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Anrührendes Video von Pumpak als Jährling

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Liebe Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde,

von Pumpak gibt es leider noch immer kein Lebenszeichen. Inzwischen war die Vermutung aufgekommen, dass es bei einem sehr wohlbeleibten Wolf in Österreich um Pumpak gehandelt haben könnte. Der Wolf hatte dort einen Hahn erbeutet und war beim Verspeisen fotografiert worden. Inzwischen gibt es wohl auch eine Gen-Analyse dazu. Es sei ein Wolf aus dem Balkan und somit wohl einer der ausgebrochenen Wölfe aus dem Gehege in Bayern, heißt es. Damit hat dieser Wolf nun gleich zwei Beweise erbracht: Er hat das Jagen nicht verlernt und ausgezehrt ist er ebenfalls nicht, wie die Nationalparkverwaltung von diversen Medien zitiert worden war.

Doch es gibt doch auch eine Neuigkeit zu Pumpak. Heute hat uns Katarzyna Bojarska, die Forscherin aus Polen, die das Ruszow-Rudel betreut, aus dem Pumpak ursprünglich stammt, einen Link zu einem sehr anrührenden Video geschickt. Darin ist Pumpak als Jährling zu sehen. Er kümmert sich darin liebevoll um seine Geschwister, während die Mutter auf Jagd ist. Das Video ist nur in Polnisch untertitelt, doch die Bilder sprechen für sich. Es ist so Herz erwärmend, dass es keine Übersetzung braucht. Für diese Tiere lohnt es sich, tagtäglich neu zu kämpfen. Wir sind ihre Stimme.

https://www.youtube.com/watch?v=suEmyNEhlyA&t=95s

Herzliche Grüße

Brigitte Sommer

 

 

 

 

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Ein Wolf wird Maskottchen bei der nächsten Fußballweltmeisterschaft. Warum uns das ganz besonders freut.

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Tanzen wir mit dem Wolf?

Eine Art Talk-Show diskutiert minutenlang die Frage, ob die Wahl des WM-Maskottchens wirklich eine gute Wahl war, hüpft doch im nächsten Jahr ausgerechnet ein Wolf durch russische Innenstädte und Stadien. Ein Wolf, der zwar freundlich lächelt, aber eben auch für Blutrünstigkeit und Hinterlistigkeit stehe, war am 02.12.17 in einem Bericht vom Deutschlandfunk zu lesen. Hier der Link dazu. Ein Foto des neuen Maskottchens ist auch zu sehen. http://www.deutschlandfunk.de/wm-gruppenauslosung-in-moskau-tanzen-wir-mit-dem-wolf.720.de.html?dram%3Aarticle_id=402150

Dazu ein Kommentar von Petra Klages, Kriminologin, Tierschützerin und Mitglied bei Wolfsschutz Deutschland in Pro Naturschutz Sachsen e. V. (GRÜNE LIGA Sachsen)

 

Der Wolf ist da und die WM wird mit ihm gefeiert

 

 

Das Maskottchen der Fußball WM 2018 ist ein starker Held, ein ausgesprochen ästhetisches und zudem sehr soziales Tier – ein Wolf –  wie sollte es auch anders sein. Er steht für unerschütterliche Tugenden wie Stärke, Treue, Intelligenz, Familie, Ausdauer, Mut und Kraft. Noch weitere Eigenschaften aufzuzählen, wäre müßig und würde wohl eher ermüden, da unzählige Seiten damit gefüllt werden könnten.

 

 

Deutsche Märchen

 

Wie aber stehen die deutschen Landwirte, die deutschen Politiker zum Wolf? In Deutschland wäre der Wolf als Maskottchen derzeit nahezu undenkbar. Wurde doch der Wolf jüngst bedauernswertes Opfer eines sehr unseriös wirkenden Wahlkampfes und schürte in der Bevölkerung pathologisch anmutende Phobien. Einige Jäger machten sich sogar strafbar indem sie das streng geschützte Tier illegal „beseitigten“.

