wolfsschutz-deutschland-e-v-stellt-strafanzeige/

Eine telefonische Nachfrage beim LANUV brachte heute auch keine Neuigkeiten dazu. Unserer Meinung nach könnte es sich bei dem verletzten Wolf auch um einen Nachkommen aus dem Jahr 2024 handeln.

Dass der Welpe mit der Kennung GW4473m, der am 15. Oktober rund 70 Kilometer entfernt auf der A1 bei Münster totgefahren worden ist, zeigt, dass er seine Familie verlassen hatte und auf Wanderung nach einem eigenen Revier war. Waren die massiven Störungen und illegalen Verfolgungen der Grund? Normalerweise wäre das Tier wahrscheinlich erst im Frühjahr nach der Paarungszeit abgewandert, da seine Mutter ja noch Hilfe benötigte.

Wolfshinweise?

Gloria wurde das letzte Mail in November 2024 nachgewiesen. Wie sich die Situation im Moment im Rudel Schermbeck darstellt, können wir nicht sagen. Wir benötigen Hilfe von Informanten. Wir garantieren Quellenschutz. Mail an Ulrike.deheuvel@wolfsschutz-deutschland.de oder Tel.: 0176 48732612

Erinnerung an die Welpen 2023

Dieses Video stammt aus dem Frühjahr 2023 und zeigt Wolfsvater Addi mit zwei Welpen. Der Vater ist mittlerweile verschollen und für mindestens einen der Welpen gibt es nun den Nachweis, dass er totgefahren wurde.

Bei diesem Video stimmt das Datum der Wildkamera nicht. Die Bilder wurden tatsächlich im Sommer 2023 aufgenommen. Sie zeigen einen Babysitter sowie zwei Welpen im Rudelgebiet Schermbeck. Der Babysitter ist verschwunden und mindestens ein Welpe lebt nun auch nicht mehr, da er am 15. Oktober 2024 totgefahren wurde.

Weiterer Wolf angefahren?

Die Gerüchteküche in NRW tobte auch über Weihnachten mal wieder und bestimmte Menschen, die keine Wolfsfreunde sind, versuchten wohl einen Unfall dafür zu benutzen, um Stimmung zu machen.
Laut Auskunft der Polizei Borken auf telefonische Anfrage von uns, ist am 23. Dezember zwischen Ahaus und Gescherer Damm tatsächlich ein Verkehrsunfall mit einem Schaden an einem Fahrzeug passiert. Der Fahrer des Fahrzeugs war sich sicher, dass ein Wolf in sein Auto gelaufen und geflüchtet wäre.
Dass es sich um einen Wolf gehandelt hat, konnte die Polizei nicht bestätigen. Es wurde bislang kein totes oder verletztes Tier in der Nähe der Unfallstelle gefunden.
Auch die grüngelbe Aufschrift wurde nicht von der Polizei dort angebracht, sondern wohl von einem Jäger.

Laut telefonischer Auskunft eines Mitarbeiters des LANUV, hafteten am Fahrzeug Haare an, die zur DNA-Untersuchung an das Senckenberg-Institut gegeben wurden. Bis das DNA-Ergebnis da ist, wird es noch einige Zeit dauern.

 

Rissprovokation im Bereich Schermbeck

Im Frühjahr hatten wir diesen Zaun sowie auch einen weiteren Zaun mit Ziegen, die dann im Herbst tatsächlich gerissen worden sind, bereits dokumentiert.
An 24.12.2024 stand das Pony immer noch ungeschützt auf seiner Weide. Dokumentation aus dem Frühjahr hier. Hier ist auch zu lesen, dass das Pony nicht immer alleine steht, es sind auch manchmal Schafe mit dabei. Wir berichteten hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2024/04/25/nrw-wolfsgebiet-schermbeck-neue-schiessgenehmigung-auf-gloria-in-vorbereitung/

 

 

Neues Territorium in der Eifel

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigte am 30.12.24  das neue Wolfsterritorium „Rureifel“ im Kreis Düren und der Städteregion Aachen.
Anhand genetischer Nachweise sei das Wolfsweibchen mit der Kennung GW4074f von ihrem Erstnachweis in NRW am 31. März 2024 bis zum 02. November 2024 im Bereich zwischen Hürtgenwald und Simmerath bestätigt worden. Das Weibchen stamme aus dem Rudel „Hohes Venn“ in Belgien und wurde dort vermutlich im Jahr 2023 geboren.

Am 02. November 2024 konnte neben der DNA des Weibchens GW4074f auch genetisches Material von dem Wolfsrüden GW4073m nachgewiesen werden. Dieses Individuum stammt aus dem Nachbarrudel „Hohes Venn Süd“ in Belgien und wurde dort vermutlich ebenfalls im Jahr 2023 geboren. Ob es hier zu einer Paarbildung gekommen ist bzw. kommen wird, könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend geklärt werden. Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. würden uns jedenfalls sehr darüber freuen und hoffen, dass das Paar von der illegalen Verfolgung von aufgehetzten Bauern und Jägern verschont bleibt.

 

Hass auch gegen Wolfsfamilie im Ebbegebirge

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigte am 29.08.24 einen neuen Wolfsnachweis im Märkischen Kreis im Sauerland. Durch eine Fotofalle konnten am 27.08.2024 mindestens sechs Welpen und zwei erwachsene Tiere (ein Männchen und ein Weibchen) bei Herscheid nachgewiesen werden. Insgesamt bestehe das Rudel nach derzeitigem Kenntnisstand aus den beiden Elterntieren (Rüde unbekannt, Weibchen (GW2856f) und den diesjährigen Welpen). Die Wolfsmutter Ebbi stammt aus Niedersachsen.

Beispielfoto Wolfsfamilie.

Es gibt dort auch Risse an ungeschützten Weidetieren.  https://www.wolf.nrw/wolf/de/nachweise   Genau wie in Fall von Gloria von Wesel wurde die Wölfin Ebbi nachgewiesen, nicht aber der Rüde. Wurde auch er bereits beseitigt? Auch die Risse wären dadurch erklärbar.

Seit Oktober kocht dort das Thema unglaublich hoch und auch Politiker der CDU beteiligten sich an der Mobilmachung gegen die Wolfsfamilie. Vorläufiger Höhepunkt war der Vortrag eines Tierarztes, der als Aufpeitscher der Anti-Wolfsszene bundesweit bekannt ist. Als nächstes ist ein so genanntes „Mahnfeuer am 24. Januar“ auf einer Wiese in Meinerzhagen gegenüber dem Obi-Mark geplant.

Es macht unserer Meinung nach wenig Sinn, solche Veranstaltungen zu besuchen, weil die Teilnehmer derart aufgehetzt sind, dass sie sachlichen Argumentationen nicht mehr zugänglich sind. Wir suchen dringend Menschen aus dem Raum, die sich aktiv an unserem internen Wolfsmonitoring beteiligen möchten.