 

Der „böse“ Wolf, der Nutztiere reißt und Menschen bedroht – so wurde und wird „berichtet“. Manch aufmerksamer Mitbürger konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Erben der Gebrüder Grimm die Werbetrommel für eine neuerliche Ausrottung des gerade erst nach Hause zurückgekehrten Wolfes rühr(t)en. Und das, wo Deutschland ohnehin massive Probleme mit dem Artensterben hat. Sind einige Deutsche tatsächlich so unbelehrbar und glauben noch an Gruselmärchen?

 

 

Landwirte

 

Tatsächlich rückten einige Landwirte, die offensichtlich kein Interesse hatten, ihre Nutztiere ausreichend zu schützen in den Fokus der Medien. Unglaublich blutrünstige Geschichten hatten sie zu berichten. Unerwähnt blieb jedoch häufig, dass genau diese Landwirte und Nutztierhalter selbst verantwortlich waren. Kategorisch lehnten sie Schutzzäune und Herdenschutzhunde ab – und selbst mittelgroße Hunde konnten ihrem Jagdinstinkt uneingeschränkt folgen und nahezu ungehindert schutzlose Tiere reißen. Möglicherweise war mit ein Grund für die Weigerung oder Ignoranz dieser Tierhalter, dass sie selbst die Jagd ausüben und unverändert hohe „Abschussquoten“ erzielen woll(t)en. Purer Eigennutz und Verantwortungslosigkeit gingen also wohl teilweise zu Lasten der bedauernswerten, wehrlosen Nutztiere, die so zum Freiwild für wildernde Hunde und natürlich auch für hungrige Wölfe wurden.

 

In der Öffentlichkeit wurde nach mutmaßlichen Wolfsrissen lediglich bekannt, dass der Wolf „schon wieder“ blutrünstig (was er definitiv nicht ist) Nutztiere gerissen hätte. Oft war noch nicht einmal klar, dass es der Wolf war; häufig stellte sich dann später heraus, dass mal wieder ein Nachbarshund der Übeltäter war. Die Aufklärung dieser Risse wurde in den Medien nicht entsprechend klargestellt und die Bevölkerung im Irrglauben des „blutrünstigen Übeltäters Wolf“ gelassen.

 

 

Medien

 

Die Presse bediente die reißerische Sensationslust und eine neutrale oder korrigierende Berichterstattung – wie sie notwendig wäre – fand in der Regel gar nicht erst statt. Politiker nutzten die Ängste und die Gier einiger jagender Mitmenschen und verschworen sich auf der Jagd nach Wählerstimmen gegen den „bösen Wolf“. Gar so viele Menschen haben es denn wohl doch nicht geglaubt – das zeigen die Wahlergebnisse recht deutlich.

 

 

Insgesamt weit gefehlt  und teilweise sehr offensichtliche Phantastereien

 

… Der Wolf ist ein Räuber und die einzige Konkurrenz, die dem  „Raubtier Mensch“ die Beute streitig macht. Er jagt jedoch nur das, was er zum Überleben benötigt. Das kann man vom Jäger Mensch leider nicht behaupten. Der Wolf hält sich in der Regel von Menschen fern – das sagt ihm schon sein Instinkt.  Diesen Instinkt haben jedoch leider nicht alle Menschen, aber vielleicht lernen sie es noch.

 

Aufmerksame Landwirte und Nutztierhafter können ihre Tiere, wenn sie es denn wollen, sehr wohl effektiv gegen den Wolf und wildernde Hunde schützen und einige tun dieses auch. Finanzielle Mittel stehen schon seit Jahren zur Verfügung. Allein – es mangelt so oft am Willen und gruselige Wolfsgeschichten greifen zur Zeit bei manchen Mitmenschen besser, als Logik und Vernunft. Wir dürfen nicht vergessen: Menschen können sich selbst und selbstverständlich ihre Tiere schützen, eine reale Gefahr an sich geht vom streng geschützten Wolf nicht aus, auch wenn gerne anderes behauptet wird.

 

 

Ureinwohner

 

Ein Ureinwohner ist endlich nach Deutschland zurückgekehrt und findet Landschaften vor, in denen er sich erst wieder zurechtfinden muss vor. Er ist ein stolzes Tier, geprägt von Ausdauer, Stärke und unerschütterlicher Treue zu seinem Rudel. Seine Schönheit und seine sehr sozialen Eigenschaften begeistern immer mehr Menschen, die sich zunehmend für ihn einsetzen. Das sollten nun auch in immer stärkerem Maße (nicht nur) die Deutschen tun.

 

 

Freuen auf die WM

 

Verabschieden wir uns endlich von den schaurigen Märchen, die jeglicher Logik entbehren. Freuen wir also gemeinsam auf eine spannende WM und den Wolf, der als Maskottchen für eine Weltmeisterschaft wohl passender nicht sein könnte!

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Wolfsschutz-Deutschland lädt zum Adventsspaziergang ein

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Auch "Wolfsbotschafter" Anori Pura Goia, ein Tschechoslowakischer Wolfshund ist beim Adventssparziergang am Sonntag, den 10. Dezember, mit von der Partie.

01.12.2017 – Zu einem Adventsspaziergang mit Glühwein und Plätzchen lädt die Gruppe Hessen des bundesweit agierenden Vereins  „Wolfsschutz Deutschland“ in Pro Naturschutz Sachsen e.V. /Grüne Liga Sachsen (www.wolfsschutz-deutschland.de ) alle Wolfsfreunde und Interessierte am Sonntag, den 10. Dezember (Zweiter Adventssonntag) in den Lämmerspieler Wald ein. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Parkplatz zum Rabenstein in Hanau-Steinheim neben dem Sportplatz der DJK Steinheim, zwischen Hanau-Steinheim und Lämmerspiel. Die Teilnahme ist kostenlos.

Wie die Sprecherin des Vereins, Brigitte Sommer (Steinheim), mitteilt, ist ein Spaziergang durch den Wald und auf die angrenzenden Streuobstwiesen geplant. Jeder, der sich für Wölfe interessiert oder mehr über die Tiere erfahren will, die vor über 100 Jahren in Deutschland ausgerottet wurden und sich  jetzt wieder in Deutschland angesiedelt haben, sei herzlich willkommen. Nachdem jüngst auch im hessischen Odenwald ein Wolf seine Spuren hinterließ, ist der Wolf auch in Hessen in aller Munde. Brigitte Sommer: „Aufklärung über den Wolf ist uns wichtig. Auf Wunsch unterstützen wir Nutztierhalter auch, um  geeignete Schutzmaßnahmen vorzunehmen.“

Mit verschiedenen Petitionen zum Beispiel gegen den Abschuss des Jungwolfes Pumpak (www.change.org/pumpak) mit über 120 000 Unterzeichnern, gegen den Abschuss weiterer Gehegewölfe, die aus dem Naturpark Bayerischer Wald ausgebrochen sind und mit der erfolgreichen Eilantrag gegen den Abschuss des Rosenthaler Rudels in Sachsen hat die Dachorganisation des Vereins, die Grüne Liga Sachsen, bereits bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Zudem decken die Vereinsmitglieder ständig Falschmeldungen, so genannte „Fake-News“ auf, mit denen Unwahrheiten über Wölfe verbreitet werden.

Mit von der Partie am Sonntag, den 10. Dezember, ist auch „Wolfsbotschafter“ Anori Pura Gioia, ein Tschechoslowakischer Wolfshund, der unter anderem auch in Sterbehospizen sehr kranken Menschen mit seinem Besuch einen letzten Wunsch erwünscht hat.

Weitere Informationen über „Wolfsschutz-Deutschland“ und wie man  Mitglied werden kann, gibt es auf der Webseite des Vereins unter www.wolfsschutz-deutschland.de. Alle Spenden und Mitgliedsbeiträge fließen direkt in Aktionen zum Schutz der Wölfe.

Weitere Informationen gibt es bei Brigitte Sommer, Telefon 06181/966716.

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Wolfshysterie in den Medien – Faktencheck Hessen

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Wir haben einmal den Werdegang einer Polizeimeldung nachrecherchiert. Dies war die Faktenlage: Ein wolfsähnliches Tier soll den Hund eines Mannes in der Dämmerung während eines Spaziergangs angegriffen haben. Ist im Gebiet des hohen Meißners ein Jagdhund wirklich von einem Wolf angefallen worden?