Dabei können wir durchaus etwas machen. Mit echtem Engagement von Wolfsfreunden vor Ort. Allerdings nicht mit den lauten Selbstdarstellern, die Standorte hinaus posaunen wollen und sich selbst in Szene setzen wollen. Wir brauchen dringend Leute mit Ortskenntnis, die verstehen, dass sie inkognito bleiben müssen, die nicht mit einer brandneuen Outdoorausrüstung herum laufen, wodurch sie sofort auffallen. Wir brauchen ruhige und besonnene Menschen. Wer sich so einschätzt, ist mehr als willkommen bei uns. Wer schon Mitglied ist und gerne aktiv werden möchte, bitte eine Mail an: Brigitte.Sommer@wolfsschutz-deutschland.de.

 

Quellen:

https://www.wolf.nrw/wolf/de/nachweise?fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTAAAR0evaz8zZfb7K4g8ubR74AKcU5CNhO22u_Vkaek-ku_6L4W5pE48AuQtqs_aem_W-SQXJBKZe0anY3Vf62biA

https://www.wolf.nrw/wolf/de/aktuelles/2024-09-02

https://www.wolf.nrw/wolf/de/aktuelles/2024-12-30

https://www.wolf.nrw/wolf/de/aktuelles/2024-08-29

https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/woelfe-in-meinerzhagen-100.html

https://www.facebook.com/share/p/15vUNZRiCs/

 

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

 

Skandinavien rottet seine Wölfe durch brutale Lizenzjagden aus

So genannte Lizenzjagden auf Wölfe in Skandinavien sind zu Recht ein kontroverses Thema. Auch ganz aktuell geht das Töten und die damit verbundenen Gräueltaten auf Wölfe schon wieder los. 20 von 30 Wölfen mussten schon sinnlos ihr Leben lassen, damit die Mordlust von Menschen befriedigt wird. Anhand von Wölfin Ylvas Schicksal wird deutlich, dass es um nicht anderes geht. Lesen sie hier ihre erschütternde Geschichte.

Heute vermeldet die schwedische Presse, dass 20 Wölfe von einer Quote von 30 Tieren getötet wurden. Die Jagdperiode hatte erst am vergangenen Donnerstag begonnen und kann bis zum 15. Februar fortgesetzt werden.

Die Bezirksverwaltungen der schwedischen Bezirke Örebro, Västmanland, Värmland und Västra Götaland haben das Totschießen in fünf Gebieten genehmigt – zwei davon im Bezirk Örebro. Das schwedische Wolfsmanagement rechnet mit sechs Wölfen pro Gebiet, so dass die Gesamtquote 30 Wölfe beträgt.

Am ersten Januar 25 sollte die Lizenzjagd auf Wölfe auch in Norwegen beginnen. Daraus wird allerdings in diesen Jahr wohl nichts. Das Amtsgericht Oslo hat die Jagd nämlich gestoppt.  Das zuständige Ministerium hatte ursprünglich die Tötung von zwölf Wölfen genehmigt und zwar auf alle Familienmitglieder des rein norwegischen Reviers Risberget-Ulvåa sowie der beiden Grenzreviere Boksjø und Fjornshöjden. Gegen den Abschuss hatten zwei Tierschutzorganisationen geklagt.

Update 22.01.25 – Die Klagen sind vor Gericht gescheitert, auch in Norwegen werden jetzt Wölfe abgeschossen:

Norwegen und Schweden berechnen einen gemeinsamen Wolfsbestand. Viele Tiere halten sich grenzübergreifend auf.  Dabei ist es schwer festzustellen, wie viele Wölfe auf welcher Seite genau dort leben.  Die Monitoringdaten der norwegischen DNA-Datenbank verzeichnen aktuell 34 registrierte Individuen. Nach aktuellem Stand der Zählung geht man von 39-50 Tieren aus, davon 24-33, die sich nur in Norwegen aufhalten. Die anderen wechseln über die Grenze oder ihr Grenzstatus ist nicht bekannt. Bisher wurden sechs Würfe registriert, davon drei, die sicher innerhalb Norwegens leben. Am Ende der Saison 2023/2024 hatte man noch mehr als 70 Wölfe in Norwegen gezählt, davon 42-44 ausschließlich in Norwegen.

Tierschützer aus Norwegen melden sogar, dass der Norwegische Wolf ausgestorben wäre und bei DNA-Untersuchungen heraus gekommen sei, dass alle Wölfe auf norwegischem Gebiet, deren DNA untersucht worden ist, eine rein finnische DNA hätten. Der Ständige Ausschuss der Berner Konvention hat nun ein Verfahren gegen das norwegische Wolfsmanagement eröffnet. Zum Abschluss der Wintersaison 23/24 rechnete man mit 375 Wölfen in Schweden inklusive des Grenzbereichs. In Schweden dürfen in der aktuellen Jagdsaison 30 Wölfe geschossen werden, jeweils sechs in fünf verschiedenen Gebieten.

Laut den aktuellen Informationen sollen sich für die Lizenzjagd auf Wölfe in Schweden im Jahr 2025 insgesamt 3855 Jäger beworben haben.

Für Finnland gibt es momentan keine aktuellen Zahlen.

 

Beispielfoto, das durch KI von Grok/X erstellt wurde. Quelle: https://x.com/i/grok
Dabei steht Skandinavien schon länger unter dem Blick der Europäischen Union, insbesondere Schweden und Finnland, da das dortige Jagdmanagement eigentlich als Verstoß gegen die EU-Naturschutzrichtlinien betrachtet wird. Die EU hat mehrfach auf die Schutzverpflichtungen hingewiesen, die für den Wolf gelten, und es gab bislang allerdings nur Androhungen von Verfahren wegen Vertragsverletzungen. Auf ein Verfahren gegen Schweden gab bislang es keinerlei Konsequenzen. Dabei ist es nicht nur fachlich, sondern auch  moralisch überhaupt nicht mehr vertretbar, Wölfe weiter zu jagen und zu verfolgen, deren Art ohnehin an die Grenze des Aussterbens gebracht wurde. Aus einer Untergrenze von 300 Wölfen in Schweden wurde eine Obergrenze von 300 Wölfen gemacht. Laut Studien leiden Wölfe in Schweden und Norwegen bereits stark unter den Folgen von Inzucht.

Diese so genannten Schutzjagden finden auch viele Lobbyisten in Deutschland interessant. So forderte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer eine „präventive Kontrolle“ nach dem vermeintlichen Vorbild der Schutzjagd auch für Deutschland.