Hier ist die Meldung dazu: https://www.facebook.com/PolizeiNordhessen/photos/a.378817879182530.1073741828.342612972803021/452660435131607/?type=3&theater . Kurze Zeit später erschien in der HNA noch ein recht sachlicher Bericht dazu: https://www.hna.de/lokales/witzenhausen/witzenhausen-ort44473/hund-von-wolfsaehnlichem-tier-am-hohen-meissner-angefallen-9388727.html Gestern dann haben sich die BILD, die BILD Frankfurt http://www.bild.de/regional/frankfurt/wolf/wolf-alarm-in-nordhessen-53954138.bild.html, die Sendung Maintower und die Hessenschau  http://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a-z/maintower/sendungen/video-48124.html ebenfalls mit dem Thema befasst.

Was sollen wir sagen? Es ist schlimmer als die stille Post. Plötzlich wurde die junge Mutter dahingehend zitiert, dass ihr Hund schrecklich geschrieen hätte, während sich das „riesige Tier“ auf den Rücken ihres Hundes gestürzt habe und die Familie Todesangst gehabt hätte. Im Bericht für die Sendung Maintower wollte die Familie angeblich auf keinen Fall noch einmal an den Ort des Geschehens. Ganz im Gegensatz zur BILD. Hier war  anscheinend der Mut zurückgekehrt.

Wir von Wolfsschutz Deutschland haben die Geschichte nachgeprüft und mit Herrn Diegel telefoniert. Dabei verwickelte sich der Mann in Widersprüche. Während seine Frau in dem HR-Bericht sagte, das Paar hätte mit der Tochter dem Wolf direkt gegenüber gestanden, sagte er, dass das Ganze sich in 50 Meter Entfernung abgespielt habe. Und zwar so: Ein „husky-schäferhund-ähnliches“ Tier sei von rechts aus dem Gebüsch gesprungen und auf den Rücken ihres Hundes gesprungen. Der Hund hätte keine Verletzungen davon getragen, nur einen Riss in der Kralle.  Er wäre auch gesund und munter wieder aufgetaucht. Hätte der Hund nicht bei einem echten Angriff Verletzungen am Rücken davontragen müssen? Wie es zu diesem Riss gekommen ist, kann sich Herr Diegel nicht erklären. Der „Wolf“ habe eine helle Fellfarbe gehabt und sei größer als ein Schäferhund gewesen und hätte sich sehr elegant bewegt. Der Familienhund Karl wäre daraufhin nicht zur Familie gerannt, wie es ein Hund bei Gefahr ja normalerweise machen würde, sondern in die entgegengesetzte Richtung, also den Weg entlang, weg von der Familie. Daraufhin hätte sich der „Wolf“ kurz auf dem Weg hingesetzt und ihn und seine Frau angesehen. Sekunden später sei er dem Hund hinterher. Man habe keine Zeit gehabt, Fotos zu machen. Herr Diegel fühle sich im BILD-Artikel und dem Beitrag in der Sendung Maintower nicht korrekt wiedergegeben. Da wäre vieles dazu gedichtet worden, wie z. B. die Fackelwanderung, an der die Familie wegen des Vorfalls nun nicht mehr teilnehmen wolle. In dem Gebiet auf dem Hohen Meißner geht die Sonne um diese Jahreszeit bereits um 16.23 Uhr unter. Wie viel kann man unter dieses Bedingungen in 50 Metern Entfernung wirklich noch erkennen? In der Vergangenheit sind immer wieder einmal ähnlich lautende Fake-Geschichten von Jägern in Umlauf gebracht worden. Uns versicherte Herr Diegel, dass er und seine Frau keine Jäger seien. Man halte den Jagdhund lediglich aus Liebhabergründen. Man sei auch nicht mit Jägern verwandt. 

Die Frankfurter Rundschau meldet heute, dass es sich bei dem Tier um einen Luchs gehandelt haben könnte: http://www.fr.de/rhein-main/vorfall-am-hohen-meissner-hund-doch-nicht-von-wolf-angegriffen-a-1394677

Wenn heute der 1. April wäre, könnte man darüber lachen.

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Wir unterstützen diese Petition für Wölfe in Sachsen-Anhalt

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Guten Tag liebe Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde,

der Innenminister von Sachsen-Anhalt hat sich mit einem Erlass in die Belange des Umweltministeriums eingemischt und erlaubt nun seinen Polizisten auf Wölfe zu schießen. Angeblich soll dieses dem hehren Ziel dienen, schwer verunfallte Tiere nicht lange leiden zu lassen, denn bislang durfte nur ein Fachmann nach strengen Auflagen einen Wolf mit schweren Verletzungen einschläfern. Diese Fachleute sind natürlich nicht immer gleich vor Ort. Diese neue Erlaubnis gilt aber auch für so genannte auffällige Wölfe. Hier dürfen Polizisten nach Gutdünken entscheiden und das kann ein echter Naturfreund nicht akzeptieren.

Hier ein Artikel dazu: https://www.mdr.de/…/woelfe-duerfen-von-polizisten-geschoss…

Wir sehen hier eindeutig einen weiteren Versuch, den hohen Schutzstatus des Wolfes in Deutschland aufzuweichen. Mehr als ein Geschmäcke hat es, dass der Innenminister auch Jäger ist.

Bitte unterschreibt und teilt diese Petition unseres Wolfsfreundes Lutz Lambrecht: www.change.org/brandenburgwoelfe

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Liegt es am mangelnden Willen der Hobbytierhalter? Wir haben uns die Rissstatistik des Rosenthaler Rudels mal genauer angesehen

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Viele Hobbytierhalter im Gebiet des Rosenthaler Rudels in Sachsen beschweren sich immer wieder, dass es unmöglich sei, die Tiere richtig vor dem Wolf zu schützen, und dass man einfach das Geld nicht hätte. Dieser Hobbyhalter, dessen Zaun wir hier fotografiert haben, hält seine Schafe inmitten des Kerngebietes des Rosenthaler Rudels. Uns hat er erzählt, dass er noch nie einen Riss gehabt hätte. Er hat seinen Festzaun mit ordentlich Strom verstärkt. Er mäht die Wiese rund um den Zaun, damit das Gras keinen Kurzschluss verursacht und er stellt seine Schafe nachts in den Stall. Es geht also sogar auch ohne Herdenschutzhund und hohe Kosten.

Nun zur Rissstatistik:

Risse 2013-2017:  

Folgendes Fazit: 204 tote Schafe, 58 Fälle

davon

2017:  9 Vorfälle, davon 2x ungeschützt (4 tote Schafe), 7x geschützt, 2 x Herde ausgebrochen (16 tote Schafe)

2016: 11 Vorfälle, davon 2x ungeschützt (10), 1x Herde ausgebrochen (3)

2015: 16 Vorfälle, davon 4 x ungeschützt (7), 3x Herde ausgebrochen (21)

2014: 18 Vorfälle, davon 7x ungeschützt (12), 7x Herde ausgebrochen (17)

2013: 4 Vorfälle, davon 1 x ungeschützt (3), 1x Herde ausgebrochen (1)

In der Aufstellung gibt es 51 Schafe, wo der Wolf als Verursacher nicht auszuschließen ist

Wegen Ausbruch aus dem Zaun sind 58 Schafe (also rund 28 %) dem Wolf wohl ins Maul gelaufen.

36 Schafe (rund 18%) waren ungeschützt.

Die Hauptaktivitätszeit der Wölfe/Schafe liegt zwischen dem 15. August und dem 15. November mit Hauptpräferenz auf die Zeit vom August bis Oktober eines jeden Jahres

           

 

April  MaiJuni   Juli  August SeptemberOktoberNovemberDezember
2017252
201612251
201511131
20143154221
20131111
Summe der Vorfälle32220151141

   

Aus dieser Risstabelle kann folgendes abgeleitet werden.

1. Die Hauptgefährdungszeit liegt von August bis Oktober eines jeden Jahres. Hier gilt es also besonders auf die Schafe aufzupassen. Eigentlich müssten dies die Schäfer auch schon längst selbst festgestellt haben. 