Ylvas Geschichte

Im Rahmen der Recherche zu unserem Artikel stießen wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. auf ein Foto, das in sozialen Netzwerken viral ging. An Informationen dazu war wenig zu erhalten. Es hieß, dass das Leiden und der Tod der armen Ylva jetzt im Januar 25 während einer Lizenzjagd in Schweden geschehen sei.

Da wir diese Informationen aber nicht ungeprüft übernehmen wollten, begannen wir mit einer Gegenrecherche, die schließlich in einer Richtigstellung, zunächst auf unserer FB-Seite endete.

Ylva starb bereits am 7. Februar 2023 und nicht in Schweden, sondern in Norwegen.

Diese Richtigstellung ändert überhaupt nichts an der Grausamkeit und Verwerflichkeit der Tat an sich. Dennoch wurden wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. teilweise von Menschen angefeindet, denen es allem Anschein nach völlig gleichgültig zu sein scheint, ob eine Geschichte den Tatsachen entspricht oder nicht.  Unsere Recherche ist keinesfalls als Angriff auf die zu werten, die das Bild gepostet haben, aber wir können doch keine falsche Geschichte bringen.

Ylvas Geschichte ist nämlich so herzzerreißend, dass wir sie hier noch einmal erzählen wollen.

Die Wölfin Ylva wurde am 7. Februar 2023 nach stundenlangem Martyrium erschossen. Das Foto soll sie noch lebend zeigen. Foto: Privat.

 

Die Organistation Hunt Saboteurs Schweden hatte das Bild am 08. Februrar 2023 in Facebook veröffentlicht, ohne Land und Gemeindegebiet zu nennen. Hier die deutsche Übersetzung:

„Der Welpe Ylva wurde drei Tage lang gejagt, bevor ihr endlich ihr Bein amputiert wurde. Auf dem Bild, das von einem Jäger aufgenommen wurde, wird Ylva verängstigt und noch am Leben gesehen und mit betenden Augen in die Kamera des Jägers starrt. So hat der Jäger sie sowohl verhöhnt als auch ihr Leid verlängert und enorm erschreckt, bevor er sich schließlich entschied, den tödlichen Schuss abzufeuern.
Jagd ist kein Wildschutz, es ist Tierquälerei. Jagen ist kein Hobby, sondern Ablenkung. Wer gerne Tiere tötet, hat seine Menschenrechte verloren und sollte entsprechend behandelt werden.
Der Jagd Leader Rune Lien wurde gemeldet“

 

 

Wir schrieben dazu Gruppen, Wolfsfreunde und Zeitungen in Schweden und in Norwegen an und nach und nach kommt nun ihre tragische Geschichte noch einmal ans Licht. Wolfsfreundin Ida aus Norwegen schrieb uns dazu. „Dieser Wolf wurde im Februar 2023 in Norwegen, in Ulvåa, auf einer Trophäenjagd innerhalb der Schutzzone ins Bein geschossen. Das Foto wurde, glaube ich, von einem Jäger aufgenommen, und es sieht so aus, als wäre sie noch am Leben gewesen, als das Foto gemacht wurde. Eines der herzzerreißendsten Bilder, das ich kenne.“

“Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, daß er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein,“ schrieb bereits Nitzsche.

Alleine die Recherche zu dieser Geschichte ist teilweise kaum zu ertragen gewesen und wie vermag es erst den schwedischen und norwegischen Tierschützern ergehen, die solche Taten dokumentieren, die direkt dabei sind und die dazu auch oft noch von Jägern angegriffen werden?

In Skandinavien gibt es eine lange Tradition der Jagd, die tief in der Kultur verwurzelt ist. Man schießt dort nicht nur Wölfe, sondern auch Luchse, Elche und alle anderen Wildtiere. Die Interessen der Bauern und Jäger stehen im Vordergrund. Früher hatten die Wildtiere dennoch eine Chance, aber mit den mordernen Methoden der Jagd, wie Nachrichtgeräte, Wärmebildkameras und modernste Waffen haben die Verfolgten kaum eine Überlebenschance. Teilweise scheinen sich die Jäger regelrecht in eine Mordlust hinein zu steigern.

So wohl auch im Fall von Ylva.

Ylva wog am Tag ihres Todes nur 23 Kilo. Sie wurde am 7. Februar 2023 in der Gemeinde Elverum im Innlandet getötet. Sie war der erste von insgesamt sechs Wölfen, die 2023 Winter im Ulvåa-Gebiet getötet wurden.
Am 30. und 31. Januar 2024 fand die Verhandlung gegen zwei Teilnehmer an der Tötung von Wölfen im Ulvåa-Gebiet statt, die beide wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz zu Geldstrafen verurteilt wurden, diese aber nicht akzeptiert haben. Ein dritter Schütze wurde zu einer Geldstrafe von 15 000 Norwegischen Kronen verurteilt und ihm wurde für zwei Jahre die Jagdlizenz entzogen. Auch sein Waffenschein wurde eingezogen.
Die Polizei erklärte gegenüber Rovdyr.org, dass der Schütze Schüsse auf den Wolf aus einer Entfernung abgegeben hatte, die zu einem unnötigen Verletzungsrisiko führte.  Gegen einen vierten Schützen, der an der Lizenzjagd teilnahm, wurde das Verfahren aufgrund der Beweislage eingestellt. Er stand neben einem der Angeklagten, als die beiden ungefähr zur gleichen Zeit Schüsse abgaben.

Ein Redakteur von Rovdyr.org schrieb uns zum Thema, ob Ylva zum Zeitpunkt der Aufnahme noch gelebt habe, dass es keinen Grund zu der Annahme gebe, dass der Wolf zum Zeitpunkt der Aufnahme noch gelebt hätte, aber er sei nicht dabei gewesen und habe das Foto nicht gemacht, also sei er sich nicht ganz sicher.  Er wisse jedoch, dass Wölfe sich im Allgemeinen nicht hinlegen und aufgeben, nur weil ein Hinterfuß abgeschossen worden wäre. Er hätte bereits Hunderte von Fotos von erschossenen Wölfen gesehen und kein einziges Foto zeige die Augen des Wolfes geschlossen.  Er habe etwa zehn tote Wölfe mit eigenen Augen gesehen und diese zehn Wölfe hätten alle gemeinsam gehabt, dass es möglich gewesen wäre, den Körper des toten Tieres in einem Bild so zu arrangieren, dass Menschen, denen es an Wissen mangele, davon überzeugt werden könnten, dass das, was sie sehen, ein lebender Wolf sei.

Wir werden heute also nicht mehr erfahren, ob Ylva tatsächlich noch gelebt hat, als das Foto gemacht wurde. Auf dem Aufmacherbild wirkt es allerdings so. Aber auch wenn sie bereits tot war musste sie am letzten Tag ihres Lebens ein unglaubliches Martyrium ertragen. Im Prozess kam heraus, dass der erste Schuss auf Ylva um 12.40 Uhr abgegeben wurde.  Sechs Personen gaben insgesamt mindestens 16 Schüsse, teilweise aus tierschutzrelevanten und gefährlichen Distanzen, auf Ylva ab, bevor sie um 15.20 Uhr tot am Boden lag.
Ylva musste also an diesem Tag mindestens drei Stunden lang Schmerzen und Angst erlitten haben. Auf langer Fluchtstrecke wurde immer wieder auf sie geschossen. Was mag durch ihren Kopf gegangen sein? Studien beweisen, das auch Wölfe genau wie wir Menschen, Angst, Schmerz und Trauer empfinden. Musste sie vorher mit erleben, wie ihre gesamte Familie getötet wurde. Mutter, Vater und Geschwister? Jeder normale Mensch wird sich durch ein solches Morden angewidert zeigen.
Diese Welpen sind jetzt fast genau so alt wie es Ylva zum Zeitpunkt ihres Todes war. Der kleinen Wölfin wurde die Zukunft geraubt. Dabei wäre sie jetzt bald in einem Alter, eine eigene Familie zu gründen. Kein Tier hat es verdient, unter solchen Umständen, wie es bei Ylva der Fall war, zu sterben.
Der Jagdleiter Rune Lien sei während der gesamten Tötung des Ulvåa-Gebiets für die Tötung zuständig gewesen. Er hätte rund 15 Jahre Erfahrung mit der Lizenztötung von Wölfen. Er sprach über seine Rolle als Verwalter. Lien beschrieb das Team nach vielen Jahren als gut koordiniert. „Während der eigentlichen Jagd werden nur sehr wenige Informationen vom Jagdleiter an die Mannschaft weitergegeben. „Die Leute kennen ihre Aufgaben gut und sind weitgehend autark“, sagte er. Weiter sprach er über den Jagdvertrag, in dem alle Pflichten der Teilnehmer an der gemeinsamen Aktion zusammengefasst sind. Die Vereinbarung ist eine Voraussetzung dafür, dass Lien die Verantwortung für schätzungsweise 100 Personen übernehmen kann.
 „Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Abschuss von Wölfen? Ist das eine Herausforderung?“, fragte Staatsanwalt Bergem.
„Ich würde nicht sagen, dass es eine Herausforderung ist. Eine Herausforderung ist, dass die Bedingungen im Januar und Februar sehr anspruchsvoll sind. Es ist kalt und es liegt eine Menge Schnee. Bei der Wolfsjagd gibt es nicht mehr Verletzungen als bei der Elchjagd. Die Wolfsjagd findet in den Medien große Beachtung, und sobald wir einen Fehler machen, wird er aufgebauscht und übertrieben“, sagte Lien. Er verwies auf die Lizenzabschussaktion im Jahr 2022, bei der Lien als Abschussleiter für das Hornmoen-Rudel in Elverum verantwortlich war. „Wir haben acht Wölfe in zwei Stunden erlegt, und alles lief wie am Schnürchen“, so Lien.
Lien sei jedoch nicht besonders zufrieden mit der Tatsache, dass vier Schüsse aus dem zweiten und neun Schüsse aus dem vierten Abschusspunkt abgegeben wurden.
So etwas will man nicht. Wenn viele Leute bei der Wolfsjagd zuschauen, ist es wichtig, eine gute Seite zu zeigen. Ich bin nicht stolz auf die Tatsache, dass 16 Schüsse abgegeben wurden, bevor der Wolf tot war. Als wir den Tag beendeten, hatte ich das gleiche Gefühl wie nach einem miserablen Arbeitstag“, wurde Lien im Rovdyr zitiert.

Zur aktuellen Recherche erhielten wir eine Nachricht von Rune Lien. Der Wolf sei tot gewesen im Moment der Aufnahme, schrieb er uns am 06. Januar 2025. „Dass es noch leben sollte, als dieses Foto aufgenommen wurde, sind nur unwahre Behauptungen/Gerüchte, die danach aufgetaucht sind. Ein Autopsiebericht des Veterinärinstituts hat dies bestätigt. Der Wolf starb sofort an den Folgen eines guten Treffers in lebenswichtigen Organen. Ja genau, leider war der Wolf am Hinterbein geschnitten und verletzt worden. Zehn Minuten bevor er getötet wurde.

Einige der Jäger, die an der Jagd teilgenommen haben, wurden nach dem Vorfall von der Umweltdirektion gemeldet. Die Rezensionen konzentrierten sich darauf, Tiere unnötiges Leid zu ersparen, unter anderem durch das Abschießen und Verfolgen von Tieren für lange Zeit. Laut Amtsgerichts und des Schiedsgericht wurde ein Jäger verurteilt und ein Jäger freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hat vor dem Obersten Gerichtshof gegen die Freispruch eines Jägers Berufung eingelegt.“

Rückblick auf die Verhandlung:

Ein anderer Zeuge sprach von einem Overkill. Dazu war auch noch vor der Obduktion ein Teil des Hinterbeines von Ylva entfernt wurden.
In seinem Plädoyer übte der Staatsanwalt Bergem scharfe Kritik. „Die Jagdethik in diesem Fall ist nicht gut. Die Wölfe mussten um jeden Preis erlegt werden. Die Jäger haben völlig den Kopf verloren“, sagte Bergem.
Er war der Ansicht, dass die beiden Angeklagten vorsätzlich gehandelt hatten, da sie seiner Meinung nach erkannt haben mussten, dass sie den Wolf wissentlich einem unnötigen Risiko unnötigen Leidens aussetzten, insbesondere wenn sie beide so erfahrene Jäger seien.
Bergem forderte, dass beide Angeklagten zu einer Geldstrafe von 14.000 Norwegische Kronen verurteilt werden sollten, dass sie für zwei Jahre das Recht verlieren sollten, an Fallenjagden mit Lizenz teilzunehmen und dass sie die Gerichtskosten tragen sollten.
Ylvas Geschichte zeigt auf, wie wir Menschen es fertig bringen, zu den schlimmsten Monstern auf diesem Planeten zu werden. Auch in diesem Jahr werden bald die Einzelheiten zu schrecklichen aktuellen Abschüssen die Runde machen. Viele Menschen wenden sich gleichgültig ab. Viele Blender und Aufschneider bestimmen große Teile der Tierschutzszene. Vielen Menschen reicht es, solche Leute zu bewundern, ohne selbst in Aktion zu kommen.  Wie lange noch dauert es, bis wir in Deutschland solche Zustände erleben müssen?
Quellen:

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

Zum Jahresabschluss: Die beklopptesten Headlines über Wölfe

Viel zum Lachen hatten wir in diesem Jahr wirklich nicht. Während wir Menschen fürchten müssen in einen dritten Weltkrieg zu taumeln, hat der Krieg gegen unsere Wildtiere, insbesondere gegen Wölfe, bereits begonnen. Sehr gut zu erkennen an Sündenbockpropaganda. Wir setzen hier die beklopptesten Überschriften bildlich um und entlarven damit deren Perversität.

Propaganda wird in Zeitungsartikeln verwendet, um Feindbilder zu konstruieren, die als Rechtfertigung für politische Maßnahmen wie Angsterzeugung oder Abschüsse dienen können. Durch Propaganda können Informationen selektiv verbreitet oder unterdrückt werden, um die Wahrnehmung der Realität zu manipulieren. Manchmal ist sie wirklich leicht zu erkennen, wie in diesen Beispielen.

 

Wölfe stürmen Skipiste, „Sie sind überall“, Skifahrer unter Schock, Wölfe tummeln sich auf Skipiste herum, Wölfe jagen mitten auf Skipiste…lauten nur einige der überaufgeregten Artkel- Quelle: https://www.google.com/search?q=W%C3%B6lfe+auf+Skipisten&sca_esv=865b4cce462433eb&source=hp&ei=N7pzZ_j-NZ2o9u8PhOKy8Ak&iflsig=AL9hbdgAAAAAZ3PIRw9coZpp2DM2zlzwVfiQCtRXzS-a&ved=0ahUKEwi49tzh2dGKAxUdlP0HHQSxDJ4Q4dUDCBA&uact=5&oq=W%C3%B6lfe+auf+Skipisten&gs_lp=Egdnd3Mtd2l6IhRXw7ZsZmUgYXVmIFNraXBpc3RlbjIFECEYoAEyBRAhGKABMgUQIRigAUiyGVAAWLsUcAB4AJABAJgBVKABtwiqAQIxObgBA8gBAPgBAZgCE6AC4AjCAg4QABiABBixAxiDARiKBcICCBAAGIAEGLEDwgILEAAYgAQYsQMYgwHCAg4QLhiABBixAxiDARiKBcICCxAuGIAEGMcBGK8BwgIIEC4YgAQYsQPCAgUQLhiABMICDhAuGIAEGMcBGI4FGK8BwgIFEAAYgATCAgsQLhiABBixAxjJA8ICCxAAGIAEGJIDGLgEwgILEAAYgAQYkgMYigXCAgYQABgWGB7CAggQABiABBiiBMICBRAAGO8FwgIHECEYoAEYCpgDAJIHAjE5oAfybw&sclient=gws-wiz

Was war passiert: Drei Jungwölfe sind in einem italienischen Skigebiet außerhalb der Zeit, in denen Menschen die Piste benutzen, darüber gelaufen. Sie kommen dort ja auch besser voran als im Tiefschnee.

 

„Raubtier macht es sich in Gärten bequem“ https://www.jaegermagazin.de/jagd-aktuell/woelfe-in-deutschland/wolf-in-braunschweig-raubtier-in-garten-gesichtet/

Was war passiert? In Braunschweig wollte ein Mann einen Wolf gesehen haben, der einfach nur seinen Weg durch den Garten des Mannes nahm. Dies kann in Wolfsgebieten durchaus passieren. Genau wie auch Füchse, Wildschweine, Hasen und Rehe nicht eingezäunte Gärten passieren.

 

„Das Einfallstor für Wölfe ist offen“ https://www.kreiszeitung.de/lokales/bremen/so-wahrscheinlich-sind-wolf-sichtung-das-einfallstor-fuer-woelfe-ist-offen-92664196.html?fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTEAAR2UpyJhHvzaJbrpyl2nckvCzrzDqNYlldg6sbqxPq65lA-tHDsU9lAmLmw_aem_tZcKbKTLLe4t7n32MD7vUw

 

Was war passiert: Es wurden einfach nur Wölfe gesichtet.

Die Bilder wurden mit Hilfe von KI von Grok/X generiert. Quelle: https://x.com/i/grok

 

Wir hoffen, Ihnen ist jetzt nicht das Lachen im Hals stecken geblieben und wünschen allen Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunden einen guten Rutsch.

 

Wir lassen auch in 2025 nicht nach und blicken positiv in die Zukunft

Wird’s besserWird’s schlimmer?, fragt man alljährlich. Aber seien wir ehrlich, Leben ist immer lebensgefährlich.‘ (Erich Kästner)

 

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

Neue Studie der Bundesregierung: Wissenschaftlicher Touch für Wolfsabschüsse?

Das Bundesamt für Naturschutz veröffentlichte kürzlich eine Studie zur künftigen Entwicklung des Wolfsbestandes in Deutschland, die wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. eher kritisch sehen.

Tatsächlich wurde die Studie auf Wunsch der Umweltministerinnen und -minister der Länder vom BfN in Auftrag gegeben.

Laut Presseinformation des BfN haben auf der 95. Umweltministerkonferenz (UMK) 2020 die Umweltminister der Bundesländer den Bund gebeten, für die „Größe der günstigen Referenzpopulation“ auf wissenschaftlicher Grundlage eine Anzahl adulter Wolfsindividuen je Anteil Deutschlands an den biogeografischen Regionen festzulegen. Das Verfahren für die Ermittlung von Referenzwerten sei von der EU-Kommission in mehreren Dokumenten festgelegt. Die EU-Dokumente dienten als Grundlage zur Ableitung eines Referenzwertes für die günstige Population sowie die Erstellung einer Populationsgefährdungsanalyse. Hinter diesen sperrigen Sätzen verbirgt sich nichts geringeres als der erneute Vorstoß eines „regionalen Wolfsmanagements“.

Die Bundesumweltministerkonferenz hatte bereits das Schnellabschussverfahren beschlossen.  Die Bundesregierung hatte der Herabsetzung des Schutzstatus Wolf bei einem Antrag der Europäischen Kommission, den Schutzstatus des Wolfes in der Berner Konvention herabzustufen, zugestimmt.

An der Studie war unserer Ansicht nach kein regierungsunabhängiges Institut beteiligt.

Beispielfoto Wolfseltern mit Welpen. © Brigitte Sommer

Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. sehen in dieser Studie durchaus die Gefahr, dass solche Berechnungen dafür hergenommen werden könnten, einen „gesunden Erhaltungszustand“ festzustellen und alles was darüber hinaus reicht, zum Abschuss freizugeben, wie es in anderen EU-Ländern ja bereits praktiziert wird.

Aus den Daten wurde die Überlebenswahrscheinlichkeit der Wölfe in Deutschland abgeleitet. Erwachsene Wölfe hätten die höchste Überlebenswahrscheinlichkeit. Jährlinge und Welpen würden  im Vergleich häufiger sterben. Auf Basis dieser Erkenntnisse sei mit Hilfe einer Populationsgefährdungsanalyse die Überlebenswahrscheinlichkeit über einen Zeitraum von 100 Jahren ermittelt und fünf Veränderungen der Lebenssituation der Wölfe simuliert worden. Teil der Simulation seien mögliche Krankheitsausbrüche, die sich auf den Bestand auswirken könnten, gewesen. In den meisten Simulationen hätte sich ein positiv entwickelnder Wolfsbestand ergeben. Würde jedoch ein gewisser Wert der Überlebenswahrscheinlichkeit unterschritten, könnten die Wölfe in Deutschland wieder aussterben, heißt es in der Pressemitteilung des BfN.

Wir bezweifeln, dass sich tatsächlich die Populationsentwicklung der Wölfe durch Simulationen berechnen lässt. In anderen Bereichen haben sich solche Simulationen durchaus auch als fehlerhaft erwiesen. Eine solche Studie könnte auch dazu hergenommen werden, Wolfsabschüssen einen wissenschaftlichen Touch zu geben.

 

Quelle: Pressemitteilung mit Link zur Studie:

https://www.bfn.de/aktuelles/bfn-veroeffentlicht-studie-zur-zukuenftigen-entwicklung-des-wolfsbestands-deutschland

 

Frohe Weihnachten, ein schönes Yulfest und einen positiven Einstieg in das neue Jahr…

…wünscht Wolfsschutz-Deutschland e. V. Wie jedes Jahr bringen wir auch ein paar Tipps, um sich die Feiertage zu vertreiben.

 

In dieser besonderen Zeit des Jahres möchten wir allen von Herzen die allerbesten Wünsche für Weihnachten und das neue Jahr senden. Mögen die Tage bis Weihnachten mit Vorfreude, Wärme und Liebe erfüllt sein, die das Fest selbst dann in ein wahres Licht tauchen.  Möge der Weihnachtsbaum nicht nur mit Lichtern, sondern auch mit der Freude und dem Frieden strahlen, die diese Feiertage versprechen.  Erinnert Euch an die Magie dieser Zeit, an die Geschichten, die erzählt werden und die Momente, die für immer in unseren Herzen bleiben werden. Möge das neue Jahr Euch Gesundheit, Erfolg und viele schöne Überraschungen bringen.
Lasst uns die Zeit nutzen, um innezuhalten, zu reflektieren und die kleinen Wunder des Lebens zu schätzen. Mögen die Tage uns allen die Kraft geben, das neue Jahr mit Optimismus und Mut zu beginnen.
Weihnachts- und Neujahrsbild, kreiert durch KI von Grok/X. Bitte keine moralinsauren Vorwürfe wegen des Feuerwerks. Dies ist ein fantasievolles Symbolbild, das Weihnachtswünsche und Neujahrswünsche auf einen Blick zeigen soll.   Quelle: https://x.com/i/grok

Wir denken auch an alle Menschen, denen es jetzt gerade nicht gut geht, sie vielleicht krank und einsam sind. Weihnachten  bzw. die Wintersonnenwende, erinnert uns daran, dass das Licht selbst in den dunkelsten Zeiten leuchten kann. Keiner ist wirklich allein, auch wenn es sich vielleicht so anfühlt. Eure Gedanken und Euer Herz sind mit vielen verbunden, die an Euch denken und Euch das Beste wünschen. Vielleicht findet Ihr in der Stille dieser Tage Frieden und eine neue Art von Freude – die Freude an den kleinen Dingen, die oft übersehen werden. Ein Buch, das Euch in eine andere Welt entführt, ein Film, der  zum Lächeln anregt oder einfach der Duft von Plätzchen, der an schönere Zeiten erinnert.

An alle Wildtiere

Auch wenn Ihr in den Wäldern, Meeren und Lüften Euer Zuhause habt, möchten wir Euch an diesem besonderen Weihnachtsfest unsere Wünsche senden. Ihr seid die wahren Bewahrer der Natur, die Hüter des Gleichgewichts und eine Quelle der Inspiration und des Wunders. Möge Eure Weihnachtszeit von der stillen Magie der Natur begleitet sein. Mögen die Wälder und Wiesen, die Flüsse und Meere Euch Schutz und Nahrung bieten.
Wolfsfamilie.
Wir wünschen Euch, dass Eure Winterquartiere sicher sind, dass ihr genug zu essen findet und dass die Kälte und Nässe Euch nicht zu sehr plagt. Mögen die Sterne am Weihnachtshimmel Euch leuchten und den Weg weisen, ob ihr nun durch die Nacht fliegt, durch die Wellen schwimmt oder auf leisen Pfoten durch den Schnee wandert.
Für diejenigen von Euch, die sich in der Kälte und Nässe durchschlagen müssen, möge das Licht der Sonne Euch bald wieder wärmen. Mögen Eure Instinkte und Eure Weisheit Euch durch die Herausforderungen der Jahreszeiten führen.
Wir hoffen, dass wir mehr Menschen dafür gewinnen können, Eure Lebensräume zu schützen und respektieren, damit auch die kommenden Generationen die Freude und das Staunen über Eure Existenz erleben können. Möge das neue Jahr Euch Gesundheit bringen, dass die Jungen sicher aufwachsen und die Alten noch viele Winter erleben. Möge die Magie dieser Zeit Euch Frieden und Schutz schenken und möge das Wunder Eures Daseins uns alle daran erinnern, wie kostbar und zerbrechlich das Leben auf unserem Planeten ist.

Filmtipp:

Der Titel „Bildgewaltige Doku über das „gefährliche Raubtier“ wird unserem Filmtipp nicht gerecht. Der Film ist tatsächlich sehr empfehlenswert und wirft ein Schlaglicht auf den aktuellen Umgang mit Wölfen in der Schweiz, aber auch in Resteuropa, auch Deutschland.
Sehr sehr schöner, schon etwas älterer Film aus den USA. Sehr zu Herzen gehend, wird die Verwandlung von Jim Brandenburg vom Jäger zum Tier- und Naturfotografen beschrieben. Jim Brandenburg erzählt sehr emotional seine Wandlung vom Jäger zum Tierfotografen und sein Entsetzen darüber, dass in den USA die Wolfsjagd wieder los ging. Und ja, es war Obama, der die Jagd auf Wölfe dort eröffnete. Die Situation damals ist übertragbar auf die heutige Situation in der Schweiz, aber auch Deutschland und ganz Europa. Die Macht der Konzerne wurde schon darin angedeutet. Heute sind wir so weit, dass diese Konzerne auch schon Tier- und Naturschutzbewegungen unterwandert haben.
Heute gibt es in Deutschland Stiftungen, die rein von Jägern ins Leben gerufen werden und die vor allem Tiere zum Schießen schützen wollen, aber viele Menschen merken dies nicht, weil sie sich nicht wirklich mit dem Thema befassen. Auch in den großen Umweltverbänden sitzen längst Jäger in Schlüsselpositionen. Die Inhalte kleiner unabhängiger Gruppen und Vereine werden in sozialen Netzwerken von Menschen, die das nicht durchblicken, gecancelt.
Heute ist die Jagd in den USA schon wieder eröffnet. Von dem nächsten Präsidenten. In den USA geht man mit Wölfen um, wie früher mit den Indigenen. Alles, was die Komfortzone stört, muss weg. Mit Wissenschaft ist dem nicht beizukommen, weil die Herzen dieser Menschen durch Macht und Geldgier versteinert sind. Sehr schön ist die Aussage der Filmemacherin, dass „Du laufen musst, wenn Du Wölfe fühlen möchtest.“ Genau so ist es. Deshalb brauchen wir für unser internes Monitoring feinfühlige Menschen, die gut zu Fuß sind. Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. sind strikt gegen Besenderung. Die Gründe sind bereits in diesem Film gut dargestellt. Wer Wölfe schützen will, darf sie nicht „managen“. Man muss die Wölfe sprichwörtlich frei lassen und den Kontrollwahn aufgeben. Einige Wissenschaftlicher im Film sind der Ansicht, dass die Verbindung von uns Menschen zu Wölfen durch Jäger entstanden sein könnte, weil Wölfe ihnen beim Jagen folgten. Der Wolfsforscher und unser Freund Toni Seiler https://wolfsschutz-deutschland.de/2019/09/10/unser-vereinsmitglied-toni-seiler-ist-tot-als-mensch-und-wolfsexperte-ein-schmerzlicher-verlust/  war in seinen späten Jahren davon überzeugt, dass es nicht die Jäger, sondern Frauen waren, die die Verbindung zu Wölfen eingingen. Sie fanden vielleicht verwaiste Wolfswelpen und zogen sie zusammen mit ihrem Nachwuchs groß. Dies würde die enge Verbindung von manchen Frauen zu Wölfen heute erklären. Wir sind der gleichen Ansicht. Darüber, dass die Wölfe als Art überleben werden, sind wir uns  sicher. Es steht unser eigenes Überleben auf dem Spiel. Die Wahrheit liegt auf dem Tisch. Alle können sie sehen. Jede/r muss entscheiden, auf welcher Seite er/sie stehen möchte.
Hier auch noch mal der Direktlink zu Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=xZ-EVVoO2b8

Mit Wölfen kuscheln

Im Film wird auch über Projekte berichtet, die Wölfe als Medizin für traumatisierte Menschen einsetzen. Hier in Deutschland ist Kuscheln mit Wölfen verpönt oder aber man gönnt sich ein Shooting gegen Bezahlung und Kuscheleinheiten. In den USA werden Menschen mit Wölfen und Wolfshunden therapiert. Natürlich kuschelt auch dort keiner mit wilden Wölfen Dieses Konzept haben wir für Deutschland übernommen, in dem unser Schriftführer und unsere Vorsitzende die Nonprofit-Initiative „Menschen für Wölfe“ gründeten. Unsere Wolfshündin Liv bewirkte dabei Wundervolles mit traumatisierten Kindern. Unsere Veranstaltungen werden kostenlos angeboten. Toni Seiler unterstützte die Initiative „Menschen für Wölfe“ bis zu seinem Tod. Er hat unter anderem auch zusammen mit uns die Texte für unseren Wolfscomic für Kinder   https://www.menschen-fuer-woelfe.com/post/neuauflage-unseres-comics-ein-jahr-im-leben-der-wölfe-ist-eingetroffen  verfasst.

https://www.menschen-fuer-woelfe.com/post/liv-begeistert-kinder-für-wölfe?fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTAAAR06DvEha7mcoJ89M4PfJ9NBe_QKcuEZ459v3tV7m4aw4NBev9ukteOBS5s_aem_Q1aYTCOsXZTACIc8DzpgAA

 

Märchen für Kinder

Hier auch noch einmal der Direktlink: https://www.menschen-fuer-woelfe.com/post/die-prinzessin-und-die-weihnachtswölfe

 

Buchtipp:

Dr. Jonas Tögel ist Amerikanist, Propagandaforscher und Bestsellerautor. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Psychologie der Universität Regensburg. Seine Motivation ist es, den Menschen dabei zu helfen, Manipulation im Alltag und Propaganda zu erkennen, zu verstehen und zu neutralisieren. Es ist ihm ein Anliegen, Resilienz zu stärken, damit Menschen auch in schwierigen Zeiten friedlich, positiv und handlungsfähig bleiben.

Wir finden dies in Punkto Wolfsschutz auch immens wichtig, denn immer mehr Menschen fühlen sich ausgelaugt und ohnmächtig.

Dass wir das nicht sind, zeigt das Buch. KOGNITIVE KRIEGSFÜHRUNG von Jonas Tögel aus dem Westendverlag. https://westendverlag.de/Kognitive-Kriegsfuehrung/1634

 

Hier ist auch noch ein spannendes Youtube-Interview mit Dr. Tögel mit positivem Ausklang: https://www.youtube.com/watch?v=MPS2Rh-PjeI

 

Wir lassen auch in 2025 nicht nach und blicken positiv in die Zukunft

Wird’s besserWird’s schlimmer?, fragt man alljährlich. Aber seien wir ehrlich, Leben ist immer lebensgefährlich.‘ (Erich Kästner)

 

Ulrike de Heuvel, 2. Vorsitzende

Jürgen Götz, Kassenwart

Volker Vogel, Schriftführer

und Brigitte Sommer, Vorsitzende

wünschen allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch, Ein allerherzlichstes Dankeschön geht an alle Aktiven und Unterstützer, darunter besonders an Gudrun, die unsere Stände managet und betreut.

 

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

 

Sachsen-Anhalt beteiligt sich am Steuergeld-Verschwendungsirrsinn

Die Schnellabschussregelung von Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) hat sich als echter Rohrkrepierer erwiesen, denn alle Verfügungen wie z. B. in Niedersachsen, wurden von Gerichten gekippt. Trotz alledem hat nun auch Sachsen-Anhalt die Schnellabschussregelung eingeführt. Doch es ist sehr wahrscheinlich, dass auch in Sachsen-Anhalt Schnellabschuss-Schießgenehmigungen gekippt werden. Die Kosten dafür müssen die Steuerzahler berappen.

Mit Blick auf die stetig wachsende Wolfspopulation in Sachsen-Anhalt und zuletzt wieder zunehmenden Nutztierrisse habe das Umweltministerium jetzt einen Erlass für so genannte „Schnellabschüsse“ in Kraft gesetzt,  wurde am 18.12.24 durch eine Pressemitteilung bekannt. So genannte Problemwölfe dürften damit ab sofort schneller und unbürokratischer entnommen werden.

Entnommen ist ein verharmlosendes Wort für totgeschossen werden.

Durch den Erlass könnten Wölfe, die in Gebieten mit erhöhtem Rissaufkommen Nutztiere töten und dabei einen zumutbaren Herdenschutz überwinden, innerhalb von 21 Tagen nach dem Übergriff im Umkreis von 1.000 Metern um den Riss-Ort entnommen werden. Das Landesamt für Umweltschutz prüfe, ob es sich um ein Gebiet mit erhöhtem Rissaufkommen handelt; die Ausnahmegenehmigung zum „Schnellabschuss“ würde dann vom Landesverwaltungsamt erteilt und mit Zustimmung vom jeweiligen Jagdausübungsberechtigten bzw. von einem beauftragten Jäger umgesetzt werden. Eine genetische Individualisierung des schadenstiftenden Wolfs sei dafür nicht erforderlich.

 

Beispielfoto zeigt einen sieben Monate alten Wolfswelpen. © Brigitte Sommer

Das Umweltministerium bezeichnet diese Regelung als unbürokratischere Entnahme problematischer Wölfe.

Wolfsschutz-Deutschland e. V. kündigt Strafanzeigen an, sollten einer oder mehrere Wölfe durch eine solche Schießgenehmigung zu Tode kommen.

Dabei räumt das Umweltministerium sogar in seiner Pressemitteilung gleichzeitig ein, dass Hobbyhalter Herdenschutz vernachlässigen würden. Zitat: „Laut aktuellem Monitoringbericht für den Zeitraum Mai 2023 bis April 2024 ist die Zahl der in Sachsen-Anhalt lebenden Wölfe um 54 auf 258 gestiegen; die Zahl der im Land lebenden Wolfsrudel nahm von 27 auf 32 zu. Zudem wurde ein leichter Anstieg der Übergriffe auf Nutztiere von 59 im Vorjahreszeitraum auf 63 registriert; die Zahl der dabei getöteten Tiere stieg von 176 auf 228. In vielen Fällen, vor allem bei Hobbyhaltern, begünstigte fehlender Herdenschutz die Rissvorfälle.“

Es ist völlig widersinnig, einfach „irgendeinen Wolf“ abzuschießen. Denn: Selbst bei „normalen Abschussgenehmigungen wurde noch nie der „richtige Wolf“ erschossen, räumte Dr. Carsten Nowak vom Senckenberginstitut bei einem Vortrag in Frankfurt ein.

Unsere Devise: Nur Null Wolfsabschuss motiviert wirklich zum Herdenschutz

 

Quellen:

https://mwu.sachsen-anhalt.de/artikel-detail/konfliktarmes-leben-mit-dem-wolf-neuer-erlass-zu-schnellabschuessen-ist-in-kraft

https://wolfsschutz-deutschland.de/2024/02/11/wolfsexperte-sagt-in-deutschland-ist-noch-nie-der-richtige-wolf-entnommen-worden/

 

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

Klage gegen Herabsetzung des Wolfsschutzstatus vor dem EuGH

Fünf Umwelt- und Tierschutzorganisationen aus verschiedenen europäischen Ländern haben beim Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) Beschwerde gegen die Unterzeichnerstaaten der Berner Konvention eingelegt, die Anfang Dezember dafür gestimmt hatten, den Schutzstatus des Wolfes herabzusetzen.

Die Klage wurde von den Tierschutzverbänden Green Impact, Earth, LNDC Animal Protection (alle Italien), One Voice (Frankreich) und Great Lakes and Wetlands (Ungarn) eingereicht. Große Namen wie WWF, Nabu oder Pro Natura oder BUND sucht man hier allerdings vergebens. Deutschland hatte wie Österreich und die Schweiz für die Absenkung des Schutzstatus gestimmt und dass keine Organisation klagt, könnte den Einfluss der Regierung hier deutlich machen.

„Der EU-Vorschlag, den Schutz des europäischen Wolfes zu reduzieren, ist wissenschaftlich nicht fundiert und stellt einen gefährlichen Präzedenzfall dar, weshalb wir Einspruch erhoben haben“, betonte Gaia Angelini, Präsidentin von Green Impact. Der Vorschlag „basiert auf einem von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebenen und finanzierten Bericht, der von einer Beratungsfirma erstellt und nicht von Fachleuten überprüft wurde“, kritisierte Angelini in einer Pressemitteilung.

Beispielfoto Wölfe. © Brigitte Sommer

Die Beschwerde wurde eingereicht, nachdem Fehler in den Abläufen der EU und der Berner Konvention, die den Wolfsschutz betreffen, aufgedeckt wurden, hieß es. Darunter seien fehlende wissenschaftliche Unterstützung, kein wissenschaftlicher Überprüfungsprozess sowie fehlende demokratische Prozesse, die die Forderungen von NGOs und Bürgern kaum berücksichtigen, betonten die Tierschützer.

Sollte der Beschwerde der fünf Organisationen stattgegeben werden, könnte dies zur Nichtigerklärung der auf der Entscheidung 2024/2669/EU (Herabstufung des Wolfsschutzes) basierenden Rechtsakte führen, einschließlich des von der EU auf der Sitzung des Ständigen Ausschusses der Berner Konvention vorgelegten Vorschlags.

Hintergrund: Der Wolf hat bisher den Status „streng geschützt“ in der Berner Konvention innegehabt, was bedeutete, dass seine Bejagung oder Störung stark eingeschränkt war. Die EU-Kommission schlug vor, diesen Status auf „geschützt“ zu reduzieren. Die Absicht dahinter scheint klar. Man will leichter abschießen und sogar eine normale Bejagung ermöglichen. Dieser Vorschlag wurde von den Botschaftern der EU-Mitgliedsstaaten am 25. September 2024 positiv beschlossen und am 3. Dezember 2024 durch den Ständigen Ausschuss der Berner Konvention ratifiziert.

Die Änderung der Berner Konvention ist der erste Schritt; darauf muss eine Anpassung der FFH-Richtlinie der EU folgen. Diese Anpassung erfordert weitere Abstimmungen und wird mit Sicherheit noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Also darf keinesfalls jetzt schon auf Wölfe geschossen werden. 

Fakt ist, dass die Mitgliedsstaaten, die nicht zugestimmt haben, auch noch Veto einlegen können. Es lohnt sich, weiter zu protestieren.

 

Quelle:

https://chwolf.org/assets/documents/News-Events-Aktuell/2024/PR-Wolves-and-ECJ-17-December-EN.pdf