2. Die vielen Durchbrüche der Schafe aus ihrer Umzäunung ist nicht dem Wolf anzulasten. Ein Zaun, der von Innen nach Außen von Weidetieren durchbrochen wird, ist nicht ausbruchssicher und somit auch nicht wolfssicher. Ein Ausbruch von Weidetieren kann auch darauf hinweisen, dass zu viele Tiere auf zu geringer Fläche gehalten werden, so dass die Fluchtdistanz unterschritten wird.

Hier noch ein Artikel dazu. Angeblich soll das Rosenthaler Rudel schon wieder vier Tiere gerissen haben. Wir hatten auch diesen angeblich sicheren Zaun kontrolliert. Was soll ein professioneller Aufbau, wenn am Ende kein Strom darauf ist. http://www.sz-online.de/nachrichten/mindestens-16-woelfe-in-der-oberlausitz-geboren-3822181.html

Unsere Dachorganisation, die GRÜNE LIGA Sachsen, hat die Abschussverfügung auf einen Wolf aus dem Rosenthaler Rudel gestoppt. Bitte dennoch weiter die Petition unterzeichnen und weiterleiten: http://www.change.org/woelfe

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TV-Tipp für heute Abend: Geheimsache Tiertransporte in 37°

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Liebe Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde,

es vergeht kaum ein Tag, an dem sich nicht irgendein Nutztierhalter oder Schäfer über die angeblich doch so vielen und grausamen Risse von Wölfen, in einer Tageszeitung auslässt. Aktuell beklagen sich Kuhhalter aus dem Landkreis Cuxhaven (www.change.org/cuxlandrudel) und in Sachsen im Gebiet des Rosenthaler Rudels (www.change.org/woelfe) am heftigsten. Dabei sind die Zahlen der Risse im Vergleich zu anderen Todesursachen verschwindend gering. So schrieb die Bundesregierung im August auf ihrer Facebookseite:  Seit dem Jahr 2000 wurden nur rund 3500 Nutztiere von Wölfen gerissen – also 205 pro Jahr im Schnitt. Damit bleiben die durch Wölfe entstehenden Schäden weit unter den Verlusten, die Nutztierhalter durch andere Einflüsse (Unfälle, Krankheiten, Unwetter und schlechte Haltungsbedingungen) erleiden. Schäfer erhalten für jedes Tier, das durch Wölfe gerissen wurde, obwohl die Herde adäquat geschützt ist, eine finanzielle Entschädigung. Ferner werden Schutzzäune sowie spezielle Herdenschutzhunde staatlich gefördert. Leider werden diese Fördergelder selten abgerufen, da es wesentlich bequemer ist, den Abschuss der Wölfe zu fordern, als sich mit entsprechenden Schutzmaßnahmen zu beschäftigen. Auch wird oft vergessen, dass Schafe und Kühe nicht für einen Streichelzoo bestimmt sind, sondern am Ende ihres Lebens beim Schlachter landen. Dort in den Schlachthöfen geht es weit grausamer zu, als ein Wolf bei einem Riss vorgeht. Auch scheinen die gleichen Leute, die sich über das Verhalten der Wölfe ereifern, keine Skrupel zu haben, ihre Tiere nach Übersee zu verkaufen. Nach einem Transport, der albtraumhafter kaum sein kann, wartet in vielen Ländern der Tod durch Schächten auf die Tiere. Die Kollegen von 37 Grad haben Tiere in ihre Reise in die Hölle begleitet: Zu sehen heute Abend 22.15 im ZDF. https://www.youtube.com/watch?v=6f-Seqa4qys

 

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Sofortvollzug zum Wolfsabschuss gestoppt

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Grüne Liga Sachsen /Wolfsschutz-Deutschland erzwingt weitere Schonfrist für das Rosenthaler Wolfsrudel
Jetzt ist es amtlich: Die Wölfe des Rosenthaler Rudels in Sachsen dürfen nicht getötet werden, solange über Widerspruchsverfahren und eine mögliche Klage der Grünen Liga / Wolfsschutz Deutschland nicht abschließend geurteilt wurde. „Für uns ein wichtiges Etappenziel“, so Tobias Mehnert, Vorsitzender der Grünen Liga Sachsen.

Auf einen zusätzlichen Eilantrag an das Verwaltungsgericht Dresden hin, hat das Landratsamt Bautzen am Montag schriftlich gegenüber dem Gericht erklärt , „dass ein Sofortvollzug der Ausnahmegenehmigung bis zum Eintritt der Bestandskraft nicht angeordnet wird“, so die von der Grünen Liga beauftragte Rechtsanwaltskanzlei Baumann & Partner.

„Im Gegensatz zu anderen Naturschutzorganisationen haben wir die Initiative ergriffen und gehen gerichtlich gegen diese irrwitzigen Abschussanordnung vor“, so Mehnert. Die Kanzlei Baumann Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbH  hatte  bereits am 2. November im Auftrag der Grünen Liga Sachsen e.V. hiergegen Widerspruch erhoben.

Wie Rechtsanwältin Franziska Heß (Fachanwältin für Verwaltungsrecht) erklärt, darf  die Wölfe des Rosenthaler Rudels keine Jäger angesetzt werden, solange Widerspruchsverfahren und gegebenenfalls  anschließendes Klageverfahren der Grünen Liga laufen.

Die Einbringung des Eilantrags war geboten, weil das Landratsamt zwei Tage lang trotz mehrfacher Anfragen der Kanzlei keine Auskünfte erteilt hatte und jederzeit mit dem Abschuss eines Wolfs gerechnet werden musste. Dank des Eilverfahrens konnte nicht nur ein Verzicht auf den Sofortvollzug während des Widerspruchs und Klageverfahrens bewirkt werden,  sondern auch die Grüne Liga über das Gericht endlich Einblick in den jagdrechtlichen Bescheid erhalten.

Rechtsanwalt Andreas Lukas: „Wir können unseren Eilantrag nun zurücknehmen und uns auf das Hauptsacheverfahren konzentrieren. Wir kritisieren beispielsweise, dass bei der Prüfung von Alternativen zum Abschuss keine Herdenschutzhunde in Betracht gezogen worden sind, was aus unserer Sicht artenschutzrechtlich zwingend erforderlich gewesen wäre.“

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Wir haben erfolgreich gekämpft: Rosenthaler Wolf darf weiterleben!

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Ein weiterer Schritt zur Rettung des Rosenthaler Wolfs ist geschafft. Das Dresdner Verwaltungsgericht entscheidet nun weiter. Das Landratsamt Bautzen hat sich unserem Eilantrag gefügt. Es darf weiterhin kein Wolf aus Rosenthal geschossen werden.

Zitat„Auf die Wölfe des Rosenthaler Rudels dürfen keine Jäger angesetzt werden, solange Widerspruchsverfahren und ggf. anschließendes Klageverfahren der Grünen Liga laufen. Der durch die kurze Befristung der Genehmigung bis zum 30. November 2017 an- zunehmende gewollte schnelle Abschuss ist abgewendet.“ Siehe auch Presseinfo unseres Anwalts.

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Perfektes Zusammenspiel zwischen unserer Dachorga Grüne Liga Sachsen e. V. und Wolfsschutz Deutschland!

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Wir freuen uns riesig, dass der Eilantrag unserer Dachorganisation GRÜNE LIGA Sachsen e. V. gestern Erfolg hatte. Die Abschussgenehmigung auf einen Wolf aus dem Rosenthaler Wolf ist vorerst gestoppt. Unterstützt wurde die GRÜNE LIGA von unseren Vereinsmitgliedern von Wolfsschutz Deutschland in Pro Naturschutz Sachsen e. V. (GRÜNE LIGA Sachsen) auch ganz praktisch. Unsere Vereinsmitglieder hielten Nachtwache und sorgen damit dafür, dass die Wölfe sich nicht ins offene Feld trauten um abgeschossen zu werden. Hier ein Bild von unserem Zoologen Alexander  Januszkiewicz (rechts) und Patrick Grube